
von Arphelia
Guten Tag zusammen,
ich habe euch ein spezielles Kapitel. Es ist aus verschiedenen Sichten geschrieben, als ein kleiner Rückblick anzusehen. Ich hoffe es gefällt euch :)
@oxycontin
Aber auch über aawwwww hätte ich mich gefreut ^.^ weil es mir selbst so ging beim durchlesen :)
Ja ich stell mir die Familie so toll und knuffig vor <3 Hoffentlich gefällt dir auch das kommende Kapitel
@Rose
Ja, ich hab meiner kleinen Rose mal ein wenig Mut verliehen ^^ so ganz mutlos ist sie ja nicht (bei den Eltern :D)
Natürlich gibt sich Scorpius nicht geschlagen, aber les selbst ;)
So und nun viel Spaß euch beim Lesen :)
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Missmutig blickte er auf die Uhr. Dabei fielen ihm ein paar blonde Strähnen ins Gesicht, die er mit einer Kopfbewegung wieder nach hinten beförderte. Es war 2 Uhr nachts und er konnte immer noch nicht schlafen. Die Geschehnisse vom vorherigen Tag gingen ihm einfach nicht aus dem Kopf. Es war beschämend für Scorpius so von Rose abserviert zu werden. Er hatte doch um sie gekämpft, gezeigt, dass er der bessere für sie war. Und was hatte sie getan? Sich für diesen Schleimer von Scarmander entschieden. Wenn er nur daran dachte trieb es erneut Wut in ihm hoch.
Rose hatte ihm Hoffnungen gemacht. Er hatte sich eindeutig in sie verliebt. Doch aus Liebe war Eifersucht geworden und aus Eifersucht Wut. Vielleicht war er doch selbst ein wenig schuld gewesen, war er es doch gewesen, der Scarmander so aggressiv angegangen war. Doch Scorpius hatte nie damit gerechnet, dass Rose sich für diesen Ravenclaw entscheiden würde.
Doch er wäre nicht ein Slytherin, wenn er nicht einen Weg finden würde Rose für sich zu gewinnen. Er würde es schaffen, da war er sich sicher. Wie wusste er noch nicht, aber er würde um sie kämpfen, das war klar…
Aufmerksam verfolgte Rose den Unterricht. Es war die letzte Stunde am Freitag Nachmittag bevor die Weihnachtsferien begannen, Kräuterkunde bei Professor Longbottom. Er erzählte gerade sehr ausführlich und begeistert über eine Pflanze, die sich beliebig färben konnte. Gerade hatte sie die Farbe blau.
Rose schaute sich um und bemerkte, dass die meisten Schüler nicht mehr wirklich aufmerksam dem Unterricht folgten, sie waren mehr mit den anstehenden Weihnachtsferien beschäftigt. Sie schüttelte den Kopf und widmete sich wieder dem Unterricht.
Die Schulglocke läutete und fast alle Schüler sprangen sofort auf um schnellstmöglich die Gewächshäuser zu verlassen. Rose packte in Ruhe zusammen, da kam Professor Longbottom auf sie zu.
„Ich wünsche dir schöne Ferien, vielleicht sehen wir uns ja.“, verabschiedete er sich lächelnd von ihr.
„Wünsche ich ihnen auch Professor.“
Rose stand auf und verließ das Gewächshaus. In der Türe wieder hinein zum Schloss wartete Lorcan auf sie. Lächelnd lief sie auf ihn zu und umarmte ihn. Danach gab sie ihm einen sanften Kuss.
„Wir durften früher gehen.“, bemerkte er grinsend.
„Ich werde meine Sachen zusammen packen, morgen früh fährt der Hogwarts Express ja schon nach London zurück. Bleibst du hier in Hogwarts?“, fragte Rose während sie in Richtung des Ravenclaw Gemeinschaftsraumes liefen.
„Nein ich werde auch nach Hause fahren, nach Irland zu meinen Eltern.“, erzählte Lorcan und musste an seine Familie denken.
„Hey Bruderherz.“
Lorcan drehte sich um und entdeckte seinen Zwillingsbruder Lysander. Die beiden glichen sich, nur dass Lysander kürzere Haare hatte und sich auch charakterlich von seinem Bruder unterschied. Lysander war eher ein Draufgänger, außerdem war er in Gryffindor. Da die beiden in verschiedenen Häusern waren und einen verschiedenen Freundeskreis hatten, hatten sie meist nicht viel miteinander zu tun während sie in Hogwarts waren.
„Du hast mir ja gar nicht erzählt, dass du mit Rose zusammen bist.“, sprach Lysander lachend und kam auf die beiden zu.
Lorcan lachte ebenfalls. „Du bist doch sowieso mit deinen eigenen Geschichten beschäftigt.“
Rose mochte Lysander auch, als Kumpel war er super. Was Beziehungen anging, so war Lysander ein wenig Macho, dachte Rose. Er hielt ziemlich fiel von sich und war ein wenig der Mädchenschwarm an Hogwarts, natürlich neben James, der dieses Image ebenfalls inne hatte. Es war nicht selten, dass sie sich dabei ab und zu in die Quere kamen. Doch trotzdem waren die beiden nicht verfeindet, nein sie waren gute Freunde.
