
von lumos
Hey Allerseits!
Hmm, jetzt war ich wohl zu schnell für euch! *Schulterzuck - lol* Ich weiß aber noch nicht, wann ich den nächsten Part rein setzen kann. Nun wünsche ich euch viel Spaß bei diesem Part!
Bis dann lumos
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Achtung WICHTIG!!!
In diesem Kapitel wird Gewalt vorkommen. Ich werde sie nicht in eine Kategorie wie leicht, mittel, harmlos, schwer, grausam, stark usw. einordnen. Denn Gewalt ist immer Gewalt, egal welche körperlichen Folgen sie später hat. Auch Gewalt, die keine Knochenbrüche, sondern Prellungen, Schürfwunden, Schnittwunden usw. als Auswirkung hat, ist Gewalt und als solche anzusehen! Selbst Gewalt, die nicht gegen den Körper, sondern gegen die Psyche gerichtete ist, ist Gewalt.
Jedes Mal, wenn einem Menschen, jedweder Schweregrad, Gewalt angetan wird, wird gleichzeitig die Psyche getroffen und wenn die körperlichen Verletzungen nicht mehr sichtbar sind, so sind zu großer Wahrscheinlichkeit die psychischen immer noch da!!!!!!
Bitte bedenkt das! Ich will hier nichts verherrlichen oder positiv darstellen.
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Teil 2 - Es ist sehr heiß ~ * ~ Part 7 2156 Wörter
Lina
Meine Augen wandern von dem Mann, der mit großen und ausholenden energischen Schritten auf uns zukommt, hinüber zum Slytherintisch, an dem ich nach einer ganz bestimmten Person suche. Und als ich sie finde, brauche ich mir nicht erst die Mühe zu machen, hinter eine undurchsichtige Maske zu blicken, denn die Schadenfreude springt mir förmlich entgegen und signalisiert mir, dass er diesen Auftritt genießt. Und schon ist mir mehr als klar, wer der Urheber dieser Szene ist. Aber warte mein Freundchen, das wirst du mir büßen. Ungeschoren kommst du nicht davon!
Doch mehr Gedanken kann ich mir nicht mehr machen, da er hinter Harry und mir stehen bleibt, mich ziemlich unsanft am Oberarm packt und mich von der Bank hochzerrt. Harry will schon aufspringen, doch teile ich ihm mit einer Handbewegung mit, dass er sitzen bleiben soll, während ich weiter zum Ausgang und hinaus geschleift werde. Ich bemerke, dass Harry meiner Aufforderung nur widerwillig nachkommt. Während ich aus dem Saal gezerrt werde, hoffe ich nur, dass er nicht noch fester zupackt. Denn ich glaube, dass mein Arm einem festeren Griff nicht lange standhalten würde, so sehr schmerzt es schon und mit Sicherheit wird ein unschöner blauer Fleck auf meiner recht weißen Haut zurückbleiben. Wunderbar, jetzt kann ich bei dem heißen Wetter keine ärmellosen Shirts und Tops anziehen.
Ich will zum Sprechen ansetzen, da werde ich auch schon angefaucht still zu sein und so schweige ich lieber, bis es mir gestattet wird zu sprechen. Er zieht mich noch eine Weile mit sich mit, bis wir an einem leeren Klassenzimmer ankommen. Welche Ironie des Schicksals erkenne ich den Raum wieder, in dem ich heute schon einmal unfreiwillig gelandet bin.
Nur dass ich diesmal nicht gegen eine Wand gedrückt, sondern grob auf einen Stuhl geschubst werde. Wobei ich die Wand mit Harry im Raum definitiv vorziehen würde. Ich würde jetzt überall lieber sein, nur nicht hier, denn ich habe diese Augen noch nie so böse funkeln sehen.
Wenn Blicke töten konnten, wäre es um mich geschehen. Ich war sowas von `tot´. Mausetot!
