
von YuraFawkes
Die morschen Bretterwände des kleinen Verschlags wackelten als der Schutzzauber brach. Von draußen konnte man nun auf dem Morgentau der Düne eilige, sich schnell nähernde Schritte hören . „Es scheinen nur vier Personen zu sein“, bemerkte Alister Moody verwundert als er sein Ohr an die wieder eingesetzte Eingangstüre legte und lauschte. „Nun du vergisst das Sie nicht wissen das Ihr vorbereitet seit. Sie planen wohl einen Überraschungsschlag, oder, was nahe liegender wäre, Sie haben gar nicht vor zu kämpfen.“ Der schlaksig aussehende, hochgewachsene Zauberer mit dem lumpigen Umhang lehnte entspannt an einer der Hüttenwände und wippte nach einem unsichitbaren Takt mit dem Fuß. Daxer eilte von einer Ecke zur anderen in der kleinen Kammer. „ Wir sitzen in der Falle, es ist aus. Was meinst du denn verflucht noch mal mit dem Satz „Sie werden nicht kämfen“ Albus?“ nuschelte er hysterisch und funkelte Dumbledore an, der immer noch die Ruhe selbst war. Die Schritte vor der Hütte hatten sich verlangsamt und verstummten nun komplett. „ Mein lieber Finnigan“, flüsterte Dumbledore und fuhr fort , „ ich denke selbst wenn Sie euch überraschen würden hätten Sie Angst vor euren Fähigkeiten als Zauberern. Deshalb werden Sie wohl einen Kampf vermeiden und euch auf eine andere Art beseitigen wollen.“ Motzney, der sich die Hände am verglimmenden Feuer gewärmt hatte, drehte sich nun auch um. „Und wie?“ wisperte er barsch. „Das meine Kollegen werden wir wohl sehr bald erfahren.“ entgegnete Dumbledore. Als hätten die Anhänger Grindelwalds ,die in der kalten Morgenluft das Versteck umstellt hatten, auf diesen unhörbaren Satz gewartet hätten, ertönte die raue Stimme einer jungen Hexe. Laut und grell schrie Sie „Inflammare!“. Augenblicklich fing das Haus Feuer. Wütende Flammen peitschten durch den wackligen Giebel und Moody konnte nur knapp einer weißblauen Stichflamme ausweichen bei der sein Umhang Feuer fing. Tosendes Gelächter ertönte von ausserhalb und der Verräter Kingston rief etwas unverständliches. Dumbledore stand nun in der Mitte des Raumes und sprach mit klarer Stimme: „Nun meine Herren es wird Zeit sich zu verabschieden. Befolgt meine Anweisungen, nur so hat die Zauberergemeinschaft noch eine Zukunft“ Sein langes Haar wehte gespenstisch im Sog des flammenden Infernos. Daxer schrie: „ Sie haben einen Apparierschutz um die Hütte gelegt, wir werden sterben! Aguamenti!Aguamenti!“ Wasserfontänen schossen aus seinem kurzen Zauberstab, doch Sie hatten keine Chance gegen die wütenden Flammen, die nun überall umher peitschten. „Was nun Albus?“,schrie Moody und rollte auf dem Boden um seinen brennenden Umhang zu löschen. Dumbledore zog einen alten Socken hervor und einen zerknitterten Papkarton, in welchem mehrer Gegenstände rappelten. „Nimm diesen Karton Alistor und setze Ihn zur richtigen Zeit ein ! Verehrte Herren, es wirdnun entgültig Zeit !Wenn ich Sie bitten darf!“ und Dumbledore hielt am ausgestreckten Arm die alte Socke von sich weg. Moody und Daxer hatten sofort verstanden und bildeten nun einen Kreis um Ihn herum. „Motzney mach schon!“ schrie Daxer. Jetzt hatte auch Motzney begriffen. Als der riesige Gibel der kleinen Hütte die Wände aus grellenden Flammen wie Papier unter sich zerdrückte und alles noch Lebende unter sich vergrub, waren die vier Magier längst mit Hilfe des Portschlüssels verschwunden.
