
von Ginny_93
Schlechter Start
Oh baby baby
Have you seen Amy tonight?
Is she in the bathroom
Is she smokin' up outside
Oh
Oh baby baby
Does she take a piece of lime
For the drink that Imma buy her
Do you know just what she likes
Oh
Oh Oh
Tell me have you seen her
Because I'm so
Oh
I can't get her off of my brain
Britney Spears – If you seek Amy
Langsam betrat ich das Anwesen der Shabors. Heute war wieder einer dieser Abende, an denen ich das Ende nicht genau vorhersehen konnte. Vor ungefähr sechs Wochen hatte ich die anderen das letzte Mal gesehen. Da war alles noch in Ordnung gewesen. Doch nach dem, was bei mir in diesen Ferien los war… Meine Großmutter war gestorben. Ihr verdankte ich so gut wie alles. Hätte sie damals nicht meinen Vater für meine Mutter zur Verlobung ausgesucht, wäre ich jetzt vermutlich ein armer, hässlicher Muggel, der sich mit dem damaligen Freund meiner Mutter und ihr selbst irgendwie durchschlagen müsste. Oder ich wäre eine arme, hässliche Zauberin geworden. Aber ob das so viel besser gewesen wäre… Ich hatte mich noch nie damit beschäftigt, ob es erträglich für mich wäre, kein Geld zu besitzen. Und ich musste es auch nie. Schließlich war meine Familie eine der reinblütigsten und reichsten Familien der Zaubererwelt. Doch dass ich reinblütig war, zählte für mich nicht. Der Vater meines besten Freundes selbst war Kind zweier Muggel, insofern interessierte mich Reinblütigkeit nicht sehr. Doch ohne das Geld, wäre ich vermutlich nie das geworden, was ich heute war. Und das war gut. Ich war in allem gut. Ich war in der Schule gut, ich war eine gute Freundin, ich sah gut aus, ich konnte gut Spaß haben und anderen gut gute Laune machen... Insgesamt war ich halt eben gut. Und sehr von mir selbst überzeugt, wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt. Aber dafür konnte ich nichts, das brachte es so mit sich, wenn man so aufwuchs, wie ich aufgewachsen war. Mein Vater hatte gute Beziehungen, der neue Minister selbst war über ein paar Ecken sogar mit uns verwandt. Somit musste ich mir noch nie darüber Gedanken machen, was wäre, wenn etwas schief lief, denn das tat es nicht. Das hatte ich zumindest gedacht, bis meine Großmutter dann auf einmal starb, womit keiner gerechnet hätte. Herzstillstand. Einfach so. Und das, was mich am meisten an der Sache beschäftigte, war, dass sie meinen Eltern nichts hinterlassen hatte. Sondern nur mir. Ich hatte ihr gesamtes Vermögen geerbt. Gut, ich war noch nicht volljährig und meine Eltern hatten somit erst einmal Verfügungsrecht, bis ich 17 wurde. Und das dauerte jetzt noch zwei Jahre. Aber das machte mir nicht viel, meine Eltern besaßen viel Geld und gaben mir immer etwas davon, damit ich mir den Luxus, den ich gewohnt war, weiterhin leisten konnte. Und sie ließen mir fast alles durchgehen. Ich konnte tun, was ich wollte. Und somit auch feiern, wie ich wollte. Und deswegen war ich heute Abend auch hier. Heute Abend feierte Justin, mein bester Freund, eine Party bei sich zu Hause. Also würde es eine lange Nacht werden. Justins Partys waren immer sehr unberechenbar. Entweder sie liefen prächtig und man konnte sich irgendwann nicht mal mehr richtig kontrollieren und tat Dinge, die man lieber nicht tun würde… Oder sie lagen flach und man verließ sie nach ein bis zwei Stunden lieber wieder.
