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Fanfiction

Auf ein Ende folgt immer ein Anfang - Zu früh gefreut

von Federica

Hallo, da bin ich wieder, mit einem frischen Kapitelchen :)
Erst mal vielen lieben Dank für die tollen Kommis! Ich hab mich riesig gefreut!

²Lily_Luna_Lovegood: Ja, also ;) danke für deinen Kommi, ich habe neulich dann auch einfach mal selbst gebacken ;) war auch lecker ;) Ja, Lily und James <3 mal sehen, es dauert nicht mehr allzu lange, ich hatte keine Geduld mehr, die beansprucht schon ein ganz anderes Paar :D
aber jaaa, der Streit, ich hoffe er gefällt ;) LG!

²Zaubererexpterin xD: Ja, Regulus, er wird wohl irgendwann nochmal auftauchen, weiß aber noch nicht wann ;) jetzt ist erst mal Liebeschaos angesagt :D aber in diesem Kapitel geht es noch ;) Danke für das Kompliment :) LG!

²Sonea: Danke Schwesterherz, aber Snape hat ihn doch in der 6. Klasse entwickelt, vielleicht ist er schon bis zu Voldi durchgedrungen? Bei mir auf jeden Fall ;) ich drück dich :-*

²Prongs8: Dankeeee <3 Das freut mich :) Ja, meine Lieblingsfiguren sind sie auch, definitiv :) Dann hier, das nächste Kapitel :) Viel Spaß damit! LG!
_________________________________________________

Zu früh gefreut

~*~
And during the struggle they will pull us down,
but please, please let's use this chance to turn things around.
And tonight, we can truly say together we're invincible.

