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Fanfiction

Rache - Ausgelöscht

von safranblüte

Sie war nicht fähig, einen einzigen klaren Gedanken zu fassen. Irgendwann war sie wieder aufgestanden und weitergelaufen, doch es kam ihr vor, als würde sie sich im Kreis drehen.
Die Ereignisse der vergangenen Wochen vernebelten ihren Gestand, immerzu sah sie ihre Gesichter, Harry, Snape, Ron, Malfoy, Ginny, Voldemort. Tom.

Sie wusste nicht, was sie tun sollte, also lief sie einfach immer weiter geradeaus. Ihre nackten Füsse bluteten, ihre Beine schmerzten von der Anstrengung.

Irgendwann tauchten vor ihr Lichter auf. Erst dachte sie, jetzt wäre der Zeitpunkt ihres Todes gekommen, doch dann wurde ihr klar, dass die Lichter zu einer grösseren Stadt gehören mussten. London? Manchester? Edinburgh?

Sie hatte keine Ahnung. Sie wusste ja noch nicht einmal, in welchem Land sie sich gerade bewegte. Aber es war auch egal. Sie musste in diese Stadt, dort würde ihr sicher irgendjemand helfen können.

Es regnete noch immer und Hermine, die nur mit einem schwarzen, kurzen Kleidchen bekleidet war, zitterte wie Espenlaub. Mit ihren zerschrundenen Füssen und verweinten Gesicht musste sie wie ein Zombie aussehen. Ob sie so jemanden finden konnte, der ihr half?

Seit längerem lief die junge Hexe auf einer betonierten Strasse, deren Seiten nun langsam von vereinzelten Häusern gesäumt wurden. In keinem einzigen brannte Licht. Die Häuser sahen schrecklich aus, die Fenster waren zerschlagen, Türen eingetreten, einige der Gebäude waren sogar halb abgebrannt.

Sie gab die Hoffnung nicht auf. Doch als die Strasse immer breiter und die Gebäude immer zahlreicher und höher wurden und sie noch immer keine Menschenseele erblickt hatte, wurde es ihr langsam unheimlich. Wo waren alle? Geflohen?

„Hallo? Ist da jemand? Bitte, kann mich jemand hören?“
Ihre Rufe wurden immer verzweifelter, doch sie bekam keine Antwort.

Sie war sich mittlerweile sicher, dass sie sich in London befand. Sie kannte einige der Strassennamen. „Aus meinem früheren Leben...“, dachte sie bitter. Erst jetzt wurde ihr bewusst, wie lange sie eigentlich gelaufen war. Die Kälte und Erschöpfung zusammen mit ihrer stetig anwachsenden Angst liessen ihr langsam Tränen in die Augen steigen.

Da sah sie plötzlich einen Schatten vorbeihuschen. Geschockt rieb sie sich die Augen, dann rief sie: „Hallo? Ist da jemand?“
Hermine lief schnell in die Richtung, in der sie den Schatten hatte verschwinden sehen. Er hatte sich in einem Hauseingang versteckt, und als sie nahe genug an ihm dran war, sprang er sie plötzlich an.

Mit unglaublicher Wucht drückte die Person sie auf den Boden und begann, auf sie einzuschlagen. Laut schreiend setzte sich die junge Hexe zur Wehr, rangelte und kämpfte mit der Person, die sie angegriffen hatte. Plötzlich hörte es auf und ihr Angreifer liess von ihr ab.

Hermine traute ihren Augen kaum. Neben ihr kniete ein Junge, kaum älter als 10, der noch jämmerlicher aussah als sie selbst. Er hatte zerrissene Kleider und war vollkommen abgemagert. Unter seinen Augen lagen tiefe Schatten, als ob er nächtelang nicht geschlafen hatte.
„Du bist keiner von denen, oder?“, fragte er sie atemlos.

„Wer sind die?“, fragte sie ihn verwirrt.

Der Junge stand langsam auf und bot ihr seine Hand an, die sie dankbar ergriff.

„Sie sind hierher gekommen, vor etwa zwei Wochen. Sie haben alle getötet.“ Plötzlich begann er zu schluchzen.

„Sie..sie sind alle tot.“

Fassungslos sah Hermine das weinende Kind an, dann schloss sie den Jungen in ihre Arme.
Plötzlich begriff sie.

„Bist du..bist du ein Muggel?“ , flüsterte sie.

„Ein was?“

Die Erkenntnis traf sie wie ein Faustschlag. Das war also nach dem Krieg geschehen. Die Todesser hatten ihren Plan, die Welt von der minderwertigen Rasse der Muggel und Schlammblüter zu befreien, anscheinend drastisch durchgeführt. Nun weinte auch Hermine.

