Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Der Brief ... und seine Folgen ... - Der Brief ... und seine Folgen ... Teil 4

von lumos

Huhu!
Nach dem ich meinen Treppensturz auskuriert habe, man gönnt sich ja sonst nichts zum neuen Jahr, ist mir eingefallen, dass ich hier noch das letzte Kap schuldig bin. Also reiche ich es nach. Vielleicht hat die Geschichte hier ja irgendwann doch mal einen Leser oder eine Leserin.

Vorweg wünsche ich aber noch ein frohes neues Jahr!

Aber nun genug von meinem Geschwafel.

Also viel Spaß!


... und seine Folgen ... Teil 4 3397 Wörter

„Mister Snape, Ihrem Lebensgefährten geht es den Umständen entsprechend gut. Er benötigt aber die nächsten Tage strengste Bettruhe. Es hat zwischenzeitlich einen ziemlich kritischen Moment gegeben und die Schwangerschaft und die Wehen haben sehr an den Kraftreserven gezehrt“, berichtete der Heiler, was Sirius und Severus zum Teil erleichtert ausatmen ließ. Remus wiederum sah den Heiler etwas geschockt an.

„Allen Mächten sei gedankt“, entfuhr es Sirius, während Severus zeitgleich zu wissen verlangte, wie es den Kindern ging. Er machte sich auf das Schlimmste gefasst, da der Heiler diese bis jetzt noch nicht erwähnt hatte. Wenn sie es nicht geschafft haben sollten, würde er stark sein müssen. Für sie beide. So schwer es ihm auch fallen würde.

„Beide, das Mädchen und auch der Junge, sind gesund und munter. Sie haben uns schon akustisch verdeutlicht, dass ihr Lungenvolumen durchaus mehr als gut ausgebildet ist. Allerdings sind sie noch etwas klein und auch ihr Gewicht liegt etwas unter dem eines normalen Säuglings, was sie aber bestimmt schnell aufholen werden. Was aber auch nicht verwunderlich ist, schließlich ist ihre Mutter männlich und als Zwillinge mussten sie sich die Nährstoffe und den Platz teilen. Sie können sie und Ihren Gefährten am 26. abends mit nach Hause nehmen, sofern nicht noch Komplikationen auftreten. Ich weiß, es ist Weihnachten, aber eher auf keinen Fall. Das ist zu riskant. Es reicht, dass Mister Potter uns einmal beinahe unter den Händen weggestorben wäre. Miss Weasley wird Sie dann in den ersten Wochen regelmäßig besuchen, um Sie beim Umgang mit den Kindern zu unterstützen und darauf zu achten, dass Mister Potter auch ja nicht einen Fuß aus dem Bett setzt. Soweit ich das vorhin mitbekommen habe, hört er zähneknirschend auf meine junge Kollegin“, berichtete er mit einem verschmitzten Lächeln, als er zum Schluss seiner Rede gelangte.

„Kann ich zu ihm und auch meine Kinder sehen?“, möchte Severus erleichtert und glücklich von dem Heiler wissen. Während der Erklärungen des Arztes hatte er nur zustimmend genickt, während ihm das gesamte Himalajagebirge vom Herzen gefallen war.

Auch Sirius Herz machte vor Freude und unsäglicher Erleichterung Luftsprünge. Seinem Kleinen ging es gut und den Babys auch. Jetzt wurde alles gut, dass wusste er. Harry würde ihm verzeihen und er und Remus würden mit Stolz ihre Enkekinder verhätscheln und vertätscheln.

„Ja, aber nicht lange. Mister Potter ist eingeschlafen und er benötigt seinen Schlaf. Wenn Sie ganz leise sind und ihn nicht aufwecken, können Sie drei zu ihm und ich beauftrage zwei Schwestern damit, ihnen die Kinder vorbei zu bringen.“

„Danke!“

„Schon gut. Mister Potter wird gleich in sein vorheriges Zimmer gebracht. Sie können schon mal vorgehen.“

Die drei verabschiedeten sich von dem Heiler und begaben sich glücklich in das letzte Zimmer der Station, wo sie auf die schlafende `Mutter´ warteten, die auch schon keine fünf Minuten später auf einer schwebenden Trage liegend ins Zimmer gebracht wurde. Zwar war Harry noch etwas blass im Gesicht aber er schlummerte friedlich. Severus zog sich sogleich einen der Stühle ans Bett heran, setzte sich und streichelte Harry liebevoll durch dessen verschwitzte Haare.

Um diesen besonderen Moment nicht zu zerstören, zog Remus den sich sträubenden Sirius in eine Ecke des Zimmers, wo ein Tisch mit drei weiteren Stühlen stand.

„Remus, wieso? Ich will zu Harry!“, beschwerte sich Sirius energisch, woraufhin der Angesprochene seinen Kopf schüttelte.

„Sirius, Severus ist Harrys Partner. Lass ihm diesen Moment. Er nimmt ihn uns nicht weg! Ist das immer noch nicht in deinen Dickschädel eingedrungen?“

„Doch, aber ich möchte bei ihm sein. Er ist doch mein kleiner Harry, mein Patenkind. Wir haben doch schon so viel in seinem Leben verpasst!“

„Und das wird er auch bleiben, solange du Severus an seiner Seite akzeptierst. Dann wird er weiterhin zu uns kommen, um Rat fragen und um Hilfe bitten, aber wenn du dich gegen ihre Beziehung stellst, werden wir ihn verlieren.“

„Das habe ich nicht vor. Selbst ich konnte sehen wie viel Harry ... Severus bedeutet.“

„Dann ist ja gut.“ Erleichtert drückte Remus seinem Schatz einen Kuss auf den Mund, den dieser freudig erwiderte. Erst als Ginny sich räusperte, die mit zwei kleinen Würmchen auf den Armen das Zimmer betrat, lösten sich beide voneinander. Ginny, die als Medihexe in Ausbildung im Mungos arbeitete und während der Entbindung an der Seite ihres Ex-Freundes war, wollte es sich nicht entgehen lassen, persönlich die beiden Kleinen zu ihren Eltern zu bringen.

„Professor Snape, Remus, Sirius, darf ich euch die nächste Pottergeneration vorstellen, die in elf Jahren den Lehrern graue Haare bescheren wird!“ Schnell stand sie neben Severus, der mit verräterischen feuchten Augen auf die Bündel in ihren Armen blickte und legte ihm diese vorsichtig in seine Arme. Severus war überwältigt von dem Gefühl, dass auf ihn einstürmte. Das waren seine Kinder! Seine und Harrys und sie sahen bildschön aus, einfach perfekt, so wie Harry. Beide hatten schwarzen Haarflaum auf dem Kopf, süße kleine runzelige Finger und die Stupsnasen bildeten eine große Verlockung ihnen einen Kuss aufzuhauchen, was er auch bei beiden tat. Wie, als ob sie nicht gestört werden wollten, zogen sie ihre Näschen kraus, schlummerten allerdings, wie ihre Mama, friedlich weiter, während sie leicht im Schlaf schmatzten, aber das war auch egal. Sie waren gesund und das war für ihn im Augenblick das Wichtigste. Und nach den Sorgen und ausgestandenen Ängsten der vergangenen Stunden, war es ihm auch gleich, dass er seine Wette gegen Harry verloren hatte. Sie wollten sich, was das Geschlecht anging, überraschen lassen. Doch hatte Harry steif und fest behauptet, dass sie mit beiden beschenkt werden würden. Wieso er dieser Meinung war, konnte er allerdings nicht erklären.

Nachdem Remus und Sirius dem frisch gebackenen Vater ein paar Minuten zum Betrachten seiner Kinder gegeben hatten, traten sie nun neben ihn und stellten gleichfalls fest, dass das die süßesten Zwerge seien, die sie je gesehen hatten. Wobei Sirius innerlich natürlich davon überzeugt war, dass das ganz alleine Harrys Verdienst war. Allerdings hütete er sich dies laut auszusprechen. Er war schließlich nicht lebensmüde, da Remus direkt neben ihm stand. Und so wie er die Kleinen betrachtete, schlich sich fast ein kleines bisschen Wehmut in sein Herz. Dank seines Askabanurlaubes hatte er so viel bei Harrys Entwicklung verpasst. Er als sein Pate hätte ihn aufziehen und ihm Liebe schenken sollen und nicht dieses wandelnde Gerippe einer Tante, die nicht zu würdigen wusste, was für ein Juwel Harry doch war. Bei den Zwillingen würde er zwar viel mehr miterleben, doch war es diesmal etwas anderes. Er würde sie nach ein paar Stunden immer wieder abgeben müssen. Zu schade, dass sein Kuschelwolf keine Kinder bekommen konnte, denn bei ihrem regen Bettsport und ohne Verhütung, hätte es schon längst Früchte tragen müssen.

