Setbericht von SnitchSeeker + neue Bilder

Halbblutprinz Set-Report

Und obwohl sie während der Szene dieses Tages so einiges mit ihrem Schauspiel-Kollegen Rupert "Ron" Grint zu lachen hatte, war man beeindruckt von den verschiedenen Nuancen, die von Emma Watson während des einminütigen Dialogs mit Freunden (und zukünftigen Geliebten) bot, in der der Rotschopf seinen Kumpel nach den Umständen seiner Trennung von Lavender Brown fragt [sic! Anm. d. Ü.: Hier hat sich wohl ein Übersetzungsfehler vom Französischen ins Englische eingeschlichen …].


Interview mit Dan Radcliffe

Und was haben Sie aus ihrer Erfahrungen am Theater gelernt?

Nichts, was einen speziellen Bezug zu Harry Potter hätte, aber ich glaube, dass die Live-Erfahrung auf der Bühne Einfluss auf die eigene Arbeit hat. Während "Equus" habe ich gelernt, über langen Zeitraum hinweg ein hohes Maß an Konzentration aufrecht zu erhalten, während ich gleichzeitig alles ignorierte, was um mich herum vor sich ging. In einem Theaterstück geschehen einem eine ganze Menge Dinge: Einmal wäre ich doch echt beinahe von der Bühne gefallen!

Das Theater lehrt einen, konzentriert zu bleiben und seine Rolle zu spielen, egal, was auch passiert. "Equus" hat mich das gelehrt, und das ist enorm nützlich in einem Projekt wie "Harry Potter", wo es so unglaublich viele Dinge zu tun gibt - wie zum Beispiel dieses Interview hier! Ich weiß jetzt, wie ich ganz schnell wieder anfangen kann mich zu konzentrieren, wenn ich filmen muss.


Interview mit David Yates

Joanne K. Rowling hat verkündet, dass Dumbledore schwul war. Beeinflusst dies die Art, wie Sie sich mit diesem Charakter auseinandersetzen?

Nicht besonders, denn seine sexuelle Orientierung verändert die generelle Figur nicht. Dumbledore ist immer noch charmant, lustig, mächtig, geheimnisvoll, exzentrisch und eben halt auch noch schwul. Es ist einfach etwas, was zu dieser langen Liste noch hinzu kommt, aber es verändert die Figur selbst nicht. Michael Gambon bietet in diesem Film eine wundervolle Darstellung, denn Dumbledore hat hier mehr Tiefe, und er hat auch mehr zu tun. Es ist ein interessanterer Dumbledore.


Interview mit Tom Felton

Was können wir in diesem Film von Draco Malfoy erwarten?

Tom Felton:
Draco spielt in diesem Film eine wichtigere Rolle, deshalb ist es wirklich schön, die Gelegenheit zu bekommen, die Rolle aus dieser Perspektive heraus angehen zu können. Ich habe mehr Dinge zu tun, und bis jetzt habe ich eine Menge Spaß gehabt.

Im wirklichen Leben bin ich das komplette Gegenteil von Draco, und daher ist es interessant, jemand zu spielen, der überhaupt nicht wie ich selbst ist.

David Yates und ich haben über Draco und seinen Gemütszustand gesprochen. Er [Draco] hat (auf gewisse Weise) seinen Vater verloren, zumindest mal als Bezugsperson und Rollenbild; deshalb ist er und ein Stück weit ganz auf sich selbst gestellt, und er will nun seine Selbstständigkeit beweisen. Und er ist auch immer noch eifersüchtig auf Harry, den Auserwählten - er träumt davon, der Welt zu zeigen, wozu er imstande ist. Und das, obwohl er, tief in sich drinnen, furchtbare Angst hat und weiß, dass er seine Mission nicht erfüllen wird … Es ist ein wirklicher innerer Konflikt …


Komplettes Interview mit Tom

Was können wir in diesem Film von Draco erwarten?

Tom Felton:
Draco spielt in diesem Film eine wichtigere Rolle, deshalb ist es wirklich schön, die Gelegenheit zu bekommen, die Rolle aus dieser Perspektive heraus angehen zu können. Ich habe mehr Dinge zu tun, und bis jetzt habe ich eine Menge Spaß gehabt.

Im wirklichen Leben bin ich das komplette Gegenteil von Draco, und daher ist es interessant, jemand zu spielen, der überhaupt nicht wie ich selbst ist.

David Yates und ich haben über Draco und seinen Gemütszustand gesprochen. Er [Draco] hat auf gewisse Weise seinen Vater verloren, zumindest mal als Bezugsperson und Rollenbild; deshalb ist er und ein Stück weit ganz auf sich selbst gestellt, und er will nun seine Selbstständigkeit beweisen. Und er ist auch immer noch eifersüchtig auf Harry, den Auserwählten - er träumt davon, der Welt zu zeigen, wozu er imstande ist. Und das, obwohl er, tief in sich drinnen, furchtbare Angst hat und weiß, dass er seine Mission nicht erfüllen wird … Es ist ein wirklicher innerer Konflikt …

Wie bist Du den Charakter angegangen?

