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As a dog - Gone

von Ginny7

Ich war wieder aufgewacht. Seufzend stand ich auf und zog mich an. Ich konnte nicht schlafen. Ich fragte mich immer noch ob es richtig war. Falls Du-weißt-schon-wer raus bekommen sollte, dass Peter der Geheimniswahrer war ... Ich wollte gar nicht daran denken. Wie lange würde Peter ihm standhalten können? Aber anders gefragt, der, dessen Name nicht genannt werden darf erwartet, dass ich der Geheimniswahrer bin. Wie lange würde ich ihm standhalten können?
Auf einmal klapperte es hinter mir. Ich fuhr erschrocken herum. Ein Hirsch! Das war James Patronus. Was hatte James mir morgens um 5 Uhr so wichtiges mitzuteilen? Es war doch nicht etwa etwas passiert? `Peter hat uns verraten. Voldemort ist gekommen.´ Der Patronus verpuffte. Die Nachricht traf mich wie ein Schlag. Ich konnte mich nicht rühren. Mit jeder Faser meines Körpers wünschte ich mich bei James, Harry und Lily. Ich musste ihnen helfen, bevor es zu spät war. Doch ich konnte mich nicht rühren. Mir kam es vor wie Minuten bevor ich aufsprang und los rannte. Ich musste dorthin. Aber wie? Das Motorrad. Es gehörte nicht mir. Ich wusste nicht mal wie man es fuhr. Egal. Ich brauchte es jetzt.
Ich stürmte aus dem Haus und brach die Garage meines Nachbars auf. Ich schwang mich auf das Motorrad und schaltete es an. Es knatterte unglaublich laut. Das Motorrad fuhr los und hob ab. Mir war es egal wen ich aufwecke. Mir war es egal wie viele Muggel mich sahen. Ich wollte nur zu James.
Ich fingerte an den Knöpfen herum. Verdammt, er hatte doch gesagt, dass es unglaublich schnell fliegen konnte und ich tuckerte hier oben wie ein Muggel! Ich schlug auf die Knöpfe. Eine Sitzpolsterung kam aus dem Sitz und schleuderte mich fast herunter. Ich riss sie weg. Was für einen Mist hatte mein Nachbar da gezaubert? Nächster Knopf. Ein Kompass klappte aus dem Lenker. Verärgert drückte ich den nächsten Knopf, ich brauchte keinen Kompass, ich brauchte Geschwindigkeit. Endlich! Das Motorrad schoss nach vorne. Ich rutsche vom Sitz und hing nur noch mit den Händen am Lenker. Das war wirklich schnell! Ich zog mich wieder auf den Sitz. Godricks Hallow. Wo musste ich lang? Vielleicht war der Kompass ja doch zu etwas nütze. Nordwesten. Ich zog den Lenker ein wenig nach links. Selbst mit dieser Geschwindigkeit würde ich Stunden bis nach Godricks Hallow brauchen.
Ich wollte gar nicht daran denken was alles passieren konnte. Ich musste zu James und Lily. Wie lange würden die beiden ihm stand halten können. Wiesen, Städte und Wald zogen unter mir hinweg. Die Stunden vergingen. Die Sonne ging auf. Ich konnte an nichts denken außer an James. Was war ihm passiert?
Ich war ungefähr drei Stunden geflogen, als ich Godricks Hallow am Boden ausmachen konnte. James und Lilys Haus stand etwas abseits. Ich konnte es nicht sehen als ich hinter dem kleinen Wald landete und los rannte. Es waren nur noch wenige Meter. Ich zückte den Zauberstab und rannte zwischen den letzten Bäumen hindurch.