„Sev!“, kam schließlich Harrys schwache Stimme vom Bett. Dieser drehte sich sofort in dessen Richtung und lächelte seinen Schatz sanft an.

„Harry, du bist wach.“

„Hmm, scheint so. Sind das unsere Kleinen?“

„Schlafmütze! Wessen sonst, Bl ... Sirius etwa? Darf ich dir Severin James und Sera Lilly Potter vorstellen“, meinte Severus, wobei alle Aufmerksamkeit auf den Kleinen lag und niemand den sehnsüchtigen Ausdruck in Remus Augen sah, als dieser Sirius betrachtete und während Sev Sirius in Verbindung mit den Kindern erwähnte. Auch Remus hätte sehr gerne solch ein Würmchen auf den Armen, das Sirius und sein Kind wäre. Doch das sollte wohl immer ein Wunschtraum von ihm bleiben.

Sanft legte Severus seinem Schatz die beiden Babys in dessen Arme. Harrys Augen wurden bei dem Anblick seiner Kinder feucht und kurz darauf verließen Freudentränen seine Augen. Severus setzte sich direkt neben ihn aufs Bett und nahm seinen Schatz sanft in den Arm und hauchte diesem einen Kuss auf dem Schopf. Nachdem Harry sich halbwegs sattgesehen hatte, durften auch Remus und Sirius ihre `Enkelkinder´ endlich auf den Armen halten. Nach einer halben Stunde, in der Harry wieder eingeschlafen war, mussten sie die beiden allerdings wieder an Ginny abgeben, die sich verabschiedete, um sie in ihre Bettchen zu legen.

Die nächsten beiden Tage vergingen wie im Flug, in denen Severus Harry und seine Würmchen viel besuchte. Er richtete aber auch das Zimmer der Kleinen in seiner Lehrerwohnung, in der Harry mehr Zeit verbracht hatte als in seiner eigenen, kindgerecht einrichtete. Sev war der Meinung gewesen, dass sie zwei Jungen bekommen würden. Er hatte Harry nicht geglaubt und so, hatte er wie ein Verrückter nur blaue und grüne Sachen eingekauft und in dem Kinderzimmer untergebracht, dass sie an die Wohnung angeschlossen hatten. Jetzt galt es die Einrichtung auf die Rechte und die linke Hälfte des Zimmers aufzuteilen und die eine dann in rot und gelb umzufärben. Mit den Farben konnte er sich arrangieren. Bei Rosa streikte er allerdings vehement. Zum Glück war das Zimmer groß genug, so dass sie später, wenn jeder sein eigenes haben wollte, nur eine Trennwand zu ziehen brauchten. Tatkräftige Unterstützung erhielt er von Sirius, der der Meinung war, dass Severus womöglich alles in schwarz gestalten würde, wenn er nicht dabei wäre und darauf acht gab. Severus hatte sich zwar darüber gewundert, doch Harry zuliebe hatte er, auch wenn dieser davon nichts wusste, da er die meiste Zeit verschlief, sich nicht negativ geäußert. Schließlich waren sie beide mit dem Zimmer zufrieden, dessen Decke mit einem Sternenhimmel verziert war und die Wände einem Wald glichen, in dem sich viele magische Tiere aufhielten. Hin und wieder sah man ein Einhorn durchs Geäst streifen oder eine kleine Fee den Morgentau sammeln. Während sie das Zimmer eingerichtet hatten, hatten die beiden Männer sich auch mehr oder weniger ausgesprochen, wobei Sirius sich bei Severus aufrichtig entschuldigt hatte. Beide wussten zwar, dass sie nie die besten Freunde werden würden, doch war ein Umgang mit dem jeweils anderen ohne Flüche und Beleidigungen ein guter Anfang.

Remus indessen wachte über Harrys Schlaf. Selbst bei seiner Entlassung aus dem Mungos befand sich Harry im Halbschlaf. Im Unterbewusstsein nahm er jedoch war, wie Severus ihn aus dem Bett hob, die Station verließ und nach Hogwarts apparierte, während seine `Väter´ ihre `Enkelkinder´ nahmen, doch so ganz erreichte es ihn nicht. Der Heiler hatte gemeint, dass das durchaus normal sei und Harry bestimmt am nächsten Tag wieder wacher und aufnahmefähiger sein würde.

So war es schließlich auch und er langweilte sich seit etwa einer Stunde, da er das Bett nicht verlassen durfte und Sev der Meinung war, ihre Kinder wieder in ihre Bettchen bringen zu müssen. Direkt nach dem Aufwachen hatte Sev sie ihm ins Bett gelegt und er hatte sich an ihnen nicht satt sehen können. Doch nun war er alleine und es wurde ihm schnell langweilig. Allerdings hielt er sich lieber an die verordnete Bettruhe, da Severus ihm bei Zuwiderhandlung eine drastische Strafe angekündigt hatte, ehe dieser sich mit einem Kuss verabschiedet und die Kinder aus dem Raum getragen hatte. So lag Harry die Stunde dösend im Bett und horchte erst auf, als er gedämpfte Stimmen aus dem nebenan liegenden Wohnzimmer vernahm.

„Hast du alles vorbereitet, Severus?“

„Ja, habe ich.“

*Was war vorbereitet und was war überhaupt los?*, fragte sich Harry. Doch lange brauchte er nicht auf eine Erklärung warten, denn sein Schatz kam in ihr Schlafzimmer und nahm ihn, samt Decke, auf seine Arme. Vor der Türe blieb dieser allerdings nochmals stehen.

„Mach deine Augen zu!“

„Was?“

„Du sollst deine Augen schließen!“

„Wieso?“

„Wenn du weiter diskutieren möchtest verfrachte ich dich zurück ins Bett und gehe wieder.“

Bevor Severus seine Drohung in die Tat umsetzen konnte, schloss Harry schnell seine Augen und spürte wie Severus ihn ein paar Schritte weiter trug und schließlich auf etwas bequemem wieder ablegte. Unverzüglich stieg ein herrlicher Duft in seine Nase und sein Magen reagierte prompt entsprechend darauf.

„Darf ich sie jetzt wieder öffnen“, wollte er neugierig wissen.

„Ja, darfst du“, kam Severus gehauchte Antwort nah an seinem Ohr und der raue Klang ließ einen Schauer der Erregung über Harrys Körper hinwegziehen. Als dieser die Augen öffnete, sah er sich mit großen Augen um. Er lag auf dem Sofa und betrachtete mit großen Augen das umgestaltete Wohnzimmer. Sie hatten schon vorher `ihre´ Wohnung festlich geschmückt gehabt, wobei Harry um jeden Strohstern, Schneemann, Christbaumkugel und ein paar andere typische Weihnachtsartikel arg hatte kämpfen müssen, bis Sev endlich eingewilligt hatte. Doch jetzt war das Wohnzimmer mit zu gut gemeinter Weihnachtsdekoration regelrecht überschüttet. Die Farben Rot und Gold sprangen ihm mit etwas Grün dazwischen förmlich entgegen und es musste eine große Überwindung für Severus gewesen sein, seine Wohnung dermaßen bunt zu dekorieren. Auf dem Tisch vor ihm stand ein leckerer Braten mit Soße und Gemüse und vier Gedecke. Aus dem Kinderzimmer traten soeben Siri und Remus mit seinen beiden Kleinen auf den Armen, die in festliche Strampler gekleidet waren. Als Sev ihm einen Kuss schenkte und ihm dabei nachträglich Frohe Weihnachten wünschte, war es um ihn geschehen. Tränen kullerten aus seinen Augen und Sev, der Angst hatte etwas Falsches getan zu haben, schloss ihn sofort in die Arme. Währenddessen ließen die anderen beiden sich bedröppelt auf die Sessel nieder und wussten auch nicht wirklich was los war. Schließlich sollte dieses nachgeholte Weihnachtsessen eine schöne Überraschung sein und mit Tränen hatten sie nun gar nicht gerechnet.

„Hey, Schatz, was ist denn? Haben wir etwas falsch gemacht oder geht es dir nicht gut? Soll ich Poppy holen?“

„Nein!“, schniefte Harry, „nein, das ... das habe ich nur alles nicht ... verdient. Du bist so ... lieb zu mir und ich ... ich ... ich ...“

„Hey, beruhige dich erstmal und atme tief durch und dann erzählst du mir, wieso du dieser aberwitzigen Vorstellung erlegen bist, dass du nicht gut genug für mich seiest!“, versuchte Severus seinen Schatz zu beruhigen.

