
von Dracodormiens
Also, Leute, schämt euch! 17 Abonnenten, und nur 2 Kommentare zum letzten Kapitel?! Das geht doch bestimmt besser...
10. Im Fuchsbau
Am nächsten Morgen wachte Hermine früh auf. Im Zimmer nebenan war noch alles still. Gestern abend hatte sie Draco und Blaise noch recht lange miteinander reden hören. Hermine stand leise auf und ging hinunter in die Küche. Sie wollte Kaffee aufsetzen und dann duschen. Doch in der Küche war schon jemand. Draco stand vor der Kaffeemaschine und beäugte sie misstrauisch. „Dafür, dass du keine Ahnung von Muggeltechnik hast, hast du dir ziemlich zielsicher das wichtigste Gerät in der Küche ausgesucht.“ grinste Hermine. „Guten Morgen.“ fügte sie hinzu, als er erschrocken herumfuhr. Sie ging an ihm vorbei und füllte Wasser und Kaffee ein, während er ihren Gruß erwiderte und ihr interessiert zusah. „Äh, du bist doch schon 17. Warum in Merlins Namen machst du das auf Muggelart?“ „Oh, wahrscheinlich alte Gewohnheit.“ Hermine zuckte die Achseln. „Könntest du vielleicht den Tisch decken, während ich schnell unter die Dusche springe? Ja, du darfst es auch mit Magie machen.“ setzte sie seufzend hinzu, als sie seinen entsetzten Blick sah. Leise lachend verschwand sie im Bad.
Als Hermine wieder zum Vorschein kam, waren auch Blaise und ihre Eltern aufgestanden. Draco hatte tatsächlich den Tisch gedeckt. Mrs Granger goss gerade Kaffee ein, und Blaise stand am Toaster und ließ sich von Mr Granger erklären, wie man Toast zubereitete. „Guten Morgen zusammen!“ Hermine ließ sich neben Draco auf einen Stuhl fallen und nahm von Blaise eine Scheibe Toast entgegen. „Dad, wie lange fahren wir ungefähr nach Ottery St. Catchpole?“ Mr Granger überlegte. „Zwei, drei Stunden bestimmt.“ „Dann sollten wir spätestens so gegen halb zehn los, oder? Ihr wollt ja auch noch ein bisschen Zeit dort mit den Weasleys verbringen.“ schlug Hermine vor. Mrs Granger seufzte. „Ach Kind, dass wir dich nur so kurz sehen! Und dann so eine gefährliche Reise! Ihr passt doch auf sie auf, oder?“ wandte sie sich an Draco und Blaise. Die beiden grinsten und nickten, auch wenn Hermine davon nicht begeistert schien. „Wir müssen noch packen.“ meinte sie dann. „Wir sollten nicht zu viel mitnehmen, den überflüssigen Kram könnt ihr hierlassen, das holen wir am Ferienende wieder ab.“
Als endlich alle ins Auto kletterten - diesmal kam auch Hermines Mutter mit, so dass Hermine ein wenig eingeklemmt zwischen Blaise und Draco auf dem Rücksitz sitzen musste - grummelte Hermine ein bisschen vor sich hin. „Was ist denn mit dir los?“ fragte Blaise. „Ach, ich ärgere mich, dass ich die Zeit nicht nutzen kann, um weiter zu recherchieren. Beim Lesen im Auto wird mir immer schlecht.“ schimpfte sie. Draco rollte mit den Augen. „Muss ich dich denn heute dauernd daran erinnern, dass du eine Hexe bist?!“ Er richtete den Zauberstab auf Hermine. „Nausea disapparo.“ Sie sah ihn neugierig an. „Mir scheint, wir haben Glück, dass du in unserer Gruppe bist, du scheinst ein Talent für Heilzauber zu haben.“ Dann holte sie zufrieden ein Buch aus ihrem Rucksack und vertiefte sich hinein.
Doch da ihre Eltern sich damit beschäftigten, Draco und vor allem Blaise über ihre Familien auszufragen, konnte sie sich nicht richtig konzentrieren. Seufzend klappte sie das Buch wieder zu und lauschte Blaises Bericht über italienische Zauberergrundschulen. Draco war eher schweigsam, aber über ihn wussten Hermines Eltern auch genug, um ihn nicht mit unangenehmen Fragen zu löchern. Gegen Mittag kamen sie in Ottery St. Catchpole an. Die Weasleys kamen aus dem Haus gestürzt, als Mr Granger kurz auf die Hupe drückte. Ron umarmte Hermine fest und begrüßte Draco und Blaise eher kühl. Dann kam auch Harry aus dem Haus, der den Arm um Ginny gelegt hatte. „Schön, dass ihr da seid.“ strahlte Ginny. Kurzerhand umarmte der lebhafte Rotschopf alle drei, was ihr eine gerunzelte Stirn von ihrem Freund, überraschte Blicke von Blaise und Draco und einen sehr finsteren Blick ihres Bruders eintrug. „Kommt mit rein! Dann können wir weiter planen. Die anderen sind auch schon fast alle da, Luna kommt nach dem Mittagessen rüber. Das Gepäck könnt ihr erstmal hier draußen stehen lassen, wir haben nicht genug Platz für alle, wir müssen sowieso im Garten zelten, so lange wir noch hier sind.“ Sie wieselte voran.
Draco dachte daran, wie er die Weasleys früher immer wegen ihrer Armut aufgezogen hatte. Die herzliche Gastfreundschaft, die ihnen hier jetzt so selbstverständlich entgegengebracht wurde, ließ ihn schuldbewußt zu Hermine sehen. Sie erriet, was er dachte. „Die Weasleys sind nicht nachtragend.“ lächelte sie. „Naja, mit Ausnahme von Ron vielleicht“, fügte sie mit einem Blick auf Rons Gesicht hinzu. „Na los, lass uns reingehen.“ Hermines Eltern waren schon dabei, sich von Mr und Mrs Weasley das Haus zeigen zu lassen. Mrs Granger war begeistert von all den Erleichterungen, die Molly in der Küche hatte, und Mr Granger musste Arthur Weasley etliche Fragen über „Ecklektizität“ beantworten. Nachdem Hermine sich davon überzeugt hatte, dass ihre Eltern beschäftigt waren, zog sie die beiden Jungen hinter Ron und Ginny her in Ginnys Zimmer. Hier saßen schon dicht gedrängt Neville, Seamus, Dean und George auf dem Bett, Harry mit Ginny auf dem Schoß in einem Sessel und Ron auf der Fensterbank. Hermine, Draco und Blaise hockten sich auf den Fußboden. Endlich konnten sie einmal in Ruhe besprechen, was sie alle bereits herausgefunden hatten. Die Gryffindor-Gruppe hatte es zugleich am leichtesten und am schwersten. Über Godric Gryffindor war von den Gründern am meisten bekannt und von seinem Besitz am meisten erhalten geblieben, aber das erhöhte auch die Möglichkeiten für Horcruxe und ihre Verstecke ungemein. Der Hufflepuffgruppe konnte Draco den Hinweis seiner Mutter weitergeben. Harry wollte mit seiner Gruppe erstmal zum Grimmauld Place und in der Bibliothek der Blacks nach weiteren Informationen suchen. Und die Ravenclawgruppe hatte ja schon beschlossen, ihre Suche in Schottland, in Ravenglass, zu beginnen.
Harry schaute in die Runde. „Wir können uns über die DA-Münzen jederzeit verständigen.“ sagte er. Hermine hatte inzwischen auch für Blaise und Draco welche hergestellt. „Leider sind wir noch nicht alle volljährig, aber die Eltern hatten erstaunlicherweise nichts gegen unsere Reise einzuwenden. Das könnte allerdings auch daran liegen, dass Dean und Seamus zum Beispiel nur gesagt haben, sie wollen mit Freunden campen.“ setzte er grinsend hinzu. „Und es war auch ein hartes Stück Arbeit, Mrs Weasley zu überreden... Da der Minderjährigenmagie-Detektionszauber nicht genau erkennen kann, wer die Magie benutzt, sollten wir Minderjährigen kein Problem damit haben, ebenfalls zu zaubern, solange wir uns in der Nähe einer volljährigen Person befinden.“ Er verzog das Gesicht, als er daran dachte, in welche Schwierigkeiten ihn Dobbys Zaubereien einmal gebracht hatten, weil das Ministerium gedacht hatte, er selbst wäre es gewesen. „Sind in jeder Gruppe genug, die apparieren können?“ fragte er dann. „Sonst müssen wir nochmal umdisponieren.“ Blaise, Hermine, Seamus, George und Ron hoben die Hand. „Schaffst du es, zwei Leute beim Seit-an-Seit-Apparieren mitzunehmen?“ fragte Neville Seamus besorgt. Doch der nickte grinsend. „Kein Problem.“ Draco gab Harry noch seinen Tarnumhang zurück.