Abrupt blieb ich stehen. Ich stand vor einem Trümmerhaufen. Die Sicherheit, dass James, Lily und Harry umgebracht worden waren überkam mich wie ein Schlag. Ich hatte die ganze Zeit in meinem Inneren gewusst, dass ich zu spät sein würde, aber ich wollte es nicht glauben. Ich begann zu weinen. Mein Blick verschleierte sich. Ich ging auf die Ruine zu. Ich sah nicht wo ich hin trat. Ich stolperte und fiel auf den Boden. Dort blieb ich liegen. Ich brachte nicht die Kraft auf wieder aufzustehen. James. Mein bester Freund. Mein Bruder. Er konnte einfach nicht tot sein. Mein Inneres zog sich schmerzhaft zusammen. James. Ich brachte es nicht fertig den Blick noch einmal zu heben. Ich lag auf dem Gras und wurde vor Schmerz fast ohnmächtig. Ich wollte ohnmächtig werden, aber ich konnte nicht. Der Schmerz fraß sich grausam durch meine Eingeweide und hinterließ nichts als Leere. James. Ich hatte immer alles für ihn getan. Er hatte immer alles für mich getan. Jetzt war er fort. James. Alles in mir schrie nach ihm. Er hatte mich hier allein gelassen. Ich wollte sterben. Dann würde ich ihn wieder sehen.
Ich wusste nicht wie lange ich dort am Boden lag und mir wünschte es könnte endlich vorbei sein.
`Sirius´ Eine Hand schüttelte mich. `Sirius´ Mir war es egal. Die einzigste Person die ich sehen wollte war James und ich wusste, dass ich ihn nicht mehr sehen würde.
Trotzdem hob ich den Kopf. Hagrids Augen waren gerötet. `Sirius´ Er zog mich hoch. Ich konnte kaum stehen. Ich wollte ihn begrüßen. Ihm sagen wie weh mir der Tod von James, Lily und dem kleinen Harry tat. Ich wollte es loswerden. Ich wollte, dass alle wussten wie sehr ich Voldemort hasste. Aber ich brachte kein Wort aus meinem Mund. Ein dicker Kloß saß in meinem Hals. Ein Zittern überfiel mich und ich fing wieder an zu weinen. `Sirius, Harry lebt´ Hagrids Stimme zitterte. Ich wollte nicht hören was er sagte. Nichts konnte mich trösten. Nur langsam drangen seine Worte durch meine Trauer. `Harry lebt´ Sie ergaben keine Bedeutung für mich. Mein Gehirn dachte nur an James.
Dann begriff ich. Harry war nicht umgebracht worden? Voldemort war gekommen und hatte ihn nicht umgebracht? Ich schaute Hagrid fassungslos an. Er hielt ein kleinen Bündel in seinen Armen. Es schrie. Ich schaute Harry an. Er lebte wirklich. Ein Freudenschimmer trat durch meine Trauer hervor. Harry lebte. Ich nahm ihn aus Hagrids Armen und drückte ihn an mich. Es war wie als hätte man mir einen Teil von James zurückgegeben.
`Ich soll ihn zu Dumbledore bringen´ mit diesen Worten nahm Hagrid Harry wieder an sich. Aber ich wollte ihn nicht gehen lassen.
`Was soll Dumbledore mit Harry? Gib ihn mir, Hagrid. Ich kann für ihn sorgen´ flehte ich Hagrid an. Ich wollte auf keinen Fall Harry verlieren, wo ich ihn doch gerade erst wusste, dass er lebte.
`Nein, Dumbledore hat gesagt, dass ich Harry zu ihm bringen soll, also mache ich das auch.´
`Bitte Hagrid, Harry kennt mich, er wird es gut bei mir haben. Zu wem sollte er denn sonst? ´
`Harry hat noch Verwandte sagt Dumbledore, dort kann er leben.´ Ich wollte wieder widersprechen, aber Hagrid ließ es nicht zu. `Ich glaube dir, dass Harry es gut bei dir hätte, aber ich bringe ihn jetzt zu Dumbledore, weil er es so will. Lass uns gehen bevor die Muggel hierher kommen.´
Ich sah ein, dass ich Hagrid nicht überreden konnte und lies mich von den Trümmern von James Haus fortziehen. Harry lag in Hagrids Armen und blickte ängstlich umher. Ich konnte nichts für ihn tun. Außer vielleicht `Brauchst du vielleicht ein fliegendes Motorrad um Harry zu Dumbledore zu bringen?´ fragte ich Hagrid. Ich brauchte es nicht mehr. Ich wusste sowieso nicht wohin. `Danke Sirius, könnte ich wirklich gut gebrauchen.´ Ich brachte Hagrid zu dem Motorrad und sah zu wie er weg flog.