[Muse - Invincible]
~*~


Sirius
Verschlafen öffnete ich meine Augen. Ich hatte so unglaublich gut geschlafen. Wow, so gut hatte ich eigentlich noch nie geschlafen…
Auf der Suche nach dem Grund blickte ich auf einen Blondschopf, der eng an mich geschmiegt selig weiterschlief.
Ein warmes Gefühl breitete sich in meinem Körper aus, ein Kribbeln durchfuhr meinen Magen.
Mooooment, was ist das? Ein Sirius Black verliebt sich nicht, schon gar nicht in die beste Freundin, des besten Freundes.
Huch, das klang jetzt aber kompliziert.
Verwirrt fuhr ich mir durch meine Haare, glücklicherweise schlief James noch, wir drei hatten die ersten beiden Doppelstunden frei.
Neben mir bewegte sich der zierliche Körper und mich blickten die schönsten verschlafensten Augen an, die ich je gesehen hatte.
Halt, Sirius Orion Black, das ist nur Emma, eine gute Freundin.
„Morgen“, murmelte sie und kuschelte sich noch näher an mich. Mir wurde ganz heiß, was sollte das denn? Solche Gefühle hat ein Casanova nicht.
Dann bemerkte ich, wie sich Krone in seinem Bett bewegte.
Scheiße!
Wenn er Emma bei mir sieht rastet er vollkommen aus.
Fuck, fuck, fuck!
Leider war Miss Hudson schon wieder eingeschlafen, ach so ein Streit mit Krone war manchmal auch erfrischend. Ob er mich töten wird? Haha, dafür mag er mich dann doch zu sehr.
„Morgen Tatze, oder soll ich lieber guten Tag sagen? Wir müssen gleich zum Mittagessen“, er grinste und sein Blick fiel leider auf meine Bettnachbarin, „Oh man, wen hast du denn jetzt schon wieder angeschleppt?“, James beäugte meine Bettnachbarin, er würde mir nie glauben, dass wir nur nebeneinander geschlafen haben. Den Kuss, und das Sex schon stattgefunden hatte, brauchte er ja nicht zu wissen.
„Das ist doch! Emma!“, er funkelte mich mit demselben Blick an, den er sonst nur für Slytherins reserviert hatte. Ich musste schlucken. Vielleicht war ein Streit doch nicht so lustig, wenn es um Emma ging?!
„Ja, also, das ist richtig“, ich stand schnell auf und löste mich aus der Umarmung, die James anscheinend noch gar nicht richtig bemerkt hatte, denn jetzt fing er erst recht an auszurasten.
Das konnte ja heiter werden!
Emma war nun auch wach geworden und starrte ziemlich schockiert zu James, an ihrer Lippenbewegung konnte ich ein lautloses ‚Fuck‘ erkennen.
„Also James –“, setzte sie an, doch sie wurde nur von einem wütenden James unterbrochen.
„Halt dich da raus Emma, ich weiß nicht, was er dir alles versprochen hat. Aber ich dachte du kennst ihn besser!“
Jetzt sah sie ziemlich verwirrt aus, was ich unglaublich süß fand. Ääh, süß??: „Aber es ist doch –“
„Ja ja, jetzt wollt ihr mich auch noch anlügen?! Du hast in seinem Bett geschlafen. Emma raus jetzt, ich will das mit Sirius alleine klären!“
Oh je, Sirius, das war wirklich ernst…
Emma war nun auch aufgestanden, sie sah ja schon heiß aus, so in ihrer Boxershorts und dem übergroßen T-Shirt, dazu noch ihre verwuschelten Haare und dieser Schlafzimmerblick.
Keine guten Gedanken Sirius, keine guten Gedanken!
Emma stemmte nun ihre Arme auf ihre Hüften und funkelte James bedrohlich an. Vielleicht wäre es wirklich besser, wenn er sie mal ausreden lassen würde. Könnte mir eigentlich nur weiterhelfen.
James musterte seine beste Freundin ungläubig, dann zog er kurzerhand seinen Zauberstab und beförderte sie aus dem Schlafsaal.
„ARGH, JAMES POTTER DAS WIRST DU NOCH BEREUEN!!!“, sie trommelte mit ihren Fäusten gegen die verschlossene Tür und ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen.
Allerdings wurde ich schlagartig wieder ernst, als ich den Gesichtsausdruck meines besten Freundes sah.
Abwehrend hob ich meine Hände: „James, jetzt lass mich doch mal erklären!“
Doch sein Ausbruch war noch lange nicht vorbei. Normalerweise fand ich es ja amüsant, dass er solche Ausbrüche hatte, aber wie gesagt, normalerweise. Denn allzu oft hatte ich nicht unter ihnen zu leiden.
„WAS bitte gibt es da zu ERKLÄREN SIRIUS? Ich dachte wir hatten abgemacht, dass Emma und Lily tabu sind für dich. Du willst doch nur irgendwelche Spielzeuge und Emma ist ganz gewiss nicht der Typ dafür! Manchmal frage ich mich echt, wieso du immer gute Noten bekommst, dein Gehirn wird ja ganz eindeutig von deinem Schwanz gelenkt!“ er holte Luft und so langsam fand ich auch, dass er ein bisschen unfair wurde. Er kannte mich doch.
