
von Vampirella
Sooo...
Jetzt werdet ihr erfahren, ob Eve und Fine das tatsächlich überleben...
@Chilly: Schäm dich, schäm dich, schäm dich! Nein, Scherz :D Ist doch nicht schlimm, den Stress kenn ich auch... Schule kann manchmal echt nerven ;) Ich hab mir übrigens dein Video mal angeguckt, und es ist echt toll! Danke für die Schleichwerbung und das liebe Lob :D *hab dich auch lieb*
@Schwesterherz: Tja, ich bin immer fĂĽr Ăśberraschungen gut... :D Freut mich, dass ich dich gut unterhalten hab ;)
@Tän: Das gibt's doch! :D Tja, Cedric... der Gute muss anscheinend gerade wen anders retten ;)
@Lilly-Potter: Das siehst du jetzt... ;)
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Kapitel 33- Fledermausflügel, krächzende Schreie und ein verdammt gefährlicher Dämon
Die Verwandlung war schrecklich. Einfach eklig. Widerlich.
Ich stand einfach wie gebannt da und starrte Nathan, der nun schon gar kein Mensch mehr war, entsetzt, erschrocken und angewidert an. Sein Gesicht hatte eine seltsame, dunkelgrüne Hautfarbe angenommen und nun ertönte ein lautes Knacken. Ich zuckte zurück, während ich beobachtete, dass große, schwarze, ledrige Fledermausflügel aus Nathans Schultern wuchsen.
Halb in Trance oder fast schon halbtot vor Angst spĂĽrte ich unwirklich, dass Fines Hand sich um meine gekrampft hatte. Sie war kalt.
„ Komm“, zischte sie mit wackelnder, zitternder Stimme. „ Er kann uns nicht angreifen, sobald seine Verwandlung nicht vollendet ist!“
Ich ließ mich mitziehen, bebend vor Furcht. Hinter mir hörte ich ein unmenschliches, animalisches Stöhnen, darauf folgte ein kreischender Schrei.
Wir begannen zu rennen. Zu laufen, zu hetzen. Um unser Leben.
Das Einzige, was ich die ganze Zeit spürte, während wir rannten, war Fines Hand und meine Angst. Sie hatte meinen ganzen Körper ergriffen, ein kalten Käfig geschaffen um mein Herz. Ich spürte meine Füße nicht, wie sie wieder und wieder den Boden berührten, ich spürte meinen Kopf nicht, in dem die Gedanken durcheinanderwirbelten, ich spürte mein Herz nicht, das verzweifelt nach Cedric und nach Hilfe schrie.
Ein vogelartiges Krächzen hinter uns. Nicht weit von uns entfernt.
Mein Brustkorb hob und senkte sich im Sekundentakt, mein Herz pumpte laufend Blut durch meinen Körper. Meine Lungen schienen vor Anstrengung zu bersten, aber sie hielten.
Das Schloss schien vor uns nicht größer zu werden. Es war so weit entfernt.... viel zu weit.
„ Wir schaffen's nicht- oh Gott, wir schaffen es nicht“, keuchte Fine atemlos. Ich verstand sie kaum, ich hörte nur meinen eigenen keuchenden Atem.
„ Hilfe!“, schrie ich kraftlos. Meine Schritte wurden vor Verzweiflung immer weiter und ausholender, ich zerrte Fine erbarmungslos mit. „ Hilfe!“
Wieder durchschnitt ein krächzendes Schreien die kalte Winterluft. Dieses Schreien hatte nichts mehr mit Nathans melodischer Stimme gemein, dieses Schreien klang nur noch nach einem mordlustigen, grausamen Tier- ein Tier, das töten wollte. Ich hörte ein leises Pfeifen, dann ein Geräusch, wie als ob die Luft mit einem Schlag geteilt worden war- ein Flügelschlag.
Wir waren noch ungefähr hundert Meter vom Schloss entfernt. Wir würden es nicht schaffen.
Plötzlich spürte ich Luftzüge hinter mir, ein näher kommendes Ungeheuer. Nathan. Er war auf dem Weg zu uns, um uns zu töten. Gab es überhaupt noch eine Chance darauf, dass wir überlebten? Oder eine Chance auf Gnade? Niemals. Nathan würde uns nicht verschonen.
Fine keuchte wie ein Nilpferd, und ich mittlerweile auch. Wir waren beide völlig außer Atem, und die Tatsache, dass wir beide dabei fast starben vor Angst, machte das Ganze auch nicht besser. Da unsere Hände vom Aneinanderklammern völlig schwitzig geworden waren, merkte ich auch fast gar nicht, wie Fines Hand mir auf einmal entglitt. Ich rannte einige Meter weiter, ohne zu merken, dass ich meine Freundin verloren hatte. Dann registrierte ich es doch, und ich kam schlitternd zum Stehen und wirbelte herum.
Fine war gestĂĽrzt. Sie lag hilflos auf dem glatten Boden und bewegte sich kaum.
Der Anblick, der sich mir bot, als ich über ihren Körper hinwegschaute, war noch schlimmer: der eisklare Himmel war von einem Ungeheuer verdunkelt, einem Monster, was man nicht beschreiben konnte. Es hatte riesige, gespannte Fledermausflügel und einen langen, schwarzen Schwanz. Den Körper konnte ich gar nicht richtig erkennen, da die monströsen Flügel ihn immer wieder verdeckten. Es war furchteinflößend. Noch furchteinflößender war, dass sich dieses Wesen geradezu auf Fine stürzte.