Ich hatte das Haus gerade erst betreten, als mich Justin auch gleich zur improvisierten Bar geschleppt und mir etwas zu Trinken angedreht hatte. „Hey“, grinste er mich dann auch schon an, sobald ich den ersten Schluck getrunken hatte. „Hey“, grinste ich zurück. „Wie geht’s dir? Wie läuft die Party bisher?“ „Ganz gut“, antwortete er mir, „aber mit dir wird es mit Sicherheit noch viel lustiger. Komm, lass uns tanzen.“ Sprach's und zog mich mit sich auf die Tanzfläche. Und wie das Schicksal es so wollte, ertönte gerade jetzt ein langsames Lied. Ich verdrehte die Augen, das war ja mal wieder klar. Wir kamen uns näher und ich legte meine Arme auf seine Schultern, während er seine um meine Hüfte platzierte. Wir grinsten uns an. „Soo“, begann ich. „Und, wie sind die Mädchen heute Abend hier so? Schon eine gesehen, die dir gut gefällt?“ Er nickte. „Ja, da gäbe es schon eine. Aber ich glaube, das wird heute nichts.“ Er sah mich mit seinem gespielt erschüttertem Gesicht an und ich musste laut auflachen. „Und wie kommt es, dass sie sich gegen deinen Charme und gegen deine Ausstrahlung wehren kann? Sie müsste doch eigentlich verrückt nach dir sein, so wie fast alle anderen Mädchen auch.“ Er zuckte die Schultern. „Ich weiß auch nicht, ich hab’s schon ein paar Mal probiert, aber irgendwie funktioniert das nicht.“ Ich schüttelte den Kopf. „Komisches Mädchen.“ Er lächelte. Und irgendwie kam dieses Lächeln ein bisschen bitter rüber. „Ich glaube, du würdest sie sehr mögen“, sagte er dann. Ich zog eine Augenbraue hoch, sagte aber nichts mehr. Anscheinend machte ihn dieses Thema ein bisschen traurig. Kein Wunder, sonst kam er immer bei jedem gut an und auf einmal kam da ein Mädchen daher, was sich sträubte. Der arme Kerl, schlecht für sein Ego. Auf einmal begann ein schnelleres Lied, doch ich wollte jetzt erst einmal die anderen suchen, also verabschiedete ich mich vorerst von Justin, der noch etwas weiter tanzen wollte und sich dafür jemand anderes suchte, und ging durch die Menge, um eine meiner Freundinnen ausfindig zu machen. Und schon sah ich sie. Sandra kam auf mich zugesprungen und umarmte mich heftig. „Aaaaamy, man, das mit deiner Oma tut mir so leid. Wie geht es dir? Hattest du sonst schöne Ferien? Man, ich bin ja so gespannt, wie das nächste Jahr wird, jetzt, wo ‚du-weißt-schon-wer’ tatsächlich wieder zurück ist. Nebenbei gesagt, ich glaube, Mel ist heute etwas gallig, Dominik hat sich eben wieder an sie rangemacht. Aber du weißt ja, seit die beiden mal was hatten und er sie so links liegen gelassen hat, ist sie da ja nicht mehr so scharf drauf.. Oh, guck mal, da kommt sie schon.“ Sandra verstand sich sehr gut darauf, ohne Punkt und Komma zu reden, besonders, wenn sie schon ein bisschen was getrunken hatte. Ich musste mich immer anstrengen, bei ihr immer gut mitzukommen. Nun zeigte sie hinter mich und ich drehte mich um. Mel kam gerade mit einem Jungen aus unserer Stufe, ich glaube ein Hufflepuff, auf uns zu und lächelte, als sie mich erkannte. „Naa, du, wie geht’s? Seit wann bist du hier?“, fragte sie mich auch gleich. „Uhu, hallo Sonnenschein, doch so gut drauf?“, witzelte ich. Mel hatte oft ziemlich schlechte Laune, außer auf Partys, aber ich hatte sie trotzdem lieb wie keine andere. Wir kannten uns schon Ewigkeiten, unsere Eltern waren auch sehr gut befreundet. Und seit wir uns dann in Hogwarts auch noch ein Zimmer teilten , wurde unsere Freundschaft immer enger. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie es ohne meine kleine Pessimistin so zuginge. „Das hier ist Scott, er ist in Hufflepuff, unser Jahrgang“, stellte sie uns ihren Begleiter noch einmal genauer vor. „Ach, und woher kennt ihr zwei euch?“, fragte ich sie. „Oh, wir haben uns hier eben kennen gelernt“, grinste Mel. Ich grinste zurück. Ach, so war das. „Hey Scott. Und wie geht’s dir?“, sprach Sandra ihn dann an, woraufhin er den Blick von Mel abwendete und Sandra verblüfft anblickte. „Wa-? Ach so, ja, äh, ganz gut und selbst?“ Wir drei Mädels grinsten uns an. Na, der war ja schon mal hin und weg von Mel. „Leute, ich geh noch mal, wir sehen uns!“, verabschiedete sich Sandra, die wohl gerade jemanden gesehen hatte, von uns und ging ihrer Wege. Ich zog eine Augenbraue hoch als ich ihr nachschaute und als ich Mel ansah und bemerkte, dass sie das Selbe tat, mussten wir beide lachen. Wir drei unterhielten uns noch weiter, wobei ich doch mitbekam, dass sich Scott wohl etwas daran störte, dass ich dabei war. Doch schon nach kurzer Zeit wollten auch die beiden ein bisschen alleine sein und somit gingen sie wieder auf die Tanzfläche zurück, während ich mir den Weg zur Bar bahnte. Dort stand Justin und strahlte mich an, als ich auf ihn zukam. „Hey, da bist du ja wieder“, begrüßte er mich und ich nickte nur heftig, da ich auf einmal totalen Durst bekommen hatte und erst einmal etwas trank. „Dominik sucht dich, soll ich dir ausrichten. Meinte er zumindest, bevor er dann mit einer Ravenclaw abgehauen ist…“, meinte Justin auf einmal. Ich zog eine Augenbraue hoch. „Was will er denn von mir?“ „Ich weiß nicht, er meinte, wenn du bei mir aufkreuzt, soll ich dir nur ausrichten, dass er dich sucht und du ihn bitte finden mögest. Ich sag dir, wenn ihr da irgendwas-“, fing er an, doch ich unterbrach ihn schnell, bevor er sich da in etwas verhaspelte. „Man, Jus, du weißt doch genau, dass ich mich nicht auf solche Idioten einlasse. Also bitte, was denkst du denn schon wieder von mir?“ Erzürnt blickte ich ihn an, woraufhin sein Blick entschuldigend wurde. „Tut mir leid, Amy, du weißt wie er ist, da kam mir nur die Vermutung, dass… vielleicht… na ja, du weißt schon, ist ja auch egal.“ Ich senkte den Blick. Wenn er wüsste… „Du, Jus, ich geh mal eben auf die Toilette, wir sehen uns“, sagte ich und rauschte ab.
