
von tini-wini84
Aberforth Dumbledore hatte gerade seine Kneipe geschlossen und war nach oben gegangen, um sich nach dem langen anstrengenden Tag endlich etwas Ruhe zu gönnen. Er setzte sich in seinen alten Ohrensessel und nahm sich ein Glas Feuerwhiskey. In der Hand drehte er einen einfachen aber schönen Spiegel, er hatte ihn vor einigen Monaten Mundungus Fletcher abgekauft. Warum wusste er mittlerweile selbst nicht mehr so genau. Irgendwie hatte ihn dieser Spiegel an Ariana erinnert, sie hatte einmal einen ähnlichen besessen. Er vermisste seine Schwester, obwohl sie nun schon seit über 70 Jahren tot war. Es schmerzte ihn sehr, denn er gab sich die Schuld am Tod seiner Schwester. Sie hatten damals gekämpft, er, Grindelwald und Albus, und dabei war Ariana von einem Fluch getroffen worden. Wer es genau gewesen war, hatte man nicht mehr nachvollziehen können. Es wäre einfacher gewesen, Grindelwald die Schuld in die Schuhe zu schieben, oder aber seinem Bruder, der sich mit diesem Muggelhasser angefreundet hatte. Aber er wurde das Gefühl nicht los, dass er Ariana hätte beschützen müssen und das wurde ihm immer wieder schmerzlich bewusst. Vielleicht war auch das der Grund dafür gewesen, dass er immer eigenbrödlerischer geworden war und kaum jemanden an sich heran ließ.
Gedankenverloren schaute er in den Spiegel. Plötzlich sah er ein paar dunkle Augen, die ihn anstarrten. „Wir brauchen dringend Hilfe, sie halten uns in Malfoy Manor gefangen! Es geht um Leben und Tod!“
Ihm wurde klar, dass dies offensichtlich ein Zweiwegespiegel war, aus dessen zweitem Teil soeben jemand um Hilfe gebeten hatten. Aber wie sollte er das anstellen? Er wusste nicht einmal wo Malfoy Manor war. Er überlegte kurz, dann kam ihm eine Idee. Schnell ging er zu einem Portrait mit einem schönen blonden Mädchen, das die gleichen strahlend blauen Augen wie er und Albus hatte. „Ariana. Du musst schnell nach Hogwarts und mir den Hauselfen Dobby herrufen. Es geht um Leben und Tod!“ Sie nickte und ging schnellen Schrittes einen langen Gang entlang. Wenig später kehrte sie zurück und lächelte. Mit einem Plopp erschien im gleichen Moment der Hauself in Aberforths Wohnzimmer und blickte ihn aufgeregt aus seinen großen Augen heraus an: „Sie brauchen meine Hilfe, Sir?“ Aberforth nickte: „Dobby, du hast doch für die Malfoys gearbeitet. Ich habe soeben einen Hilferuf erhalten. Jemand wird dort gefangen gehalten. Sie sind in größter Gefahr, wenn auch der Dunkle Lord dort sein sollte. Ich glaube es war die Stimme von Harry Potter.“ Bei dem Namen des Zauberers, der ihm damals die Freiheit geschenkt hatte, zögerte Dobby keine Sekunde länger. Er nickte Aberforth zu und disapparierte in den Kerker von Malfoy Manor.
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel