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Fanfiction

Abenteuer Liebe - Das Erste Date und Chaos an Halloween

von Claire Greene

Am Samstagmorgen beim FrĂĽhstĂĽck bekam ich endlich die antwort von Rose.

Liebe Claire,
Danke fĂĽr deinen Brief. GrĂĽĂź Remus von mir.
Oh man da steckst du ja in einer ordentlichen Sackgasse. Wie schaffst du dass denn immer? Okay, Scherz beiseite. Von Remus weiĂź ich, das ihr an Halloween in Hogsmeade sein werdet. Meine Eltern wollen dich und Remus unbedingt wiedersehen und deshalb kommen wir alle an Halloween nach Hogsmeade. Dort werden wir dein Problem ganz genau besprechen. Am besten treffen wir uns mit Hermine
a) möchte ich sie kennen lernen
b) weiĂź sie ĂĽber die Geschichte genauso bescheid wie ich.

Meinetwegen treffe dich mit Draco, aber bitte, bitte hör auf dein Herz und begib dich nicht in unnötige gefahren. Wenn du glaubst, dass er eine gute Seite hat, bedenke bitte, dass er auch eine sehr böse seite hat. Er hat sie oft genug gezeigt.

Zum Schluss hast du geschrieben du hättest Harry geküsst. Wenn wir uns sehen, erzähl mir alles davon.
Ich habe eine Rolle Pergament hinzugefĂĽgt. Sobald du diesen Brief liest, antworte mir bitte SOFORT! Wo wir uns treffen, wann und bitte das was inzwischen passiert ist.

Viel SpaĂź bei deinem Date!

Ich vermisse dich auch und Mike lässt dich grüßen. Er freut sich, dich wieder in seine Arme zu schließen. Soll ich ihn einweihen? Einer muss schließlich die Jungs beschäftigen, wenn wir uns ungestört unterhalten wollen, aber das geht auch ohne, also entscheide du...
Bis Samstag!

Deine Rose


Ich blickte von dem Brief auf. Endlich! Endlich konnte ich wieder lachen. „Warum strahlst du so? Gute Neuigkeiten?“ „Und wie! Aber... Okay also: Meine Cousine Rose, mein Cousin Mike, meine Tante Isabelle und mein Onkel Jack kommen an Halloween nach Hogsmeade. Und meine Cousine würde sich gerne mit Hermine und mir unterhalten. Und mein Cousin würde euch beiden unheimlich gerne kennen lernen. Meine Tante und mein Onkel werde Remus besuchen. Ich weiß nur nicht, ob ihr damit einverstanden seid. Wenn ja, schreib ich Rose sofort zurück und sage bescheid wo und wann wir uns mit ihr treffen. Wenn nicht sag ich ihr, dass Hermine und ich sie am Abend bei Remus treffen werden“ plapperte ich drauf los. „Wieso nicht? Ich persönlich würde deine Verwandtschaft gerne kennen lernen. Und mit deinem Cousin wird es sicher lustig“ erwiderte Ron begeistert. „Ron hat Recht. Während ihr euch über Mädchenkram unterhaltet, quatschen wir über Jungsachen reden“ stimmte Harry neckend zu. „Deine Cousine? Ja klar, ich möchte sie gerne kennen lernen. Am besten treffen wir uns im ,Drei Besen’ und wenn es uns zu langweilig wird, schlendern wir rum“ plante Hermine. Ich schrieb Rose glücklich zurück. Bald würde sie mir helfen.

Hallo Rose,
Danke fĂĽr deine Antwort. Ich werde mich heute Abend mit Draco treffen. Ich freu mich schon so. Ich freue mich schon auf euren Besuch und werde Remus gleich informieren. Der freut sich sicherlich auch.
Harry und ich haben beschlossen dir Sache zu vergessen, aber ich muss ständig daran denken. Und am nächsten Tag habe ich Draco geküsst. Oh man, dein besuch kommt mir gerade recht. Wir treffen uns im ,Drei Besen’ um drei Uhr.

Ich freue mich auf euren Besuch. Bis nächste Woche.
Bis dann.

