
von tini-wini84
Ich heiße Sinead Tina Kyne, 24 Jahre alt, Lehrerin. Ich wurde am 26. März 1972 in Galway, Irland geboren. Mein Vater Frank ist Botschafter des Zaubereiministeriums, er arbeitet in der Abteilung für Internationale Magische Zusammenarbeit. Meine Mutter Mary hat Verwandlung und Zauberkunst studiert, sie ist eine äußerst begabte Hexe. Ich habe eine sieben Jahre jüngere Schwester, sie heißt Lara Rousin. Da mein Dad als Botschafter arbeitet, ist unsere Familie dauernd in anderen Ländern unterwegs. Es war nicht möglich irgendwo für längere Zeit eine Schule zu besuchen, da wir ständig umziehen mussten. Meine Schwester Lara und ich wurden deshalb von unserer Mum unterrichtet. Das war zwar ok und es ging ja auch nicht anders, trotzdem habe ich andere immer darum beneidet eine richtige Schule zu besuchen. Ich stelle es mir einfach schön vor, abends mit Freuden im Gemeinschaftsraum zu sitzen, zusammen Aufgaben zu machen, die Schule und ihre Umgebung zu erkunden und vor allem Quidditch zu spielen. Das war jedenfalls das, wovon mir meine Eltern immer aus ihrer eigenen Schulzeit in Hogwarts vorgeschwärmt hatten. Auch die alten Fotos von meinem Dad als Kapitän der Griffindor-Quidditch-Mannschaft sehe ich mir immer wieder gerne an. Molly Weasley, eine alte Schulfreundin meiner Mum, schickt uns immer wieder mal Fotos von ihrer Familie und erzählt, wie ihre Kinder sich in der Schule machen. Ihr Sohn Ron ist mit dem berühmten Harry Potter befreundet und ich brannte schon darauf, ihn endlich kennen zu lernen.
Ich hatte vor etwa einem Jahr ein Praktikum in Hogwarts gemacht, wobei ich die Schule schon etwas kennen gelernt hatte. Vor allem von Albus Dumbledore bin ich sehr beeindruckt, wie er sich für die Schule und die Schüler aufopfert. Außerdem hat er einiges auf dem Kasten was mein Lieblingsfach Magische Symbole angeht. Auch Minerva McGonagall fand ich sehr nett, ich durfte ihr in Verwandlung bei meinem Praktikum sogar assistieren. Seitdem ist es mein größter Traum einmal in Hogwarts zu unterrichten.
Zur Zeit ist meine Familie gerade in Südamerika unterwegs, mein Dad überprüft dort die Einhaltung des Internationalen Geheimhaltungsabkommens.
Nachdem ich im Juli mein Studium an der Pädagogische Universität für Hexerei und Zauberei in Clostershire abgeschlossen und mein Staatsexamen in den Fächern Magische Symbole und ihre Bedeutung und Geschichte der Zauberei endlich in der Tasche hatte, brauchte ich dringend einen Job. Aufgrund der vielen positiven Erfahrungen, die ich in Hogwarts bereits gemacht hatte, entschloss ich mich dazu, mich dort für eine Stelle als Lehrerin zu bewerben. Prompt drei Tage nachdem ich die Bewerbung per Eule losgeschickt hatte, kam eine Einladung von Professor Dumbledore zu einem Gespräch.
Am 25. August war es endlich soweit, Professor Dumbledore würde mich um 14 Uhr in seinem Büro erwarten. Meine Eltern haben eine kleine Wohnung in Oughterard, in der Nähe von Galway. Hier lebte ich allein, seitdem ich die Uni abgeschlossen hatte. Meine Großeltern wohnen jedoch einen Ort weiter, so dass ich doch ab und zu Gesellschaft habe.
Da der Weg von Irland nach England nur eine Stunde mit dem Besen dauert, hatte ich noch Zeit für ein ausführliches Frühstück. Allerdings war ich so aufgeregt, dass ich kaum etwas essen konnte. Dann fing ich sogar noch an mit mir selbst zu reden. 'Jetzt ist es 12 Uhr, höchste Zeit die Sachen zu packen und noch mal den Besen zu kontrollieren, in einer halben Stunde muss ich los. Bei starkem Wind verlängert sich die Flugzeit, also besser früher losfliegen anstatt zu spät zu kommen. Wäre ja auch total peinlich...'
Der Flug war ganz angenehm, keinerlei Verzögerungen. Ich landete gegen 13:15 Uhr in Hogsmead und machte mich zu Fuß auf den Weg zur Schule, da es ein schöner Sommertag war und zur Abwechslung in England mal nicht regnete.
