
von Weltenwandlerin
vielen Dank für eure ersten Meinungen. Ich freu mich riesig, dass es euch bisher gefällt. Ich hoffe, es ist richtig, wenn ich jetzt hier auf die Reviews antworte? Bin mir noch nicht so sicher, wie es hier läuft! ;-)
@Saphira Black: Danke, für mein allererstes Review hier! Ich hoffe, es gefällt dir auch weiterhin! :)
@Toffi: Danke auch dir. Freut mich, wenn dir mein Schreibstil gefällt. Ich hoffe, du findest auch weiterhin Gefallen!
@Li: Wow, danke für das ausgiebige Review. Und vor allem freut mich unglaublich, dass dich meine Kurzbeschreibung angelockt hat. Genau mit der hatte ich nämlich Probleme und hab sie ungefähr hundertausend Mal umgeschrieben! Also JUHU! Ich klopf mir gerade Hagridmäßig auf die Schultern und versinke im Boden! ;-) Jedenfalls, schön, dass dir der Anfang gefällt... Slytherin, da liegst du ja gar nicht schlecht, immerhin freundet sie sich grad ein bisschen mit Reg an. Nun ja, abwarten. Dauert noch ein wenig, der Anfang ist etwas langatmig ;-)
Hihi, ja ich hab bei Jane Austen den Titel praktisch geklaut... aber ich fand ihn sehr passend für die Story! Und ja, ich liebe Pride&Prejudice auch :D Leider sind die Anfangskapitel etwas kürzer, ich hoffe, es gefällt trotzdem!
Kapitel 2
Mitten im Quidditch-Gespräch öffnete sich wiederum die Türe und ein anderer Junge- Sirus, Regs' Bruder, wie Laurie gleich herausfinden sollte- sah hinein.
„Hier steckst du Reg. Warum bist du nicht bei deinen Freunden?“, fragte er und sein kühler Tonfall lies Laurie aufschauen. In diesem Moment hatte wohl auch der Neuankömmling gemerkt, dass Regulus keinesfalls alleine im Abteil war und wandte sich zu Laurie um. Es war überaus amüsant zu beobachten, wie sein Gesicht ungefähr die gleichen Regungen durchlief wie eine gute Stunde zuvor Regulus‘ und tatsächlich erkannte man, wenn man etwas genauer hinsah, durchaus eine gewisse Ähnlichkeit.
„Hallooo Schönheit… wenn haben wir denn da?“, fragte er und seine Stimme hatte einen völlig anderen, weicheren und verführerischeren Tonfall angenommen, als er Laurie mit einem anerkennenden Grinsen betrachtete.
„Das ist Laurie Huntington. Sie ist neu hier. Was willst du Sirius?“, mischte sich Reg wieder ein, bevor Laurie überhaupt reagieren konnte. Sie registrierte seinen einerseits übellaunigen Tonfall, aber andererseits war da dennoch so etwas wie Zuneigung herauszuhören.
Mit wachsendem Interesse sah sie zwischen den Beiden hin und her, als Sirius sich wiederum an Reg wandte, ihm ein Buch in den Schoss warf und desinteressiert erklärte: „Hast das daheim vergessen.“
Dann ignorierte er den Jüngeren völlig und schenkte sein breitestes Lächeln wiederum Laurie: „Also Hübsche, besser kann ein Schuljahr gar nicht beginnen. Wieso kommst du nicht mit zu uns? Du musst dich wirklich nicht mit meinem kleinen Bruder rumärgern und ich kann dir die richtigen Leute vorstellen. So wie mich zum Beispiel“
Er erklärte dies so absolut von sich überzeugt, dass Laurie nur den Kopf schütteln konnte. Sie sah ihn einige Sekunden kalt an,bevor sie den Kopf demonstrativ weg drehte. Eine Handlung, die ihr nicht besonders leicht fiel, denn er war überaus attraktiv anzusehen. Die Ähnlichkeit zu Regulus wurde durch seine weicheren Gesichtszüge relativiert. Während die aristokratischen Wangenknochen des letzteren beinahe zu stark in seinem blassen Gesicht hervortraten, waren Sirius Wangen wohlgenährter und von gesunderer Farbe.