Die aufgehende Sonne spieglte nun unter Ihrem hell roten Schein, das ganzes Außmass der Verwüstung klar hervor. Durch die kleine Lichtung, die in einem der riesigen Wälder irgendwo in Wales lag, verlief ein tiefer Riss durch den taubedeckten Boden. Zwei uralte Fichten waren an Ihrem Rand entwurzelt worden und lagen nun besiegt im schlammigen Boden des angrenzenden Waldes. Kurz nachdem der Zauberer aus dem Himmel herabgefahren war , erblickte er Ihn. Der andere Magier saß gedankenverloren auf einem kleinen Felsen inmitten der sich ausdehneden Wiesenfläche. Jetzt blickte er auf und sein Gesicht nahm eine freundliche Miene an.
„Albus“ sagte er verzückt, „ ich wusste das du wieder her kommst. Darf ich fragen was dich dazu verleitet hat unser kleines Duell heute Nacht so abrupt zu unterbrechen?“
„Oh ja Gellert natürlich“,entgegnete Dumbledore mit derselben Freundlichkeit „ Mir war doch plötzlich eingefallen, das ich die Öllampe auf meinem Nachttisch nach so abruptem Aufbruch vergaß zu löschen. Da musste ich natürlich zurück.“
Grindelwald lachte über den Witz. „ Jaja immer noch dieselben schlechten Aussreden Albus, aber in ihrer Ironie kaum zu übertreffen .“
„Nun ich habe an meinen Poaten sorgfältig gefeilt Gellert, ich hatte ja genügend Zeit“ , spottete Dumbledore.
„Fürwahr du törichter Narr. Auch ich hatte in deiner Abwesenheit genügend Zeit über bestimmte Dinge nachzudenken Albus. Wenn es auch nicht meine Poaten waren. Da bist und bleibst du wohl unschlagbar Albus“ , und wieder lachte Grindelwald zynisch.
„Oh bitte Gellert. Seit meiner Entdeckung der 7 Verwendungen für Drachenblut bin ich nicht mehr so gelobt worden“ und er stieg in das Gelächter ein, doch es war gekünstelt und angespannt, wie das Grindelwalds.
Grindelwald fuhr fort: „ Nun ich fragte mich oft Albus, ob du die Wahrheit über Arianas Tod wusstest, aber da du mich nie aufsuchtest , verblieb ich bei der Annahme, dass du es damals nicht sahst, was genau geschah. Liege ich richtig, mein Freund?“
Dumbledores Gesicht hatte sich verändert. Es sah aus als hätte Ihm jemand ins Gesicht geschlagen und damit sämtliche Nerven in Ihm abgetötet. Es wurde fahl und sah leblos aus und die schimmernden blauen Augen waren verloschen, starrten ausdruckslos aus ihren tiefvioletten Höhlen den schwarzen Magier an.
„Da du sehr bald sterben wirst, will ich dir die Wahrheit berrichten. Das was sich wirklich zugetragen hat in der regnerischen Nacht vor zwanzig Jahren.“ Grindelwald machte eine kurze Pause und genoss den Anblick von Dumbledore. Schieres Entsetzen spiegelte sich auf jedem seiner Züge. Mit brüchiger Stimme entflohen gestotterte Worte seinen schmalen Lippen: „I-I-ch w-will es n-nicht hören. B-Bitte ..Nein.. Das… Das nicht…“
Boshaft grinsend, trat der schwarze Magier einen weiteren Schritt auf den gebrochenen Dumbledore zu und flüsterte leise dabei: „ Ich weiß wer von uns Ariana getötet hat. Welcher den entscheidenden Fluch abgab Albus. Und nun hör mir genau z………..“
„ A-VA-DA KE-DAVRA!“ schrie Dumbledore und ein smaragdgrüner Lichtblitz brach aus seinem blitzschnell gezogenen Zauberstab heraus. Grindelwald wehrte Ihn mit einer eleganten Handbewegung des Elderstabs ab und entwaffnete im selben Augenblick Dumbledore. Dessen Zauberstab flog in hohem Bogen durch die kühle Morgenluft und fiel in die finstere Spalte im aufgerissenen Boden.