Wo ich ihn wohl finden würde? Ich konnte ihn nirgends auf der Tanzfläche sehen, vielleicht war er zu den Zimmern nach oben gegangen. Vielleicht sollte ich euch da mal ein bisschen aufklären, während ich die Zimmer durchschweifte. Dominik war der beste Freund von Justin. Er war ein ziemlicher Weiberheld. Und irgendwann gegen Ende letzten Schuljahres haben wir uns öfter mal getroffen. Ihr würdet mir nie glauben, wie gut Dominik küsste. Viel weiter waren wir bisher aber noch nicht gegangen, was viele wohl als Glück abtun würden. Ich wusste nicht, ob ich dem so ganz zustimmen konnte… Und nun hatten wir uns die gesamten Ferien über nicht gesehen. Irgendwie hatte ich ihn vermisst. Doch niemand durfte vorerst von uns wissen, da es momentan ja eher nur aus Spaß statt fand. Nicht, dass jemand von den anderen noch auf falsche Gedanken kam… Grade Mel hätte es wohl ziemlich gestört, weil sie auch einmal etwas mit Dominik gehabt hatte. Ich ging gerade ins letzte Zimmer, warf einen Blick durch den Raum und wollte ihn schon wieder verlassen, als ich jemanden am Fenster stehen sah. Auf einmal schlug mein Herz schneller. Ich betrat den Raum, nebenbei das Gästezimmer des Anwesens, und schloss die Tür hinter mir, als sich die Person umdrehte und ich erkannte, dass es tatsächlich Dominik war, der mich nun angrinste. „Du hast mich ja tatsächlich gesucht.“ Ich grinste zurück und ging langsam auf ihn zu. „Natürlich, wie könnte ich mir denn so eine Einladung entgehen lassen?“ Als ich direkt vor ihm stand, blickten wir uns einen kurzen Moment einfach nur in die Augen und beugten uns auf einmal gleichzeitig nach vorne, um uns zu küssen. Blitzschnell drehte Dominik uns beide so, dass er mich mit dem Rücken an das geschlossene Fenster drängte und ich mich so dagegen lehnte. Als er seine Hände an meinen Seiten entlang gleiten ließ, begriff ich, was er vorhatte und sprang so hoch, dass ich meine Beine hinter ihm verkreuzen konnte und er mich trug. Daraufhin ging er zum Bett und lehnte sich so nach vorne, dass wir schlussendlich gemeinsam auf dem Bett lagen. Er küsste mich am Hals und ich schloss die Augen, während ich mit meinen Händen durch seine Haare fuhr, als auf einmal von außerhalb des Raumes Stimmen zu uns drangen und eine lachende Person die Tür öffnete. Dominik stütze sich neben meinem Kopf ab und blickte zur Tür, der er den Rücken zugedreht hatte. Die Personen an der Tür verstummten augenblicklich und auch Dominiks Grinsen verschwand, woraufhin ich mich besorgt unter ihm so wand, dass auch ich zur Tür gucken konnte. Mir klappte der Mund auf, als ich Justin erkannte, an dessen Seite ein Mädchen stand, dass ich noch nicht sehr oft gesehen hatte. Sein Blick war eine Mischung aus Wut, Enttäuschung und Ungläubigkeit, wie mir schien. Oh, Shit! „Komm, Sash, ich glaube wir stören hier“, sagte er schließlich nach einigen Schweigeminuten zu dem Mädchen neben ihm und schloss die Tür wieder. Sofort wanderte mein erschrockener Blick zu Dominik, welcher mich musterte und dann nur die Schultern zuckte. „Dann weiß er jetzt wenigstens, dass wir zusammen sind…“, sagte er. Zusammen?!
sooo, ich hoffe, das erste Kapitel hat einigen gefallen? Schreibt mir doch ruhig ein paar Kommentare ;) und vielen Dank an Nymphadora14Tonks, die mir den ersten Kommentar hinterlassen hat. Ich hoffe, dir gefällt das erste Kapitel?
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