Alles Liebe deine Claire


Ich band den Brief an die Eule und sie flog sofort zurück zu Rose. Ich strahlte meine Freunde glücklich an. „Wie wär’s, wenn wir heute Abend Hagrid besuchen? Wir haben ihn seid Montag nicht mehr gesehen. Oder wir können auch was anderes machen. Zum Beispiel könnten wir auch Schach spielen oder Quidditch spielen...“ schlug Harry begeistert vor. Seine Begeisterung war ansteckend, aber ich musste sie verhindern Quidditch zu spielen und musste ihnen absagen. Leider. Ich brauchte dringend einen entspannenden Tag.
„Das klingt echt toll. Aber ich habe heute Abend keine Zeit, ich hatte eigentlich vor mit Ginny ein Schlossrundgang zu machen. Nur wir beide, ich wollte sie besser kennen lernen. Und ich kann kein Quidditch. Aber ich habe eine Idee“ fügte ich bei Harrys enttäuschter Miene hinzu. „Wie wär’s wenn wir nach dem Frühstück Quidditch spielen, also wir vier und vor dem Abend eine Partie Schach spielen? Und nach dem Abendessen geht ihr Hagrid besuchen und ich mache die Schlossrundführung mit Ginny.“ Sie strahlten. Und ich... ja was war mit mir? Ich war zwar froh, was mit ihnen zu machen und zu wissen wo sie abends sein würden. Aber ich musste sie wieder anlügen. Ich hoffte nur, dass sie Ginny nicht begegnen würden. Und wenn doch... nun ja darüber würde ich mir sorgen machen, wenn es soweit ist.
Nach dem FrĂĽhstĂĽck gingen wir also hoch und zogen uns was anderes an. Harry holte seinen Besen und dann machten wir uns auf den weg zum Quidditch Feld. Das fliegen auf einem Besen war so, als ob man alle Sorgen zurĂĽck lassen wĂĽrde. Es war einfach unglaublich. Umwerfend.
Nachdem ich fliegen konnte, spielten wir den ganzen Vor- und Nachmittag Quidditch. Erst Ron und Harry gegen Hermine und mich. Danach Ron und ich gegen Harry und Hermine und anschlieĂźend Harry und ich gegen Hermine und Ron.
Ich hatte lange keinen so entspannten Tag mehr erlebt. Den ganzen Tag lachten wir und genossen die Sonne. Hermine fiel anfangs des Ă–fteren vom Besen, tat sich aber nichts.
Und Ron fiel vom Besen, als Hermine ihm den Quaffel an den kopf warf. Er tat sich auch nicht weh, aber er bekam eine große Beule an der Stirn. Wir spielten bis zum Abend hin. Danach wollten wir nur noch duschen und dann Abendessen. Ich hatte später meine vermeintliche Verabredung mit Ginny und die anderen drei wollten Hagrid besuchen.
Als ich aus der dusche kam und mich umziehen wollte stand Hermine mit einem betrübten Blick vor mir. „Hermine was ist denn los“ fragte ich sie entsetzt. „Ach nichts. Ich denke nur gerade über dich nach. Du warst die ganze Woche nicht normal und heute warst du so froh und hast wieder gelacht. Ich frage mich einfach nur was die ganze Woche los mit dir war. Du bist meine beste Freundin, Claire, das weißt du. Ich mache mir einfach nur sorgen, verstehst du? Ist es wegen Malfoy?“ Verdammt, sie schlussfolgert aber sehr schnell. Ich drehte mich um und holte meine schwarze Jeans, mein weißes Top und meinen schwarzen Pullover raus und schlüpfte hinein. „Tut mir Leid Hermine. Ich bin ein bisschen durch den Wind, kann dir aber noch nicht sagen wieso. Ich muss erst mal selbst herausfinden was mit mir los ist. Mir tut mein Verhalten unendlich leid und ich werde es morgen wieder gut machen, versprochen.“ Ich lächelte sie an. „Kannst du wirklich nicht mit zu Hagrid?“ „Nein, ich habe es Ginny versprochen. Aber morgen komme ich mit!“ versprach ich.
Die Jungs wollten wir in der großen Halle treffen. Als wir ankamen, kamen uns Fred und George entgegen. „Hallo Ladys. Dürfen wir sie heute Abend zu einer Party einladen? Wir Feiern heute unseren Geburtstag.“ „Gerne Jungs, aber ich komme später. Ich habe noch eine Verabredung. Aber ich komme auf alle fälle. Ich komme nur eine Stunde später, länger dürfen wir ja nicht draußen bleiben. Also bis später Jungs!“ Auch Hermine nahm die Einladung an und dann gingen wir zu Harry und Ron. „Na wurdet ihr auch eingeladen?“ fragte Ron mit vollem Mund. Hermine antwortete während Harry und ich uns wieder in die Augen sahen. Wieder hatte ich das Gefühl, wie an dem Abend, an dem wir uns geküsst hatten. „Ja, allerdings kommen wir eine Stunde später, weil wir ja Hagrid besuchen wollen, richtig?“ „Hmm... ja stimmt. Ginny und Claire kommen also auch eine Stunde später, richtig Claire? Hallo Claire? Harry? Erde an Harry und Claire, seid ihr noch da?“ riss Ron mich aus meinen Gedanken. Widerwillig wandte ich meinen Blick von Harry. „Was? Tut mir leid Ron ich habe dir nicht zugehört. Ich war in Gedanken woanders.“ „Ja das hat man gemerkt.“ Er grinste vielsagend. Ich stand auf. „Ich bin dann mal weg. Bis später, auf der Geburtstagsfeier von Fred und George.“ Rasch verschwand ich.
Als ich nach draußen trat, war es kühl. Ich hörte die Grillen und ging in Richtung Quidditch Feld. Dort stand Draco bereits und wartete auf mich. „Hallo Claire. Schön das du gekommen bist. Lass uns spazieren gehen.“ Er nahm mich bei der Hand. „Wie geht es deinem Arm?“ „Es geht. Vater war nicht sehr begeistert darüber und es wird auch folgen haben, aber das spielt jetzt keine Rolle. Jetzt zählen nur noch wir beide.“ Ich wollte erwidern, dass das sehr wohl eine Rolle spielte und was für folgen das haben wird, doch er brachte mich mit einem Kuss zum schweigen. Er war wie beim ersten Mal, stürmisch und lang und auch diesmal erwiderte ich ihn.
Anschließend saßen wir lange einandergekuschelt an einem Baum. Ich sprang auf. „Mist. Sorry Draco, aber ich bin noch eingeladen. Ich muss los.“ „Hast du etwa noch ein Date“ hakte er wütend nach. „Nein, aber im Gemeinschaftsraum feiert jemand seinen Geburtstag nach und ich habe versprochen zu kommen. Tut mir Leid, wirklich. Aber wir können uns ja ein anderes Mal treffen. Mittwoch, aber in der Bibliothek.“ „Nein, da sind zu viele. Warte vor der Eingangshalle auf mich, ich werde dich abholen. Bis dann.“ Er Küsste mich noch einmal leidenschaftlich und verschwand dann hinter den Bäumen.
Kaum war ich eingetreten, kam Hermine mir entgegen. „Ginny ist schon hier, Harry und Ron haben sie noch nicht gesehen, aber das ist nur noch eine Frage der Zeit. Sie ist dort vorne“ teilte sie mir mit und ging wieder zu Harry und Ron. Ich kämpfte mich zu Ginny hindurch. „Hey Ginny. Du musst mir einen gefallen tun.“ „Klar was denn?“ „Also: Ich habe Hermine, Harry und Ron erzählt das wir uns heute Abend treffen würden. Würdest du bitte so tun als ob wir durchs Schloss gewandert sind und du mir ein bisschen was gezeigt hast?“ „Ja klar. Aber wieso hast du denen das denn gesagt?“ „Ich musste was erledigen.“ Für eine weitere Erklärung blieb keine Zeit. Harry hatte uns entdeckt. „Hi ihr zwei. Na wie war der Rundgang?“ „Super, aber wir haben nicht alles gesehen.“ Das stimmte. Das einzige was ich gesehen habe, waren Dracos Augen und ihn selbst.
Die Feier ging bis tief in die Nacht herein. Kurz vor dem Ende ging ich ins Bett ich war todmĂĽde. Harry sollte mich von Hagrid grĂĽĂźen und er freute sich auf unseren besuch morgen. Er hatte sich soweit von seiner Katastrophalen stunde erholt. Morgen finde ich noch vor dem Besuch bei Hagrid raus, welche folgen das haben wĂĽrde, dachte ich mir. Und mit diesem Gedanken schlief ich ein.