Ich ging zurück zu James und Lilys Haus. Dort tummelten sich jetzt Hexen, Zauberer und Muggel. Dort wollte ich nicht mehr hin. Ich war lieber allein. Aber ich wollte auch nicht heim. Dort war ich zu allein. Ich hatte Angst vor den Gedanken, die kommen würden wenn ich allein irgendwo saß und Zeit zum denken hatte. Ich schlug die Kapuze meines Umhangs hoch. Ich wollte jetzt nicht erkannt oder angesprochen werden.
Ich ging durch die Straßen von Godricks Hallow. Überall tauschten Hexen und Zauberer die Neuigkeit aus. Alle schienen schwer betroffen. Sie hatten James und Lily alle gekannt und gern gehabt. Die beiden musste man einfach gern haben. Als ich James Namen hörte zuckte ich innerlich wieder zusammen. Vielleicht würde mir ein Feuerwhisky gut tun.
Obwohl es erst Nachmittag war, waren die Kneipen schon voll. Ich ging an die Theke und bestellte mir einen Feuerwhisky. Das Getränk floss durch meinen Hals und erwärmte mich, aber die Wärme drang nicht durch. Meine Trauer schirmte alles ab. Ein alter, nach Alkohol riechender Zauberer setzte sich neben mich. `Stimmt es, dass die Macht von Du-weist-schon-wem mit einem Schlag weg war, als er versucht hat Harry zu töten?´ Ich blickte ihn überrascht an. Voldemort konnte Harry nicht töten und hat jetzt keine Macht mehr? Ichwar zu traurig um mich darüber zu freuen. Was brachte es, dass Voldemort weg war wenn ich ich nicht mit James zusammen freuen konnte? Ich blickte den Alten an und zuckte mit den Schultern. Er schien verärgert über meine Interessenlosigkeit und drehte sich um, um den Nächsten zu befragen.
`Weist du, warum Du-weißt-schon-wer hierher gekommen ist?´
`Einer seiner Freunde hat ihn verraten.´ Hier schienen ja alle bestens Bescheid zu wissen. Peter. Als ich an ihn dachte braute sich die Wut in mir zusammen. Wenn ich den in die Finger bekam würde ich ihn leiden lassen für das was er James angetan hatte. Aber was der neugierige Zauberer nun sagte lies mich zusammenzucken.
`Ja, dieser Sirius Black war es. Er war der Geheimniswahrer. Ich hab mich schon immer gefragt warum sie ihm vertrauen. Immerhin ist er ein Black.´
Ich sprang auf. Alle dachten ich wäre der Geheimniswahrer. Auch Dumbledore dachte ich wäre Schuld an James und Lilys Tod. Deswegen hat er Harry in Sicherheit bringen wollen. Ich musste sofort mit ihm reden. Wo war er? Ich stürmte aus der Kneipe auf die Straße. Es tummelten sich immer noch viele Menschen auf der Straße. Alle hielten mich, Sirius Black, den besten Freund von James, für den Mörder von James. Aber es war Peter. Der, der zu Voldemort gehörte, weil Voldemort stark war, der seine Freunde für ein wenig Macht verriet. Der war ich nicht. Ich hätte so etwas nicht getan. Ich war kein Black. Ich hieß nur so. Ich musste Dumbledore und Peter finden. Dumbledore um zu erklären und Peter um zu, ja was eigentlich, wollte ich ihn töten? Ich wollte dass er litt und vielleicht, vielleicht wollte ich ihn töten.
Wo würde ich Dumbledore finden? Ein schlecht gelaunt drein blickender Zauberer ging murmelnd an mir vorbei.`Alle dürfen feiern, dass Du-weißt-schon-wer tot ist und ich muss natürlich ins Ministerium´Das Ministerium schoss es mir durch den Kopf . Dumbledore war sicher im Ministerium um einiges abzuklären, wie zum Beispiel, dass ich der Schuldige war. Ich musste schnellstmöglich dorthin. Bevor alle Welt Jagd auf mich machte. Wie nur? Ich hatte Hagrid das Motorrad gegeben.