Vielleicht war das aber auch einfach das Problem. Ich seufzte.
„Du lässt ab sofort die Finger von ihr Sirius Black, oder ich weiß nicht was passiert! Sie ist für mich wie eine kleine Schwester und ich werde nicht zulassen, dass so ein notgeiler Idiot, wie du es nun mal bist, ihr das Herz bricht! DAS hat sie nämlich nicht verdient!“
Wow, er funkelte mich immer noch wütend an und verließ dann einfach den Schlafsaal. Unseren Streit müssten ja mittlerweile alle aus dem Gryffindorturm mitbekommen haben.
Remus sah mich abwartend an. Wann war der hier eigentlich aufgetaucht?
Ich hob verzweifelt meine Hände nach oben: „Mein Gott, ich habe nicht vor sie auszunutzen, sie konnte nicht schlafen und kam hier hoch. Was sollte ich denn machen? Sie sah so fertig aus!“
„Tatze, diese Reaktion von Krone war jawohl klar. Ich hatte dich für intelligent genug gehalten, dass du sie vorher hier rausgeschleust hättest. Und was war nach dem Halloweenball?“, Moony musterte mich wissend.
„Es war doch nur einmal Moony, es ist einfach so passiert. Und mit Sicherheit nicht nur meine Schuld! Es war gewiss nicht so, dass ich sie zwingen musste. Sie wollte auch. Aber das sollte Krone vielleicht lieber nicht erfahren…“, verzweifelt setzte ich mich auf mein Bett.
Sehr gut Sirius, dein bester Freund ist tierisch sauer auf dich. Wie kriege ich das bloß wieder hin?
„Los Tatze, zieh dich an. Wir müssen gleich zum Unterricht.“
Moony wartete dieses Mal geduldig, bis ich alles geschafft hatte. Mein gutes Aussehen kam ja nicht ganz von allein.
Im Gemeinschaftsraum waren nicht mehr allzu viele Schüler anwesend, die meisten waren beim Mittagessen.
In der großen Halle angekommen gingen wir zu unseren Freunden, James und Peter saßen bei Emma und Lily.
Emma blickte hoch und wieder sah ich in dieses unglaublich helle Blau, ein Schauer lief mir über den Rücken und das obwohl sie relativ fertig aussah. Aber sie konnte einfach nichts entstellen.
So wie immer wollte ich mich neben sie auf die Bank fallen lassen, nur dank Moony entging ich einem Mordanschlag von James. Er setzte sich neben Emma und ich ließ mich dann einfach gegenüber von Moony auf die Bank fallen.
Emma warf mir einen entschuldigenden Blick zu, doch ich verdrehte nur die Augen.
Das war eine Sache zwischen mir und James, der mir übrigens im wahrsten Sinne des Wortes die kalte Schulter zeigte.
Er unterhielt sich angeregt mit Lily, naja, ich gönnte ihm sein Glück, dass sie endlich mit ihm sprach. Sonst wäre ich wahrscheinlich irgendwann noch geplatzt. Sie konnte den besten Freund der Welt haben und ließ ihn nach drei Jahren immer noch zappeln.
Ich begann damit mir ein Brötchen zu schmieren und beobachtete Emma unauffällig. Ihre blonden, mittlerweile ja bloß noch kinnlangen, Haare hatte sie zu einem kleinen Zopf gebunden, ihr Pony fiel ihr ins Gesicht und sollte wohl von ihren traurigen Augen ablenken. Sie war ungeschminkt und ihre Krawatte saß etwas schief. Noch etwas fiel mir auf, sie aß schon wieder nichts. Aber vielleicht war sie ja auch einfach schon fertig.
Als sie schließlich aufstand um zum Unterricht zu gehen, bemerkte ich das Wesentliche. Emma trug keine hohen Schuhe, sie trug bloß ihre Chucks. Das war mehr als unnormal.
So verrückt wie ich nach meinen Haaren war, so verrückt war dieses Mädchen nach High-Heels.
„Lily? Gehen wir?“, auf ihre Frage hin erhob sich die rothaarige Hexe und auch James beschloss mit ihnen zu gehen. Darüber schien Emma nicht gerade erfreut zu sein, sie hatte ihm seinen Ausbruch heute Morgen auch noch nicht verziehen.
Seelenruhig beendete ich das Mittagessen und verließ dann gemeinsam mit Remus und Peter die Halle, das Tuscheln, dass um uns herum herrschte nahm ich nur unterbewusst wahr. Der Streit von James und mir war anscheinend heute das Tratschthema Nummer eins.
Was soll’s…
„Ich hoffe du kriegst das mit Krone wieder in Ordnung Tatze“, Moony sah mich eindringlich an.
Ich hasste es, wenn er das tat. Da bekommt man fast Angst vor unserem Werwolf.
„Ähm, klar, das sollte eigentlich kein Problem sein, nur er müsste mir erst mal zuhören. Ich lasse ihm seine Zeit zum Abregen!“, Krone würde spätestens heute Abend wieder mit mir reden, da war ich mich ziemlich sicher.