„Wie konntest du nur? Du hast uns bitterlich enttäuscht. Alles haben wir dir erlaubt, absolut alles. Wir haben dir sogar gestattet unsere Neutralität aufzugeben und dich am Krieg zu beteiligen und was machst du? Du schmeißt dich in die Arme dieses Subjekts. Ich wusste genau, wieso ich dich damals nicht nach Hogwarts gehen lassen wollte. Und jetzt, nachdem du mich so bekniet hast, dich ab deinem fünften Schuljahr hierher zu schicken und ich auf Bitten deiner Mutter nachgegeben habe, hast du die Familienehre beschmutzt. Es ist das eingetreten, wovor ich uns bewahren wollte. Du hast dich auf einen Malfoy eingelassen. Wie stehen wir denn jetzt da? Hast du dir darüber auch nur einen winzig kleinen Gedanken in deinem offensichtlichen Spatzenhirn gemacht?“
„Das ist doch gar nicht wahr. Ich habe nichts Verwerfliches getan, Vater“, protestiere ich gegen seine Anschuldigungen. Schließlich war es doch nur ein Kuss und ich habe mit Draco keinen wilden, absolut geilen Sex gehabt!
„Ach nein, du hast nichts getan und wie kommt es, dass mir dein Bruder heute einen Brief geschickt hat.“ Mit diesen Worten zieht er ein recht zerknittertes Briefpapier aus seiner Robe und schreit mich weiter an. „In diesem stand, dass du mit Draco Malfoy, Lucius und Narzissa Malfoys Sohn, vor versammelter Schülerschaft wild rumgeknutscht hast und er dich dabei schon halb ausgezogen hat und ihr noch weiter gegangen wärt, wenn sein Hauslehrer nicht eingeschritten wäre. Soll das nicht wahr sein?“ Mein Vater baut sich ziemlich bedrohlich vor mir auf und fuchtelt wild mit dem Schreiben vor meiner Nase herum, auf dem ich wirklich die Handschrift meines jüngeren Bruders erkennen kann.
Also war er es wirklich gewesen. Das habe ich mir ja schon gedacht, doch es ist etwas anderes, es nun auch bestätigt zu bekommen. Wie kann ein Mensch schon in so jungen Jahren von der Gier nach Macht und Geld derart zerfressen sein, dass er seine eigene Schwester opfert? Das will mir einfach nicht in den Kopf! Von mir aus kann er doch den Titel Lord Maloy haben. Ich bin da nicht so scharf drauf. Aber nein, der Titel Lord oder Lady Maloy wird immer nur an die oder den Erstgeborenen vererbt, den dann die Ehepartner mit übernehmen und alle anderen gehen leer aus. Wer hat sich bloß so einen Schwachsinn ausgedacht?
Vermutlich gab es deswegen diesen großen Streit damals, der die Familie gespalten hatte, so dass nun auch die Malfoys existieren? Der jüngere Bruder meines Ururururur und so weiter Großvaters hat sich nach einem Streit von der Familie losgesagt und unserem Namen einfach nur ein „F“ eingefügt. So wurde aus dem zweitgeborenen Maloy der erste Malfoy und eine neue Zaubererfamilie entstand, mit den Genen der ältesten und reinblütigsten Familie überhaupt, die Merlin in der Ahnenreihe nachweisen kann. Und über die Jahrhunderte hinweg ist der gegenseitige Hass immer mehr genährt und von Generation zu Generation weiter gegeben worden. So hat mein Vater seinen erlernten Hass auf die Malfoys schon mit der ersten Flasche meinem Bruder mitgegeben. Gut, mir auch, aber ich habe mich nicht so beeinflussen lassen und mein Auslandsaufenthalt war auch recht hilfreich dabei gewesen.
„Aua“, das tat höllisch weh. Ich muss wohl zu lange in meinen Gedanken versunken gewesen sein, denn gerade hat mein Vater die Beherrschung verloren und mir eine saftige Ohrfeige verpasst, die mir kleine Tränen in die Augen treibt. Das hat er bis jetzt noch nie getan. Ich habe Glück, dass ich dadurch nicht auch noch unsanft vom Stuhl gefallen bin, soviel Wucht steckte dahinter. Aber sie holt mich in die Gegenwart und meiner momentanen Situation zurück. Sacht streiche ich über die getroffene Stelle und merke schon, wie sie leicht anschwillt. Sie schmerzt so sehr, als würde ein Feuer über meine getroffene Haut hinwegfegen. *Also der nächste blaue Fleck, haleluja*, denke ich noch sarkastisch, während mein Herz sich schmerzhaft zusammenzieht. Mein Vater hat mich doch tatsächlich geschlagen!