„Da sind Sie ja, Sinead, wie schön!“, begrüßte mich Albus Dumbledore strahlend an der Treppe vor der Großen Halle, „hatten Sie einen guten Flug?“. - „Danke, ja.“, ich schüttelte ihm die Hand. „Ich freue mich sehr, hier zu sein.“ - „Lassen Sie uns in mein Büro gehen.“ Ich folgte ihm die Stufen hinauf durch sämtliche Gänge, bis wir endlich den Wasserspeier erreichten, der den Eingang zum Büro des Schulleiters bewachte.
Als wir die sich bewegende Wendeltreppe zu seinem Büro hochliefen, nahm ich bereits den Duft von Tee und frisch gebackenem Kürbiskuchen wahr. „Nehmen Sie doch bitte Platz“, sagte Professor Dumbledore freundlich und füllte mit einem lässigen Schlenker seines Zauberstabs meine Tasse. „Es freut mich, Ihnen mitteilen zu können, dass ich Ihnen eine Stelle an unserer Schule anbieten kann. Ihre Zeugnisse sind brilliant und auch Ihre Professoren in Clostershire waren von Ihrem Talent überaus beeindruckt. Wir hatten noch nie zuvor einen Lehrposten für Magische Symbole und deren Bedeutung in Hogwarts. Ich interessiere mich allerdings brennend für dieses Fach und ich bin der Meinung, dass es auch für unsere Schüler eine Bereicherung sein wird.“ Ich konnte es kaum glauben, darauf hatte ich zwar gehofft, aber eher mit einer Assistentenstelle in Geschichte der Zauberei oder Ähnlichem gerechnet, dies jedoch war die Erfüllung eines langgehegten Traumes. Ich starrte ihn an, außer Stande etwas zu sagen, fing mich dann aber und brachte ein leises „Danke“ hervor. Er zwinkerte mir zu: „So ganz uneigennützig ist es meinerseits ja nicht, ich erwarte mir Ihre Hilfe bei der Deutung einiger schwieriger Symbolen, deren Bedeutung ich mir nicht ganz sicher bin.“ Ich hatte endlich meine Sprache wiedergefunden und war von seinem Anliegen begeistert. Schon immer hatten mich magische und alte Symbole in ihrem Bann gezogen. Sogar als kleines Mädchen hatte ich mir vorgestellt, dies eines Tages zu erlernen und andere an meinem Wissen teilhaben zu lassen. „Das ist kein Problem für mich, ich werde Ihnen gerne weiterhelfen. Wissen Sie schon in welchen Klassen ich unterrichten werde?“ Er nippte an seinem Tee und kramte eine Liste hervor: „Ich dachte mir, ich werde Sie in Ihrem ersten Jahr zur Eingewöhnung erst einmal die 6. Klasse unterrichten lassen. Die Schüler sind bereits mit Magie soweit vertraut, dass man gut mit Ihnen arbeiten kann. Da das Fach eng mit Geschichte der Zauberei verknüpft ist, werden sie auch nur die Schüler unterrichten, die dieses Fach in ihren ZAGs bestanden haben und auf UTZ-Niveau weitermachen wollen. Zudem können sie Professor Binns in Geschichte der Zauberei assistieren, sofern sie zu den Zeiten selbst keinen Unterricht haben. Ich will Sie nicht zu sehr mit einem vollen Stundenplan strapazieren, da ich Sie auch einige Male werde aufsuchen müssen, wenn ich Ihre Hilfe mit magischen Symbolen brauche.“ Ich strahlte ihn an „Das ist ja wunderbar. Ich besitze viele interessante und seltene Bücher über Symbole aus anderen Ländern, in denen wir zeitweise gelebt haben.“ - „Dafür werden Sie in Ihrem Klassenraum ausreichend Platz haben“, entgegnete er und erhob sich, „Entschuldigen Sie mich bitte, ich habe heute noch etwas wichtiges zu erledigen. Wir sehen uns dann am 1. September beim großen Fest. Kommen Sie wieder gut nach Hause. Bis bald.“ Ich erhob mich von meinem Stuhl und verlies nach einem kurzen Händeschütteln das Büro des Schulleiters. Auf dem Flug zurück nach Hause dachte ich darüber nach, was es für ihn wohl so wichtiges zu tun gab: 'Hatte es etwas mit den Symbolen zu tun, bei deren Entschlüsselung ich ihm helfen sollte? Hoffentlich gelingt mir das auch.'
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