
von kikimaus
„Auf dem Weg hierher bin ich oft gefragt worden, warum ausgerechnet ich die Grabrede für Professor Snape halte…obwohl er doch schuld daran ist, dass meine Eltern gestorben sind. Für diese und alle anderen habe ich nur eine Antwort:
Es gibt sicher ne Menge Leute, die den Tod meiner Eltern mitverschuldet haben. Aber nur einer von ihnen hat versucht, wenigstens einen Teil seiner Schuld wiedergutzumachen…nur ein Einziger…Und mit diesem Versuch eine Lawine losgetreten…eine Lawine, die mit einem kleinen Wunder begann. Das „Wunder des Jungen, der überlebte“ ist auf seinen Mist gewachsen…er hat meiner Mutter die Möglichkeit gegeben, sich für mich zu opfern, und damit den Grundstein für Voldemorts Vernichtung gelegt. Er hat aus meiner Mutter eine Märtyrerin gemacht und aus mir einen Helden…Einen Helden, der ich nie sein wollte. Aber der wahre Held der Geschichte ist er… Einer der ungewöhnlichsten Helden, die es je gegeben hat. Ein Held, der im Verborgenen bleiben musste…dessen Taten niemand sieht und keiner lobt. Der als Schulleiter seine Integrität geopfert hat, um die Schüler und Lehrer von Hogwarts zu schützen…Der von Voldemort getötet wurde, weil er sich geweigert hat, den Namen des neuen „Elder-Stab-Besitzers“ preiszugeben.
Und noch im Sterben hatte er die Kraft, mir alle Informationen zu geben, die ich brauchte, um Voldemorts Pläne zu durchkreuzen und ihn letztendlich zur Strecke zu bringen.
Ich glaube, Professor Snape war in jeder Hinsicht ein außergewöhnlicher Mensch…ohne seine Hilfe hätte ich es nie geschafft, Voldemort zu besiegen. Und die Anerkennung, die ihm zu Lebzeiten verweigert wurde, sollte er wenigstens jetzt erhalten.
Dieser Mann hat etwas Besseres verdient als einen Tritt in den Hintern, den er Zeit seines Lebens bekommen hat.
Er hat sich immer gewünscht, dass meine Mutter stolz auf ihn ist. War sie je stolz auf ihn? Zuletzt hat sie für ihn geschämt. Aber ich, ihr Sohn, sage, dass meine Mutter sich in diesem Punkt geirrt hat. Ich sage, dass er der mutigste Mann ist, den ich je kennengelernt habe. Und ich bin stolz auf ihn. Ich bin stolz darauf, dass ich ihn gekannt habe…dass er mir das Leben rettete und dass ich in seinen letzten Augenblicken bei ihm sein durfte.
Und ich habe nur noch einen Wunsch:
Dass er auch eines Tages stolz auf mich sein wird.
Danke.“
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