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Fanfiction

Wer ist Severus Snape - "Auf ein schönes neues Jahr!"

von bad_Monkey

Sooo meine Lieben, hier ist nun eines neues Chap. Es ist, von allen bisherigen Kapitel, mein Liebingschap, ich habe wirklich lange daran herumgefeilt und es ist auch ziemlich lang geworden, ich hoffe, dass stört euch nicht =)
Lg
Bad_monkey

@miss kim johonson: Danke für dein Kommi! Nun, was am 31. Dezember passiert ist erfährst du genau jetzt =)
@Quitschkugel: Danke für dein Kommi, schön dich hier zu sehen! Freut mich, dass dir meine Story gefällt. Nun, ein paar Sachen werden sicherlich in diesem Kapitel aufgeklärt, die anderen müssen wohl noch ein Weilchen warten...
@Gwendolyn D. : Danke für dein Kommi! Nun, das wird sich jetzt wohl aufklären!

oooOOOoooOOOoooOOOoooOOOoooOOOooo

Severus Snape lag im Bett und hörte Julia auf der anderen Seite der Trennwand leise atmen. Er war schon beinahe eine Stunde wach, und langsam traten die ersten Sonnenstrahlen durchs Fenster. Er seufzte leise, stand auf und zögerte dann einen Moment. Wenn er ins Bad wollte, musste er an zwangsläufig an Julias Bett vorbei gehen.
Er hörte noch einmal genau hin um sicher zu gehen, dass sie schlief, dann ging er auf die andere Seite der Trennwand. Er konnte nicht anders, als ihr einen Moment lang beim Schlafen zu zusehen. Er fragte sich, was es mit dieser Frau auf sich hatte. Sie ging im manchmal nächtelang nicht aus dem Kopf und sie brachte ihn auf eine ungewohnte Weise aus dem Konzept. Er wollte sich einreden, sie nicht zu mögen – doch er wusste, dass dies wohl ein verlorenes Unterfangen war. Er mochte sie.

Severus verzog sich ins Bad und blickte in den Spiegel. Er war dabei ein alter Mann zu werden. Den Kopf schüttelnd, um den den Gedanken aus seinem Kopf zu vertreiben, wandte er sich ab und drehte das Wasser in der Dusche an.

oooOOOoooOOOoooOOOoooOOOoooOOOooo

Als er wieder aus dem Badezimmer kam, wartete Julia schon an der Tür auf ihm. Sie lächelte und ging ins Bad. Sie lächelte beinahe immer, dachte sich Snape und setzte sich an den Schreibtisch um das Programmheft in die Hand zu nehmen. Er seufzte. Es würde wohl ein unglaublich langweiliger Tag werden, die beiden Redner die heute die Ehre hatten waren Zauberer, die sich die langweiligsten Themen ausgesucht hatten, die die Tränkekunst zu bieten hatte.
Er wollte sich schon auf den Weg zum Frühstück machen, als im in den Sinn kam, dass er auf Julia warten könnte. Einen Moment später dachte er sich, dass dies ein Gedanke war, auf den er früher wohl nie gekommen wäre.

„Guten Morgen, wie geht’s ihnen?“ hörte er Julia sagen und wandte sich um. Er überlegte einen Moment.
„Gut“ sagte er und fragte sich, wie lange er diese Frage wohl schon nicht mehr so beantwortet hatte. Was auch immer diese Frau mit ihm machte – es war ihm unheimlich.
„Wollen wir Frühstücken gehen?“ fragte Julia, offensichtlich bestens gelaunt. Snape nickte.

oooOOOoooOOOoooOOOoooOOOoooOOOooo

Während Julia sich begeistert am Frühstücksbuffet bediente, saß Severus mit einer Tasse schwarzen Kaffee an ihrem Tisch und überflog den Tagespropheten. Er hatte einige Kollegen begrüßt und war glücklich darüber, dass er offenbar nicht der einzige Zaubertränkemeister war, der morgens nicht viel zu sagen hatte.

