
von Ginny7
Das 3. Kapitel ist fertig!!!
@Annemarie: Danke, du bist die Beste!!!
@blackcherry: sorry, dass ich dir vorm 2.Kapitel kein Rekommi geschrieben hab, ich hab den Kommi nicht gesehen! trotzdem danke!!!
viel Spaß beim lesen *Kekse hinstell*
Meine Füße schlugen hart auf den Boden. Ich wankte. Crouch hielt mich fest. Ich hielt die Augen fest geschlossen. Ich wollte nicht sehen, dass ich da war, wo ich nie sein wollte. Die Luft schmeckte salzig. Ein rauer Wind fuhr durch mein Haar. Ich gab mir einen Ruck und schlug die Augen auf. Wir waren am Rand einer Insel aus Felsen. Die Wellen klatschten laut gegen die Felsen und die Gischt spritzte mir ins Gesicht. Die Insel von Askaban. Ich blickte sehnsüchtig aufs offene Meer hinaus. Wie lange würde ich es nicht mehr sehen? Ich drehte mich um.
Askaban thronte auf einem Hügel in der Mitte der Insel. Die Silhouette erinnerte mich abstruserweise an Hogwarts, obwohl es gegensätzlicher nicht hätte sein können. In Hogwarts hatte ich mich zum ersten mal in meinem Leben zu Hause gefühlt. Askaban strahlte pure Kälte und Elend aus. Dementoren schwebten herum und nun auf uns zu. Ich warf einen abschätzenden Blick auf das Wasser. Wie weit es wohl bis zum Festland war? Crouch bemerkte meinen Blick und lachte. `Wer das versucht hat, war schneller tot als er hätte bereuen können, dass er geflohen ist.´
Die eisige Kälte der Dementoren kam immer näher. Ich fror. Crouch schien es ähnlich zu gehen. Sein selbstgefälliges Grinsen war verschwunden. `Beeil dich, ich hab nicht ewig Zeit.´ Wir gingen Richtung Schloss. Mit jedem Schritt wurde es kühler. Crouch hatte einen Patronus herauf beschworen, aber er konnte die drückende Kälte, der unendlich vielen Dementoren nicht abhalten.
Die Angst konnte man fast auf der Zunge schmecken. Jeder Luftzug hinterließ eine Gänsehaut auf meinem Arm. Askaban war unendlich mal schlimmer als ich mir es mir vorgestellt hatte. Ich war noch keine Minute hier und hatte schon keine Hoffnung mehr.
Wir standen vor zwei riesigen, eisernen Toren. Crouch drückte sie auf. Zwei alte, griesgrämige Zauberer mit einem Fuchs und einem Bär als Patroni kamen uns entgegen. Sie blickten mich prüfend an. `Guten Tag, Mr. Crouch. Was hat er denn angestellt?´
`Das ist Sirius Black. Er hat die Potters an Du-weist-schon-wen verraten und danach 12 Muggel und einen Zauberer auf einen Schlag getötet.´ gab Crouch Auskunft. Ich machte mir nicht die Mühe zu widersprechen.
`Dann haben wir dir ja zu verdanken, dass Harry Potter Du-weist-schon-wen erledigt hat. Du bekommst die beste Zelle in Askaban.´ Er lachte laut über seinen unglaublich witzigen Witz und patschte mir auf die Schulter. `Komm mit.´ Crouch verabschiedete sich und einer der alten Zauberer führte mich durch einen Gang und eine Treppe hinauf.
In einer Zelle saß ein Zauberer in der Ecke und murmelte vor sich hin. Andere saßen mit leerem Blick an der einen Wand und starrten an die andere Wand, dass man meinen könnte sie wären tot. Eine Hexe weinte und betrachtete ein Bild, dass so vergilbt war, dass man nur erahnen konnte, dass dort eine Person abgebildet war. Eine andere stand an den Gitterstäben der Tür und versuchte die Patroni festzuhalten. Alle sahen aus, als läge ihr letztes Bad mehrere Jahre zurück. Sie waren außerdem sehr abgemagert. Ihre Gesichtsausdrücke zeigten kaum eine Regung. Das war unheimlich. Ich hätte erwartet, dass ihre Gesichter traurig wären. Aber diese Gleichgültigkeit. So wollte ich nicht enden.
Der Zauberer öffnete eine Zellentür und schob mich hinein. `Der Bewohner dieser Zelle hat sie nicht so sauber gehalten. Tergeo.´ Er schwang seinen Zauberstab und einiges an Dreck verschwand. Trotzdem sah es immer noch ziemlich dreckig aus. `So, sauberer wird esnicht.´ Ich sah mich in der Zelle um. In der Ecke stand eine Toilette. Das würde den Geruch erklären. Auf der anderen Seite des Zimmers war ein Brett an der Wand auf dem eine Decke lag, die, wie ich beruhigt feststellte, trocken und in verhältnismäßig gutem Zustand war.
`Ich bin Mr. Leech und der andere, der eben da war, ist Mr. Badock. Wir sind die Wärter von Askaban. Wir bringen all den Gefangenen 2 mal am Tag Essen und passen auf, dass niemand wegläuft, was eigentlich unnötig ist, weil das auch ohne uns keiner hinkriegen würde. Falls du ein Problem hast kannst du rufen, aber es wird keiner kommen. Solange du uns nicht auf die Nerven gehst, unterhalten wir uns vielleicht mal mit dir.´
Ich starrte ihn an. Na das waren ja aufmunternde Worte. Er grinste mich an und verschloss die Zelle mit seinem Zauberstab. Dann ging er. Eine Welle von Angst überflutete mich. Ohne den Patronus war ich wieder voll und ganz den Dementoren ausgesetzt. Ich setzte mich aufs Bett. Ich versuchte mich auf etwas Glückliches zu konzentrieren, um die Angst aus mir fernzuhalten. Ich dachte an die Schulzeit mit Moony, Wurmschwanz und Krone. Bevor ich ein Lächeln zu Stande bringen konnte sah ich das zerstörte Haus meine besten Freundes vor mir. Ich probierte es mit den Gedanken daran, dass ich es geschafft hatte nicht so zu sein, wie der Rest meiner Familie, aber er wurde sofort von dem Gedanken weggewischt, wie mein Vater mich mit dem Cruciatus-Fluch quälte. Ich schlang wie aus Reflex die Arme um meinen Körper. Womit hatte ich das verdient?
Ich war unschuldig und saß jetzt in Askaban. Ich hatte das echt nicht verdient. Peter hatte mir das eingebrockt. Er musste sich ja unbedingt Lord Voldemort anschließen. Irgendwann würde man diese Ratte finden. Er konnte sich nicht ewig verstecken. Lord Voldemort konnte ihn nicht mehr verstecken. Man würde ihn finden und mich fragen was passiert war und dann würde ich wieder frei sein. Und ich würde es Peter heimzahlen. Er würde dann hier in Askaban oder in St. Mungo landen wenn ich mit ihm fertig war.
Meine Finger waren in die Decke gekrallt, auf der ich saß. Ich hatte nicht bemerkt in was für eine Wut ich mich rein gesteigert hatte. Ich grinste triumphierend. Wut konnten die Dementoren nicht aus mir heraus saugen. Mit dem Gedanken an meine Unschuld konnte ich die Angst, die von ihnen ausging besiegen.
`Na schön, dass du noch was zu grinsen hast, Kleiner.´ Ich schaute auf. Ein Zauberer mit roten, verfiltzten Haaren lugte durch seine Gitterstäbe in meine Zelle.
`Los, erzähl mal was so los ist draußen in der Welt. Die Wärter sind gestern hier rum gerannt und haben erzählt, dass du-weist-schon-wer besiegt ist.´
Ich schaute auf. Ich hatte keine Lust darüber zu sprechen. Aber dieser Zauberer schien einer der wenigen zu sein, der noch normal ansprechbar war. Vielleicht schadete es ja nicht sich ein wenig mit ihm zu unterhalten.
`Ich bin übrigens Len Thackeray.´
`Ich heiße Sirius Black. Die Story mit Lord Voldemort.´ Ich holte Luft. `Also, kennst du die James und Lily Potter? Sie wohnten in Godricks Hallow.´ Er dachte kurz nach.
`Hab die Namen schon mal gehört, glaub ich.´
`Also, Lord Voldemort hatte in der nacht als er verschwand die Beiden angegriffen und sie getötet.´ Ein Schauer lief über meinen Rücken und ich bekam Tränen in die Augen. Trotzdem zwang ich mich weiter zusprechen.