„ Aber, aber Albus ein unverzeilicher Fluch und das von dir …. Sowas sowas….“ lachte der schwarze Magier triumphierend und fixierte den am Boden liegenden lumpig aussehenden Zauberer. Immer noch trennten die zwei Magier mehrere Meter.
Grindelwald sprach nun mit ernster Stimme: „ Albus du hast verloren. Ich biete dir zum letzten Mal an auf meine Seite zu wechseln. Ich könnte dich gut gebrauchen. Du weißt das es deine Bestimmung ist mit mir zusammen die Zauberergemeinschaft aus dem Untergrund zu führen. Entscheide dich. Oder besiegle deinen Tod.“
Dumbledore lächelte. Er sah armselig und gebrochen aus, wie er dort auf dem nassen Waldboden kniete. Sein Gesicht enstellten mehrere Blutergüsse und ein neuer tiefroter Schnitt hatte eine klaffende Wunde auf einer seiner Wangen hinterlassen.
„Nun Gellert, widerum muss ich deine Bitte zurück weisen. Du weißt das ich das vor der Gemeinschaft niemals verantworten könnte.“ flüsterte er schwach.
Grindelwald tobte nun vor Zorn und schrie ihn an: „
Meine „Bitte“? Das ist keine Bitte du Narr ! Du WIRST deinen Platz einnehmen, ob du das nun verantworten kannst vor diesen Schwächlingen oder nicht. GLAUBST DU ETWA ICH LASSE DIR DIE WAHL ? CRUCIO!!!“ und der Elderstab peitschte auf Dumbledore herab. Doch nun geschah etwas unerwartetes. Der eben noch gebrechliche Zauberer rollte abrupt zur Seite und der wirbelnde Cruciatus Fluch verfehlte ihn nur um Haaresbreite. Aus einem seiner schäbigen Stiefel zog er einen zweiten Zauberstab, der sogleich in Grindelwalds Richtung donnerte. „Stupor!“
Der scharlachrote Blitz traf den schwarzen Magier mitten in die Brust und als würden Ihn unsichtbare Hände an den Hüften umfassen, schleuderte ihn der Fluch über die ganze Lichtung, bis der schlafe Körper donnernd gegen einen Baum krachte.
Ein erbitterter Kampf war nun zwischen den Magiern entbrannt und keiner der beiden schien dem anderen unterlegen zu sein. Fehlgeschlagene und abgewehrte Flüche dornnerten in den Wald und enthaupteten seine Bäume. Beide Zauberer standen sich nun wieder gegenüber, jeder umhüllt von einer gleisend hellen Lichtkugel, die von einem Schutzzauber beschworen worden war.
„Du kannst nicht gewinnen Dumbledore!“ schrie Grindelwald durch die unsichtbaren Wände aus Licht. „Ich werde dich töten du Narr. Der Elderstab macht mich unbesiegbar.“
„Bringen wir es endlich zu Ende Grindelwald. Dein Morden hat heute ein Ende gefunden!“ schrie Dumbledore zurück.
Nun erhoben die Magier beide die Zauberstäbe. Grindelwald verschrenkte den Eldestab mit Hilfe einer komplizierten Handbewegung seitlich hinter seinem Kopf, während Dumbledore seinen schäbig aussehnden Zauberstab seitlich von sich wegghielt und ihn in seinem Handgelenk leicht wippen ließ.
