
von niobe87
Okay, ich gebs zu!
Ich hab euch schmoren lassen, weil ich das letzte Kapitel so ungern hergeben möchte.
Dann dachte ich mir, dass das nicht im Sinne meiner Leser wäre, also poste ich jetzt. *grummel*
Da wären wir also.
Ende. Aus. Finito. Schluss.
*heul*
Ich will nicht.
Aber ich muss.
Ich danke allen Kommischreibern für die lieben Worte. Leute, das ging runter wie Öl...
Weiß gar nicht, wie sehr ich euch danken soll.
Ah, doch...Weiß ich. Aber dazu später mehr.
So, jetzt will ich euch mal nicht länger auf die Folter spannen und sage "Ade, Feuer gegen Eis!"
Kapitel 14 – Liebe gegen Liebe
Als Harry erwachte, dröhnte sein Kopf so sehr, dass er die Augen einen Moment wieder schloss, um tief durchzuatmen.
Er schüttelte den Kopf ein paar Mal kurz hintereinander, was sich als ziemlich dumm herausstellte, weil ihm sofort schwindlig wurde.
„Hier. Trink das.“, hörte Harry eine vertraute Stimme und seine Augenlider flackerten nach oben.
Als wäre er direkt in einem Déjà -vu gelandet, saß Draco auf der Fensterbank seines Zimmers und hielt ihm ein Glas Wasser hin, während er selbst in Dracos Bett lag und seinen Rausch ausgeschlafen hatte. Draco saß ganz ruhig mit seiner rechten Körperhälfte auf dem Sims, während ein Bein locker nach unten hing.
Doch als Harry einen Blick neben sich warf, war er erleichtert zu sehen, dass das Bett ungemacht war und bestätigte ihm somit, dass Draco wenigstens etwas geschlafen hatte.
„Was ist passiert?“, fragte Harry, während er Draco das Glas Wasser abnahm und in ein paar Zügen gierig leerte.
Draco rutschte auf der Fensterbank ganz nach hinten und lehnte sich an eine Seite des Rahmens, während er die Beine anwinkelte, um seinen Kopf darauf zu betten.
Müde blickte er aus dem Fenster, welches den neuen Tag ankündigte.
Er seufzte und eine Nadel bohrte sich in Harrys Herz, als er sah, dass einzelne Tränen über Dracos Wangen liefen, an seiner Nase vorbei, in seine Mundwinkel und dann an seinem Kinn hinab rollten, um in seinem Umhang zu verschwinden.
So schnell er konnte, sprang Harry auf und machte einige Schritte auf den Blonden zu.
Er legte sachte seine Arme um dessen Schultern und drückte Dracos Kopf vorsichtig gegen seine Brust und ignorierte den pochenenden Schmerz in seinem eigenen Kopf.
„Was ist passiert?“, hauchte er wieder.
„Blaise.“, sagte Draco träge, ohne die Spur eines Zitterns oder eines anderen Anzeichens von Schwäche, den Blick immer noch aus dem Fenster gerichtet.
„Er…Was hat er getan?“, fragte Harry und war drauf und dran, Blaise zu suchen und ihn in der Luft zu zerfetzen, weil er Draco so verletzt zu haben schien.
„Er hat dir die Drogen ins Bier gemischt. Wie schon beim letzten Mal.“
„Was?“, fragte Harry verwirrt. „Blaise hat…“
„Ich hab ihm eine reingehauen.“, sagte Draco irritiert, während er Harry verletzt ansah.
„Er bekommt noch eine von mir.“, knurrte Harry zornig, drehte sich um und war drauf und dran, die halbe Schule nach diesem Mistkerl zu durchsuchen.
Aber nicht, weil er ihm etwas in seine Flasche gemischt hatte, sondern weil Dracos Blick ihm das Herz zertrümmerte.
„Nein.“, sagte Draco bestimmt und Harry stoppte in seiner Bewegung und ballte die Hände zu Fäusten.
Langsam drehte er sich zu ihm um und seine ganze Welt verwandelte sich in einen kompletten Scherbenhaufen, als eine weitere Träne über Dracos Gesicht rollte, während dieser den Blick senkte.
„Nicht…“, flüsterte Harry haltlos verwirrt und stürmte auf den Blonden zu. „Bitte…Ich kann dich nicht so sehen. So verletzt und gequält. Bitte…sei wieder stark. Stark für mich.“
Er brach vor Draco auf dem Boden zusammen und legte sein Gesicht in seine Hände, um den Schmerz zu lindern, der in seinen Adern pulsierte.
