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Fanfiction

Wer ist Severus Snape - Gibt es jemanden, den ich wirklich hasse?

von bad_Monkey

So, dieses Mal hats leider ein bisschen länger gedauert, da ich gerade kein Internet hatte... aber besser spät als nie, viel Spaß beim Lesen!
Lg
Bad_monkey

@Gwendolyn D:
Danke für dein Kommi! Nun, bis zum Augenblick der Peinlichkeit wird es wohl noch ein wenig dauern... aber hier mal ein kleiner Vorgeschmack
@miss kim johonson: Danke für deine regelmäßigen Kommis, du weißt ja, wie sehr ich mich darüber freue! Nee, Minerva lässt nich locker, keine Angst!






Severus blickte auf das Stück Papier vor ihm. Hass war ein starkes Wort, dass wusste er. Es hatte in seinem Leben viele Menschen gegeben, die er gehasst und abgrundtief verabscheut hatte. Seinem Vater gegenüber hatte er so gefühlt, seit er denken konnte. All die, die ihn in seiner Jugend verspottet und ausgelacht hatten. Voldemort. All die Menschen, die für ihn gearbeitet und ihn angebetet hatten. Sie hatten Dinge getan, für die sie es verdienten gehasst zu werden – und vermutlich noch vieles mehr.Sie waren alle tot. Bis auf die Erinnerung von ihnen war nichts mehr da, das er hätte hassen können.

Er dachte eine Weile lang nach und kam zu dem Schluss, dass es nur noch einen Menschen gab, der am Leben war und von dem er wirklich sagen konnte, dass er ihn hasste. Diese Frau hatte ihm das genommen, was ihm an wichtigsten gewesen war. Wenn sie es auch nicht gewusst oder beabsichtigt hatte – wenn es auch nicht sofort geschehen war. Auf lange Sicht hinaus, war es ihre Schuld gewesen. Und er konnte nicht anders, als ihr dafür das schlimmste zu wünschen. Es schmerzte unglaublich, daran zu denken, was damals geschehen war.

Früher hätte er vermutlich anders gehandelt. Er hätte sie aufgesucht und sie spüren lassen, was sie ihm angetan hatte. So wie er es mit all den anderen Menschen getan hatte, die er gehasst hatte. Seinen Vater, seine Peiniger in der Jugend und schließlich Voldemort und seine Anhänger, indem er dazu beigetragen hatte, sie zu vernichten.
Bis auf letzteres waren es immer Taten gewesen, für die er sich heute schämte. Wenn er allein daran dachte, zog sich irgendetwas in ihm, das vermutlich sein Gewissen war, schmerzlich zusammen.

Und eine Zeit lang hatte er es auch bei ihr tun wollen. Doch dann hatte er eingesehen, dass es nichts bringen würde. Sie konnte es nicht ungeschehen machen, genauso wenig wie er. Severus seufzte und schenkte sich ein Glas Alkohol ein. Vor ihm lagen die Briefe, die er als Antwort auf seine Entschuldigen bekommen hatte. Die meisten der Verfasser hatten ihn vermutlich gehasst – und trotzdem waren sie imstande gewesen, ihm zu verzeihen. Hinter sich zu lassen, was er getan hatte. Er würde die meisten davon vermutlich nie mehr wiedersehen, doch er ihm war bewusst, dass sich beiden Seiten besser fühlten, wenn es so war. Nicht zu hassen und nicht gehasst zu werden, war besser als es zu tun.

Doch er war nicht imstande zu verzeihen oder zu vergessen. Nicht ihr. Nicht diese Tat, die ihm die Chance auf ein glückliches Leben genommen hatte. Er wusste, dass sie nicht allein Schuld war, das Julia gegangen war. Er hatte seinen Teil beigetragen, genauso wie andere auch. Doch diese anderen waren nun tot, für immer. Und Sie lebte ihr Leben weiter, vermutlich nicht einmal wissend, was sie ihm angetan hatte. Und er musste genauso weiterleben, mit dem ständigen Gedanken an dieses Leben, das er für kurze Zeit geführt hatte und mit dem Wissen, dass er selbst genauso Schuld war. Doch ohne Sie wäre es niemals so weit gekommen, diesen Gedanken führte er sich immer und immer wieder vor Augen. Er musste schon wieder an Albus denken.

„Hass ist oftmals einfach nur eine Art, sich selbst zu schützen. Vor dem Gedanken, etwas falsch gemacht zu haben. Es ist leicht, die Schuld bei anderen zu suchen. Man vergisst oftmals, dass man vielleicht etwas gegen die Dinge, die geschehen sind, tun hätte können. Die meisten Menschen hassen lieber...“

Er wusste nicht mehr, weshalb er das einmal zu ihm gesagt hatte, doch er wusste, dass Dumbledore Recht hatte. Wie beinahe immer. Doch auch wenn dem so war, er konnte nichts dagegen tun. Dieser Hass würde bleiben, auch wenn er vielleicht nicht durch und durch gerechtfertigt war.

Severus Snape nahm seine Feder, tunkte sie in das Tintenfass auf seinem Schreibtisch und schrieb fein säuberlich den Namen Rita Kimmkorn auf das Stück Pergament.


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