Unbreakable Truth - Kapitel 16. Der Spiegel der Freundschaft und das Feuer der Leidenschaft
von Sisilia D.S.
Welch ein Gefühlschaos. Fühle mich wie ein verdammter dummer Teenager.
Was ist nur los mit mir. Warum hab ich mich nicht mehr im Griff, wenn sie mir so nahe kommt.
Ich darf nicht zulassen, dass sie Gefühle für mich entwickelt, das ist nicht gut, nicht gut für sie und nicht für mich. Ich habe eine Aufgabe zu erfüllen und nur die, alles andere muss ich ausblenden. Ich werde ihr das heute Abend klar machen. Es muss sein!
Wieder ein neuer Eintrag in das kleine schwarze Büchlein. Die Feder zitterte noch leicht in seiner Hand, als er den Text noch einmal durchlas.
Erneut tauchte er die Feder in das Tintenfass und kratzte damit erneut über das noch weiße Papier unter ihr.
Die Kreise werden immer enger. Potter hat nicht mehr viel Zeit, die Pläne des Lords nehmen auch immer mehr an Kontur an. Leider war das Diadem in dem Auktionshaus nicht das Richtige, müssen mit der Suche von vorn beginnen. Hoffe Potter hat mehr Glück. Bin mir sicher, in wenigen Wochen wird alles vorbei sein …
so oder so
Als ob es ein Kraftakt wäre, legte er die Feder zurück an ihren Platz, schloss mit einem Seufzen das Tintenfass und richtete seinen Blick müde wieder auf das Büchlein. Noch war die Tinte nicht trocken und glänzte leicht auf dem weißen Papier.
Die Nacht hüllte die Straße immer noch in ihr tiefstes Dunkel ein. Es musste wohl so gegen drei oder vier Uhr morgens sein, er wusste es nicht genau und es interessierte ihn im Moment auch nicht wirklich.
Er war verspannt, er fühlte die Anspannung in jeder Faser seines Körpers und er fürchtete, dass sich dies auch nicht ändern würde.
Langsam schloss er das Büchlein wieder, strich fast zart über den ledernen Einband und versteckte es an der üblichen Stelle. Kurz darauf verließ er die düstere Wohnung, verschwand im Dunkel der Nacht, um ohne ein weiteres Murren wieder an seine Aufgabe zurückzukehren.
*****
Mit gepackten Koffern stand Sisilia neben Diana, welche die Flugtickets am Schalter abholte. Aufgeregt wandte sie den Kopf und blickte in die große Abflugshalle des Flughafens, wo reges Treiben herrschte. Heftig zuckte sie zusammen, als sie eine dunkle Gestalt am Ende der Halle erblickte. Er war vollkommen in Schwarz gekleidet, sein Gesicht konnte sie nicht erkennen. Doch der Mann war nicht alleine. Zu ihm gesellten sich noch einer und dann noch einer. Sie trugen allesamt schwarze Hosen und schwarze Jacken. Dunkle Sonnenbrillen verdeckten ihre Augen. Doch dann tauchten immer mehr von ihnen auf, diesmal auch mit schwarzen Umhängen und die Kapuzen tief ins Gesicht gezogen, die ihr Todessermasken teilweise verdeckten. Egal wohin Sisilia nun blickte überall waren sie. Sie waren eingekreist. Fast panisch griff sie nach ihrem Zauberstab, in dem Moment, als ihre Freundin wieder zurückkam.
„Wir müssen hier raus“, flüsterte sie ihr zu und schob sie Richtung Aufzug, wo bisher noch keiner von den Todessern stand. Hektisch betätigte sie den Knopf, um einen der Fahrstühle zu rufen. Es dauerte auch nicht lange, als die Türen zweier nebeneinander liegende Fahrstühle sich gleichzeitig öffneten.
Diana rannte los und Sil auch, doch bevor ihr klar wurde, dass Di den andern Aufzug links von ihr gewählt hatte, hatte sie schon den ersten Schritt in den Aufzug getan und …
verlor den Halt.
Die Türe hatte sich zwar geöffnet, doch vor ihr gab es nur gähnende Leere. Der Aufzug war nicht hier. Sie verlor das Gleichgewicht, konnte sich nirgends mehr heben und sie stürzte … stürzte immer tiefer, versuchte immer wieder sich irgendwo festzuhalten, doch sie fand nichts, woran man sich hätte klammern können. Ein stummer Schrei entrang ihrer Kehle und panisch erwartete sie jeden Moment den harten Aufprall.
Es gab aber nur einen kleinen Ruck und ihr Fall endete mit einem Male ohne irgendeine Vorwarnung.
Leise keuchend öffnete sie die Augen wieder, welche sie geschlossen gehabt hatte und blickte … in das sanft lächelnde Gesicht von Severus.
Mit einem Male wurde ihr klar, dass sie in seinen Armen lag.
Er hatte sie aufgefangen.
Was dachte sie da, das war nicht möglich, er konnte sie nicht einfach aus so einem Sturz auffangen … aber er hatte es getan.
Immer noch unter Schock und Angst stehend, hatte sie ihre Arme um seinen Nacken gelegt und hielt sich an ihm fest, wie ein ertrinkendes Kind.
Er neigte langsam den Kopf zu ihr hinunter und begann sie zu küssen. Seine Lippen waren heiß wie Feuer und dieses Feuer schien sich genau von dort aus über ihren ganzen Körper auszubreiten, während sie sich leidenschaftlich immer weiter küssten.
Dann, nach einer gewissen, für sie unmessbaren Zeit löste er den Kuss und blickte sie aus glühenden Augen an.
Doch plötzlich ließ er sie wieder los und sie fiel erneut. Als sie noch versucht hatte, sich an ihm festzuhalten, wich er zurück und begann laut zu lachen. Eiskalt klang dieses Lachen, wie nicht von dieser Welt.
Sie ruderte mit den Armen durch die Luft, denn der Fall schien nicht enden zu wollen …
Doch dann setzte sie sich kerzengerade im Bett auf und starrte auf die Türe ihres Schlafzimmers.
„Oh verdammt. Verfluchte Alpträume“, murmelte sie, den Kater nicht beachtend, der sich ebenfalls erschrocken hatte und sie nun mit großen Augen anstarrte. Es war bereits hell draußen und die ersten Vögel sangen ihr Lied, als wollten sie den neuen Tag fröhlich willkommen heißen.
Leise maulend schwang Sisilia ihre Beine aus dem Bett, streifte sich ihr nass geschwitztes Shirt vom Körper, welches sie zum Schlafen getragen hatte, warf es einfach auf ihr Kopfkissen und ging, wie Gott sie erschaffen hatte ins Bad, um eine Dusche zu nehmen.
Nach der ausgiebigen Dusche, die sie ihren Alptraum vergessen ließ, zog sie sich T-Shirt und eine Jeans an, band sich die Haare zum Pferdeschwanz zusammen und marschierte nach unten in die Küche, um sich Frühstück zu machen.
Sie hatte gerade das Wasser aufgesetzt, als zuerst der Kater an ihr vorbei lief und es kurz darauf auch schon an der Tür klopft.
„Sisilia? Bist du vielleicht schon wach?“, erklang eine Stimme, die sie zum Lächeln brachte. Harry.
„Komm rein, die Türe ist offen“, rief sie ihm entgegen und versuchte herauszufinden, wo sich dieser Kater schon wieder versteckte hatte.
„Morgen. Du Sisilia, Ginny und ich dachten uns, wo doch morgen die Schule wieder losgeht, ob du nicht Lust hättest, mit uns zu frühstücken. Ich meine, wir werden uns ja jetzt einige Zeit nicht mehr sehen, wenn ich nach Hogwarts gehe.“
„Du willst wirklich wieder zur Schule?“, tat Sisilia überrascht und Harry nickte. „Wie wundervoll. Dann hab ich auch eine Überraschung für dich. Dann werden wir uns wohl jeden Tag sehen, denn ich hab eine Stelle als Lehrerin angenommen“, erklärte sie Harry, dem nun der Mund aufklappte.