Emma
Verärgert blickte ich zu James. Er hatte nun wirklich keinen Grund sich aufzuregen. Er hätte mir ja nur zu hören müssen, anstatt wie ein wilder Hirsch auf Sirius loszugehen.
Und jetzt musste ich noch mit diesen beiden Turteltauben alleine im Gang stehen. Ich meine ich gönne es den beiden ja wirklich von Herzen.
Aber so albern wie Lily die ganze Zeit kicherte, wunderte es mich doch ein wenig, dass James so gar nichts verstand. Es war doch mehr als offensichtlich, dass sie sich endlich in ihn verliebt hatte.
Als Professor Townsend endlich auftauchte verschwand ich schnell im Klassenzimmer, dieses Mal setzte ich mich nach ganz außen. Sollte doch Lily neben ihrem Angebeteten sitzen.
Lily sah mich etwas verwirrt an, doch ich verzog keine Miene. Ich war sauer auf James, das konnte er ruhig merken.
Doch der war viel zu beschäftigt damit Lily zum Lachen zu bringen.
Sirius und Remus ließen sich neben Peter nieder, der sich neben James gesetzt hatte.
Die Slytherins waren mittlerweile auch vollzählig und dann konnte die Stunde beginnen.
„Guten Tag ihr Lieben, heute werden wir uns ein wenig Duellieren, ich werde sie in 2er Teams einteilen und das Ziel ist es, den anderen zu Entwaffnen. Bitte keine schweren Flüche anwenden!“, bei diesen Worten schenkte er den Slytherins einen harten Blick, „Doch zunächst möchte ich Mister Potter und Mister Black nach vorne bitten. Sie beide sollen einmal zeigen, wie ein richtiges Zaubererduell aussieht.“
Ich musste mich ziemlich zusammen reißen um nicht meinen Kopf mit einem lauten Rums auf die Tischplatte fallen zu lassen. Ausgerechnet heute, wo sie sich gestritten hatten.
Ich blickte nach vorne und James sah ziemlich grimmig aus, Sirius dagegen fühlte sich etwas unwohl, er hatte aber sein Pokerface im Gesicht. Ich kannte ihn leider zu gut.
Die beiden verneigten sich artig und das Duell begann, James Augen funkelten und auch Sirius blitzte seinen besten Freund an.
Oh Merlin, was sollte das bloß werden?
Die beiden lieferten sich ein hartes Duell, anfangs war es fast ein bisschen langweilig, weil sie nur ungesagte Zauber benutzten. Ich wusste aber, dass James diese Sache besser beherrschte als Sirius und es dauerte auch nicht lange, bis er seine Zauber laut aussprach.
„Stupor!“
Doch ein Schlenker von James und der Fluch prallte an ihm an, stattdessen wurde Sirius nach hinten geschleudert.
Dieser rappelte sich hoch und machte eine zackige Bewegung mit seinem Zauberstab. Doch James war wieder schneller, ihm konnte einfach so schnell keiner etwas vormachen, er benutzte den Protego und schaffte es gleich danach noch Sirius wieder durch die Luft segeln zu lassen, kurz darauf hielt er den Zauberstab seines besten Freundes in der Hand. James Potter hatte Sirius Black besiegt. Naja, mir war es klar gewesen, bei der Wut im Bauch hatte er ja nur gewinnen können.
Ich hoffte, dass das Ego von Sirius überleben würde, aber auch da machte ich mir eigentlich nicht so viele Sorgen.
„So, sehr schön Mister Potter! Zehn Punkte für Gryffindor! Nun die anderen Pärchen…“, ich hörte nicht zu, er verteilte die ganze Klasse, bis endlich auch mal mein Name fiel, „Miss Hudson und Miss Black, und Miss Evans und Mister Snape.“
Das war nun wirklich noch das Tüpfelchen auf dem i heute, schlechter konnte der Tag ja nicht werden.
Aus den Augenwinkeln bemerkte ich, wie sich James und Sirius zusammen reißen mussten, meine Güte, Kerle sind manchmal echt anstrengend. Bella und Snape werden uns hier schon nicht zu Hackfleisch machen. Naja, begeistert war ich trotzdem nicht.
Und der letzte Funken Begeisterung entwich meinem Körper, als ich Bellas diabolisches Lächeln sah.
Na das konnte ja heiter werden.
„Ich bitte euch, nur die einfachsten und ungefährlichsten Zauber!“, unser Professor hatte jetzt wohl doch Angst. Wie kam er auch auf die Idee Gryffindors und Slytherins teilweise zu mischen, und warum hatte er nicht James und Sirius gemischt?
Lily neben mir wirkte sehr entschlossen, und Snape etwas ängstlich. Er wollte wahrscheinlich nicht wieder als Schlange enden.
Grinsend stellte ich mich vor Bella, wir warteten beide auf das Signal unseres Lehrers und verneigten uns dann.
Dann ging es in der ganzen Klasse los, zum Glück hatte Townsend über jedes Grüppchen einen Schutzzauber gesprochen, sodass unsere Flüche keine andere Gruppe treffen konnten.
Bella und ich blieben für den Anfang wirklich bei den harmlosen Zaubern, leider war es so auch ziemlich langweilig. Denn natürlich war der Protego immer schnell hochgezogen. Vor allem da ich auch ungesagte Zauber vollführen konnte, die liebe Bella musste daran allerdings noch etwas üben, wie ich schadenfroh feststellte.
Wir duellierten uns nun schon seit Beginn der Stunde, um uns herum hatten alle schon längst drei oder vier Duelle absolviert.
Ich entschloss mich zu einem kleinen Ablenkungsmanöver.
Laut rief ich: „Stupor!“ und setzte ungesagt einen Entwaffnungszauber hinterher.
Bella hatte den ersten Fluch noch abwehren können, den zweiten jedoch bemerkte sie zu spät und so landete ihr Zauberstab nun sicher in meiner Hand. Fangen konnte ich ja.
„Eins zu Null würde ich sagen liebste Bella!“, grinsend gab ich ihr den Zauberstab zurück und es klingelte zum Ende der Stunde. Bella sah mich ziemlich wütend an, doch anscheinend traute sie sich hier nicht zurückzuschlagen. Vielleicht sollte ich in Zukunft nicht mehr alleine rumlaufen.
Lachend hakte ich mich bei Lily ein, der Rest des Tages verging wie im Flug.
Abend saß ich wieder auf meiner Fensterbank, erledigte meine Hausaufgaben und blickte auf die Ländereien hinaus.