Am nächsten Morgen wurde ich von den Sonnenstrahlen geweckt. Ich lächelte und ließ den gestrigen Tag Revue passieren. Erst das Quidditch Spiel und nach dem Abendessen haben wir vier mit Fred und George ihren Geburtstag gefeiert. Aber dann schob sich noch eine düstere Erinnerung zwischen den wundervollen. Das Date mit Draco. Wieso war die Erinnerung so düster? Wir hatten nicht viel gesagt und auch nicht gelacht. Wir hatten uns nur zweimal geküsst und sonst nur Arm in Arm am Baum gelehnt gesessen. Mit Harry, Ron und Hermine hatte ich die ganze Zeit gelacht, selbst auf der Party. Ich hatte immer noch ein schlechtes gewissen. Vielleicht sollte ich wenigstens Hermine einweihen, damit sie wusste weshalb meine Cousine mit uns reden wollte. Ich drehte mich um, um zusehen, ob sie schon wach war. Sie war nicht in ihrem Bett. Das ganze Zimmer war schon leer. Auf Hermines Kissen lag ein Brief. Er war an mich Adressiert.

Guten Morgen Claire,
Ich hoffe du hast gut geschlafen und hast immer noch gute Laune.
Wir sind bereits bei Hagrid, du hast so friedlich geschlafen, dass wir dich nicht wecken wollten.
Wenn du gefrĂĽhstĂĽckt hast, komme doch bitte auch zu Hagrid.
Er freut sich schon auf dich.
Bis später