„Ist das dein … Ernst? Das ist ja … fantastisch“, entfuhr es ihm und seine Augen strahlten. „Welches Fach denn?“, hakte er noch nach.
„Verwandlung. Aber ich werde nur die Jahrgangsstufen 1 – 4 unterrichten. So werden wir uns im Unterricht auch nicht sehen. Aber ich würde gern zu euch kommen, wenn das Angebot trotzdem noch gilt.“
„Ja… ja natürlich gilt das.“
„Gut, ich kommt gleich zu Euch rüber, ich muss nur eben noch mein Teewasser wegstellen“, erklärte sie lächelnd und Harry war auch schon fast wieder aus der Türe.
„Ich muss das den andern erzählen, sie werden Augen machen“, rief er noch und rannte zurück zu seinem kleinen Häuschen.
Sisilia musste schmunzeln, während sie den Kessel vom Feuer nahm und an die Seite stellte. Sie gab dem Kater noch seine Milch, auch wenn sie keine Ahnung hatte, wo sich dieser versteckte und ging schließlich zu Harry und seinen Freunden hinüber.
„Ist das wahr? Sie werden auch nach Hogwarts gehen und dort unterrichten?“, fragte Ginny nach, als Sisilia noch nicht mal ganz im Zimmer war.
„Ja, das stimmt allerdings. Doch Ginny ich denke, die andern duzen mich auch, so ist es vollkommen in Ordnung, wenn du es auch tust, ja?“
„Natürlich, gern. Aber wenn Sie… äh du dann unterrichtest, dürfen wir das nicht.“
„Mach dir keine Gedanken, ich werde euch nicht in meinem Unterricht haben, die Abschlussklassen wird weiterhin Professor McGonagall übernehmen. Also sehe ich keinen Grund, warum ihr mich Siezen müsst.“
„Boa krass. Dann kennen wir einen Lehrer, den wir beim Vornahmen nennen dürfen“, sagt Ron und stellte den Speck und die Rühreier auf den Tisch.
Sisilia lächelte zu den Vieren und Ginny schien ihre Vorbehalte ihr gegenüber auch verloren zu haben. Zwar hatte Sisilia keine Ahnung warum das so war, doch sie freute sich sehr darüber, dass das jüngste Weasley Mitglied ihr nun auch offen gegenüberstand.
„Ich werde sogar mit dem Hogwartsexpress fahren. Charlie meinte er sei abkommandiert als Schutz für die Schüler und da dachte ich, es schadet nicht, wenn noch jemand die Augen offen hält“, erklärte sie und nahm dann mit den andern am Tisch platzt.
„Wenn Charlie dann noch Augen für seine Aufgaben hat“, witzelte Ginny und kicherte leise. Nun wurde Sisilia leicht rot und senkte verlegen den Blick. Sie tat dann aber einfach so, als hätte sie diese Andeutung nicht gehört und nahm sich einfach etwas von dem Toastbrot, das Harry ihr reichte.
Das Frühstück und die Stimmung am Tisch waren sehr angenehm und Sisilia hätte jetzt nicht mehr sagen können wie, aber mit einem Male ging das Gespräch wieder um die Horcruxe. Sie versuchten noch einmal zusammen zu fassen, was sie wussten.
„Also… Zerstört wurden das Buch, der Ring und die Tasse. Das Medaillon fehlt noch, wir wissen aber, dass es eines ist. Dann hat Dumbledore angedeutet, dass es noch einen Gegenstand geben kann, etwas was vielleicht von einem der Gründer stammen könnte. Und eventuell Nagini. Das letzte Teil seiner Seele muss ja in ihm stecken“, fasste Hermine zusammen.
„Soweit wir bisher wissen, ja“, antwortete Harry und man merkte förmlich, wie ihn diese Gedanken zu schaffen machten.
„Harry ich … ich war gestern in London und hab etwas mitbekommen, was nicht mal im Tagespropheten steht“, erklärte Sisilia und begann von dem Überfall auf das Auktionshaus zu erzählen. Natürlich ließ sie alles über Snape weg und konzentrierte sich nur auf den Haarschmuck. Hermine und Ginny fragten beide gleichzeitig, wie das Diadem denn ausgesehen habe und Sisilia begann es zu beschreiben.
Zuerst hörten sie es sich einfach nur an und nachdenklich starrten sie einige Minuten vor sich hin.
„Hört her ihr vier. Wenn ihr Hilfe braucht, dann scheut euch nicht zu mir zu kommen. Manchmal kann es nicht schaden, wenn ihr eine Person dabei habt, die mehr Befugnisse hat als ihr. Nur für den Fall, in Ordnung?“
„Das ist klasse, Sisilia. Danke. Werden wir garantiert machen. Irgendwie fang ich an mich auf die Schule zu freuen. Das erste Jahr ohne Snape.“
„Ja, aber auch das erste Jahr ohne ...“
„… Dumbledore“, beendete Harry Ginnys Satz.
„Oh, nicht ganz“, warf Sisilia nun ein und alle blickten sie verwundert an. „Ich habe beschlossen mich nicht mehr zu verstecken, Harry. Ich werde mit meinem richtigen Namen unterrichten“, sah den erstaunten Harry an und dann zu den andern. „Ich heiße in Wirklichkeit Sisilia Dumbledore.“
Die Augen der andern wurden groß und sie erklärte ihnen jetzt die ganzen Zusammenhänge. Dass Albus ihr Großonkel war, er sie versteckte und ihr einen anderen Namen gegeben hatte.
„Aber damit ist jetzt Schluss, die Zaubererwelt soll wissen, dass es noch eine Dumbledore gibt und sie sollen sich in Acht nehmen.“ Ihr Blick war hocherhoben und stolz und ihr ganzer Körper strahlte Zuversicht aus.
„Packen wir es an? Stellen wir uns gemeinsam gegen Voldemort?“, fragte Sisilia und streckte die Hand in die Mitte des Tisches. Harry verstand als erster und legte seine Hand darauf, gefolgt von den Händen von Hermine, Ginny und Ron.
Es tat gut zu wissen, dass man Verbündete hatte.
Menschen, auf die man sich verlassen konnte und denen man sich anvertrauen konnte.
Sie beendeten ihr Frühstück mit einer besseren Laune, als sie es zwischendurch gewesen war und waren am Ende dann sogar sehr guter Dinge.
„Harry, kann ich vielleicht noch mal deine Feder und ein Pergament haben? Ich wollte noch etwas notieren?“, bat Ginny.
„Ja sicher, ich hab das nur schon in meinen Koffer gepackt. Nimm es dir einfach.“
Ginny sprang auf und verschwand aus dem Raum. Kurze Zeit später kam sie zurück und hatte etwas in der Hand, das aussah wie ein kleiner Spiegel.
„Schau mal Harry, was ich ihn deinem Koffer gefunden habe. Er war kaputt, ich hab ihn so gut es ging repariert. Es fehlt nur noch am Rand und ein Stück der Ecke, die hab ich nicht mehr gefunden“, erklärte sie und hielt Harry den Spiegel hin, den er ihr abnahm. Sie selber setzte sich wieder und begann mit Harrys Feder zu schreiben.
Harry starrte nun auf den Spiegel in seiner Hand und man konnte überdeutlich sehen, dass in dem Moment, als er ihn erblickte hatte, etwas in ihm vorging und ihn gewaltig zu beschäftigen begann.
