Bitte keine Hysterie
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Hier ein Kommentar aus der IVZ (Ibbenbürener Volkszeitung) von Dorle Neumann und ein Londoner Bus, der die Erscheinung des fünften Harry Potter Bandes feiert: "Hip, Hip, Harry" (s. Bild rechts, anklicken für Großansicht). Die Kommentatorin aber ist gegen eine Harry Potter Hysterie:
An diesem Wochenende werden sich unzählige deutsche Jugendliche freiwillig auf 766 Seiten eines englischen Buches stürzen - wann hat es das schon einmal gegeben? Und ehrlicherweise sei dazu gesagt: Auch nicht wenige Erwachsene wird das Potter-Fieber erwischen. Denn Harry ist ein Phänomen.
Die Beliebtheit des inzwischen 15-jährigen beweist, dass sich Kinder und Jugendliche für gute Bücher begeistern lassen. Bei aller Skepsis angesichts der hochgradig professionellen Vermarktung des Zauberlehrlings und der immer wieder gern erwähnten Rührgeschichte über die anfangs bitter arme Autorin Rowling - Harry ist Lesespaß pur. Und so ganz nebenbei werden in einer Zeit, in der von vielen Seiten der Werteverfall beklagt wird, Werte und Tugenden positiv vermittelt. Alle Befürchtungen, die Bücher seien antichristlich oder verherrlichten Zauberei und Okkultismus, müssten sich inzwischen verflüchtigt haben. Denn Harry ist kein strahlender Held, der machtvoll den Zauberstab schwingt, sondern ein immer wieder mit alterstypischen Problemen kämpfender Pubertierender, der auf die Hilfe von Freunden angewiesen ist und allzu oft merkt, dass Zauberei allein keinen Ausweg aus heiklen Lagen bietet.
Grundsätzlich muss aber klar sein: Hrrry ist eine Romanfigur - deshalb sollte er nicht idolisiert werden. Lesespaß ja - aber bitte keine Hysterie. (Dorle Neumann für die IVZ)
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