Schwungvoll setzte Julia sich neben ihn. Während sie ihr Müsli aß, studierte sie das Programmheft. Sie sah nicht besonders erfreut drein, was Snape zum Schmunzeln brachte.
„Sagen sie mal, Professor, was halten sie davon wenn wir den Mist heute schwänzen?“ fragte sie zwischen zwei Schlucken Kaffee.
„Sie sprechen mir aus der Seele“ murmelte Snape und konnte sich ein schmales Grinsen nicht verkneifen. Er wollte sich einreden, dass ein Tag mit Julia auch nicht recht besser war als den beiden Greisen zuzuhören, doch er wusste, das dem nicht so war.
„Wollen wir in das Dorf gehen?“ fragte Julia enthusiastisch und schenkte sich noch eine Tasse Kaffee ein. Snape nickte.


oooOOOoooOOOoooOOOoooOOOoooOOOooo

Severus bemühte sich griesgrämig drein zuschauen, während er neben Julia durch die Straßen des Dorfes ging, dessen Namen er noch nicht herausgefunden hatte.
„Sehen sie mal“ sagte Julia und blieb vor einem Schaufenster stehen. Er konnte nicht umhin, sie anzusehen. Ihre roten Haare umrandeten ihr Gesicht und seltsamerweise dachte Severus bei ihrem Anblick nicht an Lilly.
„Haben sie etwas dagegen, wenn ich da schnell rein gehe und es anprobiere?“ fragte Julia und blickte Snape an, der verneinte. Er bemerkte erst jetzt richtig, dass es sich um einen Mode Laden handelte.

Drinnen angekommen nahm Julia ein hellgrünes Kleid in die Hand, lächelte Severus kurz an und verschwand dann in die Umkleidekabine. Als sie wieder herauskam und ihn erwartungsvoll ansah, verschlug es ihm für einen Moment den Atem. Das schulterfreie Kleid reichte ihr bis zu den Knien und sie sah umwerfend darin aus. Eine Verkäuferin gesellte sich zu Snape und betrachtete Julia lächelnd.
„Wunderschön, nicht war?“ fragte sie und blickte Snape an.
„In der Tat“ murmelte dieser, während Julia sich wieder umziehen ging.
„Ihre Frau ist wirklich eine Schönheit“ sagte die Verkäuferin „das Kleid scheint wie für sie gemacht.“
„Sie ist... da haben sie völlig Recht“ murmelte Snape und erkannte sich einen Moment lang selbst nicht mehr.

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Sie verbrachten beinahe den ganzen Tag im Dorf und seltsamerweise amüsierte sich Snape prächtig. Sie gingen in Muggelbuchhandlungen (wo Snape eine wunderbare Ausgabe von Shakespears Hamlet erstand, wofür er einiges an Anerkennung von Julia erntete – sie war Muggelstämmig, wie er an diesem Tag herausfand), in einen Tierladen (wo Julia beinahe einen Wellensittich gekauft hätte, wenn Snape sie nicht davon abgehalten hätte), besuchten eine Ausstellung („Das ist Kunst?“ „wenn man's umdrehen würde, könnte es eine Katze sein...“) und aßen Kuchen. Alles in allem war es ein wirklich gelungener Tag.
Als sie wieder im Hotel angekommen waren, war die Vorlesung noch im vollem Gange.
„Was halten sie davon, wenn wir heute Abend essen gehen?“ fragte Julia, während sie durch die nun menschenleere Eingangshalle gingen. Snape warf einen kurzen Blick auf die Tafel, die ein feuchtfröhliches Silvesterbanket im Hotel ankündigte. Er konnte getrost auf fünfzig betrunkene Zauberer verzichten, die den ganzen Abend nur über ihre unglücklichen Erfahrungen mit Liebestränken sprachen.

„Ich halte es für eine ziemlich gute Idee“ sagte er deshalb.
„Minerva hat mir von einem Restaurant hier in der Nähe erzählt“ sagte Julia, höchst erfreut wie es Severus schien. Dieser Frau lag offenbar wirklich etwas daran, Zeit mit ihm zu verbringen. Seltsam, die meisten Menschen schienen dies um alles in der Welt verhindern zu wollen.
„Ich gehe mich schnell umziehen“ unterbrach Julia seinen Gedankengang „geben sie mir zehn Minuten“ Snape musste grinsen. Eine Frau die nur zehn Minuten zum umziehen brauchte? So etwas hatte die Welt noch nicht gesehen.

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Severus saß in einem der eher unbequemen Sessel in der Eingangshalle und studierte eine der unzähligen Zeitschriften über Tränke, die im ganzen Hotel verstreut waren, als Julia über die Treppe herunter kam. Er blickte über den Rand der Zaubertränke heute hinweg und musste schlucken. Julia hatte das grüne Kleid angezogen, darüber trug sie eine schwarze Stola. Sie sah umwerfend aus. Während sie lächelnd zu ihm herunter kam, kam es Severus so vor als sei er direkt in einem Hollywood Film gelandet.

„Wollen wir los?“ fragte Julia als sie bei ihm angekommen war.
„Natürlich“ sagte Snape, etwas verwirrt darüber, dass diese Frau ihn so aus dem Konzept bringen konnte. Er dachte zum ersten Mal darüber nach, ob er vielleicht dabei war, sich in sie zu verlieben. Seltsamerweise nahm er diesen Gedanken an, ohne sich dagegen zu wehren.
„Sie sehen gut aus“ sagte er und wollte sich für diese abgedroschene Floskel zwei Sekunden später selbst in den Hintern treten. Zum ersten Mal schien er es geschafft zu haben, Julia aus dem Konzept zu bringen. Sie sah ihn ein wenig verwirrt an und bedankte sich dann, ziemlich leise wie ihm auffiel.

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Das Restaurant, in das sie gingen, war bis auf zwei Kellnerinnen völlig leer. Snape war dankbar dafür. Er mochte Silvester nicht – alle waren betrunken und gut gelaunt. Meisten verzog er sich gegen elf Uhr abends in seine Privaträume und stoß mit einem Glas Wein und sich selbst auf das neue Jahr an – auf das es genauso werden würde, wie all die anderen. Wie kam es also, dass er an diesem Silvester essen ging, mit einer Frau, die ihn offenbar auch noch mochte? Abermals wurde er aus seinen Gedanken gerissen, dieses Mal aber von der Kellnerin.

„Was möchten sie bestellen?“ fragte sie, etwas gelangweilt.
„Ich nehme das Steak mit Bohnen“ murmelte Snape geistesabwesend und bekam nur halb mit, das Julia das selbe nahm.
Als das Essen endlich kam und Snape den ersten Bissen nahm, verschluckte er sich beinahe daran. Es schmeckte schrecklich.
„Minerva hat ihnen dieses Restaurant empfohlen?“ fragte er und blickte zweifelnd zu Julia.
„Ja...“ sagte diese „die Gute hat sich wohl ein paar Streiche mit uns beiden erlaubt“. Snape lachte. Julia blickte ihn zum zweiten Mal an diesem Abend erstaunt an.
„Wissen sie, ich habe sie noch nie lachen hören.“ sagte sie, während sie eine Gabel voll Bohnen aß.
„Ich mich auch nicht“ sagte Snape trocken, doch er konnte nicht verhindern, dass ein kleines Lächeln auf seinem Gesicht verblieb.
„Es steht ihnen gut“ erwiderte Julia.

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Als Severus und Julia das verlassene Restaurant ebenfalls verließen, war es bereits viertel vor zwölf. Das neue Jahr winkte bereits vom Horizont zu ihnen herüber und Snape fragte sich, wie dieser Abend so schnell vorbei gehen gekonnt hatte. Sie hatten über alles mögliche geredet, über Shakespeare, über Julias Muggelkindheit, über Tränke, über Schottland, über das grauenhafte Steak und über den ausgezeichneten Wein, den sie dazu getrunken hatten. Snape hatte sich so gefühlt, wie schon seit seiner Jugend nicht mehr.

„Was halten sie davon, wenn wir zum du übergehen?“ fragte Julia als sie nun vor dem Restaurant standen und in das Schneetreiben vor ihnen blickten.
„Durchaus keine schlechte Idee“ erwiderte Snape und wandte sich zu ihr um. Einzelne Schneeflocken verfingen sich in ihrem Haar, ihre Wangen leuchteten rot vor Kälte und sie blickte ihn auf eine Weise an, die dem stets ernsten und zurückhaltenden Zaubertränkemeister doch glatt die Knie weich werden ließen.
Offenbar war es zwölf Uhr, denn über ihnen ging ein spektakuläres Feuerwerk los, das wohl nur mit Magie zu erklären war. Die Kellnerin schloss mit einem Glas Sekt in der Hand die Tür des Restaurants hinter ihnen zu und von überall her hörte man Leute lachen und feiern und auf ein gutes Neues Jahr anstoßen. Julia und Severus bekamen nichts davon mit, während sie sich küssten.


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