
von tini-wini84
Vom Ende der Straße her winkte ihnen eine alte Frau zu, die eigentlich nicht in der Lage sein sollte sie zu sehen. „Vielleicht ist das Bathilda. Wir sollten sehen was sie will“, flüsterte Hermine. In der Hoffnung von ihr Gryffindors Schwert zu erhalten, folgten Sie ihrer zeichensprachlichen Aufforderung mit zu ihrem Haus zu kommen. Dort roch es unangenehm, alles war unaufgeräumt und staubig. Beim Kerzenanzünden entdeckte Harry unter den vielen Fotos auch ein Bild des blond gelockten Jugendlichen, der jenen Gegenstand von Gregorowitsch gestohlen hatte, den Voldemort dringend haben wollte. Gleichzeitig fiel Harry wieder ein, warum dieses Gesicht ihm irgendwie bekannt vorgekommen war: Es war der Freund des jungen Dumbledore, den er auf einem Foto in Kimmkorns Biographie über Dumbledore gesehen hatte. Er fragte Bathilda Bagshot nach dessen Namen. Sie gab ihm jedoch keine Antwort auf diese Frage, genauso wie auch auf alle anderen Fragen von den drei Zauberern. Stattdessen forderte sie Harry in Zeichensprache auf, mit ihr nach oben zu gehen. Er steckte heimlich das Foto ein und folgte ihr neugierig.
Im Schlafzimmer angekommen redete die alte Frau auf einmal. Sie fragte den als Muggel getarnten Zauberer, ob er Harry Potter sei. Nachdem er dies bestätigt hatte, hörte er Voldemorts Stimme und fühlt das Horkrux-Medaillon an seiner Brust pulsieren. Sobald er den Blick kurz in die Richtung gewendet hatte, in die die Alte gezeigt hatte, wand sich die Schlange Nagini blitzschnell aus dem Körper der alten Bathilda Bagshot und griff Harry an. Währenddessen schmerzte seine Narbe unerträglich, doch er reagierte schnell, konnte dem ersten Angriff der Schlange gerade noch so ausweichen und kämpfte mit ihr.
Dann ging alles sehr schnell. Ian und Hermine hatten sich Sorgen gemacht, weil Harry nicht zurück gekommen war und waren nach oben geeilt. Dort hatten sie Harry mit einer riesigen Schlange kämpfen sehen und waren ihm zu Hilfe geeilt. Flüche flogen kreuz und quer durch das Zimmer, doch sie hatten es schließlich geschafft die Schlange abzuschütteln und durch das zerbrochene Fenster zu fliehen. In dem Moment als die drei disapparierten, war Voldemort aufgetaucht.
Der Dunkle Lord war außer sich vor Wut. Es konnte doch nicht sein, dass ihm der Potterjunge immer wieder entkommen war. Ihm, dem mächtigsten Zauberer des Universums! Schon damals als kleines Baby hatte dieser Junge ihm zugesetzt und es seitdem immer wieder geschafft. Er war schuld daran, dass er entleibt worden war und jahrelang ein Schattendasein geführt hatte. Grenzenlose Wut und Enttäuschung machten sich in Voldemort breit. Er geriet in Rage, hätte am liebsten das ganze Haus in Schutt und Asche gelegt und danach die Bewohner von Godric's Hollow mit dem Todesfluch zur Strecke gebracht. Ja, das würde ihm Genugtuung verschaffen, wenn er schon seine anderen Ziele nicht erreichen konnte. Er drehte seinen Zauberstab langsam und begierig in der fahlen knöchernen Hand. Er war bereits im Begriff das Zimmer zu verlassen. Es roch hier nach Tod, genau danach, wovor er sich schon immer gefürchtete hatte. Plötzlich fiel sein Blick auf einen zerbrochenen Bilderrahmen am Boden, der den blond gelockten Dieb, der Gregorowitsch bestohlen hatte, zeigte.
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