Mit aufgerissenen Augen sprang Draco von der Fensterbank und kniete sich neben Harry, der soeben gestürzt war.
Wie am Abend zuvor.
Als er bemerkt hatte, dass Blaise dafür verantwortlich gewesen war, dass Harry einen ordentlichen Cocktail aus Chemie in seinem Körper hatte, wusste er sofort, was er tun würde.
Es war keine Entscheidung gewesen, keine Wahl. Es stand für ihn einfach fest, dass niemand, absolut niemand, ihm Harry wegnahm oder ihm wehtat.
Das war ihm zwar erst aufgefallen, als er Harry in sein Bett gehievt hatte, aber er hatte Blaise trotzdem die Nase gebrochen, als er ihn im Gang gefunden hatte.
Er hatte die Nacht kaum ein Auge zugetan, weil ihm immer wieder übel wurde, wenn er sich an das Bild, dass sich ihm da geboten hatte, erinnerte.
Harry blass und völlig weggetreten und Blaise, der hungrig über ihm hing und ihm seine Zunge in den Hals steckte, während seine Hände gierig über dessen Körper rutschten.
Angewidert hatte er Blaise von dem Gryffindor weggezogen, ihm eine verpasst und Harry mit sich genommen, während in seinen Gedanken immer wieder dieses bedrohliche Knacken von Blaise Nase in seinen Ohren klingelte.
Er hätte niemals gedacht, dass Blaise so weit gehen würde.
Er hatte gedacht, Blaise wäre ein vernünftiger Mensch, der vielleicht ein Auge auf Harry geworfen hatte, sich aber niemals deswegen gegen Draco stellen würde.
Dass er so widerwärtig und rücksichtslos alle guten Prinzipen und Werte über den Bord warf und Harry unter Drogen setzte, um das zu bekommen, was er wollte, wäre Draco nicht mal im Traum eingefallen.
Doch jetzt, wo er wusste, wie er auf Angriffe gegen Harry oder ihre Beziehung reagierte, wusste er auch, dass sich etwas Entscheidendes in seinem Leben geändert hatte.
Etwas, dass sich um sein Herz legte, seine Haut wärmte, sein Blut in seinen Adern pulsieren ließ.
Er wusste, dass er ohne Harry nicht mehr konnte.
Einen Harry, der Blaise zurückgeküsst hätte, vor seinen Augen, und absolut gewollt, hätte er nicht überlebt. Er wäre so schon beinahe erstickt, als er im Gang vor dem Partyraum angekommen war.
Er wollte Harry um sich haben, ihm zeigen, wie sehr er ihn brauchte und komischerweise schien er jetzt bereit allen zu zeigen, dass Harry zu ihm gehörte und umgedreht.
Etwas hatte von seinem Körper Besitz ergriffen, was er niemals zu erfahren geglaubt hätte.
„Harry.“, hauchte er und zitterte dabei am ganzen Leib, als hätte er Stunden in der Kälte zugebracht.
Dieser hob den Kopf und schüttelte zittrig lachend den Kopf.
„Tut…tut mir Leid. Ich…hab mich gehen lassen.“, sagte er schief grinsend und erhob sich.
Draco tat es ihm nach und nahm dann Harrys Hände in seine.
„Ich glaube, die Drogen stecken noch in meinem Körper. Weiß nicht, was da gerade los war…“
Doch Draco schüttelte den Kopf und schenkte ihm ein kleines Lächeln.
„Hm…das ist dir schon mal passiert, oder?“
Harry schien nicht zu verstehen, was Draco meinte.
„Vor ein paar Tagen, nachdem du mir einen Blow-Job verpasst hast.“
„Oh. Das.“, antwortete Harry, als ihm dämmerte, was Draco meinte. „Ja, ich hab da, glaube ich, manchmal einen Anflug von Schwäche.“
Doch wieder schüttelte Draco den Kopf.
„Keine Schwäche.“, sagte er lächelnd. „Das ist deine Art, mit Gefühlen, die dich überrennen, umzugehen, denke ich.“
„Ich…hm…“, brummte Harry. „Das ist mir noch nie aufgefallen.“
„Welches Gefühl hat dich eben überrannt?“
Harry senkte den Blick, während seine Wangen einen zarten Rotton annahmen.