Dass die Vergangenheit ihn einholte, konnte Sisilia in dem Moment nicht wissen, allerhöchstens erahnen. Sanft strich er mit den Fingern über die glatte Oberfläche in dem sich sein Gesicht spiegelte, welches von Leid und Sehnsucht erfüllt war. Keiner sagte etwas in dem Moment, alle versuchten, geflissentlich woanders hinzusehen und Harry nicht anzustarren. Nur Sisilia nahm den Blick nicht von ihrem Gegenüber. Doch noch bevor sie sich dazu durchringen konnte ihn etwas zu fragen, legte er tief ausatmend den Spiegel, mit der Oberfläche auf den Tisch und sah zu seinen Freunden.
„Wir sollten nach vorn sehen und uns überlegen, wie wir die letzten Horcruxe finden, damit ich am Ende meine Aufgabe erfüllen kann“, sagte er schließlich entschlossen. „Zudem habe ich noch eine Idee, bei der du uns helfen könntest Sisilia. Ich möchte gerne für die andern Schüler einen Kurs anbieten, wobei sie lernen können sich zu verteidigen. Wie vor zwei Jahren die DA. Würdest du vielleicht bei McGonagall für uns ein gutes Wort einlegen?“, bat er Sisilia zu ihre Überraschung.
„Das ist eine klasse Idee, Harry. Wir werden dir auch helfen“, boten sich Ron und Hermine gleichzeitig auch an.
Sisilia blickte in die Gesichter der Vier und nickte dann entschlossen.
„Ich werde nicht nur das tun, sondern ich werde auch mit Charlie sprechen, er wird euer neuer Lehrer in Verteidigung. Und ich bin sicher, wenn ich ihn darum bitte, wird er euch dabei auch unterstützen. Und ich auch.“
Ginny grinste und nickte schließlich heftig.
„Oh ja, wenn du ihn darum bittest, kann er gar nicht nein sagen.“
Zuerst war diese Aussage Sisilia peinlich, doch dann stimmte sie in Ginnys Lachen mit ein.
„Gut, dann lass ich euch jetzt mal wieder alleine. Ich muss noch meine Koffer packen und ein paar Dinge erledigen. Unter anderem brauche ich noch jemanden, der sich um meinen Garten hier kümmert“, erklärt sie, aber schon jemanden im Auge habend. Ihren Großvater. Er liebte Gärten und arbeitete sogar in seinem Alter noch mit Begeisterung mit Pflanzen. Zumal er ja Magie anwenden konnte und somit die ganz schweren Arbeiten umgehen konnte.
„Wir sehen uns dann morgen früh im Zug“, sagte sie und verabschiedete sich schließlich mit einem freundlichen Lächeln.
Der Mittag und Nachmittag verging sehr schnell und am Ende hatte sie drei große Kisten und einen Koffer im Wohnzimmer stehen. Da sie aber nicht alle Kisten mit in den Zug nehmen konnte, beschloss sie, diese nach Hogwarts bringen zu lassen.
Noch vor dem Abendessen, das heute nur eine große Schüssel Salat war, denn sie brachte sonst nichts hinunter vor Aufregung, kam eine Eule von Charlie, der ihr mitteilte, dass er sie morgen früh abholen würde. Der Brief war sehr euphorisch und mit großer Begeisterung für die Zeit in der Schule. Er hatte schon Pläne, was er und Sil an den freien Wochenenden unternehmen konnten.
Grinsend legte sie den Brief zu den andern in die kleine Holzkiste, wo auch schon die Restlichen alle gelandet waren, und das waren nicht wenige. Mit einem sanften Lächeln schloss sie den Deckel und strich über die Maserung des Holzes.
Charlie war ein wirklich liebenswürdiger Kerl. Er war nicht aufdringlich, doch zeigte er deutlich, dass er auch nicht so schnell aufgeben würde. Irgendwie schmeichelte ihr das, aber auf der anderen Seite hatte sie Angst, dass Charlie sich etwas erhoffte, was sie ihm vielleicht nicht geben konnte.
Ihre Gedanken gingen von Charlie hinüber zu einem anderen Mann.
Severus Snape.
Er war ganz anderes, als der junge Weasley. Er war… geheimnisvoll, undurchschaubar und irgendwie verdammt interessant. Er war Weißgott nicht hübsch, im Gegenteil, dennoch empfand sie ihn nicht als abstoßend. Vielleicht, weil sie versuchte Menschen nicht nur nach ihrem ersten Eindruck zu beurteilen. Und außerdem… er hatte so ein nettes Grübchen, wenn er denn mal lächelte. Und diese unglaublichen dunklen Augen, die einen in den Bann ziehen konnten…
„Verdammt, was hast du nur wieder für Gedanken“, mahnte sie sich selber und schüttelte den Kopf.
Sie stand irgendwie verloren im Wohnzimmer herum und sah sich nach allen Seiten um. Wie gern hätte sie noch mal mit Snape geredet, bevor sie nach Hogwarts ging, doch irgendwie schien dieser sich die letzten Tage rar zu machen.
Es half alles nichts. Irgendwas musste sie jetzt noch unternehmen. Einfach hier rum stehen und nichts tun konnte sie nicht, dazu war sie zu aufgeregt, wegen morgen und des kommenden Jahres.
Sie und Lehrerin. Unterrichten in Hogwarts, vor vielen neugierigen Augen, die etwas beigebracht bekommen wollten.
Tief durchatmend und einen Blick nach draußen werfend, beschloss sie noch etwas hinaus zu gehen. Sie wollte den Garten noch genießen. Die Briefe waren geschrieben, es war aufgeräumt und alles Notwendige erledigt.
Kurz entschlossen ging sie nach oben, zog eine kurze bequeme Hose und ein Shirt an. Auf Schuhe verzichtete sie, sie wollte das Gras unter ihren Füßen spüren und so ging sie hinaus, durchquerte den Garten und besah sich die Blumen, die um die Wette ihre Köpfe den letzten Sonnenstrahlen des Tages entgegen reckten.
Doch der Spaziergang reichte ihr irgendwie nicht. Es war schön, sie genoss es, dennoch … ihre innere Unruhe wollte nicht weichen.
Da half nur noch eines. Sie musste sich körperlich verausgaben.
Zurück im Haus, suchte sie ihre Turnschuhe heraus und verließ ihr Heim, um eine Joggingrunde zu drehen.
Zuerst lief sie einfach die Straße nach unten, bis sie über eine kleine Brücke rannte unter der ein friedlicher Bach dahin rauschte. Die Sonne färbte den Horizont und die Dächer des ruhigen Stadtviertels inzwischen in ein warmes Orangerot, das die ganze Gegend einzuhüllen schien.
In einem gemütlichen Tempo setzte sie ihren Weg fort, bis sie ein Feld erreichte, an dem das Korn schon golden stand. Bald würde es geerntet werden, das wusste sie. Umso mehr genoss sie es, hier entlang zu laufen und an diesem Sommerabend.
Inzwischen rann ihr ab und an eine Schweißperle an der Schläfe nach unten und sie war froh, dass sie ihre Haare zu einem Zopf zusammen gebunden hatte.
Als dann die Sonne fast hinter dem Horizont verschwunden war und es langsam frischer zu werden begann, drehte Sisilia um und wählte einen Weg, der wieder über den kleinen Park zurück zu ihrem Haus zurückführte.
Es waren so gut wie keine Menschen heute Abend unterwegs, was sie nur einen Moment etwas irritierte, doch dann einfach dem WM-Fußballspiel, das heute im Fernsehen übertragen wurde, zuschrieb.
Langsam spürte sie in ihren Beinen, dass sie schon lange nicht mehr solche Strecken gelaufen war und dennoch merkte sie, wie es ihr verdammt gut tat. Vielleicht hatte sie so eine Chance heute Nacht einigermaßen gut zu schlafen.
Der Park war dunkel und der Wind, der sanft durch die Bäume strich, ließ die Blätter leise rauschen, was ein sehr friedliches Geräusch verursachte, welches sie in ihre Gedanken abschweifen ließ und sie in die Zukunft nach Hogwarts entführte.