Im Westflügel angekommen verabschiedeten sie sich wieder von Lysander.
„Ich wünsche dir schöne Ferien, Rose.“
„Danke, wünsche ich dir auch.“
Als Lysander weg war, betraten sie den Ravenclaw Gemeinschaftsraum und Rose ging sofort hinauf in ihren Schlafsaal um ihre Sachen in ihren Koffer zu packen. Rose war an sich kein unordentlicher Mensch, doch trotzdem lagen ihre Sachen überall um ihr Bett verstreut. Danach ging sie noch ins Bad um dort ihre Waschsachen, die sie dort liegen hatte einzupacken.
Als sie fertig war, stellte sie ihren gepackten Koffer an den Bettrand und ging wieder hinab in den Gemeinschaftsraum. Sie freute sich sehr darauf nach Hause zu fahren um ihre große Familie wieder zu sehen. Besonders freute sie sich ihre Eltern wieder zu sehen. Sie erkannte Roxanne auf dem Sofa sitzen und setzte sich neben sie. Lorcan war wohl noch oben und packte seine Sachen zusammen.
„Hallo Roxanne, na auch schon gepackt?“ Die angesprochene nickte.
„Ja ich hatte keinen Nachmittagsunterricht mehr und konnte heute Vormittag schon packen.“, antwortete diese.
Roxanne war ein hübsches Mädchen, wie Rose fand. Ihre Mutter, Angelina Weasley, war mit George verheiratet und eine schwarze Hexe. Roxanne war ebenfalls schwarz, jedoch nicht so stark wie ihre Mutter. Auch hatte sie die schwarzen Haare und das Talent für Quidditch ihrer Mutter geerbt. Sie war Jägerin im Ravenclaw Quidditchteam. Sie war jedoch nicht in der Klassenstufe von Rose, sondern ein Jahr unter ihr in der von Hugo.
„Freust du dich auch schon nach Hause zu fahren?“, fragte Rose ihre Cousine.
„Ja auf jeden Fall. Es gibt keine besseren Familienfeiern, als die der Weasleys.“, lachte Roxanne.
Da kam Lorcan von oben herunter, grüßte die beiden aber nur kurz. „Ich muss noch eine Eule verschicken, wir sehen uns nachher beim Abendessen.“
„Ok Liebling.“
Roxanne blickte Rose gespannt an. „Wie lange seid ihr nun zusammen? Und was ist mit Scorpius? Das musst du mir unbedingt erzählen!“ Rose lachte.
Da kam er um die Ecke gehetzt. Sportlich war er, das musste Scorpius zugeben, er spielte ja auch Quidditch, so wie er selbst. Doch dies war lange kein Grund für Rose Lorcan zu bevorzugen, dachte er traurig. Manchmal erschreckte es ihn selbst, wie er durch die Liebe zu Rose geworden war. Kam da nun sein wahres Ich raus, aus dessen Grund er auch nach Slytherin gekommen war?
„Du bist komisch seit ein paar Wochen“, hatte ein Junge aus seinem Schlafsaal gestern zu ihm gesagt. Und er hatte damit wohl auch recht. Doch er wollte Rose nicht aufgeben, um keinen Preis.
Langsam verfolgte er Lorcan und versuchte dies so unauffällig wie möglich zu machen. Würde der Ravenclaw ihn entdecken, würde er sofort Verdacht schöpfen und das wollte er um jeden Preis vermeiden.
„Da hast du ja einiges erlebt.“, lachte Roxanne. „Oh es ist schon spät geworden, sollen wir Abendessen gehen?“
Rose nickte. „Ja ich hab auch schon großen Hunger. Wobei es an Weihnachten sicher genug zu essen gibt.“
Die beiden machten sich auf den Weg zum Abendessen. In der Großen Halle angekommen fiel ihr Scorpius am Slytherintisch auf. Zum Glück saß er mit dem Rücken zu ihr, sie hätte es nicht ertragen in seine Augen sehen zu müssen. Es tat ihr immer noch sehr Leid ihm das Herz gebrochen zu haben.
Sie wandte ihren Blick von Scorpius ab und sah zum Ravenclawtisch an dem ihr Freund schon wartend saß. Freudig setzte sie sich neben ihm und gab ihm einen Kuss auf die Wange, denn er war schon kräftig am Essen.
Der Wecker machte sich unliebsam bemerkbar. Normalerweise hatte Rose kein Problem mit dem Aufstehen, aber sie hatte am Abend davor noch lange mit Shenay, Mary und Roxanne geredet, so dass sie erst spät ins Bett gekommen war.
So schnell sie konnte machte sie den Wecker aus und stieg müde aus dem Bett. In einer guten Stunde würden die Kutschen die Schüler zum Hogwartsexpress bringen. Sie zog sich um und stopfte ihre restliche Kleidung in den Koffer machte ihn endgültig zu. Im Bad kämmte sie ihre Haare kurz. Zurück im Gemeinschaftsraum weckte sie Shenay, die durch den Lärm des Weckers nicht aufgewacht war.
„Ich gehe nun, wir sehen uns nach den Ferien, tschüss.“, verabschiedete sie sich von ihrer Freundin und umarmte sie kurz. Diese erwiderte die Umarmung und wünschte ihr schöne Ferien. Danach verließ Rose den Schlafsaal und stellte den Koffer erstmal unten im Gemeinschaftsraum ab. Sie traf sich hier mit Lorcan und Roxanne mit denen sie dann zusammen zu den Kutschen gehen würde, doch noch keiner der beiden war hier unten zu sehen.
Nachdenklich verließ Scorpius den Slytherin Gemeinschaftsraum in den Kerkern. Viele der Schüler waren schon unterwegs, denn in wenigen Minuten fuhren die Kutschen zum Hogwartsexpress ab. Er würde nicht mit ihnen fahren, denn er blieb über Weihnachten in Hogwarts. Die meisten jedoch fuhren nach Hause, so dass er während den Ferien wohl fast alleine in dem großen Schloss war.
Auch Rose fuhr nach Hause, das wusste er. Scorpius würde sie die ganzen Ferien lang nicht sehen. Diese Tatsache stimmte ihn traurig. Bevor sie fuhr, wollte er sie noch einmal sehen. Nur sehen, er wagte es nicht sich ihr zu nähern, besonders nicht wenn ihr irischer Freund dabei war. Er stand draußen auf den Ländereien in der Nähe der Kutschen, doch so zwischen den Bäumen, dass man ihn nicht erkennen konnte. Da war sie, wie sie ihr Gepäck abgab und in eine der Kutschen einstieg und hinter ihr, ihre Cousine und ihr Freund. Eine Träne bahnte sich über seine Wange ihren Weg.
Die Kutschen fuhren über den zugefrorenen See hinab zum Bahnhof an dem der Zug schon bereitstand. Rose betrachtete begeistert die eingeschneite Landschaft um Hogwarts herum. Die Fahrt mit den Kutschen war nicht besonders lang und so stiegen sie nach kurzer Zeit wieder aus um in den Hogwarts Express. Rose saß zusammen mit Roxanne, Lorcan, Albus, Fred und James in einem Abteil. Sie spielten zusammen Karten um sich die Zeit zu vertreiben.
Der Zug nahm die Fahrt auf durch verschneite Landschaften und zauberhaft aussehende Wälder, die wie verzaubert wirkten. Rose spielte nicht mit, sondern sah an Lorcan gelehnt aus dem Fenster. Die meiste Zeit jedoch las sie ein spannendes Buch über Zauberkünste.
Das Essen fand nur an einem Tisch statt, da es so wenige Schüler waren, dass sie an einen Tisch passten, es war der Gryffindortisch. Scorpius saß alleine, ein wenig abseits von den anderen. Er hatte keine Lust sich irgendwelchen langweiligen Themen zu widmen, mit denen ihn die anderen nervten. Er wollte alleine sein mit seinem Kummer. Scorpius vermisste Rose, auch wenn sie ihn nicht liebte, so wie sie sagte, so war es doch schön gewesen zu wissen, dass sie hier in Hogwarts war. Doch nun war sie auf dem Weg zu ihrer Familie. Wie gern wäre er doch dabei gewesen. Aber es war nur zu wahrscheinlich, dass er von den Weasleys nicht besonders herzlich aufgenommen worden wäre. Wegen seinem Vater, das wusste er.
Er fragte sich was er dafür konnte, was sein Vater vor einigen Jahren getan hatte. Vielleicht dachte Rose das auch, war das der Grund warum sie sich für Lorcan entschieden hatte? Scorpius schöpfte neuen Mut.
Der Hogwartsexpress kam zum Stehen. Die Schüler stiegen aus und holten sich, einer nach dem anderen sein Gepäck von den Gepäckwagen. Als Rose ihres endlich hatte machte sie sich auf die Suche nach ihren Eltern, sie wusste, dass diese sie vom Gleis abholen würden.
Nach kurzem Umschauen entdeckte sie die beiden und ging mit beschleunigtem Schritt auf sie zu. Sie stellte ihren Koffer ab und umarmte ihre Eltern. Ihre Mutter umarmte sie besonders lang.
„Ich habe mir große Sorgen um dich gemacht, Rose, als ich von den Schülern erfahren haben, die dich angegriffen haben.“, sprach sie mit leicht vorwurfsvollem Ton.
„Es ist doch alles gut gegangen.“, meinte Ron und fuhr seiner Tochter neckend durch ihre Haare. Zusammen mit den anderen, die ihre Kinder abgeholt hatten verließen sie den Gleis.
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Ich würde mich über viele Kommentare (auch der Stammleser) freuen.
LG
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