
"Was willst du, Draco?", fragte ich mürrisch.
"Dich."
Ich schwieg einige Minuten lang und dann brach ich in hallendes Gelächter aus.
"Haha, also wirklich, der war gut!" Ich wischte mir die Tränen aus dem Auge. Nun blickte ich Draco an und sah, dass er ernst geblieben war und sogar ein bissschen enttäuscht wirkte.
"Du... Du hast das doch nicht etwa ernst gemeint, oder? Aber Draco, du weisst doch, dass ich dich nicht mag. Was hast du denn erwartet?" Ich war überrascht. Das hätte ich mir nicht träumen können. Draco wollte mich.
Er drehte sich um und ging. Ich schüttelte den Kopf und unterdrückte einen Lacher, als ich in die Grosse Halle ging und mein Buch holte.
Diese Nacht schlief ich sehr unruhig. Immer wieder sah ich meine Eltern, die sich gegenseitig das Dunkle Mal zeigten, mich bemerkten und mit einem Cruciatusfluch belegten, um so schmerzvoll meine Erinnerung daran zu löschen. Doch es gelang ihnen nicht.
Ich schrie.
Jemand rüttelte an mir. Ich sperrte die Augen auf und erkannte Mandy, meine Bettnachbarin, die mich aufgeregt fragte: "Vanessa, was ist los? Was ist passiert? Du hast wie am Spiess geschrien!" Doch ich beruhigte sie, indem ich sie anlog, dass es mir gut ginge und sie sich keine Sorgen machen solle.
In den nächsten Tagen merkte ich, dass Draco mich mied. Vielleicht meinte er es doch ernst?
Obwohl er sich in letzter Zeit sehr merkwürdig benahm...
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