„Schmerz.“
„Warum?“
„Weil es mir wehtut, dich so zu sehen.“
„Du meinst, du kannst nicht sehen, wenn ich einen schwachen Moment habe?“
„Nein. Du darfst natürlich schwach sein. Du bist keine Maschine. Aber ich will nicht, dass ich der Grund für deine Schwäche bin, weil ich dann das Gefühl habe, die Schuld daran zu tragen, dass du so verletzt bist.“
„Wie kommst du darauf, dass ich wegen dir schwach war?“
Er wollte Harry mit dieser Frage nicht reizen oder ärgern. Es war einfach nur eine Frage, auf die nur Harry eine Antwort zu haben schien.
„Weil du mich liebst.“, hauchte Harry.
Wie vom Donner gerührt ließ Draco Harrys Hände los und war einfach zutiefst geschockt, dass Harry diese Worte gesagt hatte.
Blut schoss in sein Gesicht, sein Herz begann zu rasen und wieder erfasste ihn ein heftiges Zittern.
Die Wucht, mit der die Wahrheit in sein Gesicht schlug, riss ihm förmlich den Boden unter den Füßen weg. Haltsuchend stemmte er eine Hand gegen einen Bettpfosten und rang nach Luft.
Und, als hätte er eine plötzliche Eingebung, sah er in Harrys grünfunkelnde Augen.
„Und du liebst mich.“, hauchte er, woraufhin Harry nur einmal ganz kurz nickte.
Erdrückende Stille stand zwischen ihnen beiden, während sie sich gegenseitig anfunkelten.
„Komisch, dass wir es nicht selbst bemerkt haben, oder?“, fragte Harry mit einem Lächeln auf den Lippen und durchbrach damit diesen stillen Moment.
„Und dass der Andere es erst aussprechen muss, bevor man es selbst sieht.“, nickte Draco und pflichtete ihm bei.
Schnell überbrückte Harry die letzten Zentimeter zwischen ihnen beiden und schloss ihn in seine Arme.
Draco sah ihm tief in die Augen und legte dann seine Lippen auf die des Gryffindors, um ihn in einen vernichtenden Kuss zu ziehen.
Als sie sich wieder gelöst hatten (sie hatten sich noch eine Weile auf dem Bett hin und her gewälzt), richteten sie ihre Kleidung zurecht, um zum Frühstück zu gehen, doch als Harry gerade die Tür aus dem Schlafsaal raus öffnen wollte, hielt Draco ihn zurück, indem er seine Hand fest um Harrys Handgelenk legte.
Verwirrt sah Harry über seine Schulter und als er Dracos Gesicht sah, ließ er den Türknauf los und drehte sich zu dem Blonden um.
„Was ist los?“, fragte er.
Dracos Gesichtsausdruck war unergründlich. Eine Mischung aus Verschlossenheit und Angst.
„Ich muss dir noch was sagen, bevor wir da rausgehen.“
„Sag das nicht so, als würden wir uns direkt in den Abgrund des Todes werfen.“
„Hm…die Leute da draußen kommen einem Abgrund schon sehr nahe.“, antwortete Draco konnte aber ein kleines Grinsen nicht verkneifen.
Harry ging einen Schritt auf Draco zu und nahm dessen Hände in seine.
„Was ist los?“, hauchte er. „Was willst du mir sagen?“
Auf alles gefasst wartete er, dass Draco das letzte bisschen Mut zusammenkratzte und aussprach, was ihm auf dem Herzen lag.
Doch Draco sagte nichts.
Allerdings machte sein Körper nicht nichts.
In einer fließenden Bewegung wurde seine Gestalt immer kleiner und seine Hautfarbe wechselte irgendwie zu orange-blau, während sein gesamter Körper in der Luft zu schweben schien.
Seine Gesichtszüge wurden irgendwie weicher und doch härter und es sah aus, als würde ihm ein Bart wachsen.
Eigentlich sah sein ganzer Körper aus, als würde er von Haaren überzogen werden.
Nein, das waren keine Haare. Das waren Federn!
Und jetzt erkannte Harry, dass Draco ein Schnabel wuchs und kleine Flügel sich zu beiden Seiten seines winzigen Körpers ausbreiteten.
Draco war ein Animagus!
„Was…?“, hauchte er, während sein Kiefer einfach nach unten fiel.
Plötzlich flog ein kleiner Vogel, nicht größer als ein Schnatz, aufgeregt vor ihm her, zwitscherte beinahe schon verzweifelt und ließ sich dann auf seiner Schulter nieder.
„Was, zum Henker…“, flüsterte er, weil seine Stimmbänder anscheinend den Geist aufgegeben hatten.
„Du…du bist ein…ein Eisvogel.“, stotterte er.
Langsam tippelte der kleine Vogel auf seiner Schulter zu seiner Wange und schmiegte sich leicht an.
„Scheiße, Draco…“, sagte Harry vollkommen ungläubig, verblüfft und was sonst noch.
Der Vogel erhob sich wieder, drehte eine letzte Runde im Raum und landete dann auf dem Boden, um die Rückverwandlung einzuleiten.
Währenddessen dämmerte es Harry.
Als Draco wieder vor ihm stand, war Harry noch immer nicht fähig, einen vernünftigen Satz zu bilden.
„Harry, ich…“, setzte Draco an, doch er wusste nicht recht, was er sagen sollte. So erschien es zumindest Harry.
„Du…du warst das…Auf dem Fensterbrett…Als mir deine Eule die Einladung zur Party geschickt hat.“
Draco nickte.
„Du warst da…als ich aufgewacht bin. Nach der Party.“
Wieder nickte Draco nur.
„Und du hast mich am See besucht. Als ich im Gras lag.“
Verwirrt schüttelte Harry den Kopf, als Draco erneut nickte.
„Ich war immer da, Harry.“, sagte Draco leise. „Ich wollte immer ein Auge auf dich haben.“
„Aber warum hast du denn nicht schon viel eher etwas gesagt?“
„Weil…naja…du bist bisher der Einzige, dem ich es erzählt habe und der mich überhaupt in dieser Gestalt gesehen hat. Ich war einfach vorsichtig.“
„Und wie, warum bist du ein Animagus geworden?“
„Hm…ich fand es, glaube ich, toll, etwas Besonderes zu sein. Ich wollte etwas tun, was kaum jemand kann. Deswegen auch die Gestalt eines Eisvogels.“
„Die sind vom Aussterben bedroht, oder?“
Draco nickte.
„Ich dachte eher, wenn du dich schon in ein Tier verwandelst, dann am Ehesten noch in ein Frettchen.“, feixte Harry.
„Das Wie ist etwas komplizierter.“, fuhr Draco unbeirrt fort, nachdem er Harry deutlich von sich geschubst hatte. „Ein schwieriger Prozess.“
„Könnte ich das auch?“, fragte Harry und überlegte schon, in was er sich verwandeln könnte.
„Wer, wenn nicht du, Harry?“
Ein paar Augenblicke später zog Harry Draco lachend zu sich an den Gryffindor-Tisch, um sich einem ausgiebigen Frühstück zu widmen.
Tiefes Raunen ging durch die Große Halle, als Draco sich gespielt genervt neben ihn fallen ließ und den Kopf lachend schüttelte.
Nicht nur, dass ein Lächeln dieses Slytherins so selten war, wie ein Troll in den Kerkern des Schlosses, dazu kam noch die Absurdität des Anblicks eines Slytherin am Tisch der Gryffindors.
„Na, wen haben wir denn hier?“, bemerkte Seamus Finnigan lachend und ließ sich den beiden gegenüber fallen.
„Eis-Prinz und Goldjunge glücklich vereint?“
„Hey, wenn du das nochmal sagst, fängst du dir eine, Finnigan.“, knurrte Draco, woraufhin Harry in schallendes Lachen ausbrach.
„Okay…dann..erm…“, stotterte Seamus verwirrt.
„Lass mal gut sein. War ein Scherz.“, sagte Draco so trocken, dass nun auch alle anderen um sie herum zu lachen begannen.
Genervt rollte Seamus mit den Augen und widmete sich seinem Toast.
„Hey, Hermine.“, winkte Dean Thomas die schlaue Hexe, die gerade mit Ron zusammen die Große Halle betreten hatte, zu ihnen herüber.
„Was ist denn hier kaputt?“, fragte Ron verwirrt, als er Draco am Tisch sitzen sah.
Mürrisch setzte er sich mit Hermine Draco und Harry gegenüber und blickte zwischen den beiden hin und her.
„Harry?“, fragte Draco mit hochgezogenen Augenbrauen, woraufhin Harry sich irritiert zu ihm umdrehte. „Muss ich das Wiesel jetzt immer ertragen?“
Die Stimmung am Tisch verwandelte sich plötzlich in knisternde Spannung, während Ron den Blonden mit zusammengekniffenen Augen ansah und Draco höchst gelangweilt zurücksah.
„Ja, du musst.“, sagte Harry laut, um sich dann zu ihm rüber zu lehnen.