„AVADA KEDAVRA!“
„EXPELLIAMUS!“
Grindelwalds Todesfluch war von solch unbändiger Kraft dem Elderstab entsprungen, dass die gesamte Lichtung von grell grünem Licht erfüllt wurde. Dumbledores Entwaffnungszauber wirkte gar zierlich und schwach gegenüber dem mächtigen Blitz der nun auf Ihn zudonnerte, gelenkt von dem schwarzen Magier, der dies unter wahnsinnigem Gelächter tat. „Ist das alles Albus?… Ist das wirklich alles was du mir entgegensetzten kannst? Dann stirb du Narr !!!“ und er ließ den Elderstab wieder durch die Luft peitschen. Der Todesfluch hatte nun eine unbändige Geschwindigkeit . Doch kurz bevor sich die Flüche trafen, machte der Zauberer mit dem lumpigen Umhang einen kleinen Schlenker mit seinem Zauberstab. Elegant glitt der Expelliamus Fluch wie ein flinkes Wiesel an dem mächtigen grünen Lichtblitz vorbei statt Ihn aufzuhalten. Nachdem dies in wenigen Bruchteilen einer Sekunde passiert war folgte eine zweite komplizierte Handbewegung, die von einem donnernden „DONDEO!“ begleitet wurden. Der Expelliamus Fluch wandelte sich in einen hell violetten Blitz, der elegant durch Grindelwalds Zauberstabarm glitt. Bevor der Avada Kedavra Fluch Dumbledore traf wechselte er die Richtung und donnerte in den Felsen hinter Ihm, der krachend explodierte.
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„S-s-ehr w-w-einige Zauberer beherrschen die T-t-ransformation eines abgegebenen Fluches in e-e-inen anderen. Selbst ich Ich n-nicht Albus. S-selbst I-i-ch nicht.“ Grindelwald lag flach auf dem feuchten Waldboden. Die Sonne war aufgegangen. Der Morgen war wunderschön und die ersten wärmenden Strahlen der Sonne brachen hinter den Baumwipfeln hervor. Etwas hatte sich an der Gestalt des Magiers verändert. Dort wo sein langer Arm den Elderstab gehalten hatte war nun nichts mehr, außer einem roten Stumpf oberhalb der Schulter. Unter Ihm hatte sich eine weitausgedehnte Pfütze aus purpurnem Rot im Schlamm gebildet. Die Vögel des Waldes waren erwacht und zwitscherten fröhlich Ihre Lieder in den Morgen. „Die Auroren werden gleich hier sein“, sagte Dumbledore kalt, der Grindelwald den Rücken zugewandt hatte und den goldenen Funkenregen im Himmel betrachtete, den er mit seinem Zauberstab beschworen hatte. „Albus, bitte…“ sagte Grindelwald schlaff „ töte mich!“ Dumbledore drehte sich um und schaute den verstümmelten Zauberer unter Ihm eine Weile an. Seine Miene war unergründlich und blieb hart. Schließlich erhob er den Elderstab, der sich seinem neuen Besitzer schon gefügt hatte und sagte:“Cosanesco!“ Mehrere feine silbrige Fäden entsprungen seiner Spitze und schlossen sich um Grindelwalds blutenden Armstumpf, der abrupt verheilte. „ Du wirst vor den Zaubergamont gestellt werden… nur dieser vermag zu richten“ bemerkte er sanft. „Albus du verfluchter Narr…“ stöhnte der schwarze Magier und sackte endgültig zusammen. Ein leises Ploppen war zu hören und Daxer erschien auf der Lichtung. „Dumbledore Sie haben es tatsächlich geschafft!“ schrie er während er auf Ihn zulief. Dumbledore überging es und sagte knapp: „ Nehmen Sie Ihn in Gewahrsam und bringen Sie Ihn zu der vereinbarten Stelle… hat Alistor alle nötigen Vorbereitungen getroffen?“ „Ja Dumbledore alles wartet auf ihr Zeichen!“ stöhnte Daxer vom Laufen ermüdet. „Sehr gut. Ich werde bald zu euch stoßen. Doch für den Moment ist es unabdingbar Grindelwald sicher zu verstecken!“ und Dumbledore betrachtete den bewustlosen schwarzen Magier abweisend. „Wieso töten wir Ihn nicht sofort ?“ und Daxer zog seinen Zauberstab, als wäre Dumbledore noch nicht auf diese Idee gekommen. „Stecken Sie Ihn weg Finnigan. Der Gamont wird über Grindelwalds Verbleib richten. Und nun schnell. Die Zeit drängt und die Schlacht steht erst noch bevor. Heute wurde nur ein kleiner Sieg errungen.“ entgegnete er kühl und sachlich.
