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Fanfiction

The Day After - 2

von einstein90

VIELEN LIEBEN DANK FÜR EURE KOMMENTARE.
ich habe mich gefreut wie ein 5 jähriger zu weihnachten^^

danke lily, das bedeutet mir viel.
und auch rodriguez. merci beaucoup.
ich hoffe ich enttäusche euch nicht, wenn ja immer raus damit.

Edit: es werden wohl doch drei kapitel ;)

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Hermine erschauderte beim Anblick seiner Augen.

Kein Glanz.

Das Funkeln seiner grünen Smaragde war erloschen. Das Lodern seines Herzens war nicht mehr als ein verborgenes Glimmen.
Wie bei einem Feuer, dem man sein Holz verwehrte, so schien ihm jedwede Form von Liebe abhanden gekommen zu sein.

Ein Blick.

Es berührte sie Schmerz. Tief in ihrem Herzen. Sie spürte die Leere, die hinter seinen Augen tobte. Wie ein Virus. Unaufhaltsam wütend.

Sein Gesicht war eingefallen. Seine Haltung: ausgelaugt. Kaum noch die Kraft den Kopf aufrecht zu halten. Oder wollte er sie nicht mehr aufbringen? Wollte er nicht mehr kämpferisch wirken. Er musste nicht mehr.

Es tat ihr weh, ihn dort kniend zu sehen. In seiner Einsamkeit.
Sie rief nach ihm. So laut sie nur konnte. Schenkte ihm Liebe und Zuneigung. Innerlich.
Doch ihr Blick drang nicht bis zu ihm vor.

Er brach den Blick mit ihr. Ein kurzer Stich in ihrem Herzen. Seine Augen schweiften ab. Nur kurz. Auf die zu ihm eilende Ginny. Feuerrotes Haar wehte wie ein Schweif durch die Nacht. Doch sein Blick wandte sich ab. Zurück zu Hermine.
Ein letztes Augenaufschlag. Wie in Zeitlupe.
Ein einziger stummer Schrei nach Hilfe.
Ein letzter Ausdruck der Angst.
Seine Lider wurden schwer und fielen zu.

Ein lauter Knall und er war verschwunden.


Ginny stolperte. Landete unsanft auf den Knien und starrte. Auf die Stelle, an der er kurz zuvor noch hockte. Sie konnte es nicht begreifen. Es war zu viel für sie. Sie verbarg ihr Gesicht hinter ihren Händen und schluchzte.

Eine stumme Träne rollte Hermines Wange hinab. Ihr Blick war verschwommen. Zu sehr hatte sie der Anblick von ihrem besten Freund mit genommen.

Aber plötzlich war da etwas anderes. Etwas Bekanntes und dennoch Neues.

Eine Angst.

Eine Sorge.

Die ihre Seele infizierte. Intensiver als die Monate zuvor.
Und wieder schaffte es Harry sie auf eine besondere Art zu berühren. Eben auf seine.

Ron hockte an der Seite seines toten Bruders. Um ihn herum seine trauernde Familie.
Hermine liebte diese Menschen, wie eine zweite Familie und dennoch fühlte sie sich schlecht. In ihrer Mitte zu stehen. Als eine Fremde. Die die Totenwache eines Fremden stört.

Hermine zog sich zurück. Ohne, dass jemand dies mitbekam. Sie wurde nicht vermisst.
Noch nicht.
Sie eilte. So schnell ihre Beine sie hinauf ins Schloss tragen konnten.
Während ihre Gedanken um Trauer, Angst und Harry rasten.

Eine Welle der Begeisterung schlug ihr entgegen. Wie eine Wand, die sie fast rückwärts taumeln ließ. Eine Traube aus Schülern und Lehrern, Eltern und Auroren bildete sich. Drängten sich um sie. Ihr schnürte es die Luft ab.
In ihrem Kopf spukte nur noch Harry. Seine Haltung. Sein Schmerz. Seine Leere, die in Begriff war, sie anzustecken.
Unsanft verschaffte sie sich einen Gang.
Die Freiheit. Einsamkeit. Harry.

Das Schloss durch einen Geheimgang verlassend, dissaparierte sie schließlich vom Hogwartsgelände.
Dorthin, wo sie Harry am ehesten vermutete.
An dem Ort, wo er vor einigen Wochen zum ersten Mal in seinem Leben war. Zusammen mit ihr.