Der Junge in ihren Armen beruhigte sich langsam wieder. Er löste sich von ihr und ergriff ihre Hand.

„Wir müssen weg von hier. Wir sind hier nicht sicher. Sie gehen noch immer durch die Stadt und suchen nach Leuten, die übriggeblieben sind. Kommst du mit mir?“

Sie nickte. Zu mehr war sie im Moment nicht imstande. Der Junge rannte los und zog die junge Hexe hinter sich her. Sie liefen bis zu einer Tube-Station, die sie betraten. Auf dem Weg hatte Hermine immer wieder fassungslos die menschenleeren Strassen angesehen. Das hier war London, und es war ausgerottet worden. Zerstört.

Als sie die Treppen hinabgestiegen waren, führte der Junge sie bis an den Rand der Plattform. Dann wollte er auf die Geleise springen. Hermine riess ihn schockiert zurück.

„Bist du wahnsinnig?“

„Keine Sorge, hier fahren schon lange keine Züge mehr. Aber im Schacht ist es am sichersten.“

Natürlich. Natürlich fuhren keine Ubahnen mehr, warum sollten sie auch? Also sprangen sie auf die Geleise und liefen eine Weile in den dunklen Schacht hinein. Irgendwann stoppte der Junge und hockte sich auf den Boden. Als Hermines Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten, sah sie, dass eine zerschlissene Decke auf dem Boden lag.

„Setz dich hin.“ Sie tat wie ihr geheissen und der Junge wickelte sie und sich selbst sofort in die Decke ein. Sie beide zitterten und schwiegen sich an. Sie beide versuchten, nicht verrückt zu werden.

„Willst du was essen?“ Er hielt ihr eine Packung Chips hin und sie nahm sich eine Hand voll. Das Essen schmeckte nach nichts, doch sie war hungrig von dem vielen Laufen, also ass sie.

„Wie ist das alles passiert?“

Der Junge sah sie geschockt an, sie sah den Widerwillen in seinen Augen. Es schien schmerzlich für ihn, die Geschichte zu erzählen, aber er tat es doch.

„Sie kamen am Abend. Erst schlugen überall so komische Feuerbälle ein. Überall war Feuer und die Leute rannten schreiend herum. In dem Haus neben uns schlug auch so eine Bombe ein. Meine Mutter hat mich an der Hand genommen und mich aus dem Haus geführt. Doch auch draussen war überall Feuer. Dann kamen diese schwarzen Leute, sie flogen über unseren Köpfen umher. Sie schossen mit grünem Licht auf die Menschen und alle starben. Manchmal bekamen sie auch so Schnitte an ihrem Körper und starben. Einige haben sich versteckt. Meine Mutter und ich auch. Doch in der Nacht waren die schwarzen Leute immer noch da und sie suchten nach allen, die noch nicht tot waren. Meine Mutter und ich hatten uns zusammen mit einem anderen Mann versteckt. Der Mann ging irgendwann raus, dann hat es ihn erwischt. Ein Mann mit einem schwarzen Mantel und einer silbernen Maske hat ihn getötet. Er hat auf ihn geschossen und er blutete und starb. Meine Mutter drückte mir die Hand auf den Mund aber ich hatte solche Angst. Ich schrie. Der schwarze Mann zog mich und meine Mutter aus unserem Versteck. Er hat uns angeschrieen, wir seien dreckig und unnütz und dumm. Dann hat er meine Mutter geschlagen. Ich wollte ihn aufhalten aber er hat mich auch geschlagen. Er hat meine Mutter getötet. Dann hat er mich gepackt und gesagt, er würde mich mitnehmen. Er könnte mich bestimmt für irgendetwas brauchen. Aber ich habe mich gewehrt und ihn gebissen. Sehr stark gebissen. Er hat mich fallen lassen und ich bin weggelaufen. Und seitdem muss ich mich immer verstecken. Sie kommen jede Nacht, ich weiss es weil sie immer den grünen Totenkopf an den Himmel malen.“

Hermine wollte nicht mehr zuhören. Sie konnte sich zu gut vorstellen, wie die Todesser ihren Spass daran hatten, Muggel zu eliminieren. Als der Junge fertig erzählt hatte, begann er wieder zu weinen. Hermine nahm ihn in den Arm und streichelte seinen Kopf, bis er eingeschlafen war. Sie selbst lag noch eine Weile wach und versuchte, die schrecklichen Bilder aus ihrem Kopf zu verscheuchen, dann sank auch sie in einen unruhigen Schlaf.


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