Die Carlsen-Geschichte: Teil 4

In den letzten Tagen präsentierten wir Euch den ersten , zweiten und dritten Teil unserer Carlsen-Harry-Potter-Geschichte, heute folgt der vierte Teil:


Teil 4: Die Feuerkelch-"Bombe"


Die deutsche Übersetzung des vierte Harry-Potter-Band (Harry Potter und der Feuerkelch) kam im Oktober 2000, mit einer Startauflage von 1.000.000 Expemplaren, auf den Buchmarkt. Innerhalb der ersten beiden Verkaufstagen wurden mehr als die Hälfte der Startauflage verkauft. "Die Erstauflage schafften wir noch knapp, aber an den Nachauflagen der anderen drei schon erschienenen Bände sei der Verlag 'fast kollabiert'", so Klaus Humann. Bis Ende 2000 hatte der Carlsen-Verlag von den vier Harry-Potter-Bänden 10 Millionen Stück verkauft. Und das immer noch ohne großes Marketing. Der Verlag hatte es sogar abgelehnt, die Merchandising-Produkte für den ersten Potter-Filme zu vertreiben.

Die Harry-Potter-Bücher haben den jährlichen Verlagsumsatz von 30 Millionen Euro auf bis zu 70 Millionen gesteigert. Carlsen wurde zur Nummer eins der deutschsprachigen Jugendbuchbranche.
"Aber, auf dem Erfolg eines einzigen Buches darf man einen Verlag nicht ausrichten", sagt Humann. "Wir bleibt vorsichtig und rechneten in einer doppelten Buchhaltung: mit und ohne Harry Potter! Und so sind wir mit Bedacht gewachsen! Wir haben nur wenig neues Personal eingestellt, damit, wenn der Potter-Boom vorbei ist, wir es nicht wieder entlassen müssen.

Der Carlsen-Verlag gehört dem schwedischen Medienkonzern Bonnier und deshalb landen die Potter-Profite nicht in einer Schatulle zur Reinvestition. Das Mutterhaus hat aber geholfen, den Verlag auf ein höheres Level zu bringen, so Humann. Der Verlag verpflichtet heute sehr bekannte Autoren und er gibt – als Comic-Branchenplayer – die japanische Manga-Kultserie "Dragonball" heraus.

Der letzte Teil unserer Carlsen-Harry-Potter-Geschichte folgt morgen unter dem Titel "Band 6 und die Zeit nach Harry Potter".

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