
von holiholly
Als Ron am nĂ€chsten Morgen erwachte, dauerte es einige Zeit, bis er realisierte, dass da neben ihm im Bett Lavender und nicht seine geliebte Hermine lag. Ihre Hand lag auf seinem RĂŒcken, und er ĂŒberlegte plötzlich, ob zwischen ihnen etwas passiert sein konnte, an das er sich nicht mehr erinnern konnte... Doch eine solche Erinnerung gab es nicht. Etwas unangenehm berĂŒhrt schob er ihren Arm beiseite und erhob sich. Er hatte Lavender doch gesagt, sie solle auf der Couch ĂŒbernachten...! Dort war sie gestern Abend ja auch hingegangen, doch anscheinend war sie in der Nacht zu ihm gekommen. Wenn Hermine nur bald zurĂŒckkommen wĂŒrde! Wo steckte sie ĂŒberhaupt? Vielleicht wohnte sie in einem GĂ€stezimmer von Mr. Smith... Das wĂ€re logisch. Ron zog sich an, aĂ rasch etwas zum FrĂŒhstĂŒck und legte Lavender einen Zettel hin.
Ich bin bei der Arbeit. Tu was Intelligentes, du kannst ja deine Kleider waschen. Falls du was von Hermine hörst, schreibâ mir sofort eine Eule. Ron
Er nahm seine Aktentasche und disapparierte.
Nachdem er alle Probleme in seiner Abteilung im Ministerium gelöst hatte, gönnte er sich eine zusĂ€tzliche Stunde Mittagspause. Seitdem er in dieser Abteilung der Boss war, konnte er selbst verfĂŒgen, wie lange er hinter dem Schreibtisch saĂ.
Ron war ein wenig unsicher; er war noch nie an einen Ort appariert, den er nicht von der Adresse her kannte. In Gedanken daran, dass er seit Jahren keine Probleme mehr gehabt hatte beim Apparieren, dachte er fest an Mr. Smith. Ron atmete auf, als er sicher und heil vor einem Ă€lteren Haus im Zentrum Londons appariert war. TatsĂ€chlich stand auf dem Schild am Briefkasten âJohn Smithâ, und es schien noch jemand zuhause zu sein. Ron klopfte kurzentschlossen an.
Ein Auge erschien am TĂŒrspion, und ein heiserer Schrei ertönte von drinnen. Die TĂŒre wurde aufgeschlossen und ehe Ron es sich versah, warf sich Hermine in seine Arme.
Rons Herz hĂ€mmerte wie verrĂŒckt und er drĂŒckte sie fest an seine Brust. Er sah nur noch ihren Hinterkopf, und hörte, dass sie weinte.
âRon, was habâ ich nur getan!â, schluchzte sie und blickte ihm ins Gesicht. âWeshalb habâ ich dich nur verlassen? Weshalb? Wir hĂ€tten doch in dieser schwierigen Zeit zusammenhalten sollen!â
Ron versuchte sie zu beruhigen. Er zog sie ins Innere des Hauses, anscheinend war Mr. Smith nicht anwesend. In der Ecke stand eine alte Couch, auf welcher sie sich nieder lieĂen.
Hermine entschuldigte sich viele Male bei Ron und umarmte ihn immer wieder. âWir werden wieder zusammen leben und uns nie wieder trennen!â, schluchzte sie.
âAber wie sollen wir das mit Lavender machen?â, fragte Ron. Er erzĂ€hlte, was passiert war am letzten Abend. Als er erwĂ€hnte, dass Lavender Hermines Bademantel benutzt hatte, schrie diese empört auf.
âRon, mir ist egal, dass sie die Mutter deines Sohnes ist. Wir mĂŒssen sie rauswerfen!â
Ron wusste, dass es nicht lÀnger Sinn hatte zu protestieren.
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel