
von Ginny7
Hier kommt das 2. Chap
@Annemarie: Danke für den netten Kommi *rotwerd* Du hast das 1. chap gut gebetat
Ich stand auf und versuchte mich zu orientieren. Eine Frau schrie auf, als sie mich sah, schnappte ihr Kind und rannte weg. Das versetzte mir einen Stich. Ich wollte niemandem etwas zu Leide tun. Ich musste Dumbledore endlich erzählen wer der Verräter war.
Auf einmal schnürte es mir den Brustkorb zu. Feste Seile hatten sich um meinen Körper gespannt. Ich versuchte mich um zudrehen um zu schauen wer mich angegriffen hatte. War Peter etwa nicht weggelaufen? Hatte er doch mehr Mut als ich ihm zutraute? Ich fiel und schlug mit dem Rücken hart auf dem Boden auf. Über mir sah ich das Gesicht des Ministeriumsbeamten mit dem ich im fahrenden Ritter hergekommen war.
Andere liefen umher und verpassten den Muggeln Vergessenszauber. `Sirius Black´ zischte der Zauberer zwischen seinen Zähnen hervor und nahm mir meinen Zauberstab weg. `Wissen Sie überhaupt was Sie gerade getan haben?´ Er schien vor Wut zu beben. `Erst James und Lily an ihn, dessen Name nicht genannt werden darf verraten und nun Peter umbringen. Sie sind völlig verrückt.´ Ich öffnete den Mund um zu widersprechen `Nein, ich war es nicht. Peter ist der´ Weiter kam ich nicht. Er hatte mir einen Schweigezauber verpasst. `Versuch gar nicht erst dich raus zureden. Du bist quasi schon in Askaban.´ Panik stieg in mir auf. Das war es weswegen ich hergekommen war. Um zu klären, dass ich NICHT der Verbrecher war. Und jetzt beschuldigten sie mich auch noch den Mord an Peter -der noch lebte- begangen zu haben. Ich wollte etwas rufen, aber kein Wort kam über meine Lippen. Ich zappelte aber es half alles nichts. Sie hatten mich gefangen.
Ich versuchte mich zu beruhigen. Sie bringen dich jetzt ins Ministerium dort kannst du alles erklären. Und wenn sie mir nicht glauben würden? Erneut zog mein Magen sich schmerzhaft zusammen. Dumbledore würde mir glauben. Ich war unschuldig. Sie konnten mich für nichts einsperren.
Sie hatten mich im Ministerium in eine kalte und dunkle Kammer gebracht. Ich saß gefesselt auf dem Boden und lehnte den Kopf an die kalte Wand. Wann? fragte ich mich, wann würden sie mich endlich in den Gerichtssaal bringen und ich konnte diesem Elend entkommen? Inzwischen bereute ich es, dass ich Peter entkommen lassen hatte. Alle glaubten er wäre tot. Würden sie mir glauben, dass er ein Animagus war? Ich musste wohl auch zugeben, dass ich einer war. Dumbledore würde enttäuscht sein. Er hatte Moony an der Schule aufgenommen und wir hatten nichts besseres zu tun, als Animagi zu werden und mit einem Werwolf in der heulenden Hütte zu übernachten. Ich bekam leichte Gewissensbisse.
Plötzlich wurde mir eiskalt. Ich sah die Bilder von James zerstörtem Haus vor mir. Der kalte Atem brannte mir in der Lunge. Ich sah wie Dumbledore mich im Gerichtssaal anstarrte und für Askaban verurteilte. Ein Dementor betrat den Raum. Die Kälte erdrückte mich beinahe. Ich sah wie ich in Askaban saß. Dann war die Kälte verschwunden. Ich befand mich auf dem Boden. Die gesehenen Dinge schwirrten mir im Kopf.
Ein Patronus in Gestalt eines Vogels umkreiste mich und einen Zauberer.
`Aufstehen, Black.´ fuhr er mich an und legte mir die Fesseln neu an, sodass ich gehen konnte. Ich reagierte kaum. Der Dementor hatte mich schreckliche Dinge sehen lassen. Ich versuchte meine Gedanken wieder zu ordnen. Ich bekam die Bilder nicht aus meinem Kopf. Der Dementor hatte mich sogar etwas sehen lassen, was noch nicht passiert war. Eigentlich machten Dementoren mir nicht so viel aus. Ich gab mir einen Ruck. Ich kam nicht nach Askaban. Der Dementor hatte nichts mit der Realität zu tun.
Der Zauberer warf mir einen prüfenden Blick zu und rief seinen Patronus vor sich, damit der Dementor wieder in meine Nähe kommen konnte. Sofort überfiel mich die Kälte wieder. Mein Blick verschleierte sich. Das Bild von James und Lilys Haus vermischte sich mit dem des Zauberers vor mir. Ich konzentrierte mich. Ich durfte nicht zulassen, dass der Dementor mich wieder zusammensacken lies. Ich ließ meinen Blick starr auf den Patronus gerichtet und ignorierte den Dementor. Langsam wurden die Umrisse des Zauberers vor mir wieder schärfer, aber die Trauer drückte wie eine schwere, schwarze Decke auf mich.