Harry brauchte ein paar Minuten um sich zu sammeln. Schließlich löste er sich aus Severus Umarmung und wischte sich die Tränen weg, ehe er zu erklären begann.

„Wir, nein eher ich, kam auf diese ... diese bescheuerte Idee. Sie hat funktioniert, ihr streitet euch nicht mehr, aber meinetwegen hattest du Kummer und du bist so lieb und so gut zu mir. Du hast mich aus meiner Lethargie gelockt, als ich nach dem Krieg Probleme mit mir selbst und dem Leben bekommen hatte.“

„Wovon redest du?“, hakte Severus mit einer hochgezogenen Augenbraue nach.

„Ich ... ich hielt das nicht aus. Die Wehen ... zerrten an mir und ... und dann auch noch eure Prügelei und als diese Schwester erzählte, in was für einen Raum sie euch gebracht haben, da ... wobei ich zugeben muss, dass ich ... nicht mit diesem Ergebnis gerechnet habe, als ... als ich diese drastische Maßnahme vorschlug. Ich dachte eher, dass ... das aufgrund meines umnebelten Verstandes, durch ... durch die Wehen verursacht, eine Schnapsidee wäre. Also, ... ja es gab arge Komplikationen, aber erst, als ich schon im OP lag und nicht vorher. Vorher waren meine Werte kritisch aber noch soweit stabil.“

„Was soll das heißen?“, mischte sich nun auch Sirius in das Gespräch mit ein, der erst Harry und dann Remus verdattert anstarrte.

„Das bedeutet, dass ich vor dem OP-Raum geschauspielert habe. Es ging Harry nicht wirklich gut, aber immer noch kritisch, als sie ihn dort hin gebracht haben. Aber nicht so schlecht, wie ich es euch weiß gemacht habe. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so überzeugend sein könnte“, erklärte Remus schließlich, um Harry etwas unter die Arme zu greifen. Dabei sah auch er die anderen beiden entschuldigend an. Er persönlich hatte zwar die Idee etwas als verrückt empfunden, doch Harry trotzdem versprochen ihm zu helfen. Genau wie bei Harry jetzt, hatte auch bei ihm in den vergangenen zwei Tagen das schlechte Gewissen konsequent an ihm genagt, da ihm bewusst geworden war, welche Ängste Severus und Sirius ausgestanden haben mussten. Geschockt hatte es Remus, als der Heiler dann plötzlich von echten Komplikationen gesprochen hatte.

„Diese ganze Aktion sollte bewirken, dass euch klar wird, was im Leben wichtig ist. Der Gedanke, Harry zu verlieren, sollte euch zeigen, wie wichtig er euch und dem jeweils anderen ist. Ihr solltet erkennen, dass es besser ist, diese Streitereien zu begraben, da das Leben viel zu kurz ist und jeden Moment vorbei sein könnte. Eigentlich hätte euch das schon während des Krieges bewusst werden müssen, aber Padfood, du warst in solchen Gefühlsangelegenheiten noch nie von der schnellen Sorte.“

„Hey, was soll das denn heißen?“, beschwerte sich Sirius sogleich.

„Siri, man bedenke nur mal, wie lange du gebraucht hast, um mich um eine Verabredung zu bitten. Das hat fast ein halbes Jahr gedauert und als du es tatest, hast du mit hochrotem Gesicht gestottert.“

„Hmmm“, schmollte Sirius, denn so schlimm war er nun auch wieder nicht gewesen. Schließlich hatte er die Wörter „Verabredung“, „zu zweit“ und „essen gehen“ ohne Unterbrechung über seine Lippen gebracht. Der Rest des Satzes war doch nur Form halber gewesen. Den konnte man ruhig verschlucken.

„Und was Severus angeht, so hat er jetzt erst die Möglichkeit Gefühle, die positiv sind, zuzulassen und Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. Wir hatten gehofft, dass du dich mit Sirius arrangierst, wenn ihr erst mal das Kriegsbeil begraben habt und irgendwie hat es ja auch funktioniert. Wir sind eine Familie. In der kann es auch zu Streitereien kommen, aber die sollten begründet sein und nicht so ausarten wie im Mungos.“

Erdrückende Stille war auf diese Erklärung hin eingekehrt, die nur hin und wieder durch Harrys Schluchzer unterbrochen wurde, der sich krampfhaft an Severus Hemd festhielt. Sirius und Severus wussten anfangs nicht, wie sie auf dieses Geständnis reagieren sollten. Sie hätten vielleicht mit allem gerechnet, aber nicht mit so etwas.

„Bitte, Sev, verlass mich nicht!“, kam es schließlich von Harry, der diese Stille nicht mehr aushielt.

„Nein, ich verlasse dich nicht. Ja, ich bin enttäuscht, aber es zeigt mir ... uns auch, wie sehr du uns liebst, dass du dir so eine Schmierenkomödie in deinem Zustand einfallen lassen kannst. Aber mach so etwas nie wieder. Hörst du, nie wieder!“ Während er sprach, zog Severus Harry behutsam in seine Arme und küsste diesen zärtlich. All seine Emotionen legte er in diesen einen Kuss und Harry klammerte sich wie ein Ertrinkender weiterhin an Severus fest. Trotz dieser Versicherung hat er Angst, diesen noch zu verlieren. In dieser Sekunde konnte er mehr oder weniger nachempfinden, wie Severus sich gefühlt haben musste, als er vor dem OP-Raum gewartet hatte. Was für Ängste er ausgestanden haben musste.

Remus wiederum sah Sirius entschuldigend an und da dieser seinem Kuschelwolf nicht lange böse sein konnte, beugte er sich vorsichtig, auf Sera achtend, zu diesem herüber und küsste ihn leidenschaftlich. Innerlich schwor er sich allerdings, dass das eine kleine fiese Rache geben würde, die er allerdings auf zu Hause und in die Horizontale verlegen würde. Hier wäre sie wirklich nicht angebracht.


Nach diesem Geständnis brauchte es noch etwas Zeit, damit wieder eine ungezwungene festliche Weihnachtsstimmung einkehren konnte, doch verbrachten sie noch einen schönen Tag und den anschließenden Abend zusammen. Währendessen erfuhren Remus und Sirius wie es kam, dass niemand, bis auf Dumbledore, Poppy, Hermine, Ron und Draco, die Stillschweigen bewahren mussten, von ihrer Beziehung und dem Nachwuchs wussten. Zur Tarnung hatte Harry immer noch seine eigene Lehrerwohnung. Damit niemand etwas von der Schwangerschaft erfuhr, bevor er sich getraut hatte den Beiden davon zu berichten, hatte er jeden Tag direkt nach dem Aufstehen eine Illusion über seinen Bauch gelegt. Doch jetzt, nachdem sie es wussten und die Kinder auf der Welt waren , würden sie ganz offiziell zusammenziehen und Harry in Mutterschaftsurlaub gehen. Severus würde solange seinen Posten übernehmen und Draco stand schon für den Posten des Tränkeprofessors in den Startlöchern, der diesen Job für drei Jahre übernehmen würde. Er hatte ihn angenommen, da er zeitgleich die Möglichkeit bekommen hatte, seine Forschungen weiter zu führen und sich auf diese Weise besser mit Severus absprechen konnte. In den letzten zwei Monaten hatte Harry den Unterricht so gestaltet, dass alle Jahrgangsstufen jeweils an einem Projekt arbeiteten. Er brauchte somit diese nur zu überwachen und für eventuelle Fragen zur Verfügung stehen. So war er dem stressigen Alltag eines Lehrers entgangen, da Poppy ihm, aufgrund seiner körperlichen Verfassung, von jeglichem Stress abgeraten hatte. Vor allem, da seine Zwillingsschwangerschaft nicht einfach war, hatten die Monate sehr an seinen Kraftreserven gezerrt, was sich bemerkbar machte.


So driftete Harry während ihrer Unterhaltung immer wieder ins Land der Träume ab, da er noch viel zu müde und erschöpft war. Nachdem die kleinen Quälgeister versorgt und die großen vor die Tür gesetzt waren, brachte Severus den vor sich hin dämmernden Harry in ihr gemeinsames Bett. Sanft strich er ihm eine verwirrte Strähne aus dem Gesicht und betrachtete es ausgiebig, ehe er sich umzog und selbst schlafen legte, wobei er seinen Schatz in den Arm nahm. Kurz darauf war auch er eingeschlafen.


~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~


So, das war es dann von meiner Seite. Sollte doch noch jemand mir sagen wollen, wie er/sie es fand. Nur raus damit, würde mich freuen!

Lieben Gruß lumos


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Als ich das Buch las, sah ich es sofort vor mir. Für mich war klar, wie der Film aussehen würde.
Alfonso Cuarón über den dritten Harry-Potter-Film