Dennoch mochte Laurie es weder, wenn man versuchte, ihr etwas vorzuschreiben, noch die Tatsache, dass er seinen Bruder vor ihr gleich schlecht machte. Dieser war schließlich der Einzige, den sie bisher kannte und der nett zu ihr war. So wandte sie sich wieder an Reg, als seien sie alleine im Abteil.
„Wie ich gerade sagte… in Durmstrang habe ich als Treiberin gespielt.“, erklärte sie und betrachtete Regs Gesicht, welches sich wieder etwas aufhellte, als sie gar nicht auf die harschen Worte seines Bruders einging.
Dieser unterbrach das Gespräch jedoch schon wieder, denn bei dem Wort Durmstrang lies er ein ersticktes Husten hören und stotterte offensichtlich entsetzt: „Du warst in Durmstrang?“
„Hast du damit ein Problem?“, erwiderte Laurie kalt und sah ihn mit gerunzelter Stirn an.
„Nein… ich… ich hätte nur nicht gedacht… dann bist du sicher froh, jetzt nach Hogwarts zu kommen?“, stotterte er und vor lauter Schreck blätterte das arrogante Lächeln, das seine Lippen seit dem Eintritt ins Abteil geziert hatte, aus seinem Gesicht. Für einen Moment wirkte er einfach nur überrascht.
„Da bin mir noch nicht sicher. Bisher habe ich erst zwei Mitschüler kennengelernt, einer scheint wirklich nett zu sein, der andere ist ein arroganter Dummschwätzer…“, ihre Stimme klang bissig und ihre Augen funkelten angriffslustig, als sie hinzusetzte: „Rate mal, wer Letzterer ist?“
Zumindest nahm er den Angriff mit Humor, denn er brach in bellendes Lachen aus und machte sich damit wenigstens ein Stück weit sympathischer in Lauries Augen.
„Wow… tut mir Leid, da hab ich wohl einen miserablen ersten Eindruck hinterlassen.“, er zog seinen Kopf zurück, schloss die Abteiltür und trat nach einer halben Sekunde erneut ein, „Bekomme ich noch eine Chance?“
Während Reg genervt aussah und mittlerweile seinen Zauberstab hervorgekramt hatte, konnte sich Laurie ein leichtes Grinsen doch nicht verkneifen. Wie es schien war Sirius zwar ein Idiot… aber wenigstens ein süßer Idiot, der über sich selbst lachen konnte.
„Du bist also auch ein Black.“, stellte sie um ein wenig Konversation zu betreiben fest und bemühte sich ihre Stimme diesmal freundlicher klingen zu lassen.
Unerklärlicherweise hatten ihre Worte auf ihn einen gänzlich anderen Effekt, denn seine Gesichtszüge verdunkelten sich unheilvoll und diesmal war es seine Stimme, die unterkühlt klang: „Hat dich Reg also schon in unsere glorreiche Familiengeschichte eingewiesen?“
So wie er es sagte, war jedenfalls klar, dass er an der eigenen Familie absolut nichts Glorreiches fand – ganz im Gegensatz zu seinem Bruder offensichtlich.
„Ich habe das Wappen selbst erkannt.“, erklärte Laurie mit Geste in Richtung des Koffers, „Ich glaube meine Eltern sind mit einigen der Blacks befreundet. Wir sind auch eine bekannte Reinblüterfamilie, weißt du.“
Sirius blickte nach dieser Eröffnung, wenn dies möglich war, noch weniger begeistert als zuvor und wandte sich schließlich zum Gehen. Die Flirtlaune war ihm zunächst einmal vergangen.
„Falls du Interesse hast, kannst du nach wie vor zu unserem Abteil kommen. Allerdings vermute ich, du willst lieber bei deinen reinblütigen Slytherins bleiben. Dort ist wahrscheinlich alles am ähnlichsten wie im lieben Durmstrang.“, erklärte er aufgebracht und hatte offenbar Lauries letzte Worte komplett in den falschen Hals bekommen.
„Wenn in Gryffindor alle so tolerant sind wie du, kann ich auf deren Gesellschaft tatsächlich gut verzichten.“, erwiderte Laurie bissig angesichts der unfairen Aggressionen Sirius’.
Dieser schwoll daraufhin vor Ärger an wie ein Ballon, und drehte sich vor der Abteiltür noch einmal um. Bevor er aber noch einen weiteren Kommentar abgeben konnte, hatte Laurie ihren Zauberstab gezückt und lies die Abteiltür mit so viel Schwung zuknallen, dass sie Sirius Nase nur knapp verfehlte und dieser sichtlich erschrocken abzog.
Laurie musste daraufhin ihre Meinung erneut revidieren: „Okay… er ist wohl doch nur ein Idiot!“
Erst als Reg laut auflachte, bemerkte sie, dass sie laut gesprochen hatte und etwas verlegen setzte sie wieder den unnahbaren Blick auf, den sie so gut drauf hatte.
„Er hält nicht viel von Familientradition oder überhaupt dem Stolz auf die lange Linie Reinblütiger Vorfahren.“, erklärte Reg und es klang irgendwie zugleich erklärend als auch ein wenig entschuldigend.
„DAS ist mir aufgefallen!“, meinte sie kurz angebunden und schnappte sich wieder ihr Quidditchbuch, um ihre Nase dort hinein zu stecken.
Reg betrachtete sie noch eine Weile verwirrt, bis sie den Kopf hob und seinen Blick bemerkte.
„Sorry, Reg! Du musst wirklich nicht bei mir rumhocken, geh ruhig zu deinen Freunden.“ ,erklärte sie freundlich, doch dieser schüttelte den Kopf.
Wenn er ein so hübsches Mädchen später in seinem Freundeskreis vorstellte, vielleicht würden ihn dann die anderen endlich für voll nehmen und er hätte seinen Wert bewiesen.
„Ich hocke gern bei dir rum!“, erklärte er trotzig und ein wenig Blut schoss in seinen Kopf.
In diesem Moment klopfte die Hexe mit dem Essenstrolly und Laurie sprang auf. Süßigkeiten! Die enorme Auswahl verbesserte ihre Laune erheblich und mit einem Schulterzucken in Richtung Reg stand sie auf und deckte sich mit sämtlichem, was der Wagen zu bieten hatte, ein.
Während sie sich durch eine Reihe von Schokofröschen futterte und zuhörte, wie Reg sie weiter volltextete beschloss sie, dass Hogwarts vielleicht doch nicht so übel war.
Sirius hingegen ließ sich zum zweiten Mal auf dieser Fahrt neben James in den Sitz fallen und musste feststellen, dass der Tag noch übler zu werden versprach, als er zunächst gedacht hatte.
»Kann man auch mit Besen auf die Malediven fliegen?«, fragte er stöhnend und stopfte sich den Schokofrosch, den Peter gerade ausgepackt hatte, in den Mund.
»Hey!«, rief dieser und sah traurig auf die Schokobrösel, die Sirius um seinen Mund verschmiert hatte, in dem Versuch den Frosch auf einmal in den Mund zu stopfen.
»Sieh dir an, wie fertig er aussieht. Er hat ihn nötiger gebraucht als du«, meinte Remus und besah analytisch Sirius' noch immer missmutig verzogene Gesichtszüge.
Peter verdrehte die Augen und nahm sich einen neuen Frosch. Vorsichtig baute er aus dem herumliegenden Kartenset eine Schutzmauer, bevor er sich daran machte, ihn auszupacken.
»Du siehst wirklich scheiße aus, Kumpel. So schlimm kann es gar nicht gewesen sein mit deinem Bruder, oder? Diesen Blick hattest du zuletzt, als Maria Turner lieber auf ein Date mit Gilderoy Lockhart aus Ravenclaw gegangen ist, als mit dir!«
»Erinner mich nicht daran!«, brummte Sirius. »Dieses Jahr ist er nicht mal mehr auf Hogwarts, sodass wir seinen Spiegel nicht mehr verhexen können«
Kurz dachten sie alle an die vielen denkwürdigen Augenblicke in der großen Halle, wenn der Hufflepuff seinen Handspiegel gezückt hatte, um seine blonden Locken zu kontrollieren und ihm als Spiegelbild ein Ghul oder anderes Monster entgegengeschaut hatte. Er war jedes Mal vor Entsetzen in Ohnmacht gefallen.
»Oh Freude der Erinnerungen«, machte Remus, konnte sich jedoch ein Lächeln nicht verkneifen. Er war nicht gerade ein Freund von Lockhart gewesen. Zumindest nicht, nachdem dieser ihm eine Stunde einen Vortrag über ‚Anit-Aging-Hautcremes, von denen du offenbar noch nie was gehört hast‘, gehalten hatte.