Ganz plötzlich und ohne Vorwarnung, sprang eine dunkle Gestalt hinter einem der Bäume hervor, packte sie hart an den Armen und stieß sie mit voller Wucht gegen den Baum. Für einen Moment blieb Sisilia die Luft weg und sie konnte gar nicht so schnell reagieren, wie sich die Gestalt gegen sie warf, ein Knie zwischen ihre Beine presste und sich gegen ihren Körper drückte.
Heftig begann Sisilia sich zu wehren, schlug auf ihr Gegenüber wild ein und konnte ihn sogar für einen Moment abwehren. Doch seine Hände schienen überall zu sein und plötzlich fiel sie hart zu Boden, den Kerl keine Sekunde später über sich spürend.
Als sie um Hilfe schreien wollte, presste der Mann, viel konnte sie nicht von ihm sehen, da er die Kapuze seines Trainingsanzugs tief ins Gesicht gezogen hatte, die Hand auf ihren Mund und erstickte ihren Schrei.
Gerade, als Sisilia, sich heftig wehrend, versuchte, an ihren Zauberstab zu kommen, verschwand das Gewicht des Mannes ganz plötzlich von ihrem Körper und sie konnte nur noch sehen, dass eine weitere Person, diesen von ihr heruntergerissen und auf die Beine gezerrt hatte.
Ein dunkler Arm schoss kraftvoll nach vorne und die Faust ihres Retters landete mit einem dumpfen Aufprall mitten im Gesicht des Angreifers.
Panisch versuchte Sisilia aufzustehen, rutschte mehrmals aus und riss sich dabei die Handballen auf dem scharfen Kiesboden auf.
Sie bekam nicht mit wie der Angreifer zu Boden stürzte, sich unter einem Tritt aufrappelte und dann rannte, so schnell ihn die Beine trugen. Die Geräusche hörte sie zwar hinter sich, konnte sie aber nicht wirklich deuten und hatte nur noch eines im Sinn: Weg von hier!
Doch noch bevor sie sich aufgerappelt hatte, wurde sie von hinten gepackt und hochgezogen. Angstvoll wollte sie die Fäuste heben und auf die Person hinter sich einschlagen, als sie eine ihr bekannte Stimme hörte.
„Er ist weg. Beruhige dich“, sagte Snape leise und zog sie fest zu sich heran, ihre Arme festhaltend. Mit Tränen in den Augen starrte sie zu Severus hoch und ließ sich schließlich gegen ihn sinken. Der Schock saß noch immer in ihren Gliedern und umso dankbarer war sie, dass er sie gerettet hatte.
Wieder einmal.
Wieder einmal hatte er ihr das Leben gerettet. Ein Zufall? Langsam konnte sie nicht mehr daran glauben.
„Ich weiß zwar nicht, wie du es geschafft hast, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, aber ... Danke. Du hast mir schon wieder einmal den Hintern gerettet“, murmelte sie gegen seine Brust ohne aufzusehen.
„Und es war mir erneut ein Vergnügen. Auch wenn ich es besser finden würde, wenn du dich künftig nicht mehr in Schwierigkeiten bringen würdest.“
„Würde ich ja gerne. Aber vielleicht wirst du froh sein zu hören, dass ich nach Hogwarts gehen werde. Vielleicht schaffe ich es dort, mir Probleme vom Hals halten.“
„Das bezweifle ich, aber du wirst dort auch einige Aufpasser haben. Den jungen Weasley zum Beispiel.“
„Woher weißt du …?“, fragte sie und sah zu ihm auf.
„Ich habe so meine Quellen“, antwortete er ihr und strich mit seinem Fingern durch eine Haarsträhne, die sich bei dem Kampf aus ihrem Zopf gelöst hatte. „Wir sollten besser hier verschwinden, denkst du nicht?“, fragte er, bevor sie noch etwas darauf antworten konnte.
So nickte sie schließlich nur und löste sich von ihm. Doch als sie kurz schwankte, legte er den Arm um ihre Schulter. „Geht’s?“
„Wenn ich mich vielleicht ein wenig bei dir abstützen darf?“, bat sie ihn. Doch nicht weil ihr vielleicht schwindelig war, nein ganz und gar nicht. Sie suchte einfach seine Nähe. Sie fühlte sich so geborgen und sicher in seinen Armen und wollte nicht, dass er sie los ließ.
Severus nickte nur und hielt sie weiterhin fest, während sie durch den Park gingen, direkt zu Sisilias Haus. Auch sie hatte einen Arm um seine Mitte gelegt und lehnte sich an ihn.
Immer wieder trafen sich ihre Blicke, während sie ohne ein Wort zu sprechen ihren Weg nahmen.
Es war auch irgendwie nicht nötig etwas zu sagen, denn sie hatte das Gefühl, sie würden sich auch ohne Worte verstehen und je näher sie dem Haus kamen, umso mehr nahm das Kribbeln in ihrem Körper zu. Sie hatten den Weg hinter dem Haus, bis zum rückwärtigen Eingang gewählt, damit Harry sie nicht aus Versehen entdecken würde und betraten den Flur durch die Hintertüre. Wie sehr wünschte Sisilia sich jetzt, dass Severus sie in die Arme nehmen und küssen würde. Sie lehnte sich gegen die Wand im Flur und sah zu dem Mann auf, der sich, nachdem er die Türe verschlossen hatte, sich ihr zuwandte.
„Bist du verletzt?“, wollte er dann wissen, wobei er so leise sprach, dass man ihn höchstens einen halben Meter weit hören konnte. Als Antwort schüttelte Sisilia nur den Kopf und streckte die Hand nach dem Kragen seiner Jacke aus. Sanft zog sie ihn zu sich heran. Er wehrte sich nicht und folgte ihrer direkten Aufforderung, ihr näher zu kommen.
Zuerst schob sie noch zögerlich eine Hand in seinen Nacken, dann stellte sie sich auf die Zehenspitzen und näherte sich vorsichtig seinem Gesicht. Die Angst, dass er wieder zurückschrecken und davon laufen würde, war in ihr so groß, dass ihr ganzer Körper leicht zitterte.
Doch er wich nicht zurück, sondern starrte auf ihre bebenden Lippen, während sie seine Augen fixierte. Dunkelbraun, fast schwarz. Undefinierbar und doch wunderschön.
Auch ihre zweite Hand schob sie über seine Schulter nach hinten, zog ihn noch ein Stück zu sich herunter, bis sich ihrer beider Lippen berührten, was wie ein angenehmer Stromstoß auf sie wirkte. Wie heiße Glut brannte sein Mund auf dem ihren und schien ein Feuer in ihrem Körper zu entfachen, das seinen Weg suchte... tiefer - über ihren Magen, der sich anfühlte, als wäre er voller lauter kleiner Schmetterlinge - hinunter zu ihren Schoß, wo es ein brennendes Verlangen weckte.
Fast verzweifelt klammerte sie sich an ihm fest, wollte auf alle Fälle verhindern, dass er sich von ihr loseisen würde.
Doch zu ihrer Überraschung war das gar nicht notwendig. Auch er schlang seine Arme um sie. Drückte sie voller Begehren gegen sich und intensivierte den Kuss noch etwas. Er drängte seine Zunge in ihre Mundhöhle, um diese zu erkunden und mit ihrer Zunge einen wilden Kampf auszufechten.
Verlangend schmiegte sie sich gegen ihn, spürte wie seine Hände über ihren Körper glitten, zuerst unter ihr Shirt wanderten, um ihre erhitzte Haut zu erkunden und schließlich noch tiefer glitten, über ihre Shorts zu ihrem Po.
Als ob der feste Griff um ihre Pobacken eine Aufforderung gewesen wäre, stieß sie sich vom Boden ab und schlang, ihre Arme um seinen Nacken legend, auch ihre Beine um seine Hüften.