Nach dem Mittagessen, das Molly im Garten serviert hatte - für 14 Leute war die Küche wirklich zu klein - verabschiedeten sich die Grangers wieder. Wenig später tauchte auch Luna auf. Die DA war endlich komplett. Die Gruppen teilten sich jetzt auf und überlegten jede für sich, wie sie weiter vorgehen wollten. „Wollen wir das Zelt überhaupt aufbauen?“ fragte Hermine. „Eine Nacht noch hier zu verbringen, ist doch eigentlich unnötig. Wir könnten schon heute abend nach Ravenglass apparieren.“
Blaise und Draco stimmten ihr zu, aber Luna meinte: „Ich habe was davon gehört, dass wir heute abend noch eine Abschiedsparty feiern wollen.“ Hermine seufzte. „Oh, na gut. Auf den einen Tag kommt es dann auch nicht an.“ „Das klingt, als ob du keine Partys mögen würdest.“ meinte Blaise erstaunt. „Naja, vorher habe ich meistens keine Lust und würde mich lieber mit einem Buch irgendwo verkriechen, aber wenn ich dann mal da bin, macht es meistens doch Spaß.“ gab Hermine zu. „Also, dann apparieren wir eben morgen gleich nach dem Frühstück weg.“ „Es sind fast 1000 km bis Ravenglass, vielleicht sollten wir nicht die ganze Entfernung auf einmal zurücklegen, sondern einen Zwischenstopp machen.“ gab Blaise zu bedenken. „Wie wär´s mit der Gegend um Birmingham?“ fragte Draco. „Da in der Nähe ist Stratford-upon-Avon, da würde ich gerne mal hin.“ „Du interessierst dich für Shakespeare?“ fragte Hermine erstaunt. „Ich dachte, der wäre ein Muggel gewesen.“ „´When shall we three meet again, in thunder, lightning, or in rain`“, deklamierte Draco. „Eine der drei Hexen war eine Verwandte von mir. Und Shakespeare war selbstverständlich ein Zauberer.“ grinste er. „´Fair is foul and foul is fair, hover through the fog and filthy air`. Das klingt für euch nicht zufällig ein bisschen wie Apparieren?!“ Verblüfft sahen Blaise, Luna und Hermine ihn an. „Stratford-upon-Avon interessiert mich auch.“ meinte Hermine dann. „Den Zwischenstopp können wir gerne einplanen.“
„Lasst uns doch schon mal das Zelt aufbauen.“ meinte Blaise und stand auf. Luna folgte ihm, während Draco und Hermine im Gras neben dem Besenschuppen sitzenblieben. „Das war eine gute Idee von dir, Blaise mitzunehmen.“ meinte Hermine. „Er ist sympathischer als ich dachte.“ „Ehrlich gesagt, war ich erstaunt, dass er zugestimmt hat. Wir waren zwar befreundet, aber nicht so richtig eng.“ gab Draco zu. „Aber wenigstens fühle ich mich diesem Haufen Gryffindors jetzt nicht so hilflos ausgeliefert.“ grinste er. „So furchteinflößend sind wir nun auch wieder nicht!“ scherzte Hermine. „Eigentlich sind wir ganz harmlos...“
In diesem Moment kamen Blaise und Luna zurück und legten ein grünes Paket ins Gras neben dem Besenschuppen. Blaise schwenkte seinen Zauberstab, und das Zelt entfaltete sich. Von außen sah es aus wie ein ganz normales grünes Muggel-Vier-Personen-Zelt. Die vier krabbelten durch den Eingang. Hermine kannte Zaubererzelte ja schon von der Quidditch-Weltmeisterschaft, sonst wäre sie jetzt sicher aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen. Innen gab es einen kleinen, gemütlichen Aufenthaltsraum mit einem Sofa und zwei Sesseln, außerdem hatte das Zelt ein kleines Bad und zwei Schlafzimmer mit je zwei Betten. Nur eine Küche fehlte. Dafür hatte der Aufenthaltsraum eine Feuerstelle, über der ein Kessel hing. „Cool!“ meinte Hermine. „So kann man es zwei Monate aushalten.“
Mittlerweile war es später Nachmittag. Harry und Ginny begannen mit den Party-Vorbereitungen. Tische und Bänke schwebten heran, Lampions tauchten in den Bäumen auf, und George probierte aus, wie laut er seine MM-Anlage (Magical Music) drehen konnte, ohne dass seine Mutter zum menschlichen Heuler wurde. Die Weird Sisters dröhnten durch den Garten, und Hermine wippte mit dem Fuß. „Kommt, lasst uns mal sehen, ob wir helfen können.“ sagte sie, und die vier krochen wieder aus dem Zelt. Doch die Vorbereitungen waren schon fast beendet. Ron ließ gerade ein Fass Butterbier vor sich her rollen. Ginny folgte ihm mit zwei Flaschen Feuerwhiskey. Seamus spendierte grinsend eine dritte, die er aus den Tiefen seines Rucksacks hervorzauberte.
Neville hatte mit Dean deren Zelt aufgebaut, und saß jetzt mit ihm vor dem Eingang im Gras. Harry stellte sich auf eine Bank und winkte, um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Nach einem flehentlichen Blick in Georges Richtung bequemte dieser sich dazu, die Musik kurz abzustellen. „Also, diese Ferien werden anstrengend, schwierig und wahrscheinlich auch gefährlich.“ begann Harry. „Da haben wir uns gedacht, wir haben uns vorher noch einmal ein bisschen Spaß verdient. Amüsiert euch!“ Er sprang wieder von der Bank und zog Ginny mit sich auf die freie Rasenfläche, nachdem George die Musik wieder aufgedreht hatte. Ron griff nach Hermines Hand, bevor Draco reagieren konnte, und Neville kam herübergestolpert, um Luna mit sich auf die „Tanzfläche“ zu ziehen. „Irgendwie zu wenig Mädchen hier“, maulte Dean, während er sich zu Draco setzte. Dieser nickte nur abwesend und beobachtete Ron und Hermine. Als das Lied sich seinem Ende näherte, stand Draco auf und schlenderte langsam hinüber zu den beiden hinüber. „Darf ich bitten?“ Ron sah ihn misstrauisch an, verschwand aber wortlos in Richtung Butterbier.
Hermine lächelte Draco zu und legte ihre Arme um seinen Hals, während er ihre Taille umfasste. Dieses Lied war langsamer als das vorherige. Vorsichtig zog Draco Hermine etwas näher an sich heran und sah ihr in die Augen. Sie schaute zu ihm hoch und lächelte leicht. Draco wünschte sich, dieser Tanz würde nie enden. Er fasste sich ein Herz und wollte gerade seine Lippen ihrem Mund nähern - da traf ihn ein Schwall warmer Flüssigkeit ins Gesicht. Draco und Hermine schrien auf und sprangen erschrocken auseinander. „Oh, Entschuldigung, ich bin gestolpert.“ meinte Ron, der sie gerade mit Butterbier geduscht hatte, alles andere als reumütig. Finster starrten sich Draco und Ron an, während Hermine sich und Draco schnell mit einem Scourgify säuberte.
„Das kann ja mal passieren. Nicht so schlimm.“ lächelte sie freundlich, nahm Ron am Arm und zog ihn energisch mit sich. Außer Hörweite blieb sie stehen und starrte Ron mit einer Mischung aus Ärger und Verwirrung an. „Ron. Das war Absicht!“ Ron wurde rot. „Hermine, er wollte dich küssen!“ Hermine seufzte gequält auf. „Ron, das war mir durchaus klar. Und es wäre schön, wenn dir klar wäre, dass ich auf mich selbst aufpassen kann. Ein für allemal.“ Sie drehte sich auf dem Absatz um und ging wieder zurück zur Tanzfläche. Draco war verschwunden. Hermine wusste nicht genau, ob sie das bedauern sollte. Hatte sie sich wirklich von Draco küssen lassen wollen? Nachdenklich lehnte sie sich an einen Baum und starrte vor sich hin. Was empfand sie für Draco? Und, genauso wichtig, was empfand er wohl für sie? Hätte sie sich gewehrt, wenn er sie tatsächlich geküsst hätte? Je länger sie darüber nachdachte, desto überzeugter war sie, dass sie es hätte geschehen lassen. Und Draco? Meinte er es ernst?
Hermine seufzte und bewegte sich langsam an der Tanzfläche vorbei, wo Blaise gerade wild mit Luna tanzte, in Richtung Zelt. Sie war müde und verwirrt. Da hielt sie jemand am Arm fest. „Du willst doch wohl nicht schlafen gehen, ohne ein einziges Mal mit mir getanzt zu haben?“ lachte Harry. Hermine rollte mit den Augen. „Tut mir wirklich leid, Harry, aber ich bin hundemüde.“ Sie schüttelte seine Hand ab und setzte ihren Weg Richtung Zelt fort. Dann fiel ihr ein, dass vermutlich Draco dort drin war, da sie ihn im Garten nirgends entdecken konnte.. Wollte sie ihm jetzt begegnen? Aber einmal musste es ja sowieso sein... Sie holte tief Luft und kroch durch den Zelteingang. Im Innern war es dunkel, und sie dachte zunächst, sie wäre allein oder Draco wäre schon zu Bett gegangen. Doch dann sah sie ihn in der Sofaecke sitzen. Er schaute sie nicht an. Hermine setzte sich in die andere Sofaecke. Eine Weile schwiegen beide. Dann fasste Hermine sich ein Herz.
Sie streckte den Arm aus und berührte Dracos Hand. Überrascht drehte er sich zu ihr um. Sie konnte im Halbdunkel seine Augen schimmern sehen. „Wir sind da gerade von Ron bei etwas unterbrochen worden.“ flüsterte sie leise und hielt seinen Blick fest. Eine endlose Weile geschah gar nichts. Hermines Herz klopfte wie wild. Dann lächelte Draco und zog sie langsam zu sich herüber, bis sein Arm um ihre Schulter lag. Sein Gesicht kam ihrem immer näher, bis seine Lippen sanft ihren Mund berührten. Hermine schloss die Augen. Das war wunderschön. Seine Zunge stupste an ihre Lippen, und bereitwillig öffnete sie den Mund. Dracos Hand strich ihr zärtlich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Die Berührung verursachte ihr eine Gänsehaut. Schwer atmend lösten sie sich voneinander. Hermine lehnte glücklich den Kopf an seine Brust, und er zog sie fester an sich.
Draco war der erste, der wieder sprach. Er streichelte ihre Wange und flüsterte: „Das habe ich mir schon seit Tagen gewünscht.“ Hermine kuschelte sich noch dichter an ihn. So lagen sie eng umschlungen auf dem Sofa und genossen die Nähe des anderen, bis sie von draußen Blaise und Luna näherkommen hörten. Hermine streckte sich und gähnte. „Vielleicht sollten wir schlafen gehen.“ murmelte sie. Sie war gerade aufgestanden, als Blaise und Luna lachend ins Zelt gestolpert kamen, offensichtlich waren sie nicht beim Butterbier geblieben. Lunas Kronkorkenkette klirrte. „Nanu, warum sitzt ihr denn hier im Dunkeln?“ kicherte sie, als sie die beiden entdeckte. Ohne eine Antwort abzuwarten, gähnte sie laut und verschwand mit einem lässigen Winken in ihrem und Hermines Zimmer. Blaise schüttelte den Kopf. Er schien etwas nüchterner zu sein als Luna. „Dieses Mädchen spinnt wie eine ganze Wollfabrik.“ stellte er fest. „Aber irgendwie mag ich sie.“ Grinsend verschwand er ebenfalls in Richtung Bett.
Draco und Hermine sahen sich an. „Gute Nacht...“ flüsterte Hermine. Sie reckte sich hoch und küsste Draco noch einmal. „Schlaf gut!“
------ Man merkt, dass ich Fan von englischen Originalen bin, oder? :-) Aber mal ehrlich - "Sagt mir, wann ich euch treffen muss, in Donner, Blitz oder Regenguss" - das klingt doch echt sch...rottig!!
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel