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Fanfiction

Ice Shadows (Übersetzung) - Ice Shadows

von Lapis

Übersetzung der Geschichte “Ice Shadows” von Graylor auf LiveJournal http://graylor.livejournal.com/profile

Link zum Original: http://graylor.livejournal.com/39995.html#cutid1

Pairing: Harry/Draco

Warnungen: mpreg, Depression, Selbstverstümmelung, KEIN Happy-End (zumindest nicht im üblichen Sinn

Disclaimer: Mir gehört hier gar nichts, die Figuren gehören J.K.Rowling und die Idee zur Story gehört Graylor von LifeJournal




Ice Shadows


Harry war besorgt, als er den Untersuchungsraum betrat. Er hatte Draco nach St. Mungos begleitet, weil seinem Lebensgefährten zu übel war, als dass er allein das Floh-Netzwerk benutzen oder apparieren konnte.

Die Medihexe strahlte ihn an. „Herzlichen Glückwunsch, Mr. Potter - sie werden Vater!“

„Das ist möglich? Draco, das ist großartig!“

Draco saß sehr still auf dem Untersuchungstisch und sah bleich aus.

*

„Ich hoffe, es geht alles gut“, murmelte Narcissa, als sie ins Bett schlüpfte.

Lucius grunzte. „Die Männer der Malfoys haben dies seit Jahrhunderten getan. Und es löst das Problem, dass der Bursche schwul ist.“

„Die Männer der Malfoys hatten früher auch nicht die Hüften der Blacks“, schnappte Narcissa. „Du erinnerst dich doch, warum Draco ein Einzelkind ist, nicht?“

Ja, mein Schatz, ich erinnere mich dachte Lucius, als er seine Frau an sich zog. Und wenn es bei Draco so schlimm wird wie bei dir… Ich würde lieber meinen Sohn behalten und ihn als den letzten Malfoy erleben als Harry Potters Baby. Irgendwie.

*

Der Grishom-Fluch tritt nach dem Zufallsprinzip bei männlichen Abkömmlingen von Adias Winkle auf - was bedeutet, wenn man die inzwischen vergangene Zeit und die Tatsache, dass durch Ehen untereinander die meisten Reinblüter miteinander verwandt sind, mit in die Rechnung einbezieht, dass nahezu jedes männliche Reinblut gefährdet ist. Der Fluch selbst sorgt dafür, dass Männer mit der gleichen Häufigkeit schwanger werden wie eine gesunde Frau, wenn sie mit einem anderen Mann sexuell verkehren.

Abtreibung, in Reinblüterkreisen ein Tabu, kommt selbst für Frauen kaum zur Sprache, aber bei einem Mann wird sie eine magische Gegenreaktion auslösen, durch die die inneren Organe innerhalb von Stunden verfaulen. Daher ist in einem solchen Fall Abtreibung strengstens kontraindiziert.

Im Verlauf einer Grishom-Schwangerschaft wird ein Mann sowohl alle üblichen Auswirkungen einer Schwangerschaft erleiden als auch Schmerzen, da die inneren Organe beiseite geschoben werden und das Becken eine Form annimmt, die der Austragung des sich entwickelnden Fötus zuträglicher ist, Verlust der Magie ab dem dritten Monat, da alle Magie nach innen gerichtet wird, um den Fötus zu versorgen und allgemeine Erschöpfung vom sechsten Monat bis zur Entbindung, die üblicherweise dauerhafte Bettruhe erfordert.

Der Verlust der Magie ist besonders beschwerlich, da die meisten Zaubertränke gegen Schmerzen mit dem Astralleib des Individuums reagieren. Da aber die Magie des Vaters vollständig nach innen fokussiert ist, werden Zaubertränke keine Wirkung auf ihn haben und können unter Umständen den Fötus töten, was der Fluch wiederum als Abtreibung interpretieren und innerhalb von Stunden zum Tod des Vaters führen würde.

Entbunden wird durch Kaiserschnitt. Unglücklicherweise kann der Vater - bedingt durch die Probleme bezüglich der Zaubertränke, während der Prozedur keine Schmerzmedikation erhalten. Es besteht eine deutliche Zurückhaltung in Bezug auf Experimente mit Zaubertränken bei der Entbindung. Allerdings erinnern sich glücklicherweise die meisten Männer nicht an diese Erfahrung - und jene, die sich erinnern, können mit Vergessenszaubern behandelt werden.

*

Draco betrachtete sich, als er aus der Dusche taumelte.

Er hatte gesehen, wie glücklich seine Eltern und Harry waren, hatte den Fluch recherchiert und versucht, ein glückliches Gesicht zu machen. Er war ein Malfoy, er konnte dies tun.

Er hatte keine Wahl.

Dann war ihm drei verdammte Monate lang übel gewesen.

Doch das war nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was ihm bevor stand.

Ich sehe aus wie eine kranke Eiche stellte er fest. Groß, dünn, mit einer plumpen, marmorierten Schwellung, die ihn aus dem Gleichgewicht brachte, seine Magie aufsaugte und ihn reduzierte zu…

Er schloss die Augen. „Tipsy!“

„Master Draco?“

„Ich möchte, dass du die Spiegel aus diesem Raum entfernst!“

„Alle Spie-“

„Auf der Stelle!“

*

Harry beugte sich hinunter und rieb seine Wange an Dracos Bauch. „Hallo du, kleiner Bursche. Verdammt, du trittst ganz schön! Das ist so cool, Draco, ich wünschte, ich könnte ihn in mir treten fühlen.“

Ja, sicher höhnte Dracos schlechteres Ich.

Weil du mutiger bist als ich flüsterte der Draco, der Harry Potter wirklich liebte.

Weil du dumm bist antwortete der andere.

Harry schob Dracos Hemd zur Seite und küsste die missgestaltete Ausbeulung. „Es ist wie ein Wunder“, flüsterte er, während er Draco anstrahlte.

Es gibt einen Grund, warum es als Fluch bezeichnet wird.


*

Draco mochte nicht fotografiert werden - bereits als Baby hatte er die Kamera so zornig angestarrt, als wollte er sie zerstören. Aber Harry hatte seine Liebe zur Zaubererfotografie entdeckt. Nun, da Dracos Haar glänzte, seine Haut leuchtete und ihrer beider Baby in seinem Bauch wuchs, konnte Harry nicht widerstehen.

Er musste nur schlau vorgehen, denn Draco zog sich mit jedem Tag mehr in sich selbst zurück. Ron versicherte Harry, dies sei normal - und wenn es irgendjemand wissen musste, dann war es Ron.

Allerdings war es merkwürdig, dass Draco nie abwesend seinen Bauch rieb, wie es Hermine tat. Als er durch seine Fotos blätterte, stellte Harry fest, dass er sich vielmehr große Mühe gab, seinen Bauch nicht zu berühren, was seiner gewöhnlich anmutigen Haltung eine gewisse Steifheit verlieh.

Dies verhinderte nicht, dass Harry der Atem stockte, wenn er sein Lieblingsbild betrachtete. Draco saß nahe am Fenster und alles außer ihm lag im Schatten. Er blickte nach rechts, den Kopf erhoben, die graue Robe ausnahmsweise eng genug um ihn gewickelt, dass die Schwangerschaft deutlich wurde. Er glühte mit dem inneren Feuer eines Heiligen, ein Bild von Schönheit und Grazie.

*

Draco faulenzte auf der Couch und focht darum, die Augen offen zu halten. Er lag mit einem Buch zwischen ihm selbst und… ihm. Aber das… es wollte ihm nun nicht mehr erlauben, die Realität beiseite zu schieben - es attackierte ihn weiter. Dies war zwar nicht mehr neu - er hatte sich angegriffen gefühlt, seit sich diese ganze Hölle unter seinen Füßen geöffnet hatte, aber von innen körperlich angegangen zu werden und absolut nichts dagegen tun zu können ließ ihn wünschen, eines der Muggel-Gewehre seines Vaters zu finden und…

Er hatte seit einem Monat nicht mehr in den Spiegel geschaut. Die Elfen rasierten ihn und er trug die weitesten Roben, die er finden konnte. Er hatte sich niemals in seinem Leben verwundbarer gefühlt - ohne Magie zu sein bedeutete, dass er sich nicht einmal selbst rasieren oder so sauber werden konnte wie er es wünschte.

Gelegentlich fragte er sich, was ein kräftiger Reinigungszauber ihm wohl antun würde.

Er wusste, dass er entstellt war. Sein Körper hatte ihn nie so vollständig im Stich gelassen - es stieß ihn ab.

Aber er wagte nicht, es zu zeigen. Seine Eltern und Harry waren so verdammt glücklich, dass ihnen nicht auffiel, dass er weder eine Meinung zum Kinderzimmer noch zu Hauslehrern noch zu sonst irgendetwas hatte.

Harry kam vorbei, um es mehrmals am Tag zu küssen. Selbst sein Vater hatte das Ding getätschelt.



Draco fühlte sich zu einem Behältnis für einen sich windenden, kleinen Teufel reduziert. Es war ihm bewusst, dass das irrational war - seine Familie liebte ihn nach wie vor - aber er wagte nicht, irgendjemanden wissen zu lassen, wie er in Bezug auf das fühlte, was mit ihm geschah. Er wollte ihr Glück nicht trüben. Was würde es auch ändern? Er hatte es durchzustehen und er hatte es mit Würde zu tun.

Wie durch die Gedanken gerufen, tauchte Harry auf. Er fiel auf die Knie, um den unerlässlichen Kuss auf dem Ding zu platzieren.

„Du bist so schön“, flüsterte Harry.

„Ich bin verunstaltet“, sagte Draco und verfluchte sich in Gedanken, weil er seiner Zunge erlaubt hatte, seiner Kontrolle zu entwischen - wie alles andere es schon getan hatte.

Harry lachte.

Harry lachte ihn aus.

Und Monate vor seinem Kind wurde Hass geboren.

„Komm ins Bett und ich werde dir zeigen, wie schön ich dich finde“, gluckste Harry und ließ seine Finger durch Dracos Haar gleiten.

Draco wandte sich von ihm ab. „Ich möchte dieses Buch zu Ende lesen.“

Harry verdrehte die Augen. „Ich werde mit dir aufbleiben.“

„Lass es sein.“

*

Sie bemühten sich ihn herauszulocken, bevor die Monate der unvermeidlichen Bettruhe begannen. Er weigerte sich, die Gärten des Herrenhauses zu verlassen - Merlin wusste, er wollte nicht, dass ihn die Welt als solch eine Missgeburt zu sehen bekam. Und dann… dann begann es sich seltsam anzufühlen draußen in den Gärten, unter der Sonne zu sein. Es fühlte sich falsch an. Er war eine missgebildete Anomalie - Dinge wie er sollten nicht draußen im Licht sein.

Und so wurde Dracos Suite zu seiner Welt - er hatte Harry ermutigt, woanders hinzugehen, einfach dadurch, dass er jedes Mal zurückwich, wenn sein Vater ihn berührte.

Sie sprachen nicht mehr miteinander, obwohl Potter mit den Huldigungen seinem Kind gegenüber fortfuhr.

Draco ließ die Vorhänge geschlossen. Wenn er sie öffnete, musste er sie nur wieder schließen und das war eindeutig zu viel Aufwand. Ihm war immer noch den ganzen Tag übel und die Schmerzen wurden schlimmer, also quälte er sich nicht damit, die Treppe hinunter zu humpeln, um die Mahlzeiten mit der Familie einzunehmen.

Seine Mutter saß bei ihm und er fühlte sich wie der Leichnam bei einer Totenwache.

*

Wie der Erfinder des Fluches beabsichtigt hatte, war die Geburt die reinste Tortur. Draco fühlte jeden Schnitt und jede Kontraktion, fühlte, wie das Ding heftig aus seinem Körper gezerrt wurde und fragte sich, wie er am Leben sein konnte, obwohl seine dampfenden Eingeweide dem Tageslicht ausgesetzt waren.

Er klemmte seinen Kiefer gegen die Schreie zusammen und verließ sich auf die erlernte Kontrolle der Malfoys, um seine Würde zu wahren. Sie hatten ihn dennoch angebunden, um ihn davon abzuhalten, sich zu wehren.

„Ich will es raus haben“, keuchte er.

„Ihr Sohn ist draußen“, zwitscherte die Krankenschwester.

„Die Gebärmutter - die will ich raus haben - “

Sie kicherte und tätschelte seine Hand. „Das sagen sie alle in dem Moment. Warten Sie nur ab, das nächste wird einfacher.“

Danach war er still, bis sie ihn zugenäht, seine Hände befreit und ihm seinen Zauberstab zurückgegeben hatten.

„Incendio Uterus“, sagte er und deutete mit dem Zauberstab auf sich selbst, bevor irgendjemand merkte, was er tat.

Das brachte ihm eine Gebärmutterentfernung und drei Tage unter der Beobachtung von Seelenheilern ein.

Die nächste Woche verbrachte er damit, mit ruhiger Stimme, hinter der sich wild kreischende Wut verbarg, zu sagen, dass er seinen Körper zu genau dem Zustand zurück versetzt haben wollte, wie er vorher war, ohne Gebärmutter. Und nein, es war ihm nicht wichtig, wie teuer oder schmerzhaft die Behandlung sein würde. Er wollte alle Spuren der vergangenen neun Monate von seinem Körper entfernt haben und zwar gestern.

*

„Also“, sagte Draco während des ersten Frühstücks seit Jahrhunderten, wie es ihm schien, das er genoss.

Harry errötete. „Ich habe nicht… ich meine, sie war da und du wolltest nicht mit mir reden und…“

„Also bist du jetzt ein Zuchthengst unter Zauberern“, sagte Draco so neutral wie er konnte. Was sehr neutral war. Er war, was Potter anging, schon vor Monaten erkaltet.

„Es tut mir so Leid - ich liebe dich. Ich habe mit ihr Schluss gemacht.“ Er küsste Draco auf die Wange. „Vergibst du mir, ja?“

Draco wischte seinen Mund mit der feinen Leinenserviette ab, bevor er antwortete.

„Auch wenn ich geneigt wäre, noch einmal neun Monate absoluter Hölle zu riskieren - was ich nicht bin - so einfach bekommst du meine Vergebung nicht. Geh zu dem Weasley-Mädchen und deinem Kind dort. Sie will dich.“

Harrys Gesicht wechselte zwischen Emotionen. Er schien einen Moment lang zu denken, dass Draco Witze machte, dann war er unbewegt, dann traurig, dann verärgert und schließlich, wie gewöhnlich, verwirrt. „Aber… Sie haben deine Gebärmutter entfernt. Du kannst nicht mehr schwanger werden - “

„Es ist ein Fluch, Potter. Es ist bekannt, dass sie wieder nachwachsen.“

„Du kannst ihn noch nicht einmal hoch kriegen für eine Frau! Das hast du mir selbst gesagt! Was wirst du tun, den Rest deines Lebens zölibatär leben?“

„Verglichen mit dem Risiko, das ich anderenfalls eingehen würde, fällt mir die Entscheidung nicht schwer“, antwortete Draco gleichmütig.

Harry warf auf dem Weg nach draußen die Tür zu und die älteren Malfoys seufzten erleichtert auf.

*

Zwei Jahre später tauchte Harry unangekündigt an der Türschwelle auf, er trug ein Buch bei sich.

„Ich möchte meinen Sohn sehen“, informierte er Narcissa und weigerte sich, ein Nein als Antwort zu akzeptieren.

Der Junge spielte mit seinem Kindermädchen - oder eher, dem Mädchen, das sein Kindermädchen gewesen war, bevor Draco sie geheiratet hatte. Nun hatte sie die gleichen Pflichten wie vorher, aber trug bessere Kleidung.

„Hallo Scorpius. Dein Papa hat dir wahrscheinlich nicht viel von mir erzählt, aber ich bin Harry Potter.“

Der kleine Junge - Dracos Ebenbild - blinzelte mit riesigen Augen zu ihm hoch.

„Das hier ist dein Baby-Buch. Ich bin auch dein Papa, weißt du? Dies ist dein Papa Draco, als er dich im Bauch getragen hat…“

Innerhalb einer halben Stunde - während Narcissa fröhlich dachte, dass Astoria den Besuch überwachte und Astoria dachte, dass es kein Leid gab, das Harry Potter womöglich einem kleinen Kind zufügen konnte - hatte Scorpius Beweise für einige sehr seltsame Dinge gesehen.

„So, nun weißt du, dass Astoria dich nicht im Bauch hatte, dein Papa war das und ich bin auch dein Papa. Ich habe noch einen anderen kleinen Jungen, der ungefähr so alt ist wie du und ich finde, es ist an der Zeit, dass du ihn kennen lernst.“

Harry lächelte auf die Fotos von Draco herab. Er hatte nicht glücklich ausgesehen, aber Harry hatte niemals Grund gehabt zu vermuten, wie unglücklich er gewesen war. Es stimmte, die Bilder hatten sich niemals bewegt, obwohl sie mit Zauberfilm aufgenommen waren. Sogar auf denjenigen, auf denen er wach war, schien Draco die Kamera nicht wahrzunehmen, sondern saß wie gefroren und starrte ins Nichts.

Und er war so schmerzhaft schön gewesen, dass Harry sich nichts mehr wünschte als ihn zu umarmen und ihm zu sagen, dass sie dies durchstehen würden und danach alles noch besser sein würde.

Aber das war es nicht, nicht wahr? Nichts war besser geworden.

Eine Tür öffnete sich. „Potter, was - komm her, Scorpius“, befahl Draco.

Das verwirrte Kleinkind rannte fort von dem fremden Mann und kicherte, als sein Vater es hochhob. „Was willst du?“ verlangte er zu wissen.