Er war etwas davon überrascht und kippte leicht nach vorn, wobei Sil gegen die Wand gepresst wurde. Aber das störte sie beide keine Sekunde und sie hörten auch nicht auf sich verlangend zu küssen und ihre Körper gegeneinander zu reiben. Fest drückte er Sisilia schließlich gegen die Wand, als er den Kuss löste, um wieder zu Atem zu kommen. Seine Augen schienen wie dunkle Kohlestücke zu glühen und sein Blick zeigte ihr, dass er sich nach ihr verzehrte, so, wie sie sich nach ihm. Sie wollte ihn. Jetzt und hier!
Mit einer Hand begann sie ihm die Jacke aufzuknöpfen, was sie hektisch tat und es ihr dennoch zu langsam ging. Zuletzt zerrte sie an den Knöpfen und als es ihr nicht gelingen wollte, strich sie wütend einen Moment mit der Handfläche über die restlichen Knöpfe die dann wie von Geisterhand sich selber durch die Knöpflöcher zu schieben begannen. Kurz blickte Severus sie verwundert an, doch dann schmunzelte er, drückte ihren Unterleib fester gegen die Flurwand und streifte ihr, mit ihrer anschließenden Hilfe, das Shirt über den Kopf.
Wieder trafen sich ihre Lippen zu einem feurig heißen Kuss, der ihnen beiden den Atem raubte. Und noch während Severus mit einer Hand ihre Haut erkundete, öffnete sie noch sein Hemd, wobei einige Knöpfe in der wilden Aktion einfach davon absprangen. Ihre Hand glitt sofort darunter und sie glaubte ein unsichtbares Knistern zwischen sich und ihm zu spüren.
Sein leises Keuchen schien im Flur widerzuhallen oder doch nur in ihren Ohren? Dennoch klang es noch schöner als die schönste Musik. Seine Lippen streiften über ihre Wange zu ihrem Ohr, knabberten daran und wanderten schließlich zu ihrem Hals. Den Kopf nach hinten an die Wand gepresst, stöhnte sie vor Erregung auf.
„Bitte, Sev... Bitte ... liebe mich!“, raunte sie mit tiefer und zittriger Stimme.
Als Antwort packten seine Hände sie unter ihren Po und er ging ein paar Schritte weiter in den Flur hinein. Er wusste nicht wohin er wollte, aber ihm war klar, dass sie nicht hier Flur bleiben konnten. So stolperte er mehr oder weniger auf das Tischchen im Eingangsbereich zu, streifte ein Bild, an der Wand, das herunterfiel, was Beide aber nicht beachteten. Immer wieder küssten sie sich wild und verlangend, das Feuer immer weiter schürend.
Schließlich landeten sie an der gegenüberliegenden Wand, neben dem Tischchen, wobei er Sil wieder gegen die Wand drückte, um sie besser packen zu können.
„Oben...“, presste sie zwischen den Küssen hervor.
„Hm? Was?“, fragte er nach ohne aufzuhören an ihrem Schlüsselbein zu knabbern.
„Lass uns hoch gehen“, keuchte sie und schloss genussvoll die Augen. Er nickte und versuchte zuerst sie zu tragen, doch Sisilia drückte sich leicht von ihm weg. „...laufen...“, war das einzige verständliche Wort in ihrem Satz und er kapierte nicht gleich, was sie wollte.
„Kann selber laufen“, wiederholte sie, als sie schon drei Stufen nach oben gegangen waren und er fast das Gleichgewicht verloren hätte. Er ließ ihre Beine los und ließ sie an der Wand, gegen die sie erneut gekracht waren, auf ihre Füße hinunter. Noch einmal küssten sie sich leidenschaftlich, bis er ihre Hand ergriff und sie die Stufen mit sich hinauf zog.
Sie stolperte mehrmals und musste sich an dem Geländer festhalten, so eilig hatte Severus es.
Schwer atmend ließ sie sich mitziehen, folgte ihm auch noch, als er ihre Schlafzimmertüre anstrebte. Erst als er schon die Hand nach dem Knauf ausgestreckt hatte, hielt sie an und zog ihn zurück.
Verwundert blickte Severus nun auf sie, weil er wohl glaubte, sie hätte es sich anders überlegt, doch dann deutete sie auf das Gästezimmer, das gegenüber lag.
„Hier rein“, erklärte sie, stieß die Tür auf und zog Severus mit sich in den Raum.
Vor dem Bett blieb sie dann stehen und sah zu dem Mann, den sie in dem Moment so sehr begehrte, dass ihr alles andere egal war.
Severus gab der Türe einen kleinen Stoß, sodass sie ins Schloss fiel und drehte sich zu ihr um.
In seinem Gesicht konnte sie in dem Moment lesen, wie in einem offenen Buch. Seine Augen huschten über ihren Körper und schienen noch heftiger vor Verlangen und Begierde zu glühen.
Langsam begann Sisilia ihren BH zu öffnen, ihn abzustreifen und während ihre Hände zu ihrer kurzen Hose gingen, blickte sie ihn auffordernd an.
Erst in dem Moment bewegte er sich wieder, ging langsam vorwärts und streifte dabei seine Jacke ab, die hinter ihm auf dem Boden fiel. Seine Hände umschlossen ihr erhitztes Gesicht und erneut neigte er sich zu ihr, um sie zu küssen.
Sie konnte nicht genug von seinen fordernden Lippen bekommen. Sie schmeckte ihn und hatte den Wunsch noch viel mehr von ihm zu bekommen.
Wild waren seine Küsse, doch noch feuriger sein Blick, als er sich erneut von ihr löste, seine Hände ihren Weg nach unten fanden, ihre bloßen Schultern berührten und dann fast schon schüchtern, weiter glitten, um ihre kleinen festen Brüste zu umfassen. Seufzend schloss Sisilia für einen Moment die Augen und gab sich seinen Berührungen ganz und gar hin. Aber das reichte ihr nicht lange und sie begann, ihm sein Hemd von den Schultern zu schieben und ihre Finger über seine helle fast blasse Haut wandern zu lassen.
Überrascht bemerkte sie einige Verletzungen auf seiner Haut, sie sahen aus, wie alte Verbrennungen oder so etwas. Kurz betrachtete sie diese, doch dann, als er keine Anzeichen machte, dass ihm diese noch irgendwelche Probleme oder Schmerzen bereiteten, ließ sie zart ihre Finger darüber gleiten, erkundete ihn neugierig und hob schließlich wieder den Kopf an.
„Wie glühende Kohlen. Wunderschön“, hauchte sie ihm entgegen und begann mit einem Mal, fast schon energisch seine Hose zu öffnen und streifte dabei ab und an seine schon hart gewordene Männlichkeit, was ihm ein leises Stöhnen entlockte.
Sehr schnell hatte sie ihm die letzten Kleidungsstücke, von den Hüften geschoben, half ihm ganz heraus und sah schließlich nach oben. Er war ziemlich gut gebaut und dass sie aufkeuchte, als sie seinen vor Verlangen pochenden Schaft erblicke, war ihr gar nicht klar. Ihr Blick blieb einen Moment darauf haften, bis sie sich dessen bewusst wurde, dass sie ihn anstarrte und sah schnell nach oben in sein Gesicht.
Ihre Hände an seinen Beinen nach oben schiebend, drückte sie sich langsam wieder nach oben, streifte dabei wie aus Versehen seinen harten Schaft und kam schmunzelnd auf die Beine.
Noch bevor sie weiter reagieren konnte, gab er ihr einen sanften Stoß, sodass sie rücklings auf das Bett fiel. Sofort folgte er ihr, legt sich halb über sie, bis sie seinen warmen Körper auf dem ihren spürte und heftig erschauderte. Sofort nahm er ihre Lippen wieder in Besitz, seine Zunge glitt gleich wieder in ihre Mundhöhle, um sie aufs Neue zu erkunden und heftig mit ihrer Zunge zu kämpfen. Immer wieder rangelten sie miteinander und jedes Mal, wenn sie ihn für einen Moment zurückdrängen konnte, stieß er wieder verlangend in ihren Mund vor.