`Die beiden hatten einen Sohn. Harry Potter. Voldemort hat versucht auch ihn zu töten aber er konnte nicht. Harry hatte den Avada Kedavra Fluch nur mit einer Narbe überstanden und Lord Voldemort, also eigentlich weiß keiner so recht ob er tot ist oder ob er sich irgendwo versteckt und seine Zauberkraft verloren hat. Aber auf jeden Fall ist seine Macht zusammen gebrochen als er Harry nicht töten konnte.´
`So ähnliche Storys haben hier die Runde gemacht. Und stimmt es, dass sein bester Freund Sirius Black ihn verraten hat?´
`Nein Len.´
Er zuckte mit den Schultern und gähnte. `Ich hab schon ein paar Tage nicht mehr geschlafen. Gute Nacht.´ Er drehte sich um und ging tiefer in seine Zelle, wo ich ihn nicht mehr sehen konnte. Plötzlich hörte ich wie er nach Luft schnappte und sich auf dem Absatz umdrehte. Er kam wieder ans Gitter gestürmt und blickte mich an.
`Wie hattest du gesagt heißt du? Sirius Black?´
`Ja´ antwortete ich und blickte ihn an. Er würde mich jetzt wohl beschuldigen ein Verräter zu sein.
` Du sitzt hier also, weil du die Potters verraten hast? Du bist einer von den Leuten, die mit dem dunklen Lord zusammenarbeiten. Is also doch wahr, was alle erzählen!´
`Nein, ich hab weniger mit ihm zu tun, als du.´ Ich war wütend. Auf ihn und auf mich. Wieso konnte mir niemand glauben? Ich hätte das erwarten sollen.
Jetzt blickte er mich überrascht an. `Ich was mit dem dunklen Lord zu tun? Wie kommst du darauf? Willst wohl von dir ablenken du Todesser!´
Für mich war klar, dass er was mit Voldemort zu tun hatte. Er saß sicherlich für einen Mord im Namen Voldemorts hier. Er brauchte mich nicht als Todesser zu beschimpfen.
`Ich bin kein Todesser, klar? Du nennst ihn den dunklen Lord, nicht ich! Wetten du sitzt hier, weil du in seinem Namen gemordet hast.´
Er schaute mich entsetzt an. `Ich bin unschuldig.´
Natürlich. Er glaubte sicher, dass es gut war, was er getan hat. `Ich auch.´ schleuderte ich ihm entgegen.
`Ich bin Händler, falls du es wissen willst. Ich hab nur en paar verbotene Sachen verkauft und bin sofort hier gelandet. Ich hab halt Pech gehabt.´
Das überraschte mich. Händler? Er hat ein paar schwarzmagische Sachen verkauft und ist hier gelandet? Naja, das war gar nicht so schlimm. Das kannte ich von Mundungus.
`Also, hör mir mal zu. Ich bin Sirius Black und wirklich unschuldig.´
Er schnaubte ungläubig und öffnete den Mund um etwas zu sagen, aber ich schnitt ihm das Wort ab.
`Nein hör zu. Alle halten mich für den Geheimniswahrer von James und Lily. Aber ich war es nicht. Peter ist der Geheimniswahrer. Das weiß niemand außer mir. Und ich hab weder Peter noch die 12 Muggel umgebracht. Peter hat sich selbst in die Luft gesprengt und ist weggelaufen. Er lebt noch.´ Ich dachte kurz nach. Sollte ich sagen, dass er ein Animagus ist? Sollte ich zugeben, dass ich einer bin? Schaden konnte es mir eh nicht mehr. Ich beschloss nur Peter zu erwähnen.
`Peter ist ein Animagus. Er hat sich einfach in eine Ratte verwandelt.´
Ich hielt die Luft an. Würde er mir glauben? Er hatte die ganze Zeit keine Regung gezeigt.
`So ist das also.´
Ich atmete wieder aus. Das klang eher danach, dass er mir glauben würde.
Plötzlich fing er an zu grinsen. Er grinste immer breiter und lachte schließlich laut los. Ich war verunsichert. Hielt er alles für einen Witz?
`So ne wirre Geschichte hat noch keiner erzählt, Kleiner. Darf ich mal dein dunkles Mal sehen?
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