„A-A-Albus bi-itte..“ säuselte Grindelwald der das Bewusstsein für kurze Zeit wieder erlangt hatte und deutete auf seine Schläfe. Dumbledore war zunächst verwirrt, bis er verstand, was Grindelwald wollte. Zögernd nahm er den Elderstab und richtete Ihn auf den Kopf des gefallenen Kriegers. Ein langer silbriger Erinnerungsfaden strömte aus seiner Schläfe in den Elderstab . Grindelwald lächelte ein letztes Mal und verlor entgültig die Besinnung.
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Die Winkelgasse lag verlassen und unberührt in der kühlen Morgensonne. Nur eine vermummte Gestalt eilte durch Ihre Gassen und das Blättermeer aus bunten Farben , dass sich auf Ihnen ergoss. An den Ziegelwänden der schmalen Einkaufsstraße hingen vergilbte Plakate von „Gesuchten“ , die misstrauisch in Ihren Bildern umherstreiften. „Staatsfeind Nr. 1“ titelte eine riesige Schrift über dem Tropfenden Kessel und zeigte das Bild eines hochgewachsenen Zauberers, der hochmütig auf die Gasse herunterblickte. Die vermummte Person blieb vor dem Eingang der Pension stehen und blickte zurück. Alles war verlassen. Sie drehte den silbrigen Türknauf und verschwand in der stickigen Luft der Wirtschaft.
„Oh Hallo Hallo Hallo D-D-D-umbledore . ich dachte schon Sie kommen n-n-nicht mehr. Flubberwurmeintopf k-kann I-Ich Ihnen heute nahelegen.. S-sehr gut, s-sehr gut… Spez-zialität d-des Hauses“ säuselte der bucklige Wirt Tom sofort als Dumbledore die weite Kapuze aus dem Gesicht nahm. Er huschte wie ein flinkes Wiesel auf den Zauberer zu und wollte Ihm den tiefschwarzen Umhang abnehmen. „Guten Morgen Tom… ich bin sehr in Eile heute nicht, vielen Dank“, entgegnete er knapp und war schon auf dem Treppensims zur oberen Etage verschwunden. „Zaubererpack“ , grollte Tom und humpelte missmutig in die schäbige kleine Küche zurück.
Dumbledore stand in einer schummrig beleuchteten Dachkammer, die er vor einiger Zeit im ´Tropfenden Kessel` gemietet hatte, als er sich bereit erklärte, sich in den Kampf gegen Grindelwald einzumischen. Damals hatte Ihn der nun tote Minister für Zauberei Aldao Fletcher hier vor dem prasselnden Kamin darum angefleht. Langsam schritt er auf den kleinen vollgestellten Schreibtisch zu auf dem mehrere kleine Gerätschaften vor sich hin surrten. Er nahm ein großes steinernes Becken von Ihm herab und stellte es auf den brüchig aussehenden Kaminsims. Mit Bedacht richtete er den Elderstab auf es und ein langer silbriger Faden ergoß sich in die steinerne Mulde des Denkkariums. Vorsichtig nahm er sein langes Haar zurück und tauchte mit dem Gesicht in die silbrige Flüssigkeit ein.
