
von Claire Greene
Der Fluch war so heftig, dass Malfoy und seine Freunde durch die Tür des Abteils gegenüber flogen und dort gegen die Wand. „Wow, Claire, das war ja...“ fing Ron an und vor staunen blieb ihm der Mund offen stehen. „Das war n bisschen zu heftig, oder?“ fragte ich ein bisschen besorgt. Sie schüttelten den Kopf. „Nein, das war perfekt. Ich wollte ihm auch grad nen Fluch aufhalsen, aber du warst schneller“ grinste Harry. Hermine meinte: „Aber wir können sie nicht dort liegen lassen. Die Leute gucken schon so komisch. Enervate.“ Sie schlugen die Augen auf und schauten sich verwundert um. „Ihr habt die Wahl: entweder ihr verschwindet auf der Stelle oder ich hetze euch einen übleren Fluch auf.“ drohte ich ihnen. Sie rappelten sich auf und verschwanden. Im vorbeigehen zischte Malfoy: „Das wirst du bereuen, das schwöre ich dir! Dir wird das lachen noch vergehen!“ Harry seufzte: „Ich repariere besser die Tür, sonst bekommen wir noch ärger... Reparo.“ Nach zwei weiteren stunden kam die Imbissfrau. Harry kaufte einen großen Kesselkuchen, einen Haufen Schokofrösche und andere Leckereien. Wir unterhielten uns über Hogwarts, obwohl ich die meiste zeit eher zuhörte als mich am Gespräch zu beteiligen. Ich hörte zu und dachte an meinen Vater. Er hat mir manchmal was von Hogwarts erzählt, Geschichten über seine Freunde: Remus, James, Sirius und Peter. James wurde von Voldemort ermordet. Peter wurde kurz darauf ebenfalls ermordet, von Sirius. Sirius Black, einer der besten Freunde meines Patenonkels der gerade neben mir saß. Wie hießen sie gleich nochmal richtig... Remus Lupin, Peter Pettigrew, Sirius Black und James... Potter. Richtig James Potter. Aber das hieß ja... „War James Potter dein Vater?“ fragte ich Harry unvermittelt der sich gerade mit Ron über Quidditch unterhielt, während Hermine den Tagespropheten ließ. „Ja. James Potter war mein Vater. Woher weißt du das?“ „Mein Vater war in der Schulzeit mit ihm befreundet. Er hatte mal was davon erwähnt. Also von der Schulzeit.“ Ich lächelte ihn verlegen an. Er lächelte zurück. Verdammt, dachte ich. Er hat verdammt süße Augen. Bei dem Gedanken wurde ich rot. Ich konnte mich nicht von dem Blick loseisen und er schaute auch nicht weg. Dann hielt der Zug an. „Wieso hält der Zug an? Wir können unmöglich da sein.“ sagte Hermine verwundert. Ich riss meinen Blick von Harrys Augen und schaute aus dem Fenster. Es war Nebelig. Plötzlich flackerte das Licht über uns und es wurde extrem Kalt. „Vielleicht haben wir eine Panne“ sagte Ron mit zitternder Stimme. Dann ging das Licht aus. „Verflixt. Das muss aber ne ganz große Panne sein wenn das Licht ausgeht“ meinte ich zu Ron. Harry ging zur Tür und schaute auf den Gängen nach. „In jedem Abteil ist das Licht aus“ sagte er. „Mist, ich kann nix sehen. Lumos.“ flüsterte ich und mein Zauberstab leuchtete an der spitze. Jetzt konnten wir alle wieder was sehen. Da ging die Abteiltür auf. „Harry, Ron, Hermine, seid ihr hier?“ fragte ein Junge mit nervösem Unterton. Hermine antwortete schnell: „Ja Neville, wir sind hier. Was ist los?“ „Hi ihr drei. Keine Ahnung was los ist. Verdammt ist es Kalt. Die Heizungen sind ausgefallen“ erwiderte ein Mädchen. „Da hast du Recht, Ginny. Kommt rein und schließt die Tür. Darf ich vorstellen das ist Claire Rodrigues. Sie ist neu“ sagte Ron. „Hi, Claire. Ich bin Ginny und das ist Neville. Ich bin die Schwester von Ron“ sagte sie grinsend. Sie wollte noch was hinzufügen, als wir plötzlich ein unheimliches rasseln hörten. „Was ist das?