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Fanfiction

Die Schulleiterin - Einer weniger

von tini-wini84

Erwartungsvoll saß Dumbledore auf dem alten Ohrensessel seines Portraits und blickte mich freudestrahlend an, als ich die Treppen hinaufgeeilt war. "Sinead, da sind Sie ja." Ich musste erst einmal zu Atem kommen und ließ mich erschöpft auf meinen Stuhl fallen, das Diadem hielt ich immer noch in der Hand. Auch Dumbledore hatte es zwischenzeitlich bemerkt und soeben seine Halbmondbrille zurecht gerückt. Es war bereits vier Uhr morgens, wie ich mit einem kurzen Blick auf die alte Wanduhr feststellte, erst da merkte ich, wie müde ich war. Doch zum Schlafen war jetzt noch keine Zeit. "Ist es das, wofür ich es halte?", fragte Dumbledore gespannt. Ich nickte: "Es ist Ravenclaws verschollenes Diadem, das Riddle in einen Horkrux verwandelt hat." Es schien den alten Zauberer keinesfalls zu überraschen. "Aber wieso hat er es nicht mit genommen?" Ich erzählte ihm von meiner Gegegnung mit dem Geist Rowena Ravenclaws, was er mit großen Augen verfolgte. Als ich geendet hatte, kratzte er sich nachdenklich an der Stirn. Nach Minuten des Schweigens, meldete er sich zu Wort: "Rufen Sie Dobby!" Mit einem großen Fragezeichen im Kopf sah ich ihn an, tat aber wie geheißen. Schon stand der kleine Hauself vor mir und verneigte sich. "Was kann ich für die erwürdige Schulleiterin tun?" 'Ja, das wüsste ich auch gerne.' Nun war es Dumbledore, der das Wort an Dobby richtete: "Gehe in den Keller hinunter. Dort liegt ein toter Basilisk, bring uns dessen Zähne." Obwohl ich deutlich das Unbehagen des Hauselfen spüren konnte, als Dumbledore das Wort Basilisk ausgesprochen hatte, machte sich der kleine Diener auf den Weg. Wenige Minuten später ploppte es und er war mit einem Arm voller großer, gelber Basiliskenzähne zurück. Ich bedankte mich bei ihm, nachdem er das Gewünschte abgelegt hatte und er verschwand mit einer Verbeugung.

"Durchbohren Sie das Diadem mit einem Basilikenzahn, Sinead." Ich tat wie geheißen und schnappte mir vorsichtig einen der hochgiftigen Zähne, nachdem ich meine Hände magisch gegen Gift geschützt hatte.
Das Diadem fing an zu glühen, diesmal jedoch in einem beißenden Grün und nicht in flammendem orange, wie im Raum der Wünsche. Es schien sich gegen den Angriff zu wehren, ich vernahm eine zischende unmenschliche Stimme,die wehklagte. Dann brach es jedoch auf und verdampfte durch das Basiliskengift wie bei einer Verätzung. Dumbledore lächelte begeistert und lobte meinen Einsatz. "Ich weiß, dass es nicht einfach ist, immer die Befehle seines toten Chefs auszuführen, aber Sie haben wieder einmal bewiesen, dass Sie den Posten als Schulleiterin verdienen, meine Liebe. Nun denke ich, sollten Sie sich eine Mütze Schlaf gönnen."
Wenig später ließ ich mich müde neben Charlie ins Bett fallen und war innerhalb von Sekunden im Land der Träume, in dem es weder schwarze Zauberer noch Horkruxe gab.


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