Harry


Ich lächelte und düste zu meinem Schrank, um mir was zu anziehen rauszusuchen.
Schnell schlĂĽpfte ich in meine Lieblings- Jeans und in mein Aquamarinfarbenes Top. Mit einem blick aus dem Fenster, zog ich noch einen grĂĽnen Hoodie aus dem Schrank und rannte aus dem Zimmer.
In der Großen Halle sah ich, das Draco noch da war. Während ich hierher gelaufen war, ist mir wieder eingefallen was ich noch machen wollte, bevor ich zu Hagrid ging. Ich setzte mich hin und as ein wenig. „Hallo Claire. Na wie hat dir unsere Party gefallen?“ fragten Fred und George mich grinsend. „Hi ihr zwei. Ja sie war super, danke für die Einladung. Ich glaube aber, dass Percy nicht sehr begeistert war. Wenn man vom Teufel spricht“ lachte ich. In dem Moment, als Percy bei uns ankam, stand Draco an seinem Tisch auf. Alleine. Das war meine Chance. „Hi Percy. Ich muss los. Wir sehen uns später Jungs“ rief ich über die Schulter hinweg und lief zu Tür.
Dort kam auch Draco gerade an. „Folge mir unauffällig“ raunte ich ihm zu und ging durch die Tür. Er folgte mir.
Hinter der Tür drehte ich mich zu ihm um. Er wollte mich gerade küssen, doch ich wollte jetzt nicht. „Nicht hier. Das ist ein wenig zu gefährlich, findest du nicht auch?“ „Ja aber ich konnte mich nicht beherrschen, tut mir leid.“ „Angenommen. Ich muss mit dir reden.“ Misstrauisch schaute er mir in die Augen. „Über was denn? Willst du Schluss machen?“ „Sind wir denn zusammen?“ erwiderte ich erstaunt. „Jetzt schon.“ „Okay. Ehm... nein. Es geht um die Sache mit Seidenschnabel. Was für folgen hat das? Ich möchte es nur wissen, damit ich aussagen kann, verstehst du? Ich meine wenn ich weiß, was, wann und wo...“
Ich zog einen hoffentlich unwiderstehlichen Schmollmund und setzte meinen Welpenblick auf. Das der Funktionierte wusste ich, mein Dad hatte es mir oft genug bestätigt. „Wenn du so fragst... Was kriege ich denn?“ fragte er geschäftlich. Ich seufzte. „Was willst du denn?“ „Einen Kuss und ein treffen in Hogsmeade. Ich kenne eine Romantische stelle, wo wir den ganzen Ausflug über bleiben können.“ Das klang verlocken, fühlte sich aber falsch an. „Das erste ist abgemacht, aber an dem Wochenende bin ich bereits verabredet...“ „Dann sag ich dir nix!“ Verflixt. Das war Erpressung. Aber ich wollte unbedingt meine schlechte Laune von letzter Woche wettmachen, also...
„Na gut, ist gebongt. Den Kuss kriegst du gleich und am Wochenende treffen wir uns... wo? Und jetzt sag schon, was wird passieren?“ „Wir treffen uns bei Derwish und Banges. Von dort werden wir weitergehen. Um drei Uhr. Also, mein Vater hat den fall dem Ausschuss für die Beseitigung gefährlicher Geschöpfe gemeldet. Und wenn der Volltrottel die Anhörung verliert, wird das Mistvieh getötet.“ Draco lächelte gemein. Mich zuckte es in den Fingern ihm eine Reinzuhauen, aber ließ es dann sein. „Erstens: Wir treffen uns um halb vier, keine Widerrede. Vorher komme ich nicht los. Zweitens: Hagrid ist kein Volltrottel und drittens: Seidenschnabel ist kein Mistvieh!“ Bevor er noch was sagen konnte, Küsste ich ihn leicht auf die Lippen und verschwand. Er hatte mit keinem Wort erwähnt, was für einen Kuss er wollte. So schnell es ging rannte ich weg.
Bevor ich zu Hagrid lief, schaute ich noch bei Remus vorbei. „Hallo Remus. Wie geht’s?“ „Oh hallo Claire. Gut und dir? Letzte Woche ging es dir ja nicht besonders gut, habe ich gehört.“ „Ja mir auch. Woher...“ Hä? Ich hatte ihn Donnerstag zum letzten Mal gesehen und im Unterricht konnte man mir das ja nicht anmerken, oder etwa doch? „ Harry war bei mir. Er hat sich Sorgen gemacht. Er dachte er wäre schuld wegen einer Sache die Dienstagnacht passiert sei. Was ist denn da passiert? Harry wollte es mir nicht sagen.“ Staunend sah ich ihn an. Anscheinend konnte auch Harry den Kuss nicht vergessen. „Ich kann es dir auch nicht sagen, tut mir Leid Remus. Hat Harry sonst noch was gesagt?“ „Nein, außer das er die ,alte’ Claire vermisst. Aber wieso bist du überhaupt hier? Sicher nicht, um mit mir über Harry zu sprechen, oder?“ „Nein. Ich wollte nur sagen, dass Isabelle und Jack mit Rose und Mike am Samstag kommen wollen.“ „Na das ist doch super. Dann weiß ich bescheid. Sonst noch was?“ „Nein. Ich muss los, bin spät dran. Harry, Ron und Hermine warten bei Hagrid auf mich. Bis später.“ Und schon war ich verschwunden.
Aufgeregt kam ich ein wenig später bei Hagrid an und klopfte an die schwere Tür. „Wer ist denn das?“ fragte Hagrid verwundert. „Das ist sicher Claire, die endlich wach ist!“ hörte ich Harry schmunzeln. Die Tür ging auf. „Hallo Hagrid. Sorry für die Verspätung.“ „Hallo Claire. Macht nix. Komm rein, du wurdest erwartet“ lachte Hagrid und deutete auf Harry. Dieser wurde rot.
Das Haus war eher ein einzelnes Zimmer. Es war ein Kamin dort, der als Herd und Heizung diente, ein riesiges Bett und ein riesiger Tisch, an dem die anderen drei saßen. „Guten Morgen Claire. Gut geschlafen?“ grinste Hermine. „Ja habe ich. Ich wäre schon eher da gewesen, aber ich musste vorher noch was erledigen. Ich weiß jetzt was auf Hagrid und Seidenschnabel zukommt“ erwiderte ich düster. „Woher weißt du denn das?“ fragte Harry verblüfft. „Ich habe Dra... Malfoy ausgequetscht.“ Mist, fast verplappert. Harrys Augen wurden ein klein wenig größer bei meinem fast- versprechen. Mist, Harry ist verdammt aufmerksam, dachte ich. „Und wie hast du das geschafft?“ wunderte sich Ron. Ich versuchte die Wahrheit zu sagen, schaffte es nicht. Also die halbe Wahrheit. „Ich muss am Samstag mit ihm ausgehen. Um halb vier treffen wir uns bei Derwish und Banges und gehen von dort aus irgendwohin.“ Harry reagierte wütend auf meine Aussage: „Du gehst nicht mit diesem Schleimbeutel aus, wer weiß was er mit dir macht?“ Er sah richtig süß aus wenn er mich beschützen wollte. Er kann den Kuss auch nicht vergessen, fiel mir plötzlich ein. „Harry, wenn ich das nicht tue, wird er mir erst recht was antun. Hermine kommt mit und bleibt inkognito dabei, in Ordnung?“ schlug ich vor. Harry war ein wenig besänftigt. „Also, was passiert denn jetzt mit Seidenschnabel?“ warf Hermine ein. Ich erzählte ihnen alles, was Draco mir erzählt hatte.
Nachdem ich geendet hatte, sagte niemand etwas. Den Rest des Tages verbrachten wir damit, Hagrid zu trösten und uns zu überlegen, wie wir Seidenschnabel retten konnten. Am Abend verabschiedeten wir uns von Hagrid und versprachen ihm zu helfen. Dann verschwanden wir in der Dunkelheit. Nach dem Abendessen, zogen Harry, Ron, Hermine und ich uns zu den Sesseln am Kamin zurück. Um Mitternacht verabschiedeten sich die Jungs, weil sie müde waren. Sie hatten nicht lange geschlafen.
Der Gemeinschaftsraum war leer und Hermine sah mich forschend an. „Du hast ihn nicht ausgequetscht, richtig?“ fragte sie und traf den Nagel auf dem Kopf. Ich schüttelte den Kopf. „Nein und ja. Wir sind zusammen und ich war gestern nicht mit Ginny unterwegs, sondern mit Draco. Und damit er es mir verriet, musste ich ihn Küssen und mich am Samstag treffen. Hermine es tut mir so leid, dass ich dir das noch nicht eher gesagt habe. Ich hatte Angst das du dann nicht mehr meine Freundin bist und...“ entschlüpfte es mir und ich fing an zu schluchzen. Es tat gut, sich wenigstens einen Teil von der Seele zu reden, wenn ich auch nicht den Kuss zwischen Harry und mir verraten konnte. Sie tröstete mich. „Hey ist okay. Ich werde immer deine Freundin sein, egal in wen du dich verliebst und mit wem du zusammen bist. Aber da ist noch mehr oder?“ „Ja, a...aber das kann ich dir noch nicht sagen. Ich gehe ins Bett Hermine. Gute Nacht“ Ich stand auf und lief auf die Treppe zu. Im Rücken spürte ich Hermines besorgten Blick auf mich Ruhen. Sie wusste mehr als ich gedacht hatte.
In der nächsten Woche verflog die Zeit viel zu schnell. Harry sah ich nur noch im Unterricht und wenn ich glück hatte bevor ich schlafen ging. Das erste Quidditch Spiel war am ersten Samstag im November und er musste nach dem Unterricht Trainieren. Ich merkte eine komische leere in mir, wenn Harry abends nicht mehr bei uns saß. Zwischen dem Unterricht traf ich Draco in einsamen Korridoren. Ron und Harry fragten mich mehr als einmal, wieso ich immer knapp vor beginn des Unterrichts erschien, doch ich verriet nichts und auch Hermine schwieg.

Und endlich war das Hogsmeade Wochenende da. Hermine hatte mir versprochen mich zwar zu begleiten, aber sie wĂĽrde mit Ginny und Rose durch Hogsmeade schlendern. Mike wĂĽrde mit den Jungs Unsinn bauen, wie ich vermutete. So konnte nix mehr zwischen dem Date von Draco und mir kommen. Ich wurde langsam aufgeregt, wo wĂĽrden wir hingehen, was wĂĽrden wir machen?
Nach dem FrĂĽhstĂĽck, Harry, Ron, Hermine und ich hatten unseren Tag besprochen und hatten abgemacht, dass Hermine und Rose bei dem Date auf mich aufpassen wĂĽrden, gingen wir hoch um uns umzuziehen.
Es hatte in der Woche angefangen zu schneien und aus diesem Grund zog ich mir einen warmen grauen Pullover an, eine Jeans und meinen Wintermantel. Hermine war schon fertig und wartete unten, jetzt folgte ich ihr. Es war inzwischen zwölf Uhr, wir hatten länger als geplant geschlafen. „Ich muss vorher noch zu Remus. Kommt ihr mit, oder soll ich nachkommen?“ fragte ich meine Freunde. „Komm nach, ich möchte endlich los“ murmelte Ron ungeduldig. „Hermine, Ron, geht schon mal vor, ich begleite Claire. Wir treffen uns bei ‚Zonkos’“ sagte Harry zu den beiden und wir machten uns auf den Weg.
Endlich waren wir in Hogsmeade. Harry und ich hatten eine Stunde bei Remus festgehangen, er hatte Psychiater spielen wollen. Dabei wollte ich ihm nur sagen dass er meine Verwandtschaft rechtzeitig vom Bahnhof abholen sollte. Harry und ich waren die letzte halbe stunde nach Hogsmeade gelaufen. Als wir ‚Zonkos’ betraten, suchten wir sofort nach Hermine und Ron. Ich sah Fred und George und ging auf sie zu und zog Harry an der Hand hinter mir her. „Hey Jungs. Wisst ihr wo Hermine und Ron sind?“ fragte ich zuckersüß. Fred sah meine Hand in Harrys und wir bemerkten seinen blick. Sofort ließen wir los. „Wir sind nicht zusammen, falls ihr das denkt. In dem Laden hier kann man sich leicht verlieren und wir waren hier mit Hermine und Ron verabredet. Also, habt ihr sie gesehen?“ Mit einem Zufriedenen lächeln antwortete George: „Ja, sie sind vor einer halben Stunde raus, um euch zu suchen. Aber wir wissen nicht wo sie sind.“ „Danke. Wir sind euch was schuldig“ erwiderte ich, lächelte ihnen zu und verlies mit Harry den Laden.
Wir suchten Hermine und Ron eine dreiviertel Stunde und trafen sei endlich mitten auf der Straße vor Derwish und Banges. „Da seid ihr ja endlich!“ riefen wir vier aus einem Mund. Hinter mir hörte ich auf einmal eine bekannte stimme reden: „Irgendwo hier müsste das Lokal sein. Claire wird noch nicht da sein, aber es wird sie umhauen wenn sie erfährt, dass wir eher angekommen sind“ freute sich eine weibliche stimme. „Ja da hast du Recht. Mensch ich hab sie nicht mehr gesehen, seit ich 8 Jahre alt war. Du hast sie erst letztes Jahr gesehen, bei ihrem letzten Besuch. Aber ich war ja meinen Freunden Zelten. War auch super, aber ich hätte sie gerne gesehen“ erwiderte eine männliche Stimme. Ich wirbelte herum. „Rose? Mike? Seid ihr das?“ Zwei braune Augenpaare sahen mich verblüfft an. „Claire?“ fragte Rose verwundert. Es waren meine Cousine und mein Cousin. Sie waren zweieiige Zwillinge, sahen sich aber trotzdem verdammt ähnlich. Sie hatten dieselben Augen und auch dieselbe Haarfarbe. Rose erkannte mich sofort und rannte auf mich zu. Wir umarmten uns lachend. Meinen Cousin hatte ich nur an der Ähnlichkeit zu Rose erkannt. Er mich allerdings nicht. „Rose, wer ist das. Claire ist wartet sicher schon“ rief er ungeduldig. „Mike, das ist Claire. Ich erkenne doch meine eigene Cousine wieder“ antwortete sie lachend. Mike kam langsam näher. „Tatsächlich“ murmelte er. „Das ist Claire. Hey Claire. Verdammt, du siehst echt gut aus. Hinter dir sind sicher viele Jungs her. Also, wen muss ich verprügeln, an dich kommt keiner ran bis du 80 bist.“ Er lachte laut und schloss mich in seine Arme. Mike und Rose hatten sich in den letzten Jahren erstaunlich gemacht. Rose und er waren inzwischen 15 Jahre alt aber das sah man Mikes Gesicht nicht an. Er wirkte wie 17. Rose war eine natürliche Schönheit geworden. Sie war weiblicher und ich sah aus den Augenwinkeln, wie Ron der Mund aufklappte. Harry grinste und Hermine klappte Ron den Mund wieder zu. „Wieso seid ihr schon da?“ fragte ich die beiden. „Wir haben einen Zug früher genommen als geplant. Remus wusste das, aber wir wollten dich überraschen!“ war die schlichte antwort. Jetzt mischte sich Harry ein: „Lasst uns doch in die ‚Drei Besen’ gehen, dort ist es wärmer.“ Wir stimmten zu und bummelten dahin.
Im ‚Drei Besen’ war es eindeutig wärmer. Harry ging mit Ron und Mike sechs Butterbier holen und wir Mädchen suchten uns einen Platz. Die Schlange an der Theke war lang, so hatten wir drei Zeit mein Problem kurz durchzusprechen.
