
von tini-wini84
An diesem Abend waren alle froh, endlich etwas Ruhe zu haben. Nahezu alle waren schon ins Bett gegangen. Ron, Harry und Hermine waren bei Mr. Ollivander und Griphook, um sie zu befragen. Ian hatte sich dafür entschieden, mit Dean und Luna noch etwas am Feuer zu sitzen. Vor einigen Minuten hatte sich Dean ins Bett verabschiedet. Gedankenverloren sah Ian aus dem Fenster in die Dunkelheit und fragte sich, was wohl noch alles passieren würde, bis sie Voldemort endlich vernichtet hätten. Luna war derweil mit dem Kopf an seiner Schulter eingeschlafen und lächelte dabei seelig. 'Was muss sie wohl alles durchgemacht haben? Ich kann verstehen, dass Xenophilius alles getan hätte, um sie zurück zu bekommen.' Er streichelte ihr übers Haar und trug sie dann hinauf in ihr Bett.
Ein paar Tage später ging es allen Verletzten schon besser und Mr. Ollivander konnte Shell Cottage mit Dean und Luna verlassen. Zusammen mit Griphook würden die vier Freunde dann in Gringotts in das Verlies der Lestranges einbrechen und den Kelch von Hufflepuff, den Harry dort aufgrund Bellatrix Panik vermutete, stehlen. Als Gegenleistung hatte der Kobold jedoch Gryffindors Schwert gefordert, da es seiner Meinung nach rechtmäßig den Kobolden gehören würde. Harry hatte den Plan ihm das Schwert erst dann zu geben, wenn alle Horkruxe vernichtet wären. Es würde keine leichte Aufgabe werden und so verbrachten sie Tage mit der Planung.
Ian war der Abschied von Luna nicht leicht gefallen, sie hatten sich in den Tagen zusammen in Shell Cottage überaus gut verstanden. Zum Abschied hatte Luna ihn auf die Wange geküsst und ihm einen ihrer Butterbierkorken als Glücksbringer geschenkt, den er seitdem ständig bei sich trug. Hermine schien es nichts auszumachen, dass Ian und Luna sich näher gekommen waren. Im Gegenteil, denn sie hatte gemerkt, dass sie für ihn, genauso wie für Harry, nur noch tiefe Freundschaft empfand, aber eben keine Liebe mehr. Auch Rons Stimmung hatte das ganze aufgeheitert, denn offensichtlich war seine Angebetete nun wieder frei und das schien sie nicht im Geringsten zu stören.
Harry hatte seinen drei Freunden von seinen Vermutungen erzählt, dass Dumbledore wollte, dass sie sich vorrangig um die Suche nach den Horkruxen kümmern sollten. Von Ollivander hatten sie schließlich erfahren, dass Voldemort auf der Suche nach einem Heiligtum, nämlich dem mächtigsten Zauberstab aller Zeiten, war. Der letzte bekannte Besitzer dieses sogenannten Elderstabs sei Gregorowitsch gewesen. Harry wusste, dass er diesem von Grindelwald gestohlen worden war und dass Voldemort bereits wusste, wer ihn wirklich zuletzt gehabt hatte. „Bekanntermaßen ist Grindelwald von Dumbledore besiegt worden, so dass Dumbledore zum letzten Besitzer des berühmten Zauberstabs geworden ist. Wie wir von Ollivander wissen, kann der Zauberstab auch seinen Besitzer wechseln, wenn er den Vorbesitzer nicht getötet hat. Voldemort weiß, dass Dumbledore ihn als letztes besessen hat und hat ihn bereits aus seinem Grab entwendet. Ich habe es in einer Vision einen Tag nach unserer Fluch gesehen.“ Ron starrte ihn entsetzt an: „Und warum haben wir ihn dann nicht geholt, bevor Du-weißt-schon-wer ihn sich geschnappt hat? Das wäre die Lösung gewesen.“ - „Weil Dumbledore es so gewollt hat. Er wollte, dass wir die Horkruxe finden und nicht die Heiligtümer“, erklärte Harry schlicht. Da Harrys eigener Zauberstab irreparabel war, hatte er Dracos an sich genommen, den er ihm im Kampf abgenommen hatte, laut Ollivander würde dieser nun Harry gehorchen.
Die Vorbereitungen für den Einbruch in Gringotts waren soweit abgeschlossen und es sollte am nächsten Tag losgehen. Als sie beim Abendessen saßen, kam plötzlich ein extrem aufgeregter Remus Lupin hereingeplatzt: „Es ist ein Junge!“, jubelte er. Tonks hatte einige Stunden zuvor einen gesunden Sohn zur Welt gebracht, der bereits ein paar Male die Haarfarbe gewechselt hatte. Remus war außer sich vor Glück, dass er nicht seine Werwolfeigenschaften geerbt hatte, wovor es ihn immer geängstigt hatte und er Tonks sogar verlassen wollte. Das war nun alles vergessen und er stieß freudestrahlend mit seinen Freuden an. „Harry, möchtest du die Patenschaft übernehmen? Tonks und ich würden uns sehr freuen!“ Harry nickte erfreut und sie stießen ein weiteres Mal an. Wenig später hatte sich Remus wieder mit vielen guten Wünschen im Gepäck verabschiedet und war vor dem Haus disappariert.
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