Wir haben uns Zeit genommen, zusammen mit David [Yates], an dem Drehbuch zu arbeiten, insbesondere an der letzten Szene zwischen Snape und Draco. Wir haben das Skript gelesen, wir haben uns Notizen gemacht, und wir haben über Dracos Gemütsverfassung in den verschiedenen Szenen diskutiert.

Die Abwesenheit seines Vaters hat Draco zu einem komplexeren Charakter werden lassen. Zu Beginn war ich vermutlich zu eindimensional in meiner Herangehensweise, doch David hat dem Ganzen dann echte Tiefe verliehen.

Draco ist jetzt nicht mehr auf Harry fokussiert; er hat jetzt eine Mission, und das hat den Charakter wirklich aufgewertet. Und auf die gleiche Weise versteht er nun Harrys Reaktionen auf die Dinge, die er durchlebt hat, und auf das Fehlen seiner Eltern, und wir begreifen, dass Draco nicht durch und durch schlecht ist und dass seine Handlungen und seine Haltung von seinem Vater beeinflusst sind und von der Art, wie dieser Draco behandelt.

Daher gibt es jetzt viel mehr Recherche, Emotionen und Feinheiten.

Habt ihr bereits DIE SZENE mit Dumbledore gedreht?

Nein, noch nicht. Aber ich freue mich wirklich sehr darauf.

Verspürst Du Erschöpfung, jetzt, nach sechs Filmen? Denkst Du bereits darüber nach, was danach kommen wird?

Es ist toll, jedes Jahr zurückzukommen und zu sehen, wie alle herangewachsen sind. Wir schauen uns die vorangegangenen Filme an, wenn sie im Fernsehen laufen, und es ist einfach irre zu sehen, wie viel erwachsener alle geworden sind. Und es ist einfach super, das alles auch "auf Band" zu haben.

Ich habe natürlich auch über das Ende von alldem nachgedacht. Und ich nehme mal an, es wird so sein, wie wenn man die Schule abschließt oder etwas Ähnliches - wenn man Leute verlässt, die man zu lieben und zu respektieren gelernt hat.

Das war für alle von uns der erste Job! Deshalb ist der Gedanke daran, Hogwarts zu verlassen und dann etwas anderes zu tun, aufregend und beängstigend zugleich. Am letzten Tag wird das ein Wechselbad der Gefühle werden, denke ich mal. Aber ich freue mich nicht auf diesen Tag, so viel ist sicher.

Was in meiner Laufbahn als Nächstes kommen wird: Da bin ich offen für alles, bei dem ich neue Erfahrungen machen kann. Sogar, wenn ich dabei schlecht bin, will ich doch so viele Dinge wie möglich ausprobieren, versuchen, etwas zu erreichen und sehen, was dabei passiert. Und gleichzeitig bin ich nicht etwa in der Lage, dass ich mir meine Projekte auswählen könnte! Ich nehme, was man mir gibt! (lacht)

Und wie stehen die Dinge mit den Harry-Fans?

Ich habe wirklich keine Probleme mit Harry-Potter-Fans - nur mit den Jüngeren, die Probleme haben, zwischen der Fiktion und der Realität zu unterscheiden. Aber gleichzeitig heißt das ja auch, dass ich meinen Job gut mache, wenn sie so reagieren! (lacht)


Interview mit David Barron

Eine der Rollen, Professor Slughorn, ist im Vergleich zum Roman ziemlich anders ausgefallen …

Das ist richtig. Jim Broadbent unterscheidet sich körperlich sehr von dem Slughorn im Roman, der kleiner und dicker ist. Oh, ich rede jetzt übrigens von Slughorn, nicht von Jim! (lacht) Aber David hat stets ihn [Jim Broadbent] für diese Rolle im Auge gehabt. Und Jim ist ein brillanter Schauspieler: Er lebt seine Figur richtiggehend aus, und wenn man ihn sieht, dann denkt man gar nicht mehr über die körperlichen Unterschiede zwischen Slughorn im Film und Slughorn im Roman.


Interview mit Emma Watson, Rupert Grint, Jessie Cave und Matthew Lewis

Jessie Cave:
Die Kuss-Szene mit Ron war ziemlich peinlich zu drehen. Er musste dabei nicht viel machen: Er musste einfach nur dastehen und warten. (lacht) Wir haben alle zwei Tage morgens mit dem Produzenten David Yates [sic! Anm. d. Ü.: David Yates ist der Regisseur und ist nicht als Produzent tätig] geübt, wen niemand anders da war! Der erste Kuss war noch sehr heikel, aber dann haben wir dafür gesorgt, dass es für uns etwas ganz Normales wurde, damit wir die Szene in Beisein von 70 Statisten darstellen konnten.

Fenster schließen