
von tini-wini84
Allmählich hatten sich alle Ordensmitglieder in meinem Büro versammelt, das extra für diesen Zweck vergrößert worden war. Der Orden hatte in den letzten Tagen Zuwachs erhalten: Xenophilius Lovegood, seine Tochter Luna, Neville und dessen Oma, sowie einige andere Eltern, die um Weihnachten herum Zuflucht auf Hogwarts gefunden hatten, waren dem Orden beigetreten. Sogar Dumbledores Bruder Aberforth war aus Hogsmead herübergekommen. Auch hatte Ginny es sich, trotz heftiger Proteste von Molly, nicht nehmen lassen, ebenfalls für diese Sache zu kämpfen.
So drängten sich nunmehr über 50 Hexen und Zauberer in diesem Raum. Moody hatte, als dienstältester Auror und Erfahrenster im Kampf gegen schwarze Magier nach meiner Begrüßung das Wort ergriffen: "Wir rechnen damit, dass Voldemort", bei diesem Namen zuckten immer noch einige zusammen, "in den nächsten Wochen das Schloss angreifen wird. Wir müssen uns, trotz der mächtigen Banne und Schutzzauber, intensiv auf eine Deatheater-Invasion vorbereiten. Ich schlage vor, dass wir Gefechtsgruppen einteilen, damit jeder weiß, welche Position er oder sie hat. Außerdem müssen wir die Patrouillien verstärken."
Glücklicherweise hatten die volljährigen Schüler, die an Charlies und Remus zusätzlichen Verteidigungsstunden teilgenommen hatten, schon fast den Kampfstatus richtiger Auroren erreicht, so dass sie eine echte Bereicherung waren. Vor allem Neville und Ginny waren mittlerweile Profis in ungesagten Zaubersprüchen. Die alte Mrs. Longbottom war sehr stolz auf ihren Enkel, der nun endgültig in die Fußstapfen seiner Eltern trat.
Da Dora und ich jedoch beide schwanger waren, bestanden unsere Männer darauf, dass wir uns beide im Schulleiterbüro verschanzen sollten, welches zusätzlich mit einem Nichtaufspürbarkeitszauber belegt werden sollte. Dies war zwar nicht unsere Art, aber es blieb uns leider nichts anderes übrig, da auch der Rest des Ordens dieser Meinung war.
Die Kämpfer waren von Moody in verschiedenen Gruppen eingeteilt und es war ein Plan entworfen worden, wie im Ernstfall vorzugehen war. Sobald Voldemort und seine Anhänger die Barriere überwunden haben würden, sollten die einzelnen Gruppen zunächst mit Schock- und Fesselzaubern angreifen. Der Orden war sich darüber einig, keine der drei verbotenen Zauber zu verwenden, Moody hatte sie jedoch für den äußersten Notfall freigegeben. Dieser Notfall bestand darin, die Deatheater von Harry fernzuhalten.
Nachdem Moody seine Anweisungen verkündet hatte, ergriff ich das Wort: "Haltet nur die Deatheater von Harry fern. So seltsam es auch klingen mag, Harry und Voldemort müssen sich gegenübertreten und kämpfen, da Harry als einziger in der Lage ist, Voldemort zu töten. Alles, was wir tun können, ist, Harry den Rücken freizuhalten."
Plötzlich klopfte es an der Tür. Alle schreckten hoch und Moody ließ sofort sein Auge zur Tür schwenken.
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