
von safranblüte
Der Elf hatte sie gewaschen und ihr neue Kleider angezogen. Alles was sie nun trug war ein schwarzes, dünnes Kleid in dem sie furchtbar fror. Aber das lag wahrscheinlich nicht nur an dem Kleid sondern viel mehr an ihrer Angst...
Als sie wieder in das Zimmer, das vermutlich das Schlafzimmer von Voldemort war, geführt wurde, zitterte Hermine noch immer unablässig. Doch als sie die Tür passierte riss sie sich zusammen.
Er sollte nicht spüren wie sehr die Angst sie innerlich zerfrass. Diese Genugtuung wollte sie ihm nicht geben.
Der Lord erwartete sie bereits. Er sass in einem schwarzen Sessel und trank eine rote Flüssigkeit aus einem glänzenden Kelch.
Hermine kam die Behauptung in den Sinn, Voldemort würde sich von Schlangenblut ernähren.
"Nein, das tue ich nicht. Doch auch ich mag Elfenwein."
Sie hatte noch nicht einmal gespürt, dass er in ihrem Kopf war. Und das obwohl sie eine gute Okklumentik-Ausbildung genossen hatte.
"Du bist ein offenes Buch für mich, Kleines. Ich habe schon in den Köpfen von Leuten gewütet, die weit bessere Okklumentiker waren als du."
Hermine blieb in der Mitte des Raumes stehen. Sie sprach kein Wort. Wozu auch noch? Ihr Schicksal war bereits besiegelt.
Er liess seinen Blick über sie gleiten, ihre Haare, die nun weich und glänzend bis zu ihren Hüften hinunter fielen, ihre Augen, die ihre Angst noch immer verrieten und die Kurven ihres Körpers, die von dem schwarzen Kleid vorzüglich betont wurden.
Hermine sah, wie seine Augen vor Begierde zu lodern begannen.
Ihr ganzer Körper verkrampfte sich aus ihrem Innern heraus. Sie wusste, was er wollte. Sie wusste es ganz genau, hatte es eigentlich von Anfang an gewusst.
Und sie wollte nichts mehr als sterben. Hermine war noch nie zuvor mit einem Mann auf diese Weise zusammen gewesen. Ron hatte es gewollt, doch sie war noch nicht bereit dazu. Und dann war er tot...
"Komm her."
Ihre Füsse setzten sich in Bewegung. Vielleicht war es doch klüger, ihm zu gehorchen. Tun würde er es sowieso, und wenn sie ihm gehorchte würde es vielleicht weniger schlimm werden.
Doch sobald sie das gedacht hatte, verwarf sie diese Hoffnung wieder. Wie töricht zu glauben, er würde ihren Gehorsam schätzen.
Dicht vor ihm blieb sie stehen.
Er packte sie wieder an den Handgelenken und zog sie zu sich runter, sodass sie auf seinem Schoss zum Sitzen kam.
Seine Hände wanderten langsam über ihren Körper. Ihre Hüften, ihren Bauch, ihre Brüste. Sein Griff war hart und unerbittlich, sodass Hermine fast aufgeschrien hätte als seine Hände sich um ihre Brüste schloss.
Er küsste ihren Nacken.
Dann liess er plötzlich von ihr ab und hielt nur noch ihre Hände in den seinen.
Er zog sie noch weiter herunter, ihre Gesicht war nur noch Zentimeter von seinem entfernt.
"Küss mich." befahl er.
Das hatte sie nicht erwartet. Sie hatte gedacht, er würde einfach machen und sie müsste nichts weiter tun als ihre Augen zu schliessen und darauf zu warten dass es vorüberging.
Sie sollte ihn küssen? Wie nur? Wie würde sie das fertigbringen?
Er drückte ihre Hände stärker zusammen.
"Du hast doch versprochen, du würdest alles tun...willst du etwa dein Versprechen brechen?"
Heftig schüttelte sie den Kopf. Nein, sie durfte Liliana nicht verraten...
Ergeben schloss sie die Augen und beugte sich zu ihm hinunter.
In dem Augenblick als ihre Lippen die seinen berührten, dachte sie, sie könnte nicht weiter machen, doch das Bild ihrer Schwester vor ihrem inneren Auge hinderte sie am Aufhören.