Dicke Schleier aus Rauch umhüllten Ihn zunächst doch schließlich veränderte sich die Umgebung. Er stand vor einem riesigen Backsteinhaus. Es war tiefste Nacht. Strömender Regen platschte in großen Tropfen vom finsteren, wolkenbehangenen Himmelszelt. Ein kleines Fenster war an der Frontseite des Hauses geöffnet und wispernde Stimmen drangen durch es in die stürmische Nacht. Dumbledore schritt langsam auf es zu und blickte schließlich in eine altmodisch eingerichtete Küche. An der niedrigen Decke des kleinen Raums hing eine kleine Öllampe , deren Schein große Kupfertopfe, die an der Wand hingen schimmern ließ. In der Mitte der Kammer standen zwei Personen die miteinander flüsterten. Ein kleines, kränklich aussehendes Mädchen und ein hochgewachsener, blonder Bube. Dumbledore trat näher an das Fenster heran um dem Gespräch zu lauschen. Das blasse Mädchen schien zu weinen und fasste den Jungen nun ans Handgelenk. „Bitte Gellert. Du musst es für mich tun… Albus kann sonst nie glücklich werden wenn du ohne ihn gehen wirst. Er wird sich meiner annehmen, weil er ein so großes Herz hat… Gellert bitte… Ich möchte nicht derjenige sein der sein Leben weiter an dieses Haus bindet! Hilf mir Gellert… Ich flehe dich an! Die Schmerzen sind zu stark… ich ertrage sie nicht mehr“ , und nun fing das kleine Mädchen an zu weinen und brach zusammen. Der junge Grindelwald war blass und in seinem jungen Gesicht spiegelte sich grausiges Entsetzen. „I-Ich kann es n-nicht Ariana… Albus würde es mir nie verzeihen!“ stotterte er ängstlich. Der am Fenster stehende Zauberer drehte sich um. In der Nacht war nun außer dem Regen noch ein Geräusch wahrzunehmen. Schritte. Die Konturen eines schlagsig aussehnenden und durchnässten Jungen kamen zum Vorschein, als er in das Licht des Hauses trat. Sein eigenes Ebenbild. Der junge Albus Dumbledore, der nun seinen Zauberstab schnippen lies und in die geöffnete Eingangstür hineintrat. Dumbledore folgte seinem Selbst in den schmalen, warmen Flur. Kärgliches Licht warf ein Kerzenständer auf die abblätternde Tapete. Als sein junges Selbst die Stimmen in der Küche hörte, warf er den triefenden Umhang auf das morsche Treppengeländer, das zum Obergeschoss führte und eiltein Ihre Richtung. Die Tür öffnete sich und als er seine Schwester und Grindelwald erblickte fing er direkt an zu reden: „ Gellert, na endlich da bist du ja Ich habe alle Zutaten besorgt, wir können dire-e-e-k……“ er stoppte als er das genaue Schauspiel erkannte. Grindelwald hatte seinen Zauberstab auf Ariana gerichtet und zitterte am ganzen Körper. Ariana lag wimmernd am Boden und umklammerte seine Füße als ob Sie bettelte. „W-W-as … Gellert w-was tust d-….“ Entfuhr es dem jungen Dumbledore. „AVADA KEDA…“ schrie Grindelwald mit zitternder Stimme und richtete den Zauberstab dabei auf das weinende Geschöpf am Boden. „NNNNNNEEEEEEEIIIIIINNNNNN“ schrien der junge und der alte Dumbledore gleichzeitig. „ STUPOR!“ Bevor der blonde Junge den Todesfluch ausführen konnte donnerte ein roter Lichblitz durch seine Brust und schleuderte Ihn gegen die Spüle. Ein Regen aus Messingtöpfen und Kupferpfannen erfüllte den Raum. Ariana schrie.
„Du Verräter“ kreischte Dumbledores junges Ebenbild und wieder donnerte ein Fluch auf Grindelwald herab. Ein grüner Lichtblitz. „Maximum Proteguum!“ brüllte der am Boden liegende Gellert. Augenblicklich erchien eine glänzende Wand aus gleisendem Licht und warf den Todesfluch auf seinen Erzeuger zurück. Dieser war von der Wucht des Schutzzaubers jedoch mit dem Kopf gegen einen großen Küchenschrank geprallt und hatte das Bewusstsein verloren. Der sichere Tot trat jedoch nicht ein. Das kleine weinende Mädchen war vom Boden aufgesprungen und hatte sich zwischen Ihren Bruder und den smaragdgrünen Lichtblitz geworfen. Bevor Ihr seidenes Haar den gefließten Dielenboden berührte war Sie tot. Die kleine, engelsgleiche Gestalt von Ariana lag friedlich im schummrigen Schein der Öllampe auf dem Küchenboden. Als würde Sie schlafen.
Rauchschleier erhoben sich und Dumbledore erwachte auf dem nackten Holzboden in der kleinen Dachkammer des Tropfenden Kessels. Seine blauen Augen glänzten wie ein See unter dem Tränenmeer, das sich aus Ihnen ergoss.
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