Erzählerperspektive
Im November verdunkelte sich das Wetter, die Tage wurden kaum noch hell, denn die Sonne kam nicht mehr durch die Wolkendecke. Dicke Tropfen fielen nahezu ununterbrochen auf die Erde.
Es herrschte eine gedrückte Stimmung im Schloss.
Jeden Tag trug der Tagesprophet eine andere schockierende Schlagzeile.

Dunkles Mal gesichtet – Muggelfamilie ausgelöscht!
Todesser verüben Anschlag im Fußballstadion – tausende Menschen sterben!
Niemand ist mehr sicher! Todesser zeigen sich in Muggellondon – foltern und töten wahllos!

Der Krieg außerhalb der Zaubererschule schien nicht mehr aufzuhalten zu sein.
Innerhalb Hogwarts verbündeten sich drei Häuser gegen eines – Gryffindor, Ravenclaw und Hufflepuff standen den Slytherins gegenüber.
Denn ausschließlich beim letztgenannten Haus herrschte jeden Tag eine unbekümmerte Stimmung, die Nachrichten ließen sie kalt. Wen interessierten schon die paar Muggel, die jeden Tag unschuldig ihr Leben lassen mussten?
Es war ihnen auch egal, dass nahezu wöchentlich ein Hogwartsschüler geliebte Angehörige verlor.
Überall wurde hitzig diskutiert auf welcher Seite man steht, bei den Siebtklässlern wandelten sich viele Berufswünsche.
So auch bei den Rumtreibern und Emma und Lily.
Wie so oft, saßen die sechs Gryffindors auch an diesem Abend vor dem Kamin.
Der Gemeinschaftsraum hatte sich schon geleert.
Es war der letzte Tag im tristen November und alle hofften auf baldigen Schnee, der zumindest die Natur wieder unberührt aussehen lassen würde.
Der Streit von James und Sirius, die so eine tiefe Freundschaft teilten, war schon lange wieder aus der Welt geschafft worden.
Wenn es beim Krieg doch auch so einfach wäre.
Auch Emma hatte James verziehen, doch sie kämpfte im Moment verbissen gegen sich selbst und hatte sich hinter einer dicken Mauer verkrochen.
Der Krieg und die Anschläge waren wie so oft Hauptthema ihrer Unterhaltungen. Heute ging es jedoch um die berufliche Zukunft. Denn diese Gruppe war voller Tatendrang, sie würden nicht im Schatten bleiben. Für sie gab es nur einen Platz – an vorderster Front.
Dort saßen sie, Emma versank fast in ihrem Sessel. Die zierliche 1,60m kleine Hudson ging nun schon seit einem Monat auf Distanz zu dem besten Freund ihres besten Freundes. Doch dessen Nähe fehlte ihr. Sie konnte es sich selbst nicht erklären. Das alles änderte aber nichts daran, dass sie nachts kein Auge zubekam, dass ihr der Appetit gänzlich fehlte und sie sich das Nötigste herunter quälen musste. Die Blondine hatte abgenommen, es war als läge sie in Fesseln. Ein innerer Druck, der sie nicht losließ.
Sirius Black lag in dem anderen Sessel, sein Blick war wie immer auf Emma gerichtet. Er hielt sich an sein Versprechen James gegenüber. Doch es tat so weh, sie leiden zu sehen. Sie bewegte sich fast nur noch wie ein Untoter durch die Schule, sie aß kaum noch. Der junge Black wusste auch, dass sie Nacht für Nacht auf der Fensterbank im Gemeinschaftsraum saß, anstatt in ihrem Bett zu schlafen. Schließlich beobachtete er jede Nacht ihren Namen auf der Karte. Wie gerne würde er ihr als die Last abnehmen, sie in seinen Armen halten und die dunklen Bilder vertreiben. Doch es ging nicht mehr.
Er blickte in ihre Augen, dort fehlte der Glanz, das Glitzern, dass sie zu diesem besonderen Menschen machte. Ihre Ausstrahlung, die hatte sie verloren.
