
von YuraFawkes
Xenophilius Lovegood VS Nymphedora Tonks
Die Wucht des mächtigen Patronus hatte Ulban Zigelwutz aus dem Schiedsrichter Korb befördert.
Mit letzter Kraft klammerte er sich ängstlich an den schmalen Bast- Rand. Doch es war aussichtslos. Seine verschwitzten Hände rutschten immer weiter ab. Dort im Staub der Arena lag sein zerbrochener Zauberstab. Irgendwo unter dem Gewirr der zahlreichen düsteren Schatten. Die Dementoren waren aus dem Nichts aufgetaucht. Als hätte sie der finstere Nachthimmel persönlich aus seinem schwarzen Höllenschlund gespuckt. Es waren etliche... Zu viele um ihnen Herr zu werden. Die schützenden, zahlreichen Versiegelungen und Beschwörungen, die angewandt worden waren um das Publikum im Vorfeld zu schützen waren nun das Hinderniss. Der Notfall-Eingreif Trupp der Auroren brauchte zu lange um sie aufzuheben um zur Hilfe zu eilen. Unter Zigelwutz, in gut fünfzehn Metern Tiefe lag der leblose Körper von Xenophilius Lovegood. Er war das erste Opfer der schwarzen Kaputzengestalten in ihren flatternden Lumpenumhängen gewesen. Er war gerade durch einen Expelliarmus Zauber durch Tonks entwaffnet worden als sie aus dem Himmelsgestirn herabfuhren, wie die apokalyptischen Reiter. Tonks konnte ihm nicht mehr helfen denn auch sie war direkt von mehr als sechs der düsteren Geisterwesen umzingelt. Lovegood hatte nicht den Hauch einer Chance und es waren keine Minuten ins Land gezogen als Sie ihm auch schon die Seele geraubt hatten. Der Schiedsrichter selber konnte gar nicht handeln denn Sekunden vor der Dementoren Attacke war sein Zauberstab auf unerklärliche Weise einfach gesplittert. Wie ein Streichholz zerbarst er in tausende kleine Holzstöcken und zerstreute sich in alle Windungen der Arena. Stöhnend schloß Zigelwutz die Augen. Die Kraft war ihm aus den nun starren Muskeln gewichen und er fühlte sich wie ein untergehender Eisberg. Das Ende war Nahe. Diesen Sturz würde er nicht überleben. Der alte Schiedsrichter schloss die Augenlieder, bereit dem harten Aufschlag auf dem staubigen Arenaboden in die Todesfraze zu blicken.
Tonks kämpfte wie eine verbissene Raubkatze. Ihr Patroni donnerte und wütete in der nun geschlossenen Reihe der Dementoren und riss klaffende Lücken. Der silberne Storch vermochte es nicht selten sogar drei Dementoren auf einen Schlag in die Flucht zu treiben doch sie ließen sich nicht aufhalten, kamen immer näher und näher, wie eine schleichende Krankheit. Noch immer waren die Auroren dabei die Schutzzauber aufzuheben, welche über den Zuschauerrängen lagen um zu helfen doch es dauerte zu lang. Ihre Hoffnung schwand mit jeder Sekunde und der silbrig anmutende Storch wurde immer kleiner, bildete nur noch ein Schatten seiner selbst. Und schließlich löste er sich auf. Sein silbriger Glanz verlor sich in der schwärzer werdenden Nacht. Einzelne Scheinwerfer der Arenabeleuchtung flakerten nocheinmal lodernd auf bevor sie in tausende Glassplitter zerprungen.
Das Publikum schrie und flüchtete panisch zu den Notausgängen in alle Richtungen. Die letzte Lampe warf ihren schwachen Schein auf den staubigen und leblosen Körper von Ulban Zigelwutz. Seine Augen waren glasig und weit geöffnet als hätten sie in Ihren letzten Minuten panisch dem Ende entgegen gesehen.
Hoch oben in der Ministerlouge fernab jeglicher Gefahr wurde das schreckliche Schauspiel von zwei merkwürdigen Gestalten beobachtet. Sie waren in dunkle Wetterumhänge gekleidet und ihr Gesicht war unkenntlich im Schatten der Tribüne.
„ Sarosch meinst du nicht, dass wir mit dieser Aktion ein wenig zu weit gegangen sind? Das können wir unmöglich herunterspielen... Das Tunier wird nach dieser Tragödie niemals fortgesetzt werden.", sagte die kleinere Gestalt der beiden mit bitterem Ton. „ Der Meister hat es so befohlen Darasch! Außerdem vergisst du unsere kleine Abmachung mit dem Ministeriumsbeamten...", antwortete Sarosch emotionslos und deutete auf ein vergilbtes Papier in seiner Rechten. „ Um Zeit zu sparen war die Dementorenmaßnahme unabkömmlich. Das Finale muss so schnell wie möglich herbeigeführt werden, dass ist der Wille des Meisters! Daher sind diese zwei Ausscheidungen von höchster Priorität.", führte der dunkle Schatten seine Worte weiter fort. Abschätzend blickte er kühl in den mächtigen Trichter der Arena und beobachtete die Magierin eingepfercht von den Dämonen Askabans.