Harry hob das Kinn. „Ich wollte, dass er die Wahrheit weiß. Ich habe gesehen, dass du sie geheiratet hast - bist du glücklich? Bist du glücklich damit, deinen Sohn anzulügen? Denkst du nicht, dass er es verdient, die Wahrheit zu wissen?“

„Hat dieser Mann dir Geschichten erzählt, Scorp?“

„Ja, Papa. Er sagt, dass ich in deinem Bauch gewachsen bin und dass er auch mein Papa ist. Girax kann nicht sagen, dass er zwei Papas hat“, flüsterte er stolz.

„Nein, das kann Girax sicher nicht“, antwortete Draco.

„Mr Potter“, sagte Lucius von der gegenüber liegenden Tür. „Auf ein Wort, bitte.“

Harry sah aus als wolle er sich weigern, aber er kannte den Blick in Dracos Augen, der ihm andeutete, dass es ihm nichts nützen würde. „Ich bin gleich zurück, Scorpius.“

Der Junge verbarg sein Gesicht an Dracos Schlüsselbein.

*

Lucius schloss die Tür hinter sich, nachdem Potter sicher von den beiden jüngeren Malfoys weggesperrt war.

„Sie haben keine Rechte an dem Jungen“, sagte er mit dem Gefühl, dass alles andere eine Verschwendung von Höflichkeit wäre. „Sie haben uns erlaubt, ihm einen Namen zu geben: Das ist alles, was nötig ist, um anzuzeigen, dass Sie nicht an ihm interessiert sind.“

„Ich bin sehr an ihm interessiert!“

„Bevor Sie hörten, dass Draco seinem Sohn eine Mutter geben wollte, waren Sie es nicht. Wenn Sie unser Haus noch einmal betreten, werde ich Sie beim Ministerium wegen Belästigung anzeigen. Scorpius ist unser.“

„Draco hasst ihn - “

„Draco hasste es, schwanger zu sein, nie sein Kind. Und ich denke, Sie sollten eher keine Steine werfen - Sie haben den Jungen ja offenbar recht bereitwillig Dracos ?Hass' ausgesetzt. Gehen Sie zurück zu Ihrer Frau und Ihrem Sohn und lassen Sie meinen in Frieden, sonst werden Sie es bereuen.“

„Wollen Sie mir drohen, Malfoy?“

„Ja“, antwortete Narcissa hinter ihm. „Ja, das wollen wir.“

*

Draco hielt Scorpius auf dem Schoß und ließ ihn durch die Seiten blättern. Er hatte nicht bemerkt, dass Harry so viele Bilder gemacht hatte. Allerdings zeigten ihn die meisten schlafend, daher war seine mangelnde Kenntnis verzeihlich.

Er hielt Scorpius' Hand fest, als er das größte Bild erreichte, das offenbar einen Ehrenplatz innehatte. Draco starrte auf sich selbst, die perfekte Madonna, das Gefäß für Harrys Kind, wie er im Licht gebadet saß in seiner perfekten, grauen Seidenrobe, während er davon träumte, sich die Kehle aufzuschlitzen.

„Scorpius, du weißt, dass ich dich liebe, nicht wahr?“

„Ja, Papa.“

Draco küsste seinen Sohn auf den Kopf und hob seinen Zauberstab.

*

Harry betrachtete die gezückten Zauberstäbe und die verschlossenen Gesichter. Er dachte nicht, dass die Malfoys verrückt genug waren, Harry Potter anzugreifen. Aber die Leute, die sich dem Dunklen Lord widersetzt hatten, um ihren Sohn zu beschützen, würden kein Problem damit haben, Harry, Dracos alte Flamme, irgendwo gut versteckt zu begraben.

Er überdachte die Angelegenheit.

Bevor er zu einem Entschluss kommen konnte, wurde die Familie durch Dracos Ankunft komplettiert.

„Mama, Papa, ich glaube nicht, dass der Name Malfoy zu diesem Zeitpunkt weitere schwarze Flecken verträgt.“ Sie senkten die Zauberstäbe, behielten Harry aber im Auge. Draco hielt ihm Scorpius' Baby-Buch hin. „Dein Buch. Ich schlage vor, dass du uns keine Unannehmlichkeiten mehr verursachst, es sei denn, du möchtest unsere Rechtsanwälte kennen lernen.“

Das Buch in Harrys Händen war seltsam leicht. Er öffnete es… und fand ein Bild von Scorpius im Krankenhaus, neugeboren und rot.

Die Seiten vorher waren verschwunden.

„Diese waren Bilder von mir“, sagte Draco seidig, „und folglich ist es mein Recht, sie zu zerstören. Vergessen Sie, dass es jemals geschehen ist, Mr. Potter. Und kommen Sie nicht wieder.“
*

Harry stand, umgeben von Frau und Kindern, und wünschte, er hätte früher gewusst, dass so die Welt enden würde.


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