„Nach allem was ich gehört habe“ begann Rose nach einer kurzen Erklärung Hermines „scheint es mir so als ob... naja du wirklich in diesen Draco bist. Ihr habt heute also ein Date?“ hakte sie nach. In ihrem Blick konnte ich sehen, dass sie Draco nicht mochte. Sie hatte ihn auf dem Weg hierher kennen gelernt und fand ihn natürlich nicht sympathisch. „Ja, aber die Jungs wissen nicht, dass ich mit ihm zusammen bin. Ich wollte es ihnen heute sagen, aber ich verschiebe es auf heute Abend, wenn es ruhiger ist“ murmelte ich verlegen. „Wann und wo triffst du dich denn mit diesem Draco?“ wollte Rose gerne wissen. „Wer ist Draco?“ warf Mike interessiert ein, die Augen zu schlitzen verengt. Die Jungs waren wieder da und reichten uns jeweils ein Butterbier. „Nur so ein Typ mit dem ich mich um halb vier bei Derwish und Banges treffe“ nuschelte ich verlegen. „Du brauchst nicht mitkommen, Hermine und Rose werden mich begleiten, ich muss mich mit ihm treffen, weil er mir die Informationen wegen Seidenschnabel geliefert hat“ mahnte ich ihn. Auf dem weg hierhin hatten wir den dreien die Geschichte geschildert. „Okay...hmmm... ja das geht in Ordnung. Aber ihr bleibt in der nähe, sonst...“ drohte Mike Hermine und Rose. Sie nickten nur. Und dann unterhielten wir uns über angenehmere Dinge.
Um halb vier sprang ich auf. „Mist ich hab die Zeit vergessen. Jungs wir müssen los“ erklärte ich hastig. Rose und Hermine waren bereits in ihre Mäntel geschlüpft. „Wir sehen uns um Sechs Uhr bei ‚Zonkos’!“ Und weg waren wir. Rose und Mike würden mit ihren Eltern über Nacht bleiben. In Hermines und meinem Zimmer war aus diesem Grund ein Bett dazu gestellt worden, genau wir bei Harry und Ron.
Draco stand vor Derwish und Banges. Ich verabschiedete mich von den beiden und sie verschwanden. Mit klopfendem Herzen trat ich auf Draco zu. „Hallo“ hauchte ich. Er drehte sich um. „Hi.“ Und dann verband er mir die Augen. „Vertrau mir“ flüsterte er und schob mich langsam zu dem Geheimnisvollen Ort, wo wir ein paar stunden verbringen wollten. Nach ein paar Minuten waren wir da. Er nahm mir die Augenbinde ab und sagte: „Überraschung!“
Mitten im Schnee lag eine Decke mit Kerzen. Es war wirklich Romantisch, allerdings nur die Decke. Er zog mich mit sich und setzte mich auf seinem Schoß. Dann küsste er mich Leidenschaftlich. Wir waren jetzt schon eine Woche zusammen, aber ich hatte nicht mehr das Gefühl wie beim ersten Mal: mein Herz klopfte, aber ich stellte mir in Gedanken jemand anderen vor. Ich stellte mir unbewusst Harry vor. Ich wusste nicht wieso, doch genau dann, als ich sein Bild vor Augen hatte, kam das Gefühl vom Kuss wieder hoch; meine Hände wurden schweißnass, mein Herz klopfte wilder und das Gefühl in meinem Magen wurde stärker. Mit einem schlag wusste ich: ich liebte nicht Draco, ich hab ihn vielleicht noch nie geliebt, vielleicht doch, aber nicht richtig. Ich liebte Harry. Und zwar nur Harry. Ich löste mich aus dem Kuss und sah Draco lange an. Ich musste es ihm sag. Ich machte den Mund auf und... Mit einem Mal raschelte es im Gebüsch und Harry und Mike sprangen hinaus. Beide sahen nicht gerade glücklich und nett aus. Wie lange waren sie schon dort und hatten uns beobachtet? fragte ich mich. „Was willst du denn hier, Potter?“ fragte Draco verächtlich. Doch Harry sah mich nur böse an. Seine Augen funkelten vor Wut. Ich löste mich von Draco, stand auf und wollte auf Harry zu gehen doch er schrie mich nur an: „Wie konntest du nur? Warum hast du nix gesagt? Und wieso Malfoy? Du wusstest doch, dass er mein Feind ist, wieso ausgerechnet ihn? Hast dich wohl mit ihm verbündet, um mich fertig zu machen, hab ich recht? Ich hasse dich Claire Rodrigues! Lass mich bloß in Ruhe und halte dich fern von mir!“ Jeder Satz war wie ein Schlag ins Gesicht. Ein verdienter Schlag. Sie trieben mir die Tränen in die Augen. Nachdem er zu Ende geschrieen hatte, drehte er sich um und rannte. Ich war unfähig mich zu bewegen. Ich hasse dich, ich hasse dich... diese Worte hörte ich immer wieder in meinem Ohr. Draco stand auf und wollte mich umarmen. „Lass ich in Ruhe, Draco. Es ist aus und vorbei. Geh.“ Beim letzten Wort brach mein Stimme. „Was? Ist es aus, nur weil Potter sich hier aufgespielt hat?“ Das war zu viel: „Nenn ihn nicht so, verdammt noch mal. Ich habe wegen dir meine Freunde belogen und das war es verdammt noch mal nicht wert. Ich habe sie angelogen und vielleicht sind sie nicht mehr meine Freunde, aber das ist kein Grund länger mit dir Zusammen zu sein. Und jetzt verschwinde endlich!“ Die letzten Wörter schrie ich ihm ins Gesicht. Wütend sah er mich an, dann schnappte er seine Sachen und verschwand. Mike hatte sich die ganze Zeit nicht von der Stelle gerührt. „Du hasst mich jetzt auch, oder?“ Und dann fing ich an zu heulen. „Nein, ich hasse dich nicht, ich könnte dich nicht hassen. Du bist meine Cousine“ murmelte er und kam auf mich zu. Er nahm in seine Arme und tröstete mich.