Seine Lippen waren weicher als sie erwartet hatte. Wäre er nicht Voldemort gewesen, hätte sie den Kuss vielleicht sogar genossen.
Als sie den Kopf wieder hob, schaute er sie aus blitzenden Augen an.
"Das nennst du einen Kuss?" fragt er sie.
Dann liess er ihre Hände blitzartig los und legte seine Hände an ihren Kopf. Er zog sie hinunter und erneut berührten sich ihre Lippen.
Hermine spürte wie seine Zunge ihre Lippen spaltete. Dann küsste er sie so verlangend wie es nie jemand zuvor getan hatte.
Erst wollte sie sich wehren, doch schon bald meldete sich ihr Verstand wieder und sie liess es einfach geschehen.
Er war erregt. Sie fühlte wie er unter ihr hart wurde.
Jetzt konnte sie es nicht mehr kontrollieren und zitterte wieder wie Espenlaub.
Doch das schien ihn nur noch mehr zu erregen.
Plötzlich erhob er sich, schloss Hermine in seine Arme und trug sie hinüber zum Bett.
Dort platzierte er sie auf der Matratze und stützte seine Arme links und rechts neben ihrem Kopf ab.
Er war so nah. Zu nah.
Und er war unvorsichtig. Denn dieses Mal konnte Hermine genau fühlen, wie er sich in ihren Kopf einschlich.
Mit aller Kraft wollte sie es verhindern, denn er sollte es nicht wissen. Doch es war zu spät.
"Du bist unberührt?" fragte er atemlos.
Hermine drehte den Kopf weg. Sie wollte ihm jetzt nicht in die Augen sehen.
Doch mit einer Hand zwang er sie, sich seinem Blick auszusetzen. In ihren Augen spiegelte sich ihr ganzer Horror wieder.
Sie hatte gedacht er würde sie auslachen, doch plötzlich legte er eine Hand an ihre Wange. Und küsste sie.
Doch diesmal zärtlicher als vorher.
Für Hermine war das jedoch viel schlimmer. Er tat so, als ob sie das Ganze hier auch wollte. Er tat so, als ob er es gut mit ihr meinte. Bastard.
Er löste seine Lippen von den ihren, flüsterte ein Wort und ihrer beiden Kleider waren verschwunden.
Seine Lippen wanderten auf ihrem ganzen Körper umher, und Hermine wand sich unter den Berührungen.
Sie fühlte seine Erektion an ihren Beinen und hätte sich am liebsten übergeben. Sie drückte ihr Gesicht in die weichen Kissen, um ihre Tränen vor ihm zu verbergen.
"Sieh mir in die Augen." befahl er.
Und in dem Moment, in dem sie es tat, drang er mit einem einzigen Stoss ganz in sie ein.
Sie wimmerte. Sie war ganz und gar nicht bereit dafür gewesen. Er schien sie zu zerreissen. Ihr ganzer Unterleib brannte wie Feuer.
"Es tut weh" wimmerte sie. Sogleich verfluchte sie sich für diese Worte. Genau das wollte er doch..
Aber er sagte:
"Nur einen Moment. Es geht vorbei."
Es ging nicht vorbei. Immer und immer wieder drang er in sie ein und sie wäre am liebsten auf der Stelle gestorben. Nur damit der Schmerz aufhörte.
Jetzt begann sie laut zu weinen. Sie war so tapfer gewesen, verdammt. Doch was er hier mit ihr tat war schlimmer als hundert Crucio's.
Einen Moment später stöhnte er auf und sie spürte wie er sich heiss in sie ergoss. Dann erschlaffte sein Körper auf ihrem. Sie weinte noch immer.
Er rollte sich von ihr runter und nahm sie in die Arme.
"Es ist vorbei." sagte er und küsste sie auf die Wange.
Und sie dachte sich weit weg.
TBC
joo...das wär numero 3 gewesen...war vielleicht ein bisschen brutal jetzt, aber irgendwann musste es geschehen..den das hier ist ja keine fluff-geschichte ;-)
ich hoffe ihr hasst mich jetzt nicht xD
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