»Also, was ist jetzt passiert?«, fragte Peter und beugte sich hinunter, um seinen geschützten Schokofrosch zu essen.
»Accio Schokofrosch«, machte Sirius gelangweilt und sah zu, wie der Frosch hinter der Schutzmauer hervor in seine Richtung flog. Peter schnappte vergeblich danach, bevor ihn Sirius sich erneut in den Mund steckte.
»Ich weiß wirklich nicht, warum ich mit dir befreundet bin«, brummte Peter düster. In diesem Moment explodierten die Snap-Explodiert-Karten seiner Mauer. Als er hustend wieder aufschaute, war sein gesamtes Gesicht rußig und seine Haare standen wild in alle Richtung.
»OK, Wormy. Jetzt siehst du schlimm genug aus, um auch einen Mitleidsfrosch zu kriegen«, bestimmte James großzügig und warf Peter noch einen Schokofrosch zu.
»Wir haben eine neue Schülerin«, meinte Sirius schließlich und ignorierte den misstrauischen Blick von Peter, der seinen Frosch nun ausgepackt hatte. Offenbar hatte dieser das kurze Zauberstabzucken seitens Sirius bemerkt, denn er leckte kurzerhand einmal über den Frosch, bevor er sehr zufrieden auf Sirius und James angewiderten Blick reagierte.
»Du bist eine widerwärtige Ratte, Peter«, erklärte James, als die Abteiltür aufging.
»POTTER. Wie sprichst du mit deinen Freunden?«, keifte eine entsetzte Lily Evans. Sirius, der sich hoffnungsvoll vorgebeugt hatte, fiel zurück in seinen Sitz.
»Oh. Du bist es nur«, erklärte er sichtlich genervt.
Lily sah aus, als würde sie gleich explodieren. »Ich freue mich auch nicht gerade, dein dummes Grinsen jetzt wieder ein ganzes Jahr ertragen zu müssen!«, fauchte sie in seine Richtung.
»Niemand zwingt dich, hier zu sein!«, stellte Peter fest und alle sahen ihn einen Moment an, überrascht, dass er es war, der diese Antwort gegeben hatte.
"Du hast mich von dir aus angesprochen", stellte James fest und lehnte sich leicht abwesend zurück in seinen Sitz, während Lily die Augen verdrehte.
»Ich wollte zu Remus. Vertrauensschülerangelegenheiten!«, erklärte sie hoheitsvoll und dieser nickte. »Ich komme!«
Lily nickte und warf im Umdrehen noch einen kurzen Blick in Richtung James, beinahe so, als erwarte sie noch etwas.
»Gehst du mit mir aus?!«, fragte James, in diesem Moment aus seiner Starre erwachend.
»Natürlich nicht!«, erklärte Lily und versteckte ihr kleines Lächeln hinter einem wütenden Funkeln.
Die Tür schloss sich hinter Remus und James sank in sich zusammen. »Ich hätte es fast geschafft!«
»Was?«, fragte Peter.
»Sie nicht zu fragen. Aber habt ihr gesehen, dass sie ihre Haare ein wenig geschnitten hat? Sie fallen jetzt lockerer über ihre Schultern und sie hat ein wenig Farbe bekommen im Gesicht«
Sein Gesicht nahm wieder einen abwesenden Ausdruck an.
»Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen du bist schwul«, erklärte Sirius genervt und James schrak auf.
»Woher weißt du, dass ich es nicht bin?«
»Du hast nie versucht, mir Avancen zu machen. Und da ich einfach der best aussehendste Kerl auf dem gesamten Schloss bin...«, erläuterte Sirius überzeugend und James nickte ergeben. »Sicher«
»Also, was ist jetzt mit der Neuen?«, fragte Peter und Sirius sah ihn überrascht an. »Du entwickelst ganz neue Qualitäten, Wurmschwanz. Kaum ist Remus nicht da, bist du es, der uns zurück zum Wesentlichen bringt«
Peter errötete leicht und zuckte dann verlegen mit den Schultern. Sirius begann hingegen seine Erzählung über Laurie, die neben gutaussehend hauptsächlich Wörter wie ‚Zicke‘, ‚Reinblutschlampe‘ und ‚launisch und gewalttätig‘ enthielt.
»Du magst sie also«, stellte James grinsend fest und dann ertönte ein Pfeifen, das auf das baldige Ende der Zugfahrt hindeutete.
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel