McCrory: "Harry Potter 7 hat ein richtiges Ende"
Die arme Narcissa Malfoy. Als ob es nicht übel genug gewesen wäre, dass sie es hinnehmen musste, als ihr Sohn Draco in "Harry Potter und der Halbblutprinz" mit dem Auftrag betraut wurde, Dumbledore zu ermorden … Im Verlauf von "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" muss sie nun auch noch mit ansehen, dass ihr Zuhause als Voldemorts Hauptquartier dient und ihre Familie von den Todessern unter Hausarrest gestellt wird.
Für Helen McCrory jedoch, die Schauspielerin, die Narcissa Malfoy auf der Kinoleinwand zum Leben erweckt, wird der siebte und letzte Teil der Reihe (der in zwei Teile aufgespalten wird) so aufregend werden wie nichts, das zuvor geschehen ist.
Am Set ihres aktuellen Films, "4.3.2.1" von Noel Clarke, spricht sie exklusiv mit Rotten Tomatoes, und sagt, dass ihre Arbeit in "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" gut verläuft, und sie versprach den Potter-Fans ein wahrhaft episches Finale.
"Es hat ein wirkliches Ende", verriet sie uns.
"Ich denke, bis jetzt hat sich jeder Regisseur, der an 'Harry Potter' gearbeitet hat, sich von Punkt zu Punkt voran arbeiten müssen. Sie wissen, dass es eine Fortsetzung ist, und sie wissen, dass immer noch ein weiterer Film herauskommen wird. Aber mit dem aktuellen Film ist es so, dass wir allem, was passiert, ein episches Ende verleihen können. Und es wird wirklich gewaltig werden. Es braucht keine Pausen mehr, und kein 'von Punkt zu Punkt'. Deshalb greift man bei diesem Teil nun wirklich in die Vollen."
Für McCrory ist diese Tonart sehr offenkundig am Set, wo viele Mitglieder von Cast und Crew sich nun anschicken, einer zehn Jahre währenden Ära Lebewohl zu sagen.
"Wir haben im April Drehschluss, und es fühlt sich am Set nun wirklich anders an", erklärte sie.
"Einige der Leute hier sind seit zehn oder elf Jahren dabei. Es ist ein Teil ihres Lebens geworden. Und obwohl ich nun erst gegen Ende zu ihnen gestoßen bin, haben viele der Leute dort ein hohes Maß an emotionaler Verbundenheit zu allem. Es gibt Kinder, die mit den Menschen am Set aufgewachsen sind, mit Regisseuren und den Kostümbildnern backstage. Es ist wirklich eine ganz große Sache für diese Leute."
Ungeachtet der magischen Herausforderungen, denen sich Harry & Co. stellen müssen, während Voldemort unausgesetzt an Macht gewinnt, denkt McCrory, dass die Zeit, die Regisseur David Yates in die Serie investiert hat, dadurch zu etwas Besonderem gemacht wird, dass er den zwischenmenschlichen Aspekten der Reihe verstärkte Aufmerksamkeit gewidmet hat.
"[Harry Potter und der Halbblutprinz] war ganz definitiv erfüllt von der Existenzangst von Teenagern - und Sie erinnern sich vielleicht noch, wie intensiv und gewaltig diese Existenzangst ist. Da ist nichts Romantisches dran. Man denkt: 'Oh mein Gott, was mache ich bloß für den Rest meines Lebens?' Man fängt an, Entscheidungen über den Rest des eigenen Lebens zu treffen. Ich glaube, dass er [David Yates] die Sache auf sehr realistische und mit viel Ernsthaftigkeit Weise erfasst hat.
Ich glaube, mit den nächsten beiden Filmen schaut er [Yates] seinem Hautcharakter dabei zu, wie er zu einem Mann wird. Und dies ist dann eine wahrhaft epische Geschichte. Das ist wie in Odysseus. Ein Übergangsritus. Es ist genau wie das, was Noel Clarke in seinem Fim "KiDULTHOOD" [Schreibweise original; Anm. d. Ü.] gezeigt hat. Wir schauen uns nach wie vor diese Geschichten an, ob sie nun in Hogwarts spielen oder in New Cross."
McCrory erzählte uns, dass sie an diesem Tag mit einer Leseprobe für das Drehbuch des zweiten Teils des Films dran sei.
"Man weiß nicht, was man zu erwarten hat, bis man schließlich dort ist", sagte sie.
"Irgend etwas, das dort auf Papier niedergeschrieben steht, könnte im Film dann ganz anders sein. Am Montag werden wir einfach mit ein paar Leuten um einen Tisch herum sitzen."