
von lumos
Halli hallo!
Hier kommt schon der nächste Teil!
Ich wünsche allen, die sich erneut hier hin verirrt haben ;-) , viel Spaß mit...
... und seine Folgen ... Teil 2 2412 Wörter
Was Remus im Raum zu Gesicht bekam, ließ ihn kurzweilig entgeistert an Ort und Stelle verharren und auf die beiden Raufbolde starren, die es Muggeln beim Schlammcatchen, nur ohne Schlamm, gleich taten. Er konnte aus dem Knäuel von Armen und Beinen nicht genau sagen, wer von beiden die Oberhand hatte. Erst ein Rempler einer Krankenschwester, die um Hilfe schreiend an ihm vorbei aus dem Raum stürzte, holte ihn ins Hier und Jetzt zurück, so dass er seinen Zauberstab zog und die beiden, im wahrsten Sinne des Wortes, außer Gefecht setzte. Dank eines Ganzkörperklammerfluches lagen die beiden ehemaligen Klassenkollegen und Lieblingsschulfeinde auf dem Boden und sahen sich erst gegenseitig und dann Remus mit einem Blick an, der nichts Gutes verhieß. Doch das war diesem egal, denn in dem Moment erklang ein wimmerndes Keuchen vom Bett, das mit viel Fantasie nach seinem Namen klang. Unverzüglich stieg er, heute zum zweiten Mal, über seinen Partner hinweg, um an Harrys Bett zu treten und dessen ausgestreckte Hand zu halten und ihn bei seiner Wehe zu unterstützen. Er hatte gerade über die schweißnassen Haare des jungen Mannes gestrichen, da erschienen auch schon zwei Medipfleger mit gezückten Zauberstäben in der Hand im Raum und hinter ihnen die geflüchtete Schwester.
Sie hatte nicht eingreifen können, da Schwestern und Pfleger keine Zauberstäbe besaßen. Das taten nur Medipfleger und -pflegerinnen, sowie Heiler und Heilerinnen. Das Mungos hatte sich nach Kriegsende dazu entschieden, Squibs eine Anstellung in dieser Position zu geben, was einige dankbar angenommen hatten.
Die beiden hinzugekommenen Männer überblickten kurz die Situation und sprachen dann jeweils einen Levikorpus auf die am Boden liegenden aus und ließen sie aus dem Raum schweben. Nachdem dies geschehen war, begab die Schwester sich sofort zu ihrem Patienten und untersuchte ihn auf Muggelart bestmöglichst, wobei sie ihn auch zu beruhigen versuchte.
„Das war viel zu viel Aufregung für Mister Potter. Seine Werte schwanken schon seit etwas mehr als einer halben Stunde. Bitte bleiben Sie solange bei ihm und passen Sie auf ihn auf, während ich den zuständigen Heiler hole!“, bat sie Remus, der als Erwiderung nur mit dem Kopf nicken konnte. Diese Nachricht gefiel ihm gar nicht und das Aussehen seines Kleinen bereitete ihm große Angst. Wie konnte Sirius nur so unüberlegt hier hereinplatzen? Eine männliche Schwangerschaft war viel mehr risikobehaftet, als eine weibliche und jedwede Aufregung war pures Gift, besonders während der Wehen. Vor allem auch bei Harrys Körperbau, der dank zehn Jahre langem Schrankwohnen nicht richtig hatte auswachsen können. Doch zum Glück musste er nicht lange warten, da eilte auch schon ein Heiler in den Raum und drängte ihn sanft aber bestimmt beiseite, um seinen Patienten mit sorgenvoller Mine, dieses mal mit Magie, zu untersuchen. Dieser gab schließlich nach endlosen Minuten, in denen sich Remus am Riemen reißen musste, ein paar Anweisungen an die Schwester und begab sich wieder mit den Worten auf den Flur, dass er schon mal den OP vorbereiten ließ. Remus nahm wieder auf Harrys rechter Seite Platz, um behutsam dessen Hand in seine eigene zu nehmen. Nachdem die Schwester Harry einen Trank verabreicht hatte, nahm sie auf der anderen Seite Platz. Still saßen sie so beisammen, lediglich durch Harrys Schmerzenslaute unterbrochen, bis Remus schließlich das Wort an sie richtete.
„Was ist mit den anderen Beiden geschehen? Ich meine, wo sind sie jetzt?“ Sorge aber auch Verärgerung konnte man aus seiner Stimme heraushören. Wobei der Ärger sich hauptsächlich auf Sirius bezog, da dieser Severus nicht mal die Chance einer Erklärung gestattet hatte.