Prasselnder Regen. Hagel. Schwer einzuschätzen, was es war.
Pfeifender Wind.
Es schmerzte auf der Haut. Wie Nadelstiche. Sofort wurde Hermine von Kälte umspült. Sie zitterte. Fror, wie lange nicht mehr. Doch sie musste bleiben. Seinetwegen.
Inständig hoffte ein Teil in ihr, dass sie ihn hier nicht finden würde. Sondern irgendwo anders, weit weg von diesem kalten, düsteren Ort.
Auf der anderen Seite hoffte ihr Herz, ihn hier zu finden. Sie wünschte sich recht behalten zu haben. Zu wissen wo er sei.
Sie ließ die Kälte hinter sich.
Ihre Haare waren schnell durchnässt.
Ein breiter Rinnsal lief ihr links wie rechts an der Schläfe hinab. Tropfen an Wimpern und Nasenspitze glitzerten, trotz Dunkelheit.
Ihre Kleidung wurde schwer. Sie begann zu kleben. Machte jede Bewegung zur Tortur. Doch sie nahm es hin. Zu groß war die Sehnsucht nach Harry. Zu groß seine Präsenz in ihrem Geist.
Sie zog den Mantel enger. Wischte sich mit dem Handrücken die Nässe aus den Augen und suchte. Nach ihm. Harry.

Sie schob ein altes Holzgatter auf. Knirschend knallte das Schloss.
Blätter rauschten. Die säumenden Bäume bogen sich unter dem Orkan. Kurz davor knackend dem Druck nachzugeben.
Einige verhaltene Schritte. Vorsichtig. Sie begutachtete Stein um Stein. Einer wie der andere. Erinnerungen tauten auf. Erinnerungen voller Mitgefühl und Zuneigung.
Kurz spürte sie seine Wärme. Von damals. Als sie ihn fest gehalten hatte, in seiner schwächsten Stunde. Wie sie bereitwillig seiner Trauer mit Mitgefühl und Liebe begegnete.
Es waren Erinnerungen, die sie führten. Wie die Sterne einst die Seefahrer.
Und so blies der Wind sie ans Ziel. Zu einem weiteren Stein. Und davor lag er.
Harry.
Sie hatte recht gehabt. Er war zurück gekehrt.
An das Grab seiner Eltern.

Sie eilte zu ihm. Stürzte auf die Knie. Den Schmerz missachtend. Direkt vor ihm.
Seine Augen geschlossen. Seine Lippen bläulich verfärbt.
Nein. Harry. Bitte.

Seine Kleidung vor Nässe triefend.
Sie strich ihm übers Gesicht. Schob einige schwarze Locken beiseite, die an seiner Stirn klebten. Doch sie stockte. Seine Haut war kalt.
Er schlief.
Sein Brustkorb hob und senkte sich. Langsam und kaum erkennbar. Seine Nasenflügel bebten. Sein ganzer Körper zitterte.

Sie griff nach ihrer Handtasche. Holte eine große, mit einem wasserabweisenden Zauber belegte Decke heraus. Sie lehnte sich an den grauen Marmor. Große Lettern: James und Lily Potter.
Mit aller Kraft zerrte sie Harry zu sich. Drückte ihn ganz fest an sich und schlang, neben der Decke, ihre Arme um seinen Körper.

Die nassen Haare klebten im Gesicht. Mühevoll verbannte sie sie hinter ihre Ohren.
Sie besah sich seiner rötlichen Augen. Die Tränen, längst vom Regen weg gespült. Doch Hermine wusste. Seine Seele weinte noch immer. Solange bis sie vor Trauer ertrinken würde. Solange Hermine es zulassen würde. Solange...
Sie starrte in die Ferne. Die Umarmung zu keinem Zeitpunkt lockernd, dachte sie nach. Über ihn. Über sich.
Über ein mögliches „wir“.
Wochen. Monate. Jahre. Eine Jugend, die ihm alles abverlangte.
Kampf. Mut.
Angst.
Freunde.
Und nun? Der ganze Druck, die ganze Hoffnung, einfach so verschwunden.
Eine Welle von Gefühlen brach über ihn herein. Gefühle, denen er sich aus Angst um seine Freunde immer verschlossen hatte.
Er braucht Hilfe. Jemanden, der ihn durch dieses Chaos begleitete. Jemanden, der ihm endlich zu der Ruhe verhelfen würde, die er sich so sehr wünschte.
Sie küsste ihn sanft auf den Kopf und drückte ihn noch näher an sich.
„Ich bin hier Harry. Ich bin hier.“

So verharrte sie. Ihn eng an sich drückend und wärmend. Bis auch sie von der Müdigkeit übermannt wurde und Hermine in einen tiefen Schlaf sinken ließ.

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Kommentare bitte nicht vergessen ;)


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