Zur gleichen Zeit glitten seine Hände über ihre Seite. Immer wieder erschauderte sie und stöhnte in seinen Mund, ihr Körper wand sich verlangend unter dem seinen, bis er begann, ihr die Hose über den Hüften zu schieben. Ohne hinzusehen schaffte er es nicht wirklich und löste nun den Kuss. Er kniete sich neben sie und zog, während sie ihre Hüften anhob, ihr den dünnen Stoff über ihre Beine.
Ihrer beider Blicke verrieten ihre Gefühle füreinander, das brennende Verlangen, das alles verzehrende Begehren.
Nur kurz dauerte der Blickkontakt, bis er sich ihren Beinen widmete, seine Hände über ihre Knöchel, die Schienbeine, ihre Knie, zu ihren Schenkel hoch strich. Während seine Fingerspitzen seitlich entlang glitten strichen seine Daumen über den zarten Flaum der hellen Locken in ihrem Zentrum.
Das leise Stöhnen schlich sich wie Musik in Severus Ohren. Es war das schönste und unwiderstehlichste, was er je gehört hatte und fachte seine Erregung aufs Neue an.
Ein heißes Feuer wütete in seinen Lenden, breitete sich über seine Haut aus und schien ihn ganz und gar einzuhüllen und zu verzehren.
Noch einmal ließ er die Daumen durch den weichen Flaum gleiten, senkte dann den Kopf in ihren Schoß und strich kaum merklich mit den Lippen über ihre Weiblichkeit.
Als er ihre Haut mit dem Mund berührte, schloss sie die Augen und keuchte entzückt auf, eine Hand krallte sich in die Decke unter ihr, während die Finger der anderen Hand in seine Haare glitten und sich darin verfingen.
Es war unglaublich, was für Gefühle er in ihr auszulösen vermochte. Fast schon geschockt hob sie den Kopf, als ihr klar wurde, was er gerade tat. Überdeutlich spürte sie seinen Mund und schließlich seine Zunge, die sich ihren Weg zwischen ihren Lippen zu ihrer Perle der Lust bahnte. Spätestens in dem Moment übernahmen die Gefühle Sisilias Handeln und ihr Denken war so gut wie ausgeschaltet. Ihre Hüften hoben sich ihm entgegen und als er sanft ihre Beine auseinander drückte, kam sie seiner Aufforderung sofort nach. Während seine Zunge fast tanzend ihre intimste Stelle erkundete und immer tiefer vordrang, wandte sie sich unter ihm immer mehr und noch bevor sie wusste, wie ihr geschah, bäumte sich ihr Körper auf und sie wurde von einem heftigen Höhepunkt überrollt. Laut aufstöhnend, krallten sich ihre Finger in seine Haare und pressten seinen Kopf noch einige Zeit sanft gegen ihre Mitte.
Erst als das Zittern ihres Körpers nachgelassen hatte, sah er sie an und glitt schließlich zu ihr nach oben. Nachdem er mit dem Handrücken über seinen Mund gewischt hatte, huschte ein Lächeln über seine Lippen. Ein Lächeln, das wunderschön bei ihm aussah und auch, wenn er sie gerade sehr lustvoll befriedigt hatte, reichte ein Blick in seine Augen, der erneut ein heftiges verlangendes Feuer in ihr entzündete.
So zog sie ihn zu sich, schlang die Arme um seinen Nacken und küsste ihn leidenschaftlich, was er auf dieselbe Weise erwiderte. Gleichzeitig begann er seinen Unterleib gegen sie zu drücken und sich an ihr zu reiben. Kaum merklich hörte sie sein erregtes Stöhnen und kurz darauf hin, nachdem sie eines ihrer Beine um seine Hüften geschlungen hat, spürte sie wie sein harter mächtiger Schaft den Weg zielsicher in sie fand. Für einen Moment hielt sie die Luft an, da sie befürchtete, dass er ihr vielleicht wehtun könnte und ohne sich dessen bewusst zu sein, krallte sie sich an seinen Schultern fest.
Doch wiedererwartend spürte sie keine Schmerzen, sondern nur ansteigenden Lust in ihrem Körper. Es war unglaublich und als Severus ihr Zögern bemerkte, den Kuss löste und sie fragend anblickte, stöhnte sie laut vor Erregung auf.
Erst als er sich nicht mehr bewegte, öffnete sie die Augen und sah zu ihm auf.
„Alles... in Ordnung?“, fragte er und sah sie leicht zitternd vor Erregung an.
„Es könnte nicht besser sein. Bitte ... liebe mich. Lass mich dich spüren“, flehte sie mit leuchtenden Augen.
„Ich dachte, das würde ich bereits tun“, erklärte er mit einem Schmunzeln und ohne Vorwarnung, stieß er kraftvoll in sie, was ihrer Kehle erneut ein lautes Stöhnen entlockte.
Die nächsten Sekunden genoss sie es einfach nur ihn in sich zu spüren, zu fühlen, wie er sie vollkommen ausfüllte und dabei selber leise keuchte. Ihre Finger glitten erneut in seine Haare, sie zog ihn wieder zu sich herunter, um ihn von neuem zu küssen.
Nach einiger Zeit hob sie ihre Hüften an, presste sich ihm entgegen, wollte dass er endlich begann sich in ihr zu bewegen und er folgte ihrem Wunsch nur zu gern. Zuerst nur langsam, fast schon vorsichtig, als wollte er sie ausloten, testen was ihr am besten gefiel, doch schon bald, selber das heiße Verlangen spürend, wurden seine Bewegungen fordernder und auch härter.
Sisilia hatte inzwischen beide Beine um seine Hüften geschlungen, ihre Hände wanderten fahrig über seinen Rücken, seinen Po und immer wieder leise aufstöhnend, bohrte sie schließlich ihre Nägel in seine Schultern.
Sie wollte ihn, sie wollte ihn so sehr, wünschte sich, sie beide würden vollkommen miteinander verschmelzen.
„Bitte Sev“, flehte sie immer wieder. „Bitte...“, kam es über ihre Lippen. Sie glaubt vor Verlangen zu vergehen, ihr Körper schien lichterloh zu brennen und auch wenn sie hoffte, dass ihr Zusammensein nie enden würde, wünschte sie sich dennoch, dass er endlich ihr Feuer löschen würde. Sie wollte spüren, wie er mit ihr zu den Sternen fliegen würde und hob ihm deshalb bebend immer wieder ihre Hüften entgegen.
Ihre Blicke trafen sich, sie konnte in die nun fast schwarzen Augen sehen, in denen ein heftiger dunkler Sturm zu toben schien, ein Sturm der sie mitriss und sie merkte überdeutlich, dass er sie jeden Moment über die Klippe stoßen würde. Sie klammerte sich heftig atmend an ihm fest, so als könnte sie ihn auf diese Weise mitnehmen und das schaffte sie auch. Nur wenige Sekunden, nachdem sie sich laut stöhnend unter ihm aufbäumte und um ihn heftig zusammenzog, ergoss auch er sich laut aufkeuchen in ihr.
Es war der perfekte Moment, es war wundervoll, fantastisch.
Sisilia wünschte sich, sie könnte diesen Augenblick für immer festhalten und stellvertretend klammerte sie sich bebend und zitternd an den Mann über ihr, dessen Körper ebenfalls heftig erschauderte. Auch Severus suchte noch mehr ihre Nähe, drückte sich an sie und erstickte ihr immer wiederkehrendes leises Stöhnen in innigen hemmungslosen Küssen.
Wunderschöne traumhafte Minuten küssten und hielten sie sich noch fest, warteten bis dieses wundervolle Gefühl, das sie sich gegenseitig geschenkt hatten, abgeebbt war und dann blickten sie sich liebevoll und überglücklich gegenseitig in die Augen.
