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Fanfiction

Aus der Sicht eines Katers - Ball der Bälle

von Puschl

Ich übergebe Victor meine Hermine und streiche ihm nochmals um die Beine. Pass mir ja gut auf sie auf und vor allem lass deine bulgarischen Finger von ihr, sonst bekommst du es mit mir zu tun. Bei Großmutters buschigem Schweif, das macht Stimmung. Meine Hermine mit einem reinblutfanatischen Durmstrang auf einem Ball. Und das Beste, er hat sie eingeladen. Die Gesichter der anderen Schüler sind spitze. Vor allem die der Slytherins, die sich immer an Victor rangemacht haben. Wobei ich sagen muss, Ron tut mir schon leid, wie er da so dasteht und ihr mit langem Gesicht nachschaut. Selbst Schuld, kann ich nur sagen, wärst du früher in die Gänge gekommen, dann hätte sie sicher ja gesagt. Ich weiß ja, dass sie dich mag.

Majestätisch geht sie die restlichen Treppenstufen auf Victor zu. Ihr Kleid umschmeichelt ihre Figur und die von Poppy verkleinerten Zähne funkeln im Kerzenlicht. So hatte Draco doch noch seinen Nutzen. Der schiefgegangene Zauber brachte Hermine wunderschöne gleichmäßige Zähne ein. Wo ein Schaden, da ein Nutzen. Sagte meine Großmutter immer. Oh bei Merlins gestreifter Unterwäsche, wenn ich ein Mensch wäre, würde ich sie mir schnappen. Aber ich bin ja ihr Kniesel und deswegen weiß ich, dass wir auf immer verbunden sein werden. Bis dass der Tod uns scheidet. Schon eine krasse Sache oder, aber mit meiner Hermine eine Leichtigkeit.
Sagte ich schon, dass sie hier das schönste Mädchen ist? Nein, sie ist es definitiv. Und das sag ich nicht nur, weil sie mir jeden Tag mein Fell bürstet und mich krault, mir mein Futter vorstellt . Es ist einfach so. An sie kann keiner ran. Die klügste Hexe, die es gibt.

Langsam streiche ich durch die Reihen mit den Tischen. Da haben die Lehrer ganze Arbeit geleistet. Vor allem Flitwick, der immer für die Dekorationen zuständig ist, hat sich wieder übertroffen. Hagrids große Weihnachtsbäume stehen im schönsten Glanz da und strahlen mit den Schneekristallen um die Wette. Die Decke der Halle zieren tausende kleine Sterne. Schön, so schön romantisch. Ich entdecke Minerva und streiche ihr um die Beine. Doch sie streichelt nur kurz meinem Kopf und redet wieder mit Madame Maxime. Auch gut, dann werd ich mal weiterschauen, was hier so los ist.

Neville hat sich zu einem spitzen Tänzer entwickelt, er fordert ein Mädchen nach dem anderen auf. Und das ganz ohne jemanden auf die Zehen zu treten. Die Zwillinge hecken scheinbar etwas aus, sie stehen bei der Bowleschüssel und tun so, als wäre nichts geschehen. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sie etwas in die Schüssel geschüttet haben. So wie die dreinsehen. In den schummrigen Ecken sitzen Pärchen, die kuscheln und sich küssen. Aber hallo, es ist noch nicht einmal Mitternacht vorbei und schon turteln hier alle. Harry und Ron scheinen sich nicht gerade zu amüsieren. Sie sitzen da und ignorieren ihre Begleitungen. Jungs, seid nicht so. Manchmal bekommt man nicht das, was man möchte. Entweder man steht ein bisschen früher auf oder man kommt halt zu spät. Hermine scheint sich richtig gut zu amüsieren. Auch wenn Victor eher einsilbig ist, aber sie lacht und deutet auf etwas. Hauptsache es geht ihr gut und er kommt ihr nicht zu nahe.

Warum ich Victor nicht mag? Gute Frage. Vielleicht weil er allergisch auf Katzenhaare ist? Ansonsten wär er ja ein netter Junge, redet nicht viel, macht was man ihm sagt, aber halt die Sache mit den Haaren. Soll ich mir jetzt wegen ihm eine Glatze scheren? Ich war schließlich zuerst da und der, den Hermine nimmt, der muss mich auch akzeptieren. Ganz einfach. Das Recht des Älteren.

Snape und Kakaroff haben sich gerade nach draußen verkrümelt. Mal schauen, was die so geheimnisvolles zu bereden haben. Vorsichtig schleiche ich ihnen nach und hole sie im Gang zu den Kerkern wieder ein. Sie reden über eine Rückkehr und dass das Mal wieder deutlicher wird. Über das dunkle Mal der Quidditch Meisterschaft. Der Bulgare ist deutlich beunruhigt, doch Snape ist wie immer, der Eisklotz persönlich. So wirklich interessant scheint das Gespräch nicht zu sein, vor allem, weil sie in Rätseln sprechen. Ich bin ja nur ein Kater, ähm Kniesel. Was soll ich schon verstehen.

Lange sind wir nicht allein geblieben, Harry hat noch ein paar Brocken aufgeschnappt. Aber was noch wichtiger ist, der neue Lehrer dieser Moody, stand schon viel länger in der einen Ecke. Harry, musst du immer da sein, wo du nicht sein sollst? Schlimm mit dir, das wird noch schrecklich enden. Vor allem, weil dich Snape sowieso schon am Kieker hat. Junge, Junge. Vielleicht bist du ja schlauer als ich geworden, aus den paar Brocken die wir erhascht haben. Ich bleib dir auf jeden Fall auf den Fersen. Meine Knieselneugierde ist geweckt.


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Dan ist wirklich gut. Mit ihm zu arbeiten war wunderbar. Armer Junge, er musste so geduldig sein. Ich musste schwafeln und darüber sprechen, dass ich der Meister des Universums bin, dass ich böse bin und dass ich ihn umbringen werde und er musste verschnürt dastehen, sich krümmen und vor Schmerzen stöhnen, während ich einen Monolog führte. Der Monolog des bösen Genies - kein Film ist komplett, wenn er fehlt. Ich liebe es, böse Figuren zu spielen!
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