„Sonst kannst du vergessen, dass du je wieder die hier zu spüren bekommst.“, flüsterte Harry süffisant grinsend in sein Ohr, während eine Hand sich auf seinen Oberschenkel schob, zwischen seine Beine rutschte und federleicht über seinen Schritt glitt.
Draco riss die Augen auf, schaute auf die Hand in seinem Schoß und hob dann die Hand, um sie Ron zu reichen.
„Wiesel, es freut mich dich kennen zu lernen.“, sagte er schnell und verhaspelte sich, während Harry Ron zunickte, so dass dieser zermürbt nach der Hand des Blonden griff.
„Was hast du ihm gesagt, Harry?“, fragte Seamus lachend.
Lachend schüttelte Dean neben ihm den Kopf.
„Ich glaube, es hat was mit der Hand zwischen Dracos Beinen zu tun.“
Geschockt riss Ron die Augen auf, während Hermine leise kicherte und Seamus lauthals loslachte.
„Hermine, ich glaube, du hast die Wette gewonnen.“, sagte Seamus.
„Welche Wette?“, fragte Harry.
„Wieso, Seamus? Ich hab doch gewettet, dass es auf der Party schon passiert.“, fragte Hermine.
„Welche Wette?“, mischte sich nun Draco ein.
„Naja, ich hab da so Sachen gehört, was die beiden gestern Abend so getrieben haben.“
„Welche Wette?“, fragten Harry und Draco im Chor.
Wieder brach der halbe Tisch in wildes Gelächter aus.
„Wusstet ihr denn nicht, dass Wetten laufen, wann ihr das erste Mal in aller Öffentlichkeit übereinander herfallt?“, fragte Hermine grinsend.
„Was?“, krächzten beide.
„Und du hast sie gewonnen, Hermine?“, fragte Ron, der gerade käsebleich geworden war.
„Hermine?“, fragte Harry ebenso geschockt. „Du hast darauf gewettet, dass wir auf der Party…Moment! Woher weißt du überhaupt von der Party?“
„Man hört so Dinge. Im Schloss. Von den Gemälden.“, antwortete diese.
Draco schüttelte den Kopf, wandte sich aber dann wieder seinem Rührei zu.
„Draco?“, fragte Harry. „Würdest du bitte auch etwas dazu sagen?“
„Hm…Ich hab schon immer gewusst, dass sie klug ist. Also, wen wundert es? Mich würde eher interessieren, was der Einsatz war.“
Ungläubig ließ Harry sich nach hinten fallen und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Nur eine Galleone.“
„Hm…Nicht besonders viel.“, sagte Draco und zuckte mit den Schultern.
„Was hast du erwartet?“, fragte Harry leicht hysterisch. „Dass derjenige, der gewinnt, als Preis eine Nacht mit uns beiden gewinnt?“
„Dann hätte Blaise zumindest nicht tun müssen, was er getan hat.“, antwortete Draco.
Harry zuckte zurück, als hätte er einen Schlag ins Gesicht bekommen.
„Noch nicht witzig?“, fragte Draco behutsam und legte eine Hand auf Harrys Arm.
Energisch schüttelte Harry den Kopf.
„Tut…tut mir Leid.“, sagte Draco und entlockte Harry ein kleines Lächeln.
„Hallo? Hab ich mich gerade verhört? Ein Malfoy, der sich entschuldigt?“, fragte Ron überrascht.
„Ja, ich muss mich selbst noch dran gewöhnen.“, antwortete Draco kleinlaut.
„Hey Leute, was ist denn mit Zabini passiert?“, fragte Dean, während sich alle Blicke auf den soeben eingetretenen Blaise richteten, der selbst kurz zum Gryffindortisch blickte, aber schnell wieder wegsah und zum Slytherintisch ging.
Seine Nase war lila, blau und rot gemischt und ein kleines Pflaster ruhte direkt auf der Nasenwurzel.
Alle blickten nun gebannt auf Draco, der sich auf seinen Teller konzentrierte.
Also übernahm Harry.
„Er hat mir Drogen ins Bier gemischt.“
Kurze Stille.
„Es wäre mir lieber gewesen, wenn du es nicht gesagt hättest.“, flüsterte Draco deutlich vernehmbar.
Hermine schlug die Hände vor den Mund, Seamus blickte zwischen Harry und Blaise hin und her und Dean schüttelte mitleidig den Kopf. Doch Ron erbost sprang auf.
„Der bekommt es jetzt mit mir zu tun.“, brüllte er, doch Hermine hob langsam eine Hand und zerrte ihn, noch immer geschockt, auf die Bank zurück.