„Mister Snape und der andere ... Mister, sind in den Isolationsraum gebracht worden. Sie können sich und dem jeweils Anderen dort nichts antun. Sie bleiben so lange dort, bis sie sich abgeregt haben und nicht mehr aufeinander losgehen“, erwiderte die junge Frau ohne Remus dabei anzusehen, da sie gerade mit einem feuchten Lappen Harrys Stirn abwischte.
„Sind sie immer noch im Ganzkörperklammerfluch?“, wollte Remus schließlich wissen. Es tat ihm in der Seele weh, dies seinem Schatz angetan haben zu müssen. Wusste er doch sehr wohl, dass dieser, nach seinem Askaban Aufenthalt, jegliche Form des unbeweglich seins hasste und teilweise ängstlich darauf reagierte. Doch ging es dieses Mal nicht anders.
„Nein, sind sie nicht. Das ist nicht nötig!“
„Wieso?“, ungläubig starrte der ehemalige Hogwartslehrer die Schwester an, da er sich nicht vorstellen konnte, dass sie so plötzlich nicht mehr die Fäuste schwingen ließen.
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Wieso die beiden das nicht konnten war eine recht interessante und doch nicht wirklich großartige Angelegenheit. Zumindest für Zauberer, die den Spruch beherrschen! So gehen wir ungefähr eine halbe Stunde in der Zeit zurück, zu einem Raum, zwei Stockwerke tiefer, in den gerade unsere beiden Kontrahenten gebracht worden sind.
„So, hier könnt ihr bleiben und euch beruhigen. Auf den Gedanken eure Rauferei fortzuführen braucht ihr erst gar nicht zu kommen, denn der Raum ist so verzaubert, dass ihr euch nicht gegenseitig verletzen könnt. Egal wie oft ihr es versucht und euch anstrengt. Eure Zauberstäbe, Expelliarmus“, daraufhin flogen beide Stäbe direkt in die freie Hand des Sprechers, „könnt ihr später, wenn ihr das Krankenhaus verlasst, am Empfangsschalter abholen. Sobald ihr zur Vernunft gekommen seid, könnt ihr den Raum verlassen. Nicht eher! Schönen Aufenthalt“, wünschte er ihnen noch, um anschließend erst den Klammerfluch aufzuheben und dann den Raum zu verlassen und hinter sich zu verschließen.
Da man trotz Ganzkörperklammer immer noch hören konnte, was um sich herum geschah, rissen die beiden entsetzt ihre Augen auf. Dann spürten sie wie der Zauber von ihnen genommen wurde und so rappelten sie sich nur mit einem Abstand einer Armlänge voneinander entfernt, so schnell wie möglich auf und beobachteten jede noch so kleine Bewegung des jeweils anderen.
Schließlich ließ Severus in die Stille des Raumes ein verächtliches Schnauben hören. „Na Black, das hast du mit deinem Spatzenhirn ja mal wieder toll hinbekommen. Wir beide sitzen jetzt für wie lange auch immer hier fest, während ich eigentlich bei Harry sein sollte um für ihn da zu sein und die Geburt meiner Kinder mitzuerleben. Dank dir werde ich diesen wichtigen Moment verpassen. Herzlichen Dank auch, du Obervolltrottel einer Flohschleuder“, spie Snape dem anderen entgegen.
„Wie nennst du mich, Snivellus? Was glaubst du eigentlich wer du bist? Erst machst du dich an meinen Jungen ran, fällst über ihn her, schwängerst ihn und erdreistest dich auch noch zu behaupten, dass ich Schuld sei! Pah, dass ich nicht lache“, giftete Sirius hasserfüllt zurück.
Severus kochte über das Gehörte innerlich vor Wut, besonders, da er sich große Sorgen um seinen Löwen machte. Doch bewegte er sich keinen Zentimeter von seinem Platz weg, während er seine Hände zu Fäusten ballte. *Was erdreistete sich dieser räudige Köter eigentlich? Nur wegen ihm saß er jetzt in diesem Raum fest und dann auch noch diese Kommentare!*
„Ich hoffe mal für dich, dass du mir nicht gerade unterstellen wolltest Harry zum Geschlechtsverkehr gezwungen zu haben!“, zischte er schließlich durch seine aufeinander gepressten Zähne gefährlich hervor, was dem Wappentier seines Hauses sehr ähnlich kam.
„Doch, genau das wollte ich! Du bist ein mieser Vergewaltiger“, erhielt er eine gespieene und verächtlich klingende Antwort.
Bei diesen Worten sah Severus rot und holte aus, doch erreichte seine Faust nie ihren Bestimmungsort. Nicht das Sirius schnell genug reagiert hätte, aber hauchdünn vor dessen Gesicht wurde sie gestoppt, so als ob jemand Severus Arm festhalten würde. So sehr er sich anstrengte ihn gänzlich in Sirius Richtung zu zwängen, so wenig gelang es ihm.
„Ha, bist du jetzt auch noch so selten dämlich um zuzuschlagen, Snivellus?! Du konntest ja noch nie etwas richtig machen, du Versager“, höhnte Sirius und holte seinerseits aus, was denselben Effekt zur Folge hatte. Severus zeigte daraufhin eines seiner perfektioniert höhnischen Grinsen und wandte sich von dem vor Wut kochenden Black ab und versuchte die Tür zu öffnen, wobei es nur bei einem Versuch blieb. Frustriert ließ Severus sich in einer Ecke des Zimmers an der Wand hinabgleiten, die so weit wie möglich von dieser Flohschleuder entfernt war. Als er saß betastete er vorsichtig seine blutende Nase, die Black ihm in Harrys Zimmer beschert hatte und musste befriedigt feststellen, dass dieser noch nicht mal richtig zuschlagen konnte. Denn seine Nase war zum Glück nicht gebrochen. Sie blutete zwar, aber das war bei ihm von Natur aus, wenn sie etwas abbekam, sehr schnell gegeben. Vermutlich war eine Ader aufgeplatzt. Dafür, stellte er bei einem Blick zu dem anderen hinüber gehässig fest, dass dessen linkes Auge schon recht zugeschwollen war und einige dunkle Flecken sich bildeten.
„Was, hast du etwa schon genug?“, bellte es ihm entgegen.
„Nein, nur im Gegensatz zu dir, Black, habe ich mehr Verstand und weiß somit, dass wir hier so lange nicht rauskommen werden, wie wir uns bekriegen.“
„Du glaubst doch wohl nicht wirklich, dass die das ernst gemeint haben!“, erwiderte Sirius trotzig wie ein Kleinkind, wobei er sich allerdings auch an einer der Wände hinabgleiten ließ. Natürlich in entgegengesetzter Richtung von Snape.
Für einen Moment herrschte Ruhe, doch die sollte nicht lange anhalten, da Sirius langweilig wurde. Und was hatte er von je her getan, wenn ihn Langeweile plagte? Genau, Snivellus ärgern! So begann er erneut den anderen zu beleidigen, der ihn nur ausdruckslos anstarrte und nichts darauf erwiderte.
„Du kannst mich soviel beleidigen wie du willst, doch wenn du in deinem Gehirn mal die letzten drei Jahre zurück gehst und dich an Harry erinnerst, würdest du erkennen, dass er glücklich war. Glücklich mit mir, da wir schon so lange zusammen sind. Sag mir Black, was weißt du über männliche Schwangerschaften?“, verlangte Severus schließlich nach Minuten des Schweigens von seiner Seite, zu wissen.
„Mit dir glücklich, pah!“, doch innerlich musste er sich eingestehen, dass sein Gegenüber recht hatte. Harry war in den letzten drei Jahren aufgeblüht. Er hatte sich schon gefragt woran es liegen könnte, doch nie wirklich seinen Kleinen darauf angesprochen. Er hatte sich viel zu sehr darüber gefreut, dass es diesem immer besser gegangen war, als dass er nach der Ursache geforscht hätte. Hauptsache sein Kleiner war glücklich, dann war er es auch.
„Was soll ich schon großartig wissen. Es gibt ein paar männliche Zauberer, die schwanger werden können. Da ist doch nichts dabei“, beharrte er.
„So, nichts dabei?! Du bist so ein hornochsiger Ignorant, Black! Deinetwegen kann ich nicht bei der Geburt meiner Kinder dabei sein und Harry auch nicht beistehen, seine Hand halten und ihn beruhigen. Gut, ich war vor ein paar Stunden ziemlich nervös und muss ihm auf die Nerven gegangen sein, doch änderte sich das schlagartig, als es ihm schlechter ging. Schließlich hatte der Heiler gesagt, dass männliche Schwangerschaften ein sehr hohes gesundheitliches Risiko sind. Nicht jeder Zauberer überlebt die Geburt und wenn, ist es noch nicht gesagt, dass das Kind sie übersteht und mein Löwe bekommt gleich zwei. Zwei, verstehst du die Bedeutung dieser Zahl?! Aufgrund dieser Tatsache, dass es Zwillinge sind, ist das Risiko für die Drei enorm hoch“, erklärte Severus, der aufgrund der Sorge in der letzten halben Stunde vor dem Erscheinen des anderen, seine Gefühle nicht mehr gänzlich verbergen konnte und seinen Kopf auf seine Arme bettete, die auf seinen angezogenen Knien lagen, um dadurch die ersten Tränen, die sich ihren Weg aus seinen Augenwinkeln bahnten, zu verbergen. *Wäre der dämliche Köter doch bloß nie aufgetaucht, dann wäre ich jetzt dort, wo ich hingehöre!*
Als Sirius das hörte, wurde er ganz still und fing auch an sich Sorgen zu machen und dachte intensiv über das Gehörte nach. Nach einer geraumen Weile schaffte er es, sich dazu durchzuringen aufzustehen und zu seinem Schulerzfeind hinüber zu gehen und sich direkt neben diesem wieder niederzulassen, wobei er erstaunt feststellte, dass er ihm so nah kam, dass er ihn berühren konnte. Seine Sorge um seinen Kleinen und seine Enkelkinder, waren größer, als die Feindschaft zu Snivellus, dem Harrys Wohl offensichtlich genauso am Herzen lag wie ihm selbst. So war ihm ihre Feindschaft jetzt egal.
Er sprach Severus an, der aufgrund seiner Sorge und da Voldemort nur noch Geschichte war, nicht mehr seine Sinne und Wahrnehmung rund um die Uhr auf alles und jeden richtete, durch diese plötzliche Nähe von Sirius Stimme überrascht wurde. Was er sich allerdings nicht anmerken ließ. Nur konnte er nicht ganz verhindern, dass die Flohschleuder seine Tränen erblickte, was Sirius allerdings noch mehr in seiner Entscheidung festigte, dass Harry jetzt Vorrang hatte und Snivellus vielleicht doch gar nicht so ein schlechter Kerl wäre, wenn er sich so um seinen Kleinen sorgte. Vielleicht sollte er dem Anderen eine winzig kleine Chance geben. So machte er Snivellus den Vorschlag eines Waffenstillstandes, da dies der denkbar schlechteste Zeitpunkt für alte Streitigkeiten sei.
Severus brauchte ein paar Sekunden um die Ernsthaftigkeit, die in Sirius Worten lag, zu erfassen, doch dann schlug auch er nach einem Blick in Sirius ernstem Gesicht bereitwillig ein. Kaum berührten sich beide Hände, so ertönte von der Tür auch schon ein leises Klicken und beide blickten überrascht zu dieser herüber. Es kam niemand herein und so erhoben sie sich und stellten fest, dass sie ohne Probleme den Raum verlassen konnten.
Zielstrebig gingen sie mit ausgreifenden schnellen Schritten in die Richtung, aus der sie hierher transportiert worden waren. Sie hatten gerade die Türen zur Entbindungsstation passiert, als Sirius plötzlich in den vor ihm gehenden Severus prallte. Dieser war ohne ersichtlichen Grund unerwartet stehen geblieben. Sirius wollte gerade mit einer Schimpftirade anfangen, als sein Blick ebenfalls auf Remus fiel, der vor einer Operationstür auf einem Stuhl zusammengekauert saß und wie es schien weinte. Sirius war erst wie Severus erstarrt und schluckte einen sehr großen Klos hinunter, doch dann packte er den anderen am Arm und zerrte ihn mit zu den Stühlen, wo er diesen neben Remus auf einen hinunterdrückte, um sich dann auf die andere Seite seines Kuschelwolfes zu setzen. Er schloss diesen in seine Arme und strich ihm beruhigend über den Rücken. Nachdem Remus sich etwas beruhigt hatte, blickten seine wässrigen bernsteinfarbenen Augen auf und direkt in Sirius sorgenvolles Gesicht. Unter heftigen Schluchzern fing er an zu berichten, was sich ereignet hatte, seitdem die beiden Streithähne in den Isolationsraum gebracht worden waren.
Er berichtete davon, dass ein Heiler nach der Wehe kommen musste und Remus Harrys Hand danach bis zur nächsten Wehe gehalten hatte. Dieser hatte erschöpft im Bett gelegen und hatte sich umgesehen und nach den anderen Beiden gefragt. Remus hatte ihm berichtet was geschehen war und Harrys Augen schimmerten schon nach kurzer Zeit und zeugten von tiefer Traurigkeit darüber, dass die Beiden sich nicht mal an diesem besonderen Tag zusammenreißen konnten, um ihm beizustehen. Remus berichtete, dass Harry sehr enttäuscht gewesen war und dann kam auch schon die nächste Wehe, auf die in sehr kurzen Abständen noch ein paar folgten bis ...
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So das war es dann auch schon wieder von meiner Seite.
Habt einen schönen Heiligabend!
Lieben Gruß lumos
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