“ fragte ich die anderen flüsternd. Sie zuckten alle mit den Schultern. Dann ging wieder die Abteiltür auf, doch niemand stand davor. Ich schaute zu Hermine und Ron die aufgestanden waren, Zauberstäbe gezückt. Plötzlich schwebte ein Wesen vor der Tür und schaute uns an. Zumindest sah es so aus, es hatte keine Augen und auch keine Nase. Nur einen Mund der verdeckt war. Und dann war es so, als ob das ganze Glück der Welt weg war. Ich spürte nur noch tiefe Traurigkeit und plötzlich konnte ich nur an meine Eltern denken, die gestorben waren. Dabei war ich eigentlich ganz froh gewesen, weil sie seit 4 Jahren litten. Doch jetzt war ich nur noch traurig; ich war nicht mehr glücklich weil ich schon Freunde gefunden hatte; Freunde, die mich so akzeptierten wie ich war... Neben mir fiel was zu Boden. Als ich mein Blick dorthin wandern ließ, sah ich dass Harry Ohnmächtig geworden ist. Es wurde immer Kälter. Hinter mir regte sich was, aber ich hatte zu viel Angst hinzuschauen, ich wollte nicht das dieses Wesen sich in dem Moment wo ich mich abwandte sich auf mich stürzte. Hinter mir flüsterte jemand. Es hörte sich wie ein Zauberspruch an: „Expecto Patronum!“ Etwas weißes zischte an mir vorbei... und vertrieb das komische Wesen. Es war, als ob es Angst hätte vor diesem weißen etwas. Sobald das Wesen fort war, wurde es augenblicklich wieder wärmer. Trotzdem standen wir alle noch starr vor schreck im Abteil, bis der Zug nach 5 Minuten weiter fuhr. Ich schaute mich um. Mein Patenonkel ist aufgewacht und stand mit erhobenem Zauberstab vor mir. „Gut geschlafen, Remus?“ fragte ich ihn. Meine Stimme zitterte noch ein wenig. „ Ja habe ich, danke Claire. Und wer sind deine Freunde?“ fragte ich mich lächelnd. Ich stellte sie schnell vor: „Das sind Hermine, Ron Neville und Ginny.“ Da fiel mir was ein. „Verdammt, Harry ist Ohnmächtig geworden nachdem das Wesen reingekommen ist“ sagte ich zu den anderen. Remus hatte sich schon neben Harry gehockt. „Hmmm... Helft mir mal ihn hierauf die Sitzbank zu legen, damit ich ihn wieder zu uns holen kann.“ Ron half ihm sofort dann richtete mein Patenonkel sein Zauberstab auf Harry und sagte: „Enervate.“ Harry schlug langsam die Augen auf. „Harry! Harry geht es dir gut?“ fragte Hermine ihn sofort. „Ja es geht... Wer hat geschrieen?“ fragte er verwirrt. Ich antwortet zögernd: „Harry, es hat niemand geschrieen. Überhaupt niemand.“ Ich sah in besorgt an. Plötzlich zuckten wir alle bei einem knackenden Geräusch zusammen. Remus brach eine Tafel Schokolade und verteilte sie an uns alle. „Esst sie auf, es hilft wirklich. Ich bin kurz beim Zugführer“ sagte er und verschwand. Ich sah zu Harry. „Alles in Ordnung?“ fragte ich ihn leise. Er nickte. Eine weile blieb es still bis auf das knacken von Schokolade und nach einer Weile kam auch Remus wieder. „In Zehn Minuten erreichen wir Hogwarts, am besten ihr zieht schon mal eure Umhänge an“ meinte er lächelnd. Und dann, endlich, sahen wir die lichter von Hogwarts. Wir schnappten uns unsere Koffer und stiegen aus dem Zug raus. Mein Patenonkel war so schnell verschwunden das ich mich Harry, Ron und Hermine anschloss. Da ertönte eine kräftige stimme: „Erstklässler hierher, Erstklässler hierher... Hallo Harry. Ron, Hermine.“ Er nickte ihnen zu. Sie winkten zurück und dann stiegen wir in die Kutschen und machten uns so auf den weg ins Schloss.
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