Noch nie hatte sie Severus so glücklich gesehen. Seine Augen, die bisher immer, wenn auch hintergründig Traurigkeit oder gar Argwohn ausgestrahlt hatte, leuchteten förmlich.
„Es ... es war wundervoll“, hauchte sie leise, ihn nicht aus den Augen lassend.
„Wieso war? Willst du schon aufhören?“, wollte er schließlich wissen und ein fast spitzbübisches Funkeln war in seinen Augen zu sehen.
„Wie? Was...“, begann sie, doch Severus ließ sie nicht aussprechen, schlang die Arme um sie und rollte sich mit ihr herum, so, dass er schließlich unten und sie über ihm lag, ohne dass sie sich voneinander gelöst hatten. Überrascht blickte Sisilia jetzt auf ihn hinunter und brauchte einen Moment, bis sie verstanden hatte, was er meinte. Doch dann lächelte sie und strich ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
„Kann es sein, dass du ein Nimmersatt bist?“
Noch während sie das sagte, richtete sie sich etwas auf, so dass sie auf ihm saß.
„Mir schein nicht mehr oder weniger als du“, raunte er, als sie vorsichtig begann sich auf ihm zu bewegen. Sanft schob sie ihre Hüften langsam vor und wieder zurück.
„Vielleicht“, flüsterte sie und schürzte die Lippen leicht.
Nicht glauben könnend, dass er sich so schnell wieder erholte und sein Schaft erneut wieder härter wurde, ließ sie schließlich ihre Hüften auf ihm kreisen.
Sie genoss es seine Blick auf sich zu spüren, wie er sie damit liebkoste und schließlich seine Finger folgen ließ. Da er nun die Hände frei hatte, nutzte er dies sofort aus und ließ sie über ihre zarte Haut wandern. Ihre Hüften wurden sanft massiert, bevor ihr Bauch mit Fingerspitzen so federartig gereizt wurde, dass sich eine Gänsehaut auf diesem zeigte. Gleichzeitig stellten sich ihre Knospen auf und anschließend seinen Fingern entgegen.
„Du bist wunderschön. Du bist so wunderschön“, raunte er, ihre Brüste liebevoll massierend.
„Nur für dich“, antwortete sie und bewegte sich weiter auf ihm. Sie entließ ihn fast ganz, um ihn gleich wieder vollkommen in sich aufzunehmen. Die Hitze in ihrem Unterleib nahm wieder zu und begann sich, auch durch Severus Berührungen, weiter in ihrem Körper auszubreiten. Sie lehnte sich schließlich zurück, stützte sich auf seinen Oberschenkeln ab und spürt ihn noch intensiver, als sie so noch enger für ihr wurde.
Auch er stöhnte nun lauter vor Lust, hatte den Kopf ins Kissen gelegt und gab sich ihr nun ganz und gar hin.
Nie hätte sie es für möglich gehalten, dass ausgerechnet er freiwillig die Kontrolle über sich aufgeben und sich ihr anvertrauen würde. Und der Gedanke zählte für sie mehr, als alles andere. Er musste ihr so sehr vertrauen, wie er sonst niemandem vertraute.
Dieser Gedanke ließ sie laut aufseufzen und sie sehnte sich wieder nach mehr Nähe zu ihm.
Erst als sich ihre Lippen wieder berührten und seine Küsse ihr überdeutlich zeigten, wie er empfand, war sie wieder zufrieden.
Schnell merkte sie aber, dass es ihm nicht mehr genügte sich verwöhnen zu lassen. Er wollte auch wieder in Aktion treten. Kurz überlegte sie, als sie das deutlich spürte, hielt kurz inne und stieg dann von ihm herunter. Auf allen vieren kniete sie sich jetzt auffordernd vor ihn und drehte den Kopf in seine Richtung.
Er zögerte nicht lange, richtete sich auf, gab ihr einen Kuss und kniete sich dann heftig atmend hinter sie.
Als er sich aufs Neue in ihr versenkte, was er langsam tat, raunte sie leise in den dunklen Raum hinein.
„Oh... Sev.“
„Nur ein Mensch hat mich je so genannt. Doch du bist die Einzige, der ich das gestatte, und ich werde es auch nie wieder jemand anderem erlauben außer dir, Sil?“, flüsterte er mit rauer Stimme.
„Hm?“ wieder sah sie zu ihm, beobachtete sein Muskelspiel, während er nicht aufhörte sich weiter in ihr zu bewegen.
„Ich ... glaub ich hab mich ... in dich verliebt“, gestand er ihr in dem Moment und sie antwortet auf dieses Geständnis, was ihm sichtlich nicht einfach gefallen war mit einem Lächeln.
„Und ich mich in dich“, gab sie zurück, woraufhin er noch einmal hart in sie stieß.
Sie kam ihm entgegen, zeigte ihm, dass sie mehr wollte und er war mehr als bereit, es ihr zu geben.
Nach einiger Zeit überzog ein feuchter Schweißfilm ihre Körper, kurz aufkommender Wind, der sich kühl auf ihrer Haut anfühlte, ließ sie erschaudern und als sie sich auf die Ellenbogen sinken ließ und so um ihn enger wurde, stöhnte er erneut laut auf.
Auch Sisilia stimmte in das Stöhnen mit ein und bald schon wusste sie nicht mehr, wo sie aufhörte und er begann. Immer wieder schmiegte er sich an sie, um gleich darauf wieder den Akt heißer und fordernder fortzusetzen.
„Sev, bitte... ich ... kann nicht mehr“, keuchte sie, deutlich spürend wie das Feuer in ihrem Schoß, kurz vor der Explosion stand.
Anstatt zu antworten, legte Severus nun noch etwas mehr zu, packte sie an ihren Hüften und versenkte sich immer wieder heftig in ihr, bis er sich nicht mehr zurückhalten konnte und sich mit einem lauten Stöhnen heftigst in ihr ergoss, nur wenige Sekunden bevor Sisilia sich aufbäumte und sich sehr heftig um ihn zusammenzuziehen begann, was ihn ein zweites mal lauter Aufstöhnen ließ.
Sisilia konnte sich nicht mehr halten und sank schließlich ermattet langsam auf das Bett, gefolgt von ihm.
Es fühlte sich verdammt gut an, er fühlte sich verdammt gut an und seine Arme, die sich um ihren bebenden Körper schlangen, seine Küsse, die er in ihrem Nacken verteilte, machten den Moment unvergesslich.
Als er merkte, dass sie sich nach einiger Zeit umdrehen wollte, rollte er sich neben sie, sie wieder in seine Arme ziehend, als sie sich umgedreht hatte.
*****
Ihre Augen trafen sich und beide wussten, es war nicht notwendig etwas zu sagen, denn sie verstanden sich auch ohne störende Worte.
Einzig und alleine sanfte, liebevolle Küsse, unterbrachen ihre Blicke, die sich schenkten. Eng schmiegte sie sich an ihn, während er mit den Fingerspitzen ihren Arm sanft streichelte.
„Sev? Ich ... muss mit dir noch reden“, begann sie und er hob fragend den Kopf. Als er den Mund öffnete, um eine Frage zu stellen, legte sie einen Finger auf seine Lippen.
„Morgen früh... Ich habe in Hogwarts eine Stelle angenommen. Ich werde in diesem Schuljahr Professor McGonagall helfen Verwandlung zu unterrichten. Mir ist klar, dass das jetzt wohl ein Problem für uns sein wird. Du kannst nicht nach Hogwarts und ich werde auch nicht so oft weg ...“
„Shhhh. Beruhige dich. Ich weiß das doch schon lange. Und weißt du was, es ehrt mich, dass du mich gern öfters sehen willst. Wenn du es möchtest, werden wir auch Weg finden. Doch hör zu. Wichtiger ist, dass du Potter hilfst. Tu was nötig ist, damit er tun kann, was nötig ist.“
„Das hatte ich sowieso vor. Das ist auch mit ein entscheidender Grund, warum ich die Stelle angenommen habe.“ Sie strich mit dem Zeigefinger seine Gesichtskonturen nach.
