Julie Walters: "Sie waren alle kleine Kerlchen."
Bill Nighy:
Emma Watson ist außerordentlich hinreißend. Sie ist so ein wunderbarer Mensch. Und Daniel war so charmant. Und mit Rupert hatte ich ja schon einmal gearbeitet, daher war es nett, wieder mit ihm zusammenzuarbeiten. Und sie haben mich wirklich herzlich willkommen geheißen. Du weißt, sie waren da 10 Jahre lang. Es gab da Leute in diesem Film, die beendeten ihr Harry Potter-Leben und Leute, die dort 10 Jahre lang waren. Es war ihr Leben. Und sie wurden sehr gute Freunde. Ich meine, das macht man ja schon bei nur einem Film. Man schließt großartige Freundschaften mit anderen Menschen und man heiratet und bekommt Kinder oder man findet einfach nur gute Freunde. Es ist immer hart, sich loszureißen, weil man einen weiteren Film macht. Aber bei "Harry Potter" haben sie dagegen sechs Filme gemacht und sie sind feste Größen im Leben der Anderen geworden. Deshalb war da so ein Gefühl vom Ende der Dinge für die Leute. Einige Leute beendeten ihren Dreh, während ich da war. Sie hatten ihre letzten Szenen und es ist eine sehr große Sache. Es ist nicht wie bei anderen Filmen. Ich denke, sie werden alle weitermachen und andere Filme drehen. Das Publikum, das mit ihnen aufgewachsen ist, wird froh sein, sie in anderen Sachen zu sehen. Und sie sind alle gute, junge Schauspieler und ich würde meinen, dass sie weiterhin Filme machen werden und die Zuschauer werden ihnen folgen, wo auch immer sie hingehen, denke ich. Sie sind jetzt so beliebte Darsteller und sie sind ein Teil im Leben der Menschen. Sie sind zusammen aufgewachsen und das Publikum wird ihnen treu bleiben, würde ich meinen.
Warwick Davis:
"Ich hatte am letzten Samstag meinen letzten 'Harry Potter' Drehtag. Es war ein sehr trauriger, emotionaler Tag. Es nimmt mich eigentlich nie mit, wenn ich einen Film beende. Normalerweise bin ich froh, wenn es vorbei ist, froh, dass ich das Makeup nicht mehr tragen muss — aber dieses Mal war ich dabei wirklich sprachlos vor Rührung. Die wertvolle Arbeit von zehn Jahren war beendet und am Sonntag war es sogar noch schlimmer. Ich wachte am Sonntagmorgen auf und dachte: 'Kein 'Harry Potter' mehr. Das war's.' Ich fimte mit der zweiten Einheit und dann ging ich rüber zur ersten Einheit, wo gerade der letzte Dreh für Dan [Radcliffe], Rupert [Grint] und Emma [Watson] stattfand. Der erste Regieassistent rief nicht: 'Das wäre geschafft!' Er sagte das nicht. Er sagte: 'Kommt hier herüber zu den Leinwänden. Ich habe euch eine Menge Videos zu zeigen.' Er richtete das Video ein: ein Stückchen Film, das sie jeden Tag gedreht hatten mit etwas, das 'die goldenen Tafeln' genannt wurde. Es konnte ein besonderer Gast an einem Tag sein oder ein Schauspieler, der fertig gedreht hatte, oder was auch immer. Wenn etwas Ungewöhnliches passierte, dann waren sie die Personen, die 'die goldene Tafel' hielten. Zwanzig Minuten, die die letzten eineinhalb Jahre zusammenfassten, die wir an dem Film gearbeitet hatten. Es war wirklich sehr traurig."
"Das waren sie, so wie es sein sollte", sagte er. "Diese Drei. Ich hatte das Glück, an diesem letzten Tag dabei zu sein. Ich glaube, ich war als einziges anderes Ensemblemitglied dabei."
Julie Walters:
"Es war traurig. Sie waren alle kleine Kerlchen, als wir anfingen und nun sind sie richtig große Kerle und Mädchen. Ich war sehr traurig an diesem letzten Tag. Teil dieses riesigen Phänomens gewesen zu sein, war verblüffend. Es hat dazu geführt, dass mich eine ganze Generation an Kindern jetzt erkennt. Allerdings nicht immer, weil ich in den Filmen eine Perücke trage und Auspolsterungen, die nicht einmal Daniel Radcliffe bemerkte. Ich musste ihm klarmachen, dass das alles nur Vogelfutter unter meinem Kleid ist."
Jason Isaacs:
"Ich war traurig. Ich habe was von einem sentimentalen Blödmann, deshalb war ich bereits weinerlich und nostalgisch, bevor die Monate des Drehens überhaupt begannen. Ich denke, für diese Art des Benehmens sollte man eigentlich bis zum letzten Tag warten.
Ich glaube, dass die 'Harry Potter' Erfahrung glücklicherweise noch einen Nachglanz hat, weil diese Filme über eine längere Zeitspanne herauskommen, nämlich bis zum Juli nächsten Jahres.
Und dann habe ich den Verdacht, dass sie in Jedermanns DVD Sammlung sein werden, bis das nächste Format erscheinen und diese ersetzen wird. Deshalb glaube ich, dass 'Harry Potter' für eine sehr, sehr lange Zeit erhalten bleiben wird."
Martin Scorsese über Rupert Grint:
Der legendäre Regisseur und Oscar-Gewinner Martin Scorsese ("Goodfellas", "Departed", "Casino", "Wie ein wilder Stier", "Aviator", "Gangs Of New York") hat ein Auge auf den Harry-Potter-Star Rupert Grint geworfen, den er für einen wunderbaren Schauspieler hält und mit dem er gerne eine Rolle in einem seiner zukünftigen Projekte besetzen würde.
"Ich finde, er war ein großartiger Schauspieler in den Harry-Potter- Filmen. In vielen Szenen stahl der Junge den anderen die Show. Er wird immer Respekt vor den Filmen haben, die ihm zu so einem Durchbruch verholfen haben, aber in seinem Alter ist es wichtig, dass er nicht auf eine Rolle festgelegt wird. Er muss in den nächsten paar Jahren etwas machen, das völlig außerhalb seiner Komfortzone liegt – einen Gangster spielen, einen miesen Bullen spielen, einen Jungen mit Lernschwierigkeiten spielen. Ich wäre daran interessiert, mit ihm zu arbeiten. Ich hätte keine Probleme, ihm eine Gangsterrolle zu geben, er ist ein sehr talentierter junger Mann."
Scorsese verglich Rupert sogar mit dem verehrten Schauspieler Leonardo DiCaprio: "Als Leo in 'Titanic' und 'Romeo und Julia' spielte, sah niemand voraus, dass er ein mieses Arschloch in Filmen wie 'Departed' spielen würde. Aber er ist zu einem der großartigsten Schauspieler aller Zeiten geworden. Das Gleiche könnte auch für Rupert wahr werden."