Der Zauberer hob die rechte Hand. Es knallte. Der fahrende Ritter erschien. Damit konnte ich zum Ministerium fahren, aber ohne erkannt zu werden? Ich schaute mich um. Ich trat schnell um die Ecke der Kneipe und konzentrierte mich. Schon sah ich alles von unten. Als zotteliger Hund sprang ich hinter der Mauer hervor und rannte auf den fahrenden Ritter zu. Ich sprang. Die Türen schlossen sich. Ich war gerade noch rechtzeitig.
`He, ist das ihrer? Hier sind Hunde nicht erlaubt.´ Der Ministeriumszauberer drehte sich um. `Nein´ sagte er immer noch schlecht gelaunt und setzte sich, denn der fahrende Ritter hatte wieder Fahrt aufgenommen. Der Fahrer zuckte mit den Schultern. `Egal. An einem Tag wie diesem können alle hier mitfahren, denn Du-weißt-schon-wer wurde besiegt, von Harry Potter, dem Jungen der überlebt hat´ Mit diesen Worten drehte er sich wieder um. Ich musste aufpassen, dass ich die Beherrschung nicht verlor und mich zurückverwandelte. Die Erinnerung an Harry machte mich zappelig. Ich musste so schnell wie möglich Dumbledore finden. Ich wünschte der fahrende Ritter würde endlich ankommen, bevor ich die Konzentration verlor und mich zurückverwandelte.
Wir hielten. Ich konnte nicht aus dem Fenster schauen. Wo waren wir? Einige Hexen stiegen fröhlich schnatternd aus. Wie konnten sie sich nur so freuen, über den Tag? Lily und James waren tot!
Wir fuhren weiter. Wir hielten. Wir fuhren weiter, und hielten. Wie meine Gedanken sie sprangen von James zu Peter von Trauer zu Hass. Endlich waren wir da. Ich hatte es geschafft die ganze Zeit ein Hund zu bleiben. Ich sprang aus dem fahrenden Ritter. Dort war der Ministeriumseingang, aber nicht für mich. Ich musste zum Besuchereingang. Ich lief um eine Häuserecke. Zeit mich zurück zu verwandeln, aber hier war auch alles voller Leute. Muggel und Zauberer. Ich lief in eine kleine Gasse zwischen zwei Häusern, kaum breit genug für einen Menschen. Eine Sackgasse, gut hier würde niemand mich sehen.
Ich drehte mich um, um den Eingang im Auge zu behalten und verwandelte mich, weil ich die Konzentration verlor. Dort saß eine Ratte, eine ganz bestimmte Ratte. Auch sie verlor die Beherrschung und verwandelte sich.
PETER Ich brüllte das Wort voller Hass aus mir heraus und rannte auf ihn zu. Mein Zauberstab hatte ich längst vergessen. Alles was ich wollte, war ihn zu schlagen, ihn spüren zu lassen welche Schmerzen er mir zugefügt hatte. Er hob den Zauberstab rief etwas und rannte los. Ich lief wie gegen eine unsichtbare Wand, aber ich durchbrach sie. Peter war kein starker Zauberer. Ich schaute mich um. Dort versuchte er in der Menschenmenge unterzutauchen. Ich zielte mit dem Zauberstab. `Crucio´ Er wurde von den Füßen gerissen und schrie unter Schmerzen auf. Dann riss der Zauber ab. Ich erschrak über mich selbst. Ich hatte in mit einem unverzeihlichen Fluch attackiert. Es war so leicht. Ich erhob den Zauberstab wieder. Er hatte das verdient. Dann stutze ich. Peter hatte die kurze Zeit in der ich mit meinen Gedanken beschäftigt war genutzt, um sich einen Finger abzutrennen??? Voller Verwunderung starrte ich wie gebannte auf ihn. Dann hob er den Zauberstab. Ich besann mich wieder wo ich war. `Cru-´ ich konnte nicht fertig sprechen. Ein lauter Knall ertönte. Ich wurde von den Füßen gerissen. Dort wo Peter gestanden hatte, war nun ein großes Loch. Eine Ratte verschwand in einem Loch. Peter flüchtete. Er war schon immer ein Feigling gewesen.
Ich grinste. Wenn er es so wollte. Ich würde ihn wieder finden. Er konnte mir nicht entkommen. Ich war besser als er.


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