Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Rache - Frei

von safranblüte

Er hatte sie also überlistet. Gewonnen.
Aber war es denn wirklich so? Hatte er es geschafft, sie auf seine Seite zu ziehen?
In ihrem Kopf verneinte Hermine dies heftigst. Sie fühlte gar nichts für ihn.
"Nein."
Voldemort hörte mit der Zeichnerei auf dem Bauch seiner Gefangenen auf und blickte diese fragend an.
"Es stimmt nicht, was du gesagt hast. Ich benehme mich nicht wie deine Geliebte und ich bin auch nicht verliebt, in keinster Weise, hörst du? Ich will nicht hier sein und ich will nichts von dir!"

Der dunkle Lord stütze seine Kopf ab und dachte eine Weile nach. Dann meinte er:
"Wo willst du denn sonst sein?"
Darauf wusste Hermine keine Antwort. Ihre Freunde waren alle tot, ihre Familie war ausser Landes geflohen. Auf den Strassen Englands zogen die Todesser in Scharen umher und erledigten die verbleibenden Schlammblüter sowie Feinde Voldemorts.
Es gab keinen Ort, an den Hermine gehen konnte.

"Nirgendwohin."

Voldemort schwieg.

"Ich würde dich gerne etwas fragen." Hermine blickte ihrem Gegenüber forschend in die Augen.

"Ja. Wieso fragst du dann nicht?"

"Naja, ich wusste nicht, ob du gleich wieder wütend wirst. Das ist ziemlich schlecht einschätzbar bei dir...", Voldemort hob eine Augenbraue, "..aber egal, auf jeden Fall: Denkst du eigentlich, dass ich dumm bin?"

"Ich denke, du bist ein wenig seltsam."

"Seltsam?! Was soll das denn heissen?"

"Du stellst mir oft sonderbare Fragen. Du reagiertst merkwürdig, sehr untypisch für jemanden in deiner Position. Ausserdem bist du sehr verwirrt."

"Wegen wem wohl? Du setzt ja alles daran, mich komplett zu verwirren!"

"Wieso sollte ich das tun?"

"Keine Ahnung, ich weiss doch nicht, was in deinem kranken Gehirn vor sich geht!"

Ehe sie es sich versah lag Hermine auf dem Rücken, von dem sich über ihr befindenden Voldemort auf die Matratze gedrückt.

"Du wirst schon wieder frech, kleine Hexe."

"Es scheint mir fast so, als würdest du das mögen."

"Du spielst mit dem Feuer, das sollte dir bewusst sein."

Er küsste sie mit leicht geöffneten Lippen.

"Was willst du von mir?"

"Das habe ich dir schon oft gesagt."

Langsam bahnten sich seine Lippen ihren Weg über Hermines Hals zu ihrem Schlüsselbein.

"Du willst Alles. Aber das hast du doch schon?"

"Falsch", sagte er entschieden.

"Was hast du denn nicht? Du willst, dass ich bei dir sein will..aber wieso? Ausserdem kannst du das nicht verlangen!"

"Du bist wirklich seltsam. Einerseits bist du vollkommen verlassen von jeder Hoffnung, am Boden zerstört und kaputt. Du redest dir ein, das einzig Vernünftige für dich wäre zu sterben. Und doch ist da etwas in dir, das mit dem Leben noch nicht abgeschlossen hat. Du sehnst den Tod herbei, hast aber gleichzeitig Angst davor."

Als er nach seinem nächsten Kuss ihre Lippen wieder freigab, erwiderte die junge Hexe leise:

"Dir geht es doch genau gleich."

Voldemort lachte.

"Ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich habe den Tod besiegt, ich werde niemals sterben. Sieh mich doch an, mein Körper ist von mir selbst neu geschaffen worden und meine Seele ist unverwundbar!"

Aus einem Reflex heraus hob Hermine eine Hand und streichelte ihm über die Wange. Voldemort zuckte erschrocken zurück, so, als hätte sie ihn geschlagen.

Sie sah ihn bitter an und sagte:

"Deine Seele ist nicht unverwundbar. Sie ist bereits völlig zerrissen und verletzt worden, vor langer Zeit taten andere dir das an und danach hast du dich selbst immer weiter zerstört. Deswegen hast du auch Angst vor der Liebe."

Sein Blick verhärtete sich. Schnell sprach Hermine weiter:

"Mit der Liebe geht es dir gleich wie mir mit dem Tod. Du willst wissen, was Liebe ist und du sehnst dich danach, denn auch du weisst, dass ein unendlich und zugleich einsames Leben wahnsinnig leer und langweilig ist. Doch du hast Angst, die Kontrolle über dich selbst und das Geschehen zu verlieren und deshalb willst du keine Liebe zulassen!"

Voldemort stand auf und beförderte sie mittels Zauberstab unsanft aus dem Bett, so dass sie zu seinen Füssen landete.

"Du hältst dich für schlauer als du bist, Schlammblut. Denkst du etwa, du hättest auch nur irgendeine Art von Wirkung auf mich? Könntest mit mir spielen? Niemand kann das!"

Er hob den Zauberstab und wollte den Fluch schon sprechen, doch da hielt er inne.

Hermine atmete auf.

"Wenn es dir so schlecht ergeht hier und ich so eine schlechte Person bin, dann geh!"

Geschockt sah sie zu ihm hoch.

Er packte sie am Arm und apparierte mit ihr.

Die grossen, massiven Tore, die Hermine in diesem Moment zum ersten Mal sah, öffneten sich mit einem Wink von Voldemorts Zauberstab langsam und knarrend.

Der dunkle Lord packte sie ein letztes Mal fester und stiess sie dann hinaus ins Freie.

"Sieh zu, wie du zurechtkommst. Vielleicht nimmt dir ja jemand die Entscheidung über deinen Tod ab!"

Mit diesen Worten schlossen sich die Tore zwischen Voldemort und Hermine.

Die junge Hexe war einen Moment lang völlig paralysiert, dann langsam begann sie, die kalten Regentropfen auf ihre unbedeckten Schultern prasseln zu fühlen und den Wind durch ihre Haare wehen.

Er hatte sie rausgeschmissen. Freigelassen.

Völlig hysterisch wandte Hermine den Blick von dem riesigen, dunklen Haus mit den grossen Toren ab und rannte so schnell sie konnte davon weg.

Sie rannte und rannte, fühlte zuerst Stein und dann Gras unter ihren Füssen, ihre Kopf war leer, sie rannte weiter, ihr Atem ging schneller, sie rannte immer weiter, ihre Kleider waren völlig durchnässt, ihre Lungen brannten.

Irgendwann hörte sie auf zu rennen, liess sich ins nasse Gras fallen, drehte sich auf die Seite, zog die Knie an und begann zu weinen.

TBC


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Was mir von Anfang an an Harry Potter gefiel, war diese Mischung aus Fantasie und Realität.
Stephen Fry