
von tini-wini84
Die nächsten Tage vergingen wie im Flug. Die Gryffindors hatten viel Arbeit, vor allem für VgddK mussten sie einiges aufholen, da Snape das Niveau wirklich enorm angezogen hatte. Ian schien keine allzu großen Probleme damit zu haben und erklärte sich bereit Neville, Dean, Seamus, Ron und Hermine zusammen mit Harry, der von den anderen mit Abstand der beste war, etwas Nachhilfe zu geben. Nachdem sie in einem unbenutzten Klassenzimmer im 4. Stock über zwei Stunden geübt hatten, gingen die Freunde zusammen zurück zum Gemeinschaftsraum, wobei sich Harry und Ian unterhielten. „Du bist echt gut“, bemerkte Harry. Ian grinste: „Hab an unsrer alten Schule im wöchentlichen Duellierclub reihenweise die Lehrer aufs Parkett geschickt. Keine Ahnung von wem ich das hab.“ - „Jedenfalls bist du schwer in Ordnung und behandelst mich nicht wie die anderen“, gestand Harry. „Ja, aber das ist doch nicht nur wegen der Sache im Ministerium, da steckt doch noch was anderes dahinter. Warum nennen sie dich im Propheten 'den Auserwählten'?“ wollte Ian wissen. Harry sah ihn entgeistert an. Sein Freund hier hatte wirklich keine Ahnung? Naja, wie sollte er auch, scheinbar war seine Berühmtheit nicht bis ans andere Ende der Welt durchgedrungen. Ein äußerst beruhigendes Gefühl, wie er fand. „Nun ja, ich bin der einzige, der den Avada Kedavra überlebt hat.“ Ian blieb ruckartig stehen und starrte den schwarzhaarigen Zauberer an, so dass er fast mit Ron und Neville zusammengestoßen wäre. Ron, der eben mitgehört hatte, lachte laut auf: „Jetz erzähl mir nich, du hast noch nix über den großen Harry Potter gehört!“ - „Ron, es muss doch nicht gleich die ganze Schule wissen!“, tadelte Hermine und stellte sich neben Ian. „Ian, Voldemort hat vor 15 Jahren Harrys Eltern getötet und wollte auch Harry umbringen. Warum genau er es nicht geschafft hat, ist unklar. Fest steht, dass Harry den Todesfluch überlebt hat“, sie zeigte auf Harrys Stirn, „und nur diese Narbe zurückbehalten hat. Voldemort war jedoch nach diesem Anschlag eine Art Geist und hat immer wieder versucht Harry zu schaden, bis er vor über einem Jahr mit Hilfe seiner Deatheater wieder auferstanden ist.“ Ian hatte nach einigen Minuten seine Sprache wiedergefunden: „Oh Mann, das ist ja krass. Jetzt wird mir so einiges klar. Meine Mum oder Grandma haben mir nie etwas derartiges erzählt. Dass es Du-weißt-schon-wen überhaupt gibt, habe ich bis vor ein paar Wochen noch nicht einmal gewusst.“ Die Freunde blickten ihn entgeistert an. „Krass“, meinte nun auch Ron mit aufgerissenen Augen. „Meine Grandma hat mir nur gesagt, dass dieser Voldemort meinen Grandpa umgebracht hat, kurz bevor sie nach Amerika geflohen sind.“ - „Und was ist mit deinem Dad, hat der dir nichts erzählt?“, fragte Neville. Ian wurde traurig als er antwortete: „Nee, meinen Dad kenne ich nicht. Laut Mum ist er vor meiner Geburt gestorben und viel mehr weiß ich auch nicht über ihn, außer, dass er Reg hieß.“ Die Freunde sahen ihn mitfühlend an. Vor allem Neville und Harry konnten seine Situation sehr gut nachvollziehen. Hermine legte ihm tröstend einen Arm auf die Schulter und versuchte ihn aufzumuntern: „Wenn wir mal bei dem ganzen Stress mit Snape etwas mehr Zeit haben, dann versuchen wir in der Bibliothek etwas über deinen Dad herauszufinden. Versprochen!“ Auch Ron und Harry nickten. Gemeinsam gingen sie nun hinunter zum Essen, nachdem sie ihre Schultaschen und Bücher in den Gryffindorturm gebracht hatten.
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