Wir gingen einen Gang durch die Mysteriumsabteilung entlang. An der rechten Seite waren schwere Holztüren mit den Nummern der Gerichtssäle. Raum 10. Ich fragte mich in welchen ich wohl musste. Raum 9. Ich hoffte, dass wir bald da waren. Raum 8. Ich war ganz zappelig, gleich müsste ich vor all den Leuten meine Unschuld erklären. Raum 7. Der Zauberer vor mir schaute sich immer wieder um und hielt seinen Zauberstab fest umklammert, als könnte ich ihn jeden Moment angreifen. Raum 6. Dabei hatte ich nicht einmal einen Zauberstab. Raum 5. Ohne Zauberstab und mit einem Dementor im Nacken kam ich mir völlig hilflos vor. Raum 4. Ich hatte mir nicht überlegt was ich sagen sollte. Raum 3. Das hätte ich besser mal tun sollen, ich war nicht gut im reden. Raum 2. Ich versuchte all meinen Mut zusammen zunehmen. Raum 1. Der letzte Raum. Ich holte tief Luft und blieb stehen.
Der Zauberer sah mich verärgert an und zog mich weiter. `Was bleibst du stehen´ knurrte er mich an. `Wird mein Fall nicht hier unten verhandelt?´ fragte ich so höflich wie ich konnte. Er schnaubte als wäre meine Frage unglaublich lächerlich. `Du bist ein Mörder und Verräter, Black.´ Diese Antwort verwirrte mich noch mehr. Alles worauf voraussichtlich Askaban als Strafe kam, wurde in den Sälen hier unten verhandelt. Er war inzwischen weiter gegangen und der Dementor kam von hinten wieder näher. Ich beschleunigte meine Schritte und holte zu ihm auf. Er fuhr erschrocken herum. `Normalerweise werden solche Fälle doch hier verhandelt, nicht?´ Er schaute mich wie etwas unglaublich verabscheuenswertes an `Das haben wir auch.´ Diese Aussage verwirrte mich vollkommen. Hatten sie die Gerichtsverhandlung unterbrochen? Wussten sie schon, dass ich unschuldig war? Warum behandelte er mich dann so?
Wir gingen um die Kurve. Ich schnappte nach Luft. Hier standen die wichtigsten Leute aus dem Ministerium. `Noch ein Todesser in Askaban´ Ein Mann, den ich als Barty Crouch erkannte, betrachtete mich herablassend und schien über mein Entsetzen zufrieden zu sein. Ich hatte begriffen. Sie waren fertig. Sie hatten ein Urteil beschlossen ohne mich zu befragen. Ich verlor meine Beherrschung. `Ihr müsste mir zuhören. Ich bin unschuldig. Ich war nicht der Geheimniswahrer. Peter hat sich selbst in die Luft gesprengt und lebt noch. Peter ist der, der dem dunklen Lord dient. Ihr müsst mir glauben. Ich hab Peter nicht einen Finger gekrümmt´ Das alles sprudelte in unglaublichem Tempo heraus, bis Crouch mich unterbrach. `Ruhe, Black. Du kommst nach Askaban. Lebenslänglich.´ Ich schaute ihn entsetzt an. Diese Genugtuung in seinem Blick machte mich wahnsinnig, `Dumbledore´schrie ich `Ich will mit Dumbledore sprechen.´
`Du hast nichts mehr zu sagen.´ Ich fuhr herum. Ich glaubte nicht, dass diese kalte Stimme von Dumbledore gekommen war. Dort stand er. Das fröhliche Zwinkern aus seinen Augen war erloschen. Pure Enttäuschung war darin zu lesen. Das machte mich fertig. Diese kalten Augen hatten nichts mit dem Dumbledore zu tun, den ich kannte, den ich sprechen wollte. Ich war vor Entsetzen wie gelähmt. Der gutmütige Dumbledore starrte mich voller Hass an. Ich öffnete den Mund, aber kein Wort drang heraus. Ich schluckte. `Ich hätte das nicht von dir gedacht, Sirius Black.´ Er sprach meinen Namen wie etwas unglaublich abscheuliches aus. Ich zuckte zurück. So hatte ich Dumbledore noch nie erlebt. `Ich bin unschuldig´ meine Stimme war kaum mehr als ein Krächzen.
Ich wollte noch mehr sagen, aber ein Zauberer kam die Treppe herrunter gerannt und übergab Crouch einen alten Türgriff. `Hier ist der Portsschlüssel´ Er schaute auf die Uhr. `Geht jeden Moment los.´ Crouch kam auf mich zu und verband meine und seine Hand mit dem Türgriff. Panik stieg in mir auf. Sie hielten mich tatsächlich für einen Mörder. Es war ein Alptraum aus dem man nicht aufwachen konnte `Nein´ ich zappelte und schrie `Ihr könnt mich nicht nach Askaban stecken. Ich bin unschuldig. Dumbledore. Hör mir zu!´ Ich schaute ihn wieder an. Er blickte kalt zurück. Ich merkte wie der Türgriff heiß wurde. `Peter ist der Geheimniswahrer.´ Das letzte was ich sah war Dumbledores versteinertes Gesicht, dann wurde ich mit unwiderstehlicher Gewalt von den Füßen gerissen.
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