'Hollywood' und die Paparazzi (UPDATE)
Du hast schon vorher ein wenig geschauspielert. Gibt es da etwas, auf das zu zurückblickst und das dich im Nachhinein erschaudern lässt?
Oh, ja. Alles aus der Zeit, als ich noch jünger war. In der Schule führten wir einmal ein Stück über eine indische Liebesgeschichte auf, und ich war komplett in diese 'indische' Kleidung gehüllt. Es gab einen echten indischen Jungen in meinem Jahrgang, der meinte so in etwa: "Das hier hat nichts damit zu tun, wie es in Wirklichkeit ist. Das hier ist völliger Schwachsinn."
Rob [Robert Pattinson] wurde wegen "Twilight" über Nacht zum heißesten Typen auf diesem Planeten. Was glaubst du, wie er mit diesem Starrummel zurechtkommt?
Er kommt sehr gut damit zurecht. Ich glaube, er findet es immer noch sehr merkwürdig. So wie auch du das merkwürdig finden würdest.
Und bald bist du es!
Oh, ich weiß nicht recht. Obwohl es in Amerika total verrückt war. Wir konnten nicht ausgehen, ohne dass 40 Paparazzi draußen vor jedem Restaurant und jeder Bar warteten. Es war völlig durchgeknallt. Für, sagen wir, zweieinhalb Wochen war das ein toller Spaß für mich, aber die Leute, die damit Tag für Tag und rund um die Uhr zurechtkommen müssen, tun mir echt leid, weil das bedeutet, dass du die ganze Zeit auf der Hut sein musst.
Kreischen die britischen Mädchen schon deinen Namen, egal wo du hingehst?
Ich brauche nur ein einziges kreischendes Mädchen, und ihr Name ist Zoe [Jamies langjährige Freundin, Zoe Graham.] Aber ich stieg neulich Nacht aus dem Flugzeug und da warteten fünf Typen und fragten, ob sie ein Foto mit mir machen dürften. Ich meinte so in etwa: "Warum? Ihr wisst doch, ich bin ein Niemand, ok?" Die Anzahl meiner Twitter-Follower ist in einem Monat um 6000 gestiegen. Das ist doch hirnrissig!
Und was ist mit den Leuten, die du kennst: Behandeln die dich jetzt anders, wo du ein angehender großer Star bist?
Nun, mein Vater hat angefangen, mich scherzhaft 'Hollywood' zu nennen, was einfach nur grauenhaft ist! Als ich anfing, Filme zu machen, zog ich von Zuhause aus. Ich brauchte meine eigenen vier Wände, in die ich um drei Uhr morgens nach einem Arbeitstag zurückkommen kann, und wo ich einfach machen kann, was ich will. Es war eine größere Sache für meine Eltern als für mich, weil ich nie der Typ gewesen bin, der zu Hause rumhängt. Das soll aber nicht heißen, dass ich meine Eltern nicht liebe.