
von safranblüte
Hermine spürte es kaum, als sie auf der relativ harte Matratze auftraf.
Denn ihr Körper fühlte sich auf einmal seltsam taub an.
"Vielleicht ein Schutzmechanismus..", dachte sie. Ja, vielleicht würde ihr das Folgende so weniger Schmerzen bereiten. Zumindest weniger phyische Schmerzen...
Sie sah ihn an, bemühte sich jedoch sehr, ihre Angst vor ihm zu verbergen.
Tatsächlich schien Hermines Gesicht ausdruckslos, doch einen Lord Voldemort konnte man nicht täuschen.
Obwohl sie es nicht spürte, wusste sie, dass er in ihrem Kopf war. Sie sah es an seinem Blick.
Ihre Angst erregte ihn.
Er setzte sich vor sie und liess seine Hände über ihren Körper wandern.
Sie erschauerte unter seinen Berührungen, seine Hände schienen brennende Spuren auf ihrer Haut zu hinterlassen.
Ihr T-Shirt war bereits auf dem Boden gelandet, und als Voldemort mit einem einzigen Blinzeln auch ihren BH entfernte, erwachte Hermine plötzlich aus ihrer Taubheit. Sie wand sich unter seinen Berührungen.
Sie versuchte, ihn wegzustossen.
Eine Weile machte er das Gerangel mit, doch dann packte er sie mit einem unnachgiebigen Griff, und sagte nur:
"Hör auf."
Hermine blickte ihn irritiert an. Meinte er ernsthaft, sie würde einfach so aufhören, sich zu wehren?
"Du weisst, dass es keinen Sinn macht."
Jetzt wurde sie wütend.
"Ich bin keine Puppe. Du hast kein Recht einfach so mit mir zu machen, was du willst. Und ich werde verdammt noch mal nicht damit aufhören, mich zur Wehr zu setzen. Ich werde mich bis zu meinem Atemzug gegen dich kämpfen!"
Er lachte. Hermine gefror das Blut in den Adern.
"Das ist kein Kampf. Und du bist nicht mehr als eine Puppe. Ein Wort von mir würde genügen."
Er hatte Recht. Es war kein Kampf. Es war ein Spiel. Ein Spiel, das nur er gewinnen konnte. Aber sie würde nicht einfach so aufgeben. Sie würde sich nicht aufgeben. Das war sie Harry und Ron und all den Anderen doch schuldig!
Plötzlich rollte er von ihr herunter und blickte sie böse an.
"Dummes Kind.", fuhr er sie an, "Deine Freunde also, ja? Die sind nur leider tot, nicht wahr? Und diejenigen die es nicht sind, werden dir nicht helfen. Die kümmern sich einen Dreck um dich. Potter ist tot, warum sich also um seine kleine, nutzlose Freundin kümmern? Sie werden dich nicht retten, also wirf deine lächerliche Loyalität ihnen gegenüber endlich weg."
Die junge Hexe sass zunächst wortlos auf dem Bett, die Arme schützend vor ihrer nackten Brust verkreuzt. Wow. So aufgebracht hatte sie ihn noch nicht gesehen. Dieses Thema schien wohl nicht gerade sein Liebstes zu sein.
"Was kümmert dich meine Loyalität? Das Wort kennst du doch gar nicht..Aber schon klar, dass die Freundschaft Anderer dich aufregt. Denn du hattest nie Freunde, nicht wahr? Du konntest dich nie jemandem anvertrauen, und noch nie in deinem Leben war jemand freiwillig mit dir zusammen! Und weisst du was? Du wirst auch niemals so jemanden finden!"
Einen so starken Crucio hatte Hermine noch nie erleben müssen. Der Schmerz war wahnsinnig, sie war schon am Rand einer Ohnmacht, als die Tortur plötzlich beendet wurde.
Voldemort war wieder näher gekommen, er packte sie am Kinn und zog ihr Gesicht nahe an seines. Dann zischte er:
"Du hast keine Ahnung, Schlammblut. Die Leute bewundern mich, sie sehen zu mir auf. Ich habe etwas erreicht, was nie jemand zuvor erreicht hat! Ich habe alles erreicht, was ein Zauberer nur erreichen kann!"
Mit letzter Kraft brachte Hermine ein trauriges Lächeln zustande.
"Du denkst du hast alles? Hast du nicht...das, was du nicht besitzt, ist Liebe, so wie Dumbledore es immer gesagt hat. Und kein Zauber der Welt wird dir wahre Liebe schenken können. Vielleicht kannst du Tod und Verderben über die gesamte Menschheit bringen. Vielleicht kannst du den Tod bezwingen. Aber dir selbst kannst du noch nicht einmal eine Person schenken, die dich liebt. Und du wirst dein ganzes, unsterbliches Leben lang allein sein."
Voldemorts Miene war noch immer starr und ausdruckslos. Doch in seinen Augen tobte ein Feuerwerk der Empfindungen. Und Hermine hätte fast schwören können, dass eine davon Trauer war. Wut und Hass hatten zwar die Überhand, doch auch Trauer war da..und noch etwas..noch etwas anderes...
Eine erneute Welle des Schmerzes brach über Hermine herein und die Welt um sie herum verschwand im Dunkel.
TBC
soo..hoffentlich gefällt euch das chap..danke für die komis xD
was meint ihr hat es mit voldemorts seltsamen verhalten am vorherigen tag auf sich, der ganzen küsserei..und was ist jetzt wohl los??
würde mich über rückmeldungen freuen:-)
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