David Yates, Regisseur der letzten vier Harry-Potter-Filme, erzählte in einem halbstündigen Interview mit "DP/30", weshalb ihm der Job von Warner Bros. angeboten wurde. Weiterhin geht er auf seine ersten Erfahrungen am Set ein und begründet, warum er nicht nur den fünften und sechsten Film, sondern auch noch die letzten beiden Filme machen wollte. David Heyman, der Produzent, gesellte sich nach der Hälfte zum Interview dazu und gab ebenfalls einige Erfahrungen und Eindrücke zum Besten.
Du kannst Dir das Videohier anschauen, einige Stellen findest Du übersetzt unter
David Yates: Es war eine echt aufregende Herausforderung. Es war der absolute Wahnsinn. Riesige Crew, riesiges Projekt. Es gab Storyboard Artists, mit denen ich zusammen arbeiten konnte, um Szenen zu erschaffen. Und eine Umwelt, die sehr unterstützend war, mit einem Studio, das tausende Meilen entfernt war. Ich machte meine erste Erfahrung mit einem Besuch des Studios, als wir schon zur Hälfte mit dem Dreh fertig waren. Sie sind auf ihrem "Warner-Jet" eingeflogen und haben einfach mal vorbeigeschaut. Sie sind einfach nur herumgegangen, haben "Hallo" gesagt, waren sehr unterstützend und dann sind sie wieder heim geflogen. Es war so "Oh, okay. Ich schaff das schon. Ich kann große Hollywoodfilme machen, wenn's nur das ist, was es braucht." Aber es war eher so, weil die Serie schon so erfolgreich gewesen ist. Sie [die Leute von Warner; Anm. d. Ü.] waren sehr entspannt.
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David Yates: Man erlebt eine riesige Art des Filmemachens, mit einer Haupteinheit, einer zweiten Einheit, Modelleinheiten und Einheiten für visuelle Effekte. Selbst mit einem gewissen Level an Infrastruktur vor Ort, ist man immer noch vor eine ziemlich angsteinflößende Herausforderung gestellt.
Ich liebe den Cast. Ich liebe die jungen Schauspieler. Sie waren brillant. Ich dachte "Oh Gott, wenn ich anfange, gehen die dann gerade durch diese schwierige Phase? Du weißt schon, wo Kinder an einen gewissen Punkt geraten, an dem sie einfach anfangen ein bisschen ihre Grenzen auszutesten. Typisch. Ich werde genau dann ankommen, wenn sie anfangen zu rebellieren." Aber sie waren total entzückend und sind es die restlichen sechseinhalb Jahre auch geblieben.
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David Yates: Ich musste einfach dabei bleiben – denn ich wollte nicht der Regisseur sein, der die zwei in der Mitte gemacht hat. Das ist zu frustrierend. Du kannst nicht wirklich zeigen, was du drauf hast, wenn du die Geschichte nur weiter- und auf ihr ultimatives Ende zuführst. Guillermo del Toro sagte, "Es ist wie beim Achterbahnfahren. Entweder willst du in der ersten oder in der letzten Reihe sein. Du willst nicht in die Mitte gesetzt werden, denn man hat nur ganz vorne oder ganz hinten den meisten Spaß."
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David Heyman: Ich glaube, eines der bemerkenswertesten Dinge an "Potter" ist, dass alles in einer unglaublich – das ist kein englisches Wort - "unhierarchischen" Umgebung stattfand. Man hatte wirklich das Gefühl "wir sind eine Familie" und jeder ist Teil dieser Familie. Diese Familie zurückzulassen, war eines der Dinge, die einem am schwersten gefallen sind. [...]
Die Originalauszüge kannst Du Dir unter diesem Link durchlesen.