„Ja, wir haben uns geküsst, aber...“, erwidere ich mit leicht zitternder Stimme auf seinen Kommentar, doch er lässt mich nicht aussprechen.
„Also gibst du es doch zu. Dein Verhalten kann ich nicht dulden, denn ein Familienmitglied, das sich einem Malfoy willig hingibt, ist das Letzte! Lass dich nie wieder auf einem unserer Landsitze sehen. Du bist für mich gestorben. Ich habe keine Tochter mehr“, schreit er mir ins Gesicht und ich brauche ein, zwei Sekunden, um seine Worte und deren Tragweite zu verstehen, schließlich bin ich über den Schlag noch entsetzt.
„Was? Vater, das kannst du nicht machen. Ich habe doch nichts ...“, doch erneut kann ich meinen Satz nicht zu Ende bringen. Er hatte schon ein paar Schritte Richtung Tür gemacht, doch als ich ihn mit Vater anspreche, dreht er sich augenblicklich um und kommt zu mir zurück.
Blanken Hass und Abscheu kann ich nun in seinen Augen sehen und ehe ich mich versehe, lande ich nun wirklich auf dem Boden, da er mich erneut heftig geschlagen hat. Doch dort bleibe ich nicht lange liegen, denn er packt mich an meinen Armen und reißt mich in die Höhe. Schmerzen durchfahren mich und das im doppelten Sinne. Ich fühle den körperlichen und auch den seelischen Schmerz, auch wenn ich das alles noch nicht vollständig realisiert habe. Das benötigt Zeit!
„Wage es nie wieder mich so anzusprechen! Für mich existierst du nicht mehr.“ Die letzten Worte spuckt er mir in einem eiskalten Tonfall regelrecht entgegen und schleudert mich mit aller Kraft von sich weg, so dass ich an die nächstliegende Wand knalle und an ihr zu Boden gehe.
Der Aufprall war ziemlich schmerzhaft und nur langsam kann ich meine Lungen wieder komplett mit Luft füllen. Hoffentlich ist da nichts angeknackst. Aber selbst wenn die Rippen heil geblieben sind, so sind sie mindestens geprellt. Aber auch mein linkes Handgelenk macht schmerzhaft pochend auf sich aufmerksam und von meinem Kopf brauche ich gar nicht erst zu reden.
Und aufgrund dieser Ausmaße meines Aufpralls bin ich anfangs ziemlich benommen und registriere vage am Rande, dass mein Vater den Raum verlässt. Ich wusste schon immer, dass mein Vater über einiges an Körperkraft verfügt, doch dass er sie jemals gegen mich einsetzt, hätte ich nie gedacht. Mein Herz zieht sich deshalb schmerzhaft in meiner Brust zusammen und ich fühle mich so elendig wie noch nie in meinem Leben. Denn es war mein Vater, der seine Hand gegen mich erhoben hatte. Mein eigener Vater fügte mir diese Pein zu und nun habe ich nach seinen Worten keinen Vater mehr.
Vorsichtig ziehe ich die Beine eng an mich und schlinge die Arme um meine Knie, während mir aufgrund der physischen und psychischen Qual die Tränen wie ein Sturzbach aus meinen Augen hervortreten und an meinen Wangen entlang laufen. Für mich überwiegt allerdings eindeutig der psychische Schmerz, da die körperlichen Verletzungen schnell heilen würden, meine Seele aber…
Der harte Steinboden ist kalt, obwohl die Luft eigentlich angenehm warm war und so kriecht die Kälte in meinen Körper. Noch vor ein paar Stunden hätte ich die Kälte begrüßt, doch jetzt sorgt sie dafür, dass mein Kopf klarer wird. Und ganz langsam erfasst mein Gehirn die Tragweite und die Folgen des heutigen Tages. Verstoßen! Ich bin verstoßen worden und weshalb? Wegen einem absolut harmlosen Kuss! War er doch, oder? Zugegeben, er war fantastisch, aber es war doch nur ein Kuss. Und diese miese kleine Ratte von einem Bruder hat auch noch dafür gesorgt, dass Vater davon erfährt. Wie konnte er bloß einen Brief nach Hause schreiben und die Tatsachen derart verfälschen. Er hat nichts verloren. Im Gegenteil, da ich verstoßen wurde, hat Larus nun was er schon immer wollte. Er wird der nächste Lord Maloy und kann jederzeit heim in die Arme unserer Mutter. Oh bei Merlin, ich werde meine Mutter nie wieder sehen! „Mum!“, schluchze ich auf.
Was, ... was mache ich denn jetzt? Die letzten Weihnachts- und Osterferien kann ich noch hier verbringen, aber was ist dann? Was soll ich dann machen? Ich habe doch nichts, nur die Sachen die ich hier in Hogwarts habe und mein ganzes Vermögen beläuft sich auf mein restliches Taschengeld, welches ich noch nicht ausgegeben habe. Wie weit kommt man bloß mit 67 Galeonen, 48 Sickel und einer Handvoll Knuts?
*Für mich existierst du nicht mehr!* Immer wieder gehen dieser und noch weitere Sätze, die mein Vater mir entgegen geschrien hatte, durch meinen Kopf. In den letzten Minuten habe ich begonnen zu zittern und zu schluchzen. Wie erbärmlich würde mein Vater jetzt sagen. Eine Maloy benimmt sich nicht so, wenn jederzeit jemand sie so entdecken könnte. Ja, eine Maloy, aber das bin ich nun nicht mehr. Nicht mehr wirklich und über diese Erkenntnis muss ich bitter auflachen, was ich besser hätte lassen sollen. Meine Rippen sind eindeutig mindestens geprellt.
Aber er hätte Recht. Hier kann jederzeit jemand hereinkommen und mich entdecken und zu einem Frage-Antwortspiel habe ich nicht mehr die Kraft. Ich muss hier weg. Irgendwohin, wo ich alleine und ungestört sein kann. So mobilisiere ich meine letzten Kräfte und gehe blindlings, da Tränen meine Sicht behindern, aus dem Zimmer. Ich schleppe mich immer weiter, bis ich irgendwann wieder etwas zu Verstand komme und dieser mir zuflüstert, dass ich mich verlaufen habe.
Verdammt, wo bin ich denn jetzt nur? Wo genau befinde ich mich bloß in diesem beschissenen riesengroßen Schloss? Es hat doch alles keinen Sinn. Ich bleibe einfach hier und morgen wird bestimmt jemand aus meinem Schlafsaal mich vermissen. Dann suchen sie nach mir.
So lasse ich mich erschöpft und mit den Nerven am Ende vorsichtig an der Wand hinunter zu Boden gleiten. Ziehe behutsam meine Knie an meinen Körper. Bette meinen Kopf auf die Arme, die ich auf meine Knie lege und weine einfach weiter mir die Seele aus dem Leib. Irgendwann werde ich schon aus Erschöpfung einschlafen. So hoffe ich es zumindest, denn ich will nur noch schlafen und vergessen. Doch mein Plan will nicht aufgehen. Ich werde immer müder, doch der Schlaf will einfach nicht über mich kommen, denn ich werde die Bilder dieses Tages einfach nicht los. Sie verfolgen mich regelrecht und haben sich in mein Gehirn gebrannt.
Es kommt mir so vor, als ob es schon Stunden später sei, als ich endlich merke, wie ich allmählich in den Schlaf hinübergleite, den ich doch so sehnlichst herbeiwünsche. Inzwischen bin ich so erschöpft und müde, dass ich nur noch am Rande wahrnehme, wie mir sachte eine Strähne hinters Ohr geschoben wird und dann zwei muskulöse Arme mich umschließen. Ein Arm schiebt sich unter meine Knie und der andere hinter meinen Rücken und kaum ist das geschehen, werde ich auch schon hochgehoben. Allerdings bin ich viel zu weggetreten, um meinen Kopf zu heben und meine Augen zu öffnen. Bevor ich gänzlich ins Land der Träume abdrifte, spüre ich noch eine warme Männerbrust, an die ich gedrückt werde. *Mhh, hier will ich bleiben, die Wärme gibt mir ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Hoffentlich bekomme ich irgendwann raus, welcher Gryffindor mich in mein Zimmer bringt, um ihm danken zu können*, ist schließlich mein letzter Gedanke, bevor ich tief und fest eingeschlafen bin.
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