
von tini-wini84
„Du-weißt-schon-wer wird sicher damit rechnen, dass du nach Godric's Hollow gehen wirst. Wir müssen uns dementsprechend tarnen. Es ist zwar gefährlich, aber ich denke es ist wichtig, dass wir dort hingehen. Dumbledore war mit Bathilda Bagshot vertraut. Sie wohnt dort schon seit Jahren. Vielleicht weiß sie, wo das Schert von Gryffindor zu finden ist.“ Sogleich traf Hermine sämtliche Vorbereitungen für ihre Reise. Sie hatte in einem Ort ganz in der Nähe Haare von drei Muggeln besorgt, in die sie sich verwandeln würden. Zudem würden sie den Schutz von Harrys Tarnumhang in Anspruch nehmen. Als auch das Zelt in Hermines Perlenhandtasche verstaut war und sie die Schutzzauber aufgelöst hatten, disapparierten sie nach Godric's Hollow.
Es lag schon seit geraumer Zeit dichter Schnee auf den Straßen. Als sie unter dem Tarnumhang an einer nahegelegenen Kirche vorbeikamen, erklangen Weihnachtslieder. So lange waren sie nun schon unterwegs gewesen, er war offensichtlich Heilig Abend. Gerade aus diesem Grund wurde Harrys Verlangen seinen Eltern nahe zu sein immer größer. Sie steuerten auf den kleinen Friedhof direkt hinter der Kirche zu. Dort traten sie unter dem Umhang hervor und Ian und Hermine hielten sich etwas im Hintergrund, während Harry verdutzt an einem Grab mit der Aufschrift Kendra Dumbledore und ihre Tochter Ariana. Wo dein Schatz ist, da wird dein Herz auch sein stehen. Dumbledore hatte ihm nie etwas davon erzählt, dass auch er geliebte Menschen in Godric's Hollow verloren hatte. Umso länger Harry darüber nachdachte, desto schmerzlicher wurde ihm bewusst, dass er den Professor nie nach seiner eigenen Vergangenheit gefragt hatte. Stets war es nur um Harry gegangen. Und jetzt war er tot, er würde nie wieder mit ihm sprechen können.
Sie gingen weiter. Plötzlich blieb Hermine an einem sehr alten verwitterten Grab stehen. Sie schien etwas entdeckt zu haben, denn sie kniete sich hin und wischte mit ihrem Handschuh den Schnee weg, um die Inschrift besser erkennen zu können. Das Grab war schon sehr verwittert, doch der Name war noch immer zu erkennen: Ignotus Peverell. Hermine kannte den Namen nicht, das Grab war ihr aufgefallen, weil sie auf dem Grabstein das ominöse Zeichen aus dem Märchenbuch von Dumbledore entdeckt hatte. 'Da musste es irgendeinen Zusammenhang geben, nur welchen?'
Harry war bereits weiter gelaufen und hatte endlich das Grab seiner Eltern gefunden. Hermine und Ian waren mit etwas Abstand hinterher gekommen und traten nun an Harrys Seite. Dieser wurde von seinen Gefühlen überwältigt, Tränen liefen ihm über die Wangen. Hermine hatte einen Strauß Christrosen heraufbeschworen, den er nun auf das Grab legte.
Gemeinsam machten sie sich auf den Rückweg. Auch wenn bis dahin alles still und friedlich gewesen war, so fühlten sie sich doch irgendwie beobachtet und zogen schnell den Tarnumhang über sich.
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