Trotz allem war sie nach wie vor das umschwärmteste Mädchen Hogwarts. Trotz ihrer mageren Figur hatte sie nach ein, zwei Tagen wieder angefangen sich wieder mehr Mühe zu geben. Ihre Augenringe wollte sie wohl am meisten verstecken. Sirius erkannte, wie es ihr wirklich ging. Die anderen sahen wieder nur die hübsche Oberfläche. Wie vielen Jungen hatte sie alleine im November einen Korb gegeben?
James blickte auch immer wieder besorgt zu seiner besten Freundin. Sie gefiel ihm nicht, ihre Traurigkeit und diese Apathie. Das war nicht Emma, ihm fehlte sein Wirbelwind.
Doch sein Blick wanderte immer wieder zu der Rothaarigen neben ihm, ihr Anblick und ihre Nähe ließ sein Herz jedes Mal schneller schlagen. Er liebte sie, das wusste er genau. Und er war sich so sicher, dass auch sie etwas für ihn empfand. Wie lange würde er noch warten müssen?
Lily Evans, die rothaarige Schülerin, war erfüllt von Sorge, Traurigkeit und Unentschlossenheit. Sie kam nicht mehr zu ihrer besten Freundin durch. Lily wusste, dass sie nicht viel schlief, dass sie nicht viel aß, dass sie nicht mehr am Leben teilnahm. Emma lernte für die Schule, bekam in allen Fächern die besten Noten, sie trainierte verbissen beim Quidditch. Doch ansonsten lastete so viel auf ihren schmalen Schultern, so viel, dass sie drohte einzubrechen.
Und dann war da doch der schwarzhaarige Junge neben ihr, der sie durch seine Nähe immer ganz kribbelig machte. Sie hatte sich in ihn verliebt, nach drei langen Jahren des Abweisens hatte sich Lily Evans in James Potter verliebt. Wann würde sie sich endlich überwinden und ihn in ihr Geheimnis einweihen?
Der Werwolf im Bunde, Remus Lupin, lungerte an der anderen Seite von Lily auf dem Sofa. Er machte sich Sorgen um seine Freunde. Die Distanz zwischen Emma und Sirius tat der ganzen Runde nicht gut, vor James Streit waren sie relativ unbefangen miteinander umgegangen. Remus war sich sicher, dass die beiden in den Tiefen ihrer Herzen mehr für einander empfanden. Doch das würden sich diese Beiden eh nie eingestehen.
Auch die ständige Abwesenheit des letzten Rumtreiber trug nicht zum Vertrauen bei.
Doch es wusste keiner, dass er dieses Vertrauen schon lange nicht mehr verdiente.
Peter Pettigrew, der zwischen den beiden Sesseln auf dem Boden saß, war zum Verräter geworden.
Er, den alle immer nur für den Mitläufer und Fan gehalten hatten, war zur dunklen Seite gewechselt.
Bei den Todessern fand er die Anerkennung, die ihm von seinen Freunden immer verwehrt wurde.
Trotzdem blieb er bei ihnen, denn sie waren es, die der dunkle Lord zerstört sehen wollte. Er fürchtete sich vor der jüngsten Generation. Für den jungen Pettigrew nicht verständlich, war doch der dunkle Lord der mächtigste Zauberer.
Trotz all der Differenzen hofften sie alle insgeheim dasselbe.
Möge der Dezember und das neue Jahr die gewünschten Veränderungen bringen.
Die Weihnachtsstimmung würde sie gelassener machen, vielleicht würde endlich all der Druck von ihnen abfallen und sie konnten einfach wieder Freunde sein.
