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Fanfiction

Some little moments - Unsterblich

von bad_Monkey

Die Idee zu diesem Songfic kam mir, nachdem ich das Lied "Unsterblich" von den toten Hosen gehört hatte. Das Pairing möchte ich jedem selbst überlassen, ich habe beim Schreiben allerdings an Harry und Hermine gedacht.
Lg und viel Spaß beim Lesen
Bad_monkey


oooOOOoooOOOooo


Ich will mit dir für immer leben,
wenigstens in dieser einen Nacht.
Lass uns jetzt beide keine Fragen stellen,
weil keine Antwort für uns passt.

Sie sah ihn an und er wusste, dass es falsch war, das sie hier bei ihm war. Sie sollte bei ihm sein. Doch etwas in ihm, ließ ihn vergessen, was er einmal für richtig oder falsch gehalten hatte. Sie waren hier, sie waren zusammen – und es fühlte sich auf eine unglaubliche Art und Weise richtig an. Plötzlich wurde ihm klar, dass es wohl schon immer so gewesen war. Sie beide – es war immer etwas gewesen, dass sie verbunden hatte. Er dachte immer, es sei Freundschaft gewesen, eine Freundschaft, die stärke war als alles andere. Und nun wurde ihm von einem Moment auf den anderen klar, dass er sich so viele Jahre lang etwas vorgemacht hatte – um sie zu schützen, um sich zu schützen.

Mit dir hab ich dieses Gefühl,
dass wir heut Nacht unsterblich sind.
Egal, was uns jetzt noch geschieht,
ich weiss, dass wir unsterblich sind.

Sie lächelte ihn an. Sie war so unglaublich schön, wenn sie lachte. Ihre Augen glänzten und kleine Grübchen kamen auf ihren Wangen zum Vorschein. Er betrachtete sie schweigend. Sie hatten beide nicht viel gesagt, an diesem Abend. Es benötigte auch nicht viele Worte, sie beide spürten, dass irgendetwas mit ihnen geschehen war. Auch wenn sie es nicht erklären oder benennen konnten – an Liebe wagte keiner der beiden in diesem Moment zu denken – es war etwas Größeres als alles, was je zwischen ihnen geschehen war.

Wir könnten auf 'ner vollen Fahrbahn stehn,
auf einem Dachfirst balancieren.
Unsere Augen wären zu und wir zählten bis zehn,
es würde uns trotzdem nichts passieren.


Nichts konnte ihnen etwas anhaben. Nicht in diesem Moment und nicht in dieser Nacht. Sie saßen sich einfach nur gegenüber, tranken Wein und genossen dieses Gefühl, dass sie so nicht kannten. Nichts würde geschehen, dass wusste er. Und sie wusste es vermutlich auch. Und es war gut so, denn alles, was sie tun würden, würde diesen wunderbaren Moment zerstören. Zum ersten Mal seit langer Zeit wusste er, dass alles gut war. Er konnte beruhigt sein. Endlich. Dieses Gefühl, das ihn nun schon so viele Jahre begleitet hatte, war verschwunden. Es fühlte sich nicht mehr so an, als würde etwas in ihm gleich zerspringen. Sie war da. In diesem Augenblick.

Wir haben uns gegenseitig leicht gemacht.
Sitzen auf 'ner Wolke und stürzen nie ab.
Hier geht's uns gut, denn wir sind auf der Flucht,
bis die Sonne uns am Morgen wieder zurückholt.


Morgen, wenn die Magie dieser Nacht verschwunden war, genauso wie der Wein den sie tranken, würde vielleicht alles anders sein. Vielleicht würde diese Nacht, in der sie einfach nur so beisammen saßen und sich verstanden, alles ändern. Vielleicht würden sie auch nie mehr darüber sprechen. Doch er war sich sicher, niemals in seinem Leben würde er diese paar Minuten vergessen, in denen sie ihn einfach nur anlächelte. Er würde diesen Augenblick hüten wie einen Schatz und hervor holen, wenn die Grausamkeit der Welt um ihn herum wieder drohte, ihn in den Wahnsinn zu treiben.

Ich hab nur mit dir dieses Gefühl,
dass wir heut Nacht unsterblich sind.
Ich weiss, es kann uns nichts geschehen,
weil wir unsterblich sind, unsterblich sind.


Vielleicht würde sie zurück zu ihm gehen. Vielleicht würden sie alles wieder hinkriegen. Er wusste, diese Möglichkeit bestand und vielleicht war es am besten so. Vielleicht würde sie hier bleiben, bei ihm und diese Gefühle, die so neu für beide waren, zu ergründen versuchen.
Doch er wollte nicht an Morgen denken, wollte nicht all den Möglichkeiten entgegen sehen und sich fragen, was passieren könnte und würde. Alles, was er sein wollte, war er jetzt und hier. Alles, was er ohne es zu wissen immer gewollt hatte, geschah genau jetzt, auf eine seltsame Art und Weise. Er blickte sie an. Wie seltsam, dass so wenig gleichzeitig so viel sein konnte. Er lächelte. Dieser Moment war unsterblich.


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