
von bad_Monkey
@miss kim johonson: danke fĂĽr dein Kommi! Nun, Minerva hat noch so einiges mit unseren beiden vor, da hast du Recht ^^ aber jetzt mĂĽssen sie erst mal diese Woche ĂĽberstehen.
@Gwendolyn D.: Danke für dein Kommi! Nun, sie hatte ja auch ihre Gründe... aber es wird noch eine Weile dauern, bis du erfährst, welche das sind =)
Wenn irgendjemand Severus Snape an diesem bitterkalten Wintertag in der großen Halle hätte warten sehen, hätte er doch tatsächlich meinen können der Professor würde schmollen. Erst als er Julia gut gelaunt durch die Tür eilen sah wurde sein Gesichtsausdruck wieder griesgrämig.
„Sie sind zu spät“ sagte er knapp und erhob sich.
„Ich weiß, tut mir Leid“ Julia rang mit dem Atem, offensichtlich war sie hier her gelaufen „kann es los gehen?“
„Es hätte schon vor einer halben Stunde los gehen können“ murmelte Snape und machte sich mit Julia im Gefolge auf den Weg nach Hogsmead, zum nächsten Apparierpunkt.
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Als sie wenig später in Schottland ankamen, empfing sie ein dichtes Schneetreiben. Das Hotel, in dem die Tagung stattfand, lag etwas außerhalb des Dorfes und hieß zu Julias Entzücken „Little bird“. Severus gab sich alle Mühe, sie zu ignorieren.
Als sie endlich in der Empfangshalle angekommen waren, trat Severus an einen jungen Zauberer heran, der offenbar der Portier war.
„Severus Snape“ sagte er „ich bin wegen der Tagung hier“
„Aja“ murmelte der junge Mann und beschwor ein dickes Buch herauf, schlug eine Seite auf und fand schließlich den Namen seines Gegenübers „hier haben wir sie ja! Und das muss ihre Frau sein“ sagte er lächelnd, während er zu Julia blickte. Diese sah reichlich erstaunt und sogar Snape entglitt für einen Moment sein Gesichtsausdruck.
„Da muss ein Irrtum vorliegen“ sagte Julia freundlich und kam damit ihrer Begleitung gerade noch zuvor, die wohl weniger höflich geantwortet hätte „wir sind nur Kollegen.“ Nun war der Portier daran, verwirrt zu blicken.
„Nun...“ murmelte er, die Nase tief in seinem Buch „ich habe hier eine Reservierung für ein Doppelzimmer auf Mr. und Mrs. Snape... vor drei Wochen eingegangen... von einer gewissen Professor McGonagall...“
„Das ist wohl ein riesengroßes Missverständnis“ sagte Julia „wir bräuchten zwei Einzelzimmer“
Der junge Portier blätterte leicht hektisch durch das in Leder gebundene Buch. Er kam ins Schwitzen.
„Es tut mir Leid aber wir haben keine Zimmer mehr frei“ sagte er ziemlich leise. Dieses Mal kam Snape seiner Begleiterin zuvor.
„Hören sie Mal“ sagte er, bemüht darum ruhig zu bleiben „ich kann diese Frau da nicht ausstehen“ er zeigte zu Julia „und ich werde auf keinen Fall eine Woche lang mit ihr ein Zimmer teilen.“
„Wir werden sicher eine Lösung finden“ Julia lächelte immer noch. Langsam wurde sie Snape wirklich unheimlich.
„Wir...wir können natürlich zwei Einzelbetten besorgen“ murmelte der Portier eingeschüchtert „und wir können sicher eine Trennwand besorgen... es ... es ist ein ziemlich großes Zimmer. Ich werde die nötigen Vorkehrungen treffen ... setzen sie sich doch einfach inzwischen in die Bar und trinken sie etwas... natürlich auf Kosten des Hauses“. Der Zauberer, der seinem Namensschild zufolge Karl hieß, verschwand und sein schlaues Büchlein löste sich mit einem leisen Knall in Luft auf.
Severus und Julia traten in die Bar, die gefüllt war mit Hexen und Zauberern und setzten sich an den einzigen freien Tisch. Eine junge Hexe, die für das kalte Wetter etwas knappe Kleidung trug, kam und nahm ihre Bestellung auf. Als die beiden wenige Minuten später ihre Getränke erhielten, blickte Julia den Zaubertränkemeister erfreut an.
„Sehen sie, jetzt trinken wir doch etwas miteinander“ sagte sie und lächelte. Schon wieder. Severus trank seinen Whiskey in einem Schluck aus und war versucht, sich gleich noch einen zu bestellen.
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Das Zimmer der beiden war geräumig und bot – auch wenn es nun durch eine magische Wand getrennt war – Platz genug für zwei Leute. Severus betrat das Zimmer als erstes, ließ aber Julia den Vortritt bei der Wahl des Bettes. Sie nahm das am Fenster, kam er gleich wieder um die Abtrennung herum und blickte Snape belustigt an.
„Steckt in ihnen vielleicht doch ein Gentleman?“ Snape zog seine berüchtigte Augenbraue hoch und blickte sie skeptisch an.
„Das bezweifle ich. Und wenn doch – dann können sie lange suchen“ murmelte er und wandte ihr den Rücken zu, um seinen Koffer auszupacken.
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Als sie später im Seminarraum des Hotels saßen und auf die Eröffnungsrede eines gewissen Berthold Sachwaffels warteten, studierte Julia das Programmheft der Woche genau.
„Hey, Professor sie halten ja einen Vortrag“ sagte sie überrascht und hielt im das Heft hin.
„Ich weiß“ sagte Snape knapp „die bezahlen ziemlich gut“. Der Vortrag begann und die nächsten zwei Stunden verbrachten sowohl Snape als auch Julia in Gedanken sicherlich nicht bei Dr. Sachwaffel. Julia verfluchte Minerva dafür, sie dazu überredet zu haben hier her zu kommen. Anfangs hatte sie noch geglaubt, sie könnte wirklich irgendetwas über Severus Snape erfahren, doch jetzt kam ihr der Gedanke lächerlich vor. Sie war sich zwar sicher, dass er nicht so war wie er zu sein vorgab – doch er würde sie wohl nie hinter seine Fasse blicken lassen. Hätte Julia gewusst, dass Snape gerade daran dachte, dass die Mauer die er um sich gebaut hatte, Gefahr lief von der Frau neben ihm eingerissen zu werden, hätte sie die nächsten zwei Stunden wohl etwas fröhlicher ausgesehen.
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