Für einen Moment bekam ich den ekelhaften und egoistischen Wunsch, einfach weiterzulaufen und sie zurückzulassen. Doch dann hob sie kurz ihren Kopf und sah mich an- damit war mein Schicksal besiegelt und ich stürmte auf sie zu, um ihr zu helfen. Ich erreichte sie kurz vor Nathan- ich meine, dem Dämon, denn mit Nathan hatte er herzlich wenig Ähnlichkeit mehr- und konnte sie an einem Arm fassen, um ihr aufzuhelfen. Sie stöhnte: „ Verdammt, lauf doch, lass mich liegen!“
Aber ich zerrte sie mit aller Gewalt hoch und spürte schon den Flügelschlag des Dämons über uns. Ein riesiger Schatten senkte sich über uns, und man hätte denken können, es wäre plötzlich Nacht geworden.
Einer der Flügel streifte mich an der Schulter, während ich Fine mit mir zog. Mein anderer freier Arm schnellte hoch, und ich griff ohne nachzudenken nach dem Flügel, der mich gestreift hatte- ich erwischte ihn tatsächlich und zog ihn mit einen schnellen Ruck hinunter.
Kreischendes Jaulen schallte durch die Luft ĂĽber uns.
Ich krallte mich fest in Fines Arm und wir begannen wieder zu laufen. Ich fühlte, dass der Dämon uns folgte, nun mit sich immer wiederholenden Schreien und Krächzlauten. Ich bemerkte, dass wir uns immer im Schatten bewegten- wir mussten heraus aus dem Schatten, dann würden wir auch außer Reichweite des Dämons gelangen. Also trieb ich Fine und auch mich selbst zum schnelleren Rennen an, was kaum mehr möglich war, weil wir uns schon beide am Ende unserer Kräfte befanden.
Auf einmal spürte ich, wie mich etwas an der Schulter packte. Eine Kralle? Es fühlte sich so an, und ich wurde davon ruckartig und erbarmungslos zurückgerissen, aus dem Griff von Fine. Ich wehrte mich strampelnd und begann zu schreien, weil ich hoffte, den Dämon dadurch irgendwie zu verschrecken zu können. Natürlich funktionierte das nicht, denn der Dämon war ja sowieso viel stärker als wir- warum sollte er also Angst bekommen? Er presste mich mit seiner Kralle auf den harten, kalten Boden und hielt mich dort fest. Und zum ersten Mal konnte ich ihm ins Gesicht blicken: das hässlichste Gesicht, was ich jemals gesehen hatte. Es war eher eine raubtierartige Fratze, denn sie hatte ein weit aufgerissenes Maul mit rasiermesserscharfen Zähnen darin, blitzende tintenschwarze Augen und überall seltsame Verknöcherungen und Beulen im Gesicht.
Der Dämon fauchte mir mitten ins Gesicht, und sein ekliger, stinkender Atem schlug mir entgegen. Ich bekam einen Würgreiz, der mich husten und spucken ließ. Noch einmal zischte der Dämon, und vor Wut, Ekel und Furcht spuckte ich ihm ins Gesicht.
„ Lass- sie- los!“, brüllte Fines Stimme nicht weit entfernt.
Das Ungeheuer krächzte und drückte mich nun auch noch mit seiner anderen Kralle zu Boden. Es dachte gar nicht daran, mich loszulassen. Es öffnete sein Maul; ich roch wieder den unangenehmen Atem, dann senkte er seine Zähne mit einem gierigen Keuchen.
Es blitzte, und ich hoffte, einen schnellen Tod zu bekommen.
Doch im nächsten Moment war das Gewicht auf mir weg- der Dämon war weg. Hastig richtete ich mich auf und sah mich um. Unser Feind lag zwei Meter von mir entfernt, reglos. Seine Schwingen hatten sich unnatürlich verdreht und aus einer Wunde am rechten Flügel lief eine schwarze Flüssigkeit, wahrscheinlich Dämonenblut.
Ich sah Fine, die einen Zauberstab in der Hand hielt. Ihren Zauberstab. Sie hatte ihn immer noch auf den Dämon gerichtet und zitterte vor Angst. Nun ließ sie ihn fallen und sank schluchzend zu Boden. Ich sprang auf, lief zu ihr und umarmte sie, während ich ebenfalls begann zu weinen.
Aber ein gedämpftes Knurren riss uns sofort wieder zurück in die Wirklichkeit. Wir sprengten auseinander, und Fine hob ihren Zauberstab schnell wieder auf und hielt ihn am Anschlag auf den Dämon.
„ Er lebt noch“, flüsterte Fine. „ Wir müssen hier weg, bevor er wieder aufwacht oder zu Kräften kommt.“
Ich nickte und warf einen besorgten, wachsamen Blick auf den Dämon. Er atmete, bewegte sich sonst aber nicht. Wir mussten uns beeilen.
„ Dann los. Halt deinen Zauberstab bereit“, wies ich Fine an.
Wir rannten los, immer wieder mit Blicken ĂĽber die Schulter, ob wir verfolgt wurden. Doch wir gelangten unversehrt zum Schloss zurĂĽck. Ich war so froh, als wir ĂĽber die Schwelle in die Eingangshalle traten- so froh.
„ Wohin?“
„ Zu Dumbledore, und zwar auf direktem Weg“, antwortete Fine.
Ein paar Minuten später waren wir fast bei dem Büro des Schulleiter angelangt, als er uns schon höchstpersönlich entgegenkam.
„ Professor Dumbledore? Wir müssen sofort mit Ihnen reden!“, rief ich aufgeregt.
Der gutmütige Zauberer kam mit einem verständnisvollen Lächeln auf uns zu. „ Was gibt es denn, Miss Sepertiero?“
„ Wir-nun, wir haben...