„Was denkst du? Wird Harry es schaffen? Wird er ihn endgültig vernichten können?“, fragte sie dann mit einem Mal.
„Wir müssen darauf vertrauen, Sil. Sonst … war alles ... alles umsonst“, seine Stimme klang leise und bedrückt und sie sah wieder zu ihm auf gab ihm einen liebevollen Kuss und lächelte schließlich.
„Ja, und ich vertraue auf dich.“
Diese Nacht wurde verdammt kurz. Erst als der Morgen bereits zu grauen begonnen hatte, waren sie eng aneinandergeschmiegt eingeschlafen.
Ein Geräusch, als würde jemand versuchen das Haus einzureißen, weckte beide schließlich und Sisilia, die einen Moment brauchte, um zu realisieren, wo sie war und was geschehen war, starrte auf Severus, der aus dem Bett gesprungen war, und begonnen hatte, sich eilig anzuziehen.
„Verdammt, das wird Charlie sein. Er wollte mich abholen, aber … es ist doch noch viel zu früh.“
„Du solltest den jungen wilden Mann etwas besänftigen gehen“, murmelte Severus und schob sein Hemd in die Hose.
Auch Sisilia kletterte aus dem Bett, wickelte sich aber nur in ihr Lacken ein, und lief zum Fenster, das nach vorne rauszeigte. Sie öffnete es und streckte den Kopf hinaus.
„Charlie…. Ich … hab verschlafen. Bitte gedulde dich einen Moment. Ich bin … gleich bei dir und mache die Türe auf“, vertröstete sie ihn und schloss das Fenster wieder. Sie lief gleich zu Sev und drückte sich gegen ihn. „Ich hatte gehofft, dass wir wenigstens zusammen frühstücken könnten“, sagte sie enttäuscht.
„Wir … holen das irgendwann einmal nach, versprochen.“
„Bitte … ich. Du darfst nicht einfach verschwinden… Ich werde Charlie in die Küche schicken, er soll mir einen Kaffee machen. Dann geh ich duschen und meine Sachen packen. Bleib solange noch hier, ja?“
Severus Gesichtsausdruck war nicht wirklich begeistert, doch er nickte schließlich und stimmte dem zu. „Dann reichte er ihr ihre Sachen, die er auch aufgesammelt hatte. Sie gab ihm noch einen liebevollen Kuss, lief dann immer noch ins Laken gehüllt in ihr Schlafzimmer, warf sich nur einen Morgenmantel über und ließ dann Charlie, der ungeduldig auf der Veranda hin und her lief ins Haus. Natürlich hatte sie noch schnell die anderen Sachen im Flur aufgesammelt und auch das Bild wieder an die Wand gehängt, bevor sie die Tür geöffnet hatte. Schnell dirigierte sie Charlie in die Küche und bat ihn Kaffee zu machen, solange sie noch Duschen gehen wollte.
So schnell sie konnte, lief sie wieder nach oben zu Sev, zog ihn mit sich ins Bad, das sie abschloss und wieder küsste sie ihn leidenschaftlich.
„Kommst du mit?“, wollte sie wissen und deutete unter die Dusche.
„Ich denke soviel Zeit hast du nicht. Ich … warte. Ist schon in Ordnung.“
Enttäuscht nickte Sisilia schließlich und verschwand dann schnell unter dem angenehmen Wasserstrahl. Sie beeilte sich tatsächlich und war auch schnell fertig. Dann zog sie ihn erneut über den Flur, mit sich in ihr Schlafzimmer. Überrascht blickte er auf das Bild über dem Bett, das mit einem Tuch abgehängt war. Doch dann schmunzelte er. Auch sie kannte wohl das prekäre Geheimnis der Gemälde.
Auch diese Tür schloss sie und sah erneut zu Severus auf. Sie konnte einfach nicht genug von ihm bekommen, immer wieder musste sie ihn küssen, während sie flink in ihr Kleid stieg, welches sie schon hergerichtet hatte.
„Du siehst umwerfend aus. Ich weiß nicht, ob ich dich so gehen lassen kann“, neckte er sie ein wenig.
„Du wirst es nicht verhindern können. Ich habe meine Dickkopf.“
„Ja, das weiß ich. Einen verdammt hartnäckigen Dickkopf. Muss wohl in der Familie liegen.“
Sisilia knuffte ihn in die Seite und stopfte die restlichen Dinge, die sie noch brauchen würde in den Koffer. „Ich denke ich … habe alles“, dachte sie laut.
Als Severus noch einmal die Hand nach ihr ausstreckte, ging sie zu ihm, ergriff diese und ließ sich gegen seinen Körper ziehen. Ihre Arme legte sie in seinen Nacken und blickte ihm wieder in die Augen.
„Ich werde dich vermissen. Bitte sei vorsichtig… ich will nicht riskieren, dass sie dich fassen.“
„Ich verspreche es dir. Sag mal… könntest du nicht vielleicht deinen kleinen schwarzen Kater mitnehmen?“, fragte er nachdem er den leidenschaftlichen Kuss wieder gelöst hatte.
„Meinen ….“, begann sie, denn weiter kam sie nicht. Sie hörte Schritte von der Treppe her und dann eine Stimme.
„Du bist doch nicht etwa in der Dusche ertrunken?“ Charlie hatte wohl den Kaffee schon fertig und war ungeduldig geworden.
Schnell löste Snape sich von ihr und Sisilia lief zur Türe, weil sie verhindern wollte, dass er einfach in ihr Schlafzimmer kam. Doch er war schneller und stieß die Türe von außen auf.
„Ahh… nein sie lebt noch und sieht bezaubernder aus, als je zuvor.“
Es war ihr, als würde ihr das Herz stehen bleiben, denn Charlie musste jetzt auch Snape sehen. Es gab in dem Raum keine Möglichkeit sich zu verstecken. Doch zu ihrer Überraschung passierte … gar nichts. Etwas unsicher drehte sie sich um und blickte durch den Raum. Severus war verschwunden…
„Ach ja… würdest du vielleicht meinen Koffer mit runter nehmen?“, fragte sie schließlich immer noch leicht verdutzt.
„Ja klar. Was machst du mit deinem Haustier, wenn du weggehst?“
„Mit meinem…“, sie folgte seinem Blick zum Bett, auf dem der kleine schwarze Kater saß und die beiden musterte.
„Ach der Kater“, stotterte sie kurz. „Ich dachte … ich nehme ihn einfach mit“, erklärte sie dann, ging langsam auf das Bett zu und streckte die Hand nach dem Tier aus. Zu ihrer Überraschung kam er auf sie zu und ließ sich hochnehmen. Und als ihre Hand begann seinen Nacken leicht zu massieren, schnurrte das Tier leise.
„Ok, ich stelle jetzt keine Fragen, aber ich will später Antworten“, flüsterte sie dem haarigen Gesellen zu und lächelte dann zu Charlie.
„Wie meinst du?“, fragte dieser.
„Nichts, nichts. Ich sagte dem kleinen Kerl hier nur, dass er sich benehmen muss, sonst stecke ich ihn in einen Transportkorb“, log sie dann, woraufhin Pidi leise fauchte.
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Samstag, 01.07.
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Mittwoch, 24.05.
Fiona Weir schaute sich alle 15.000 Mädchen an und reduzierte die Auswahl schließlich auf 29, die sie auf DVD filmte – diese Aufnahmenschickte sie uns. Sie erwähnte, wir sollten auf ein Mädchen besonders achten – sagte aber nicht, welches. Ich kam bis Nummer neun, rief Fiona an und sagte: ,Es muss die Neun sein.‘ Ich hatte Recht. Es war Evanna. Sie war absolut fantastisch.
David Barron, ausführender Produzent, über das Casting für Luna Lovegood