„ Wir müssen nun aufbrechen und uns um den nächsten Punkt auf der Liste kümmern." Unkommentiert nam Darosch den Befehl hin und aus dem nichts erschienen zwei Besen, die sie eilig bestiegen.
Der Mond warf sein fahles Licht kärglich in die kleine Seitenstraße , die an den Londoner Trafalgar Square angrenzte. Einige verwaiste Katzen sangen ihr trauriges Lied am Fuße randgefüllter Blechtonnen voller Müll und sonstigen Dingen die dem Menschen überdrüßig geworden waren.
Zwei Schatten huschten verstohlen um die Ecke und hielten auf eine kleine Telefonzelle zu, die vereinsamt neben einem geschloßenen Zeitungsladen stand. Sie quetschten sich so gut es ging in den engen Käfig des roten Gebildes und waren im Nu verschwunden. Die Katzen allerdings interessierte dies merkwürdige Ereignis nicht. Verträumt stimmten sie das nächste Klagelied an und starrten mit weit aufgerissenen Augen auf den vollen Bauch des weißen Mondes.
Es war einfacher gewesen zum Ministerbüro zu gelangen als Sarosch es sich erhofft hatte. In der Eingangshalle des Ministeriums hatten er und Darasch gerade einmal zwei Nachtwächter angetroffen, die den zwei schwarzen Magiern mit ihrer stümperhaften Zauberei nichts entgegen zu setzen hatten. Die fähigen Auroren und Magier des Zaubereiministeriums waren alle im fernen Irland im Wuxbury Wald gebunden. Die Politiker hatten fast die gesamte Abteilung zur Abwehr schwarzmagischer Geschehnisse sowie neunzig Prozent des Aurorenbüros in das Snowfield Stadium versetzt. Der Schutz des Publikums hatte oberste Priorität nach den tragischen Vorfällen der Quidditsch-Weltmeisterschaft vor fünfzehn Jahren.
Nach der steinernen Empfangshalle konnten Sie ohne Probleme dem auf dem mitgebrachten Lageplan eingezeichneten Weg zum Minister folgen. Da Sie Informationen erhalten hatten, die besagten, dass jener noch lange nach Dienstschluß in seinen Räumlichkeiten über Beschlüßen brütete waren Sarosch und Darasch optimistisch gewesen in dort anzutreffen. Die komplizierten Defensiv und Verteidigungszauber, die um bestimmte Räumlichkeiten in dem unterirdischen Komplex lagen, waren dank der Hilfe ihres Meisters schnell außer Kraft gesetzt. Dieser hatte sie vorher genau studiert und ihnen die entsprechende Gegenformel mit auf die Reise gegeben.
In goldenen Lettern prangte der Name „ Cornelius Fugde -Zaubereiminister" auf der pechschwarzen Marmortür. Sarosch lauschte bedächtig und gab Darasch schließlich ein Zeichen. Ohne Umschweife drehte dieser den silbernen Türknauf herum. Er versuchte es zumindest doch als seine Hand das Messing berührten verwandelte sich der Griff in ein geiferndes Maul aus silbernen Zähnen. Schreiend und voller Verzweiflung versuchte Darasch seine Finger dem unwiederbringlichen Schmerz zu entziehen doch es war zu spät. Schon hatten sich die messerscharfen Zähne tief in seine Hand gefressen. Er jaulte wie ein junges Reh im Angesicht des sicheren Todes. Sarosch reagierte prommt und ließ seinen Zauberstab durch den Raum peitschen. Der grüne Lichtblitz der Darasch hart in den Hinterkopf traf ließ ihn sofort verstummen. Sein lebloser Körper glitt an der Tür herunter. Nur seine Hand befand sich noch in den Fängen des geifernden Türknaufs. „Das war also die letzte Falle dessen sich der Meister nicht mehr bewusst war.", säuselte er ironisch. Die Bürotür wurde aufgerissen und der Zaubereiminister Cornelius Fugde stand fassungslos im Morgenmantel auf ihrer Schwelle, den entgeisterten Blick auf den toten Körper Daraschs gerichtet. Ein zweiter Lichtblitz folgte und der Minister teilte das Schicksal des bedauernswerten Darasch. Ohne Hast stieg Sarosch über die zwei Leichen und schritt den dunklen Korridor hinab.
Das Büro des Schulleiters von Hogwards lag verweist in der herauf dämmernden Morgensonne. Vereinzelte Strahlen warfen ein schummriges Licht in die verrauchte Kammer in der ein munteres Sirren und Klirren gar komischer Gerätschaften von Statten ging. Auf dem dunklen Eichentisch der seinen Platz auf einer kleinen Empore im Raum fand, lagerten unzählige aufgeschlagene Bücher und ein Wirrwarr aus Pergament. Die letzte der brennenden Kerzen auf dem kleinen Abstelltischchen neben einem voll gestopften Bücherregal hatte ihren Ziniet erreicht und erlosch. Auf dem Boden des staubigen Teppichs lag ein scheinbar hastig gelesener Brief:
„ Sehr geehrter Herr Dumbledore auf Grund eines unglücklichen Todesfalls ihres Gegners Cornelius Fugde -seiner Zeit Zaubereiminister- teilen wir Ihnen die automatische Qualifikation in die nächste Runde mit.
Hochachtungsvoll
Rambziegel
Ausführender Direktor
Liga der Duellanten. "
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