Tom: "Draco ist verletzlich."

Nach dem Ende der Dreharbeiten zu "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" (wir berichteten), äußern sich in der letzten Zeit immer mehr Schauspieler über ihre Gefühle und erzählen von den Erfahrungen, die sie im Laufe der Zeit mit den von ihnen verkörperten Figuren gemacht haben.

In verschiedenen Interviews mit MTV erzählten sowohl Tom Felton (Draco Malfoy) als auch Bonnie Wright (Ginny Weasley) und Warwick Davis (Prof. Flitwick | Griphook) von ihren Rollen.

Tom Felton sprach über Dracos verletzliche Natur und über die Herausforderung, dieser vielschichtigen Rolle in den "Heiligtümern des Todes" gerecht zu werden.

Bonnie Wright erzählte von den Erfahrungen, die sie in den letzten zehn Jahren als Darstellerin der Ginny Weasley machte. Außerdem sprach sie über die Entwicklung, die ihre Figur im Laufe der Harry-Potter-Filme durchlebte und bezog sich kurz auf die Dreharbeiten zum Epilog, die Ende Mai in London stattfanden (wir berichteten).

Warwick Davis äußerte sich über seine Rolle als Prof. Flitwick sowie über den von ihm verkörperten Kobold Griphook und verriet, welches seine Lieblingsmomente bei den Dreharbeiten zu "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" gewesen seien.

Die Originalinterviews und die dazugehörigen Videos findest Du hier, hier und unter diesem Link. Die interessantesten Äußerungen haben wir für Dich unter "Weiterlesen" übersetzt.
Tom Felton:
"Aus der Sicht meiner Figur blieb bei einer Menge Dinge Raum für Interpretationen. Sogar wenn wir Aufnahmen machten, machten wir drei oder vier verschiedene Versionen, deshalb bin ich sehr gespannt, welche sie tatsächlich benutzen werden.
[Es gibt] eine Aufnahme, in der man Harry helfen will. Die Bücher, so denke ich, überließen es in gewisser Weise wirklich der Interpretation der Leser, deshalb will man ihm einmal intern helfen, das andere Mal ist man einfach nur verwirrt, deshalb bin ich gespannt zu sehen, welche Teile David [Yates] dabei herausgeschnitten hat."
"Jo sagte immer über ihn, er sei verletzlich", sagte Felton. "Die meisten Fieslinge sind es. Sie sind in hohem Maße unsicher und haben ihre eigenen Probleme und er unterliegt der schlimmsten elterlichen Führung, die ich in meinem Leben je bei einem Kind gesehen habe. Daniel und ich sprachen über ihn als zwei Seiten einer Medaille. Harry hat diese großartigen Einflüsse, obwohl seine Eltern schon lange gestorben sind. Aber Draco ist nur … er ist verdammt, wenn er es macht und er ist verdammt, wenn er es nicht macht, echt. Er steckt da in gewisser Weise in der Klemme."

Bonnie Wright:
"Die Person zu sein, die am Ende den Helden dieser Filmreihe abbekommt, gehörte nicht zu den Dingen, die ich mir je hätte vorstellen können. Es ist einfach so aufregend, so wunderbar, etwas zu haben, das sich weiter entwickelt und du kannst [Ginny] zu dir selbst machen und Dinge aus deinem eigenen Erwachsenwerden nehmen und diese Dinge dort einsetzen.
Es war nicht meine letzte Szene, aber eine meiner letzten Szenen. Das ist dort, wo ich die Reise mit 'Harry Potter' begann, auf dem Bahnsteig. Und dann das Mädchen zu sehen, die unsere Tochter spielt, war einfach nur psychologisch. Es war sehr seltsam, weil sie in demselben Alter ist wie ich damals. Es war wörtlich der sich schließende Kreis der Reise. Ich hoffe, es wird gut angenommen.
Hinsichtlich des prothetischen Make-Ups und dessen Kreativität brauchten sie Monate und Monate – ich hatte bestimmt 100 Tests und Kostümanproben. Eine Menge Energie wurde aufgewendet, um diesen Moment perfekt zu machen."

Warwick Davis:
"Ich glaube, alle meine Lieblingsszenen sind in den letzten beiden Filmen. Ich muss einige wirklich interessante und wichtige Dinge tun, was nett ist. Zuvor war es zwar immer toll, in den Filmen dabei zu sein, aber normalerweise war ich in gewisser Weise die lustige Figur zur Auflockerung. Ich musste alberne, lustige Dinge machen, die ziemlich unvergesslich wurden. Das ist wunderbar. Die Leute erinnern sich immer an solche Momente, aber ich fühlte, dass ich in den Rollen von Griphook und Flitwick [in den abschließenden beiden Filmen] — mehr auszustehen haben würde und auch für die Handlung von größerer Wichtigkeit sein würde."

"Leute, die die Bücher gelesen haben, werden das wissen, aber der Moment, in dem Voldemort verkündet, dass Harry Potter tot ist ... das gelesen zu haben und dann tatsächlich da zu sein, wenn es passiert, das war ziemlich emotional und ziemlich surreal. Es lässt dir einen Schauder über den Rücken laufen, weil du da stehst und Zeuge dieses Ereignisses wirst. Es ist in etwa so, als ob man die Zeitung lesen und in der Zeit dahin zurückreisen würde und so Zeuge eines weltbewegenden Ereignisses würde."
Zudem berichtete die britische Zeitung "The Express" über einen Zwischenfall am Set, bei dem sich Greg Powell, der schon seit dem Beginn der Harry-Potter-Filmreihe als Stuntman am Set beschäftigt ist, beim Drehen einer Szene mit Sirius Blacks Motorrad die Schulter brach. Den Originalartikel findest Du hier.

Vielen Dank an reewa für die Übersetzung!

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