
von tini-wini84
Ich freute mich über den allgemeinen Zuspruch und war nun viel entspannter. Die Sitzung begann nun mit Berichten von Ordensmitgliedern, die in geheimer Mission eingesetzt waren. Lupin berichtete gerade von der Situation bei den Werwölfen: „Voldemort versucht weiterhin durch Greyback zu rekrutieren. Meine Versuche die anderen auf unsere Seite zu ziehen waren bislang wenig erfolgreich. Sie haben eigentlich keine Lust zwischen die Fronten zu geraten. Viele leben zurückgezogen und sind nicht auf Kämpfe aus. Die blutrünstigsten unter ihnen scheinen aber nur auf den Moment zu warten aus der Versenkung hervorzukommen und sich Voldemort anzuschließen. Aber noch ist nichts entschieden, ich bleib weiterhin dran.“ Nachdem er seine Ausführungen beendet hatte, war es für einen kurzen Moment still im Raum. Dumbledore wandte sich an Snape: „Nun, Severus, wie sind deine Informationen?“ Als Severus aufstand, bemerkte ich, wie ihn fast alle argwöhnisch musterten. Er schien es nicht zu bemerken oder es interessierte ihn einfach nicht, was die anderen von ihm dachten. „Nun, der Dunkle Lord plant weiterhin die Macht an sich zu reißen und infiltriert das Ministerium. Bis jetzt noch mit wenig Erfolg, da Scrimgeour auf der Hut ist. Ich schätze aber, dass es nicht mehr lange dauern wird.“ - „Da könntest du recht haben. Bleib dran und mach das, was wir besprochen haben“, entschied Dumbledore. Snape nickte und nahm wieder neben Minerva Platz.
'Was mochte das wohl sein, was Dumbledore und Snape besprochen hatten?', fragte ich mich, 'Hatte es etwas mit Draco Malfoy zu tun?'
Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als Dumbledore Dora das Wort erteilte: „Tonks, hat es neuere Zwischenfälle in Hogsmead gegeben?“ - „Seit dem Vorfall mit der Opalhalskette ist alles ruhig gewesen, aber wir beobachten weiter.“ - „Gut. Gibt es sonst noch etwas wichtiges, was wir hier besprechen sollten?“, fragte Dumbledore in die Runde. Mad-Eye meldete sich zu Wort: „Dung sitzt in Azkaban, hab ich heut morgen gehört. Er hat sich bei einem Überfall als Inferi ausgegeben und wurde erwischt. Wenn ihr mich fragt, ist das keine große Überraschung.“ Es war still. „Bedauerlich wie fehlgeleitet manche doch sind“, seufzte Dumbledore und fuhr dann fort, „also gut, dann verbleiben wir wie bisher. Alle haben ihre Anweisungen und halten die Augen offen. Wenn etwas außergewöhnliches passiert, dann schickt mir umgehend Nachricht. Ich bin oft unterwegs, aber eure Patroni werden mich erreichen.“ Mit diesen Worten stand er auf und wandte sich an Snape. Was die beiden besprachen, konnte ich aufgrund der Entfernung nicht hören. Auch einige andere Ordensmitglieder waren aufgestanden, bedankten sich bei Molly und machten sich reisefertig. Außer Charlie und mir waren nur Bill und Fleur sitzen geblieben. Minerva wandte sich an Charlie und mich: „Seien Sie vorsichtig, wenn Sie morgen zurück fliegen. Es treiben sich einige Todesser herum, auch in der Luft. Wir sehen uns dann beim Abendessen.“ - „Danke, Minerva, wir werden aufpassen. Bis morgen“, verabschiedete ich mich. In dem Moment trat Arthur auf uns zu: „Ich habe es geschafft den Kamin hier für fünf Minuten mit dem Fuchsbau zu verbinden. Hat mich ganz schön viel Arbeit gekostet, aber Willi war mir noch was schuldig. Er passt auf, dass es niemand im Ministerium merkt, sonst sind wir geliefert. Wir brechen gleich auf.“ Da ich es im Hause der Blacks nicht wirklich einladend fand, war ich wenig traurig diesen Ort schon wieder verlassen zu müssen. Alle, die nicht mit zum Fuchsbau kamen, verabschiedeten sich und brachen ebenfalls auf.
Zurück im Fuchsbau machte sich Molly ans Abendessen und wir anderen setzten uns auf die Couch im Wohnzimmer. Auch Fred und George waren gerade angekommen und es versprach ein lustiger, wenn auch etwas anstrengender, Abend zu werden. „Habt ihr schon die Geschichte von Dung gehört?“, fragte Fred gerade in die Runde. „Ja, Mad-Eye hat es eben beim Treffen erzählt“, antwortete Bill. „Das is vielleicht n Spinner! Vertickt erst Sirius' Sachen, versäuft das Geld und ist dann auch noch so doof sich als Inferi auszugeben. Ich versteh nicht, warum Dumbledore ihn nach der Aktion überhaupt im Orden gelassen hat“, meldete sich George. „Och, da gibt's noch jemanden bei dem ich das nicht versteh: Er hat schwarze Haare und unterrichtet mittlerweile Verteidigung gegen die dunklen Künste“, sagte Fred gehässig. „Dumbledore wird schon seine Gründe haben, Jungs!“, versuchte Bill sie zu beschwichtigen.
Ich fand das doch sehr interessant. Scheinbar hatte Severus weder in der Schule noch im Orden viele Freunde oder Sympathieträger. Außer den Schulleiter selbst. Ich hatte Charlie schon gestern Abend danach gefragt, aber er wusste auch nicht, was genau Snape getan hatte. Er wusste nur, dass Snape ein Todesser gewesen war und nun für Dumbledore Du-weißt-schon-wen ausspionierte. Das war natürlich ein Grund, den ich durchaus nachvollziehen konnte. Umso weniger verstand ich, dass Dumbledore Snape dermaßen vertraute. Er musste wohl seinen Grund dafür haben. Seit dem seltsamen Gespräch mit Dumbledore über die Heiligtümer und seinen Gesundheitszustand, vermutete ich, dass er auch Snape etwas aufgetragen hatte. 'Aber was mochte das sein?'
Charlie schubste mich leicht an: „Hey Sinead, träumst du? Es gibt Essen.“
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