Wir standen eine ganze weile so da und während ich heulte, dachte ich: jetzt ist es endgültig aus mit Harry. „Es ist kurz vor sechs, wir sollten gehen.“ Ich nickte und wir gingen zu unserem Treffpunkt. Hermine, Rose und Ron waren schon da und kamen sofort auf uns zugerannt. „Claire was ist passiert.“ Ich schüttelte nur den Kopf. „Lasst uns gehen, wir dürfen nicht zu spät kommen“ sagte Mike nur. Er hielt mich immer noch in seinen Armen. Ich hatte endlich aufgehört zu weinen. „Wartet, Harry ist noch nicht da“ widersprach Ron. Bei Harrys Namen zuckte ich zusammen. „Harry ist schon im Schloss. Kommt jetzt.“
Als wir angekommen waren, wurden wir von meinem Onkel und meiner Tante erwartet. Zum Glück sah mein Gesicht einiger maßen wieder normal aus. „Claire, schön dich zu sehen!“ rief meine Tante glücklich. „Ich freue mich auch, euch wieder zu sehen. Wir sehen uns gleich beim Abendessen, ich möchte mich vorher umziehen.“ Ron war schon in den Gryffindor Turm gerannt um mit Harry zu reden, doch Hermine wartete auf mich. Rose und Mike wollten sich auch umziehen und begleiteten uns. „Was ist denn passiert, Claire? Mike sag es mir“ verlangte Rose von ihrem Bruder. Er sah mich an und ich nickte nur. Ich traute meiner Stimme nicht.
Wir waren bereits im Gemeinschaftsraum angelangt, als Mike geendet hatte. „Mike, du musst die Treppe hoch und dann rechts, dort ist das Zimmer von Harry und Ron“ erklärte Hermine Mike den Weg. Er drückte mich kurz, dann lief er nach oben. Hermine, Rose und ich gingen in unser Zimmer. „Hat er echt ‚Ich hasse dich geschrieen’?“ fragte Rose leise. Ich nickte nur. „Er hat es sicher aus schock gesagt. Harry meint so etwas nicht ernst. Ich kann mir das nicht vorstellen. Er ist sonst so Ruhig. Ich frage mich, wieso er so ausgerastet ist...“ dachte Hermine laut. „Ist doch völlig egal, oder? Ich meine er hasst mich, er hat es ernst gemeint. Er hat mich angeschrieen!“ brach es aus mir heraus. Hermine schüttelte den Kopf sagte aber nichts. Und Rose sah mich nur nachdenklich und besorgt an.
Am Gryffindor Tisch, sah ich mich nach Harry um. Ich musste ihm alles erklären, ich musste einfach. Ich fand ihn zwischen, Fred und George, gegenüber von ihm waren Neville, Seamus, Mike und Ron. Harry, Mike und Ron entdeckten uns. Harry sah mich wütend an und würdigte mich keines Blickes mehr, Ron kam mit Mike auf uns zu. „Er ist ziemlich sauer. Wieso hast du denn nix gesagt?“ fragte Ron mich erstaunlich Ruhig. „Naja kann’s mir denken. Mike hat mir alles erklärt, aber Harry wollte nichts davon hören und hat sich im Bad eingeschlossen und das Wasser aufgedreht. Er hat mir auch erzählt, dass du ziemlich verstört warst und dass du Malfoy angeschrieen hast. Tut mir Leid. Harry kriegt sich wieder ein. Ich versteh nicht warum er sich so aufregt...“ Ich lächelte ihn dankbar an. „Danke Ron. Das ist echt super Lieb von dir. Bitte erzähl niemanden was davon.“ Er nickte nur.
Nach dem essen, gingen wir hoch. Ich hatte Remus, meiner Tante und meinem Onkel erzählt, dass ich früh zu Bett gehen wollte, aber in Wirklichkeit wollte ich mit Harry reden, ihm alles erzählen, auch das ich ihn liebte.
Auf der Treppe gab es einen Stau. Jemand hatte anscheinend das Passwort vergessen. Harry stand weiter oben auf der Treppe und ich hatte keine Chance durch zu kommen. Ginny stand vor uns und rief auf einmal: „Seht! Die Fette Dame ist verschwunden und ihr Bild ist Zerschnitten.“ Hinter uns ertönte eine Ruhige Stimme: „Ruhe! Alles geht in die Große Halle zurück. Und zwar ohne zu zögern!“
Zurück in der Großen Halle suchte ich Harry, fand ihn jedoch nicht. Nach einiger Zeit kamen die Hufflepuffs, die Ravenclaws und die Slytherins ebenfalls in die Große Halle. Von weitem sah ich Draco, aber bei seinem Anblick verzog sich mein Magen. Wegen ihm war jetzt alles kaputt. Dumbledore zauberte für jeden einen Schlafsack. Hermine, Rose und ich schnappten uns einen und zogen ihn weit weg von den anderen. Dann sah ich Harry, Mike und Ron. Mike und Ron winkten uns zu, Harry blickte stur geradeaus. Die Jungs legten sich zu uns in die nähe, doch als ich zu Harry gehen wollte, sagte Dumbledore: „Schlaft jetzt. Gute Nacht!“ und löschte die Lichter. Ich robbte auf die Jungs zu. Sie sahen mich nicht. „Harry, bitte hör mir zu. Es tut mir Leid, ich wollte es dir heute sagen, ich konnte ja nicht ahnen dass du mir mit Mike folgst. Ich wollte gerade mit ihm Schluss machen, als du rauskamst. Mir ist nämlich was klar geworden...“ doch er fuhr mir über den Mund. „Ach und was? Das er ein Volltrottel ist? Super, Herzlichen Glückwunsch. Du bist die erste die es bemerkt. Weißt du was. Lass mich doch in Ruhe!“ sagte er wütend. Ich konnte nix mehr sagen. Ich robbte mich zurück zu Rose und Hermine und als ich dort war, weinte ich wieder. Jetzt hatte ich die Antwort: Harry würde mir nie verzeihen, egal was ich anstellen würde... Ich hatte es mir mit ihm versaut!


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