„Lass gut sein, Weasley. Das habe ich bereits erledigt.“, hauchte Draco, den Blick noch immer auf seinen Teller geheftet.
„Steht ihm gut. Die ganzen Farben in seinem Gesicht.“, sagte Dean, um die Stimmung am Tisch wieder zu heben.
Draco und Harry schnaubten lächelnd und Ron stimmte ihm lachend zu, wie auch Seamus.
Während die drei sich darüber ausließen, was Zabini noch alles stehen würde, vertiefte sich Hermine wieder in irgendein Buch.
„So läuft das also hier? Am Tisch der Löwen?“, fragte Draco und sah Harry von der Seite her an.
Harry nickte.
„So in etwa. Es ist nichts Besonderes.“
„Für mich schon.“
Ende
Harry: „Was für ein dämliches Ende. Viel zu schnulzig.“
Draco: „Ja, finde ich auch. Als ob es soooo toll wäre, am Tisch der Gryffindors zu frühstücken.“
Niobe: „Hey! Passt auf, was ihr sagt.“
Draco: „Uuuuh, wir zittern!“
Niobe: „Vorsicht. Ich kann alles mit euch anstellen, was ich will. Murharhar.“
Harry: „Oh oh. Draco, sie lacht wieder so böse.“
Draco: (gelangweilt) „Na, was wird es diesmal? Folterkeller? Dreier? Gelbe Farbe, die vom Himmel fällt?“
Niobe: „Das wüsstest du wohl gern, oder du Naseweis?“
Harry: „Reiz sie nicht so sehr. Ich habe keine Lust in Frauenkleidern rumlaufen zu müssen.“
Niobe: „Genau, hör auf ihn, Draco.“
Draco: „Man, eine durchgeknallte Autorin und mein Freund, der Bezwinger Lord Voldemorts, der sich in die Hosen macht.“
Harry: „Ich mach mir nicht in die Hosen.“
Draco: „Und warum kuschst du dann immer vor der Hexe.“
Niobe: „Okay. Du hast dir dein Recht auf freie Meinungsäußerung in der Fortsetzung gerade selbst zerstört.“
Draco & Harry: (ungläubig) „FORTSETZUNG???“
Energisches Nicken der Autorin.
Harry: „Scheiße.“
Draco: Das kannst du laut sagen. Titel, oh große Autorin?“
Niobe: „Feuer, Eis und blaue Augen.“
Draco: „Langweilig!“
Harry: „Ich find den Titel jetzt nicht sooo schlecht.“
Draco & Niobe: „Schleimer!“
Harry: „Och Mensch! Was man macht, man macht es falsch.“
Niobe: „So, ab ins Bett mit euch.“
Draco: „Du spinnst wohl.“
Niobe: „Na, warte!“
Niobe schnippt mit dem Finger.
Draco: „Scheiße, wo kommt die gelbe Farbe her?“
Harry: „Ich lass die Augen einfach zu. Dann muss ich die Frauenkleider nicht sehen.“
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So...Des wars.
Aber da mich die beiden mal wieder ausgequetscht haben, ist mir doch glatt der Titel der Fortsetzung rausgerutscht.
Feuer, Eis und Blaue Augen
Ich hatte ja bereits erwähnt, dass ich ne Schreibblockade hatte und die Betonung liegt hier auf "hatte", denn wie sich herausgestellt hat, ist der Knoten letzte Woche geplatzt, als ich das vorletzte Kapitel reingestellt habe.
Ich komme also gut voran und kann schon jetzt sagen, dass es fast keinen Plot gibt.
XD
Dementsprechend habt ihr mehr zu schwitzen und ich mehr zu grübeln.
Nochmals meine Erinnerung: Behaltet den Titel in Erinnerung, denn ich setze ihn als Passwort ein.
Den Namen der Story. Das Passwort heißt dann also?
Gut, so.
Ich hab auch schon ein Banner erstellt, den ihr dann mit der Story einsehen könnt.
Ich weiß noch nicht, wie lange es dauern wird, bis ich die Story fertig gestellt habe.
Kann ein paar Wochen dauern oder auch Monate.
Ich behalte dabei jedenfalls im Hinterkopf, dass das menschliche Kurzzeitgedächtnis Dinge nur für eine geringe Zeit speichert und setze auf den Wiedererkennungskomplex des menschlichen Hirns.
So, ich danke euch allen noch einmal und freue mich, euch wieder zu sehen, wenn die Fortsetzung on ist.
Bai Bai und wech...
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