„Also ich werde mich zum Auror ausbilden lassen! Ich kann mich nicht einfach verstecken und die Morde passieren lassen! Ich will Todesser fangen und nach Askaban bringen!“, der Größte der Runde hatte seine Hände zu Fäusten geballt, er, der doch die fragwürdigste Vergangenheit hatte. Ein Black war er, Erstgeborener einer der schwarzmagischten Familien Englands. Doch ein Rebell schlummerte in ihm, er war nach Gryffindor gekommen, hatte in James Potter den Seelenverwandten gefunden und war auf der richtigen Seite.
James nickte zustimmend und fuhr durch sein unordentliches Haar. Bei ihm war es allen klar gewesen, sein Vater war Leiter der Aurorenzentrale und sein Sohn würde sich ebenfalls zum Auror ausbilden lassen.
Als sich eine andere Stimme zu Wort meldete, blickten alle ganz erstaunt auf den zweiten Sessel.
In den eisblauen Augen der Hudson blitzte Entschlossenheit auf, ihr früheres Funkeln war wieder zu erahnen.
„Ich werde auch Aurorin! Sorry Lils!“, wandte sie sich an ihre beste Freundin, lange hatte für sie beide festgestanden, dass sie sich gemeinsam zu Heilerinnen ausbilden lassen wollten. Doch seit der Entführung hatte sich so viel geändert.
„Ich kann nicht mehr nur so helfen, ich will richtig dabei sein und handeln können. Außerdem will ich mich nie wieder so hilflos fühlen!“, ihre Hände verkrampften sich in ihrem Schoß, und Sirius‘ Augen verdunkelten sich. Er hasste den Cruciatusfluch und was er aus Emma gemacht hatte. Sie kam noch nicht darüber hinweg. Doch keiner der Beiden ahnte, dass sich erst durch Sirius‘ Nähe alles bei Emma entspannen würde.
„Ems, Süße, das ist doch kein Problem! Dann werde ich euch eben alleine zusammenflicken!“, die smaragdgrünen Augen der Evans glänzten. Ihre beste Freundin schien endlich ein Stück aufzutauen, ein Stück Mauer einzureißen.
James und Sirius sahen allerdings nicht ganz so begeistert aus. Waren sie doch insgeheim so froh gewesen, dass beide Mädchen im Krankenhaus in Sicherheit wären.
Ein Seufzen erklang in der Runde, Remus hatte es verlauten lassen: „Für mich ist das alles nicht so einfach, so jemanden wie mich stellt niemand ein. Aber sobald sich mir eine Chance erbietet werde auch ich irgendwie kämpfen. Irgendwer muss sich ihm ja in den Weg stellen!“
Nur einer blieb stumm in diesem Kreis. Peter Pettigrew würde nicht an vorderster Front gegen die Todesser und Voldemort kämpfen. Er würde ein Teil von ihnen werden und sich gegen seine Freunde stellen, doch sie würden davon nichts bemerken. Viel zu stark war der Glaube an Freundschaft und Loyalität.
James zog eine Flasche Feuerwhiskey aus seinem Umhang. Lily zauberte schnell sechs Gläser aus dem Nichts herbei und der Feuerwhiskey verteilte sich von selbst.
Nun hielt jeder ein Glas in der Hand und alle blickten gespannt zu James.
„Ich sage nur eins Leute! Wenn nicht wir, wer sonst? Freunde fürs Leben!“, er hob sein Glas und gemeinsam stießen sie darauf an. Nur einer kreuzte die Finger hinter seinem Rücken, die Ratte unter ihnen. Wer hätte gedacht, dass Animagigestalten so viel über die Persönlichkeit aussagen können?
_________________________________________________

Fertig :)
Also, ich habe jetzt noch die Erzählerperspektive eingebaut, weil ich in den nächsten Kapiteln auch immer mal auf alle eingehen will und dann ist es so einfacher, außerdem war es etwas schwierig immer nur die eine Sichtweise zu haben ;)

Über Kommis freue ich mich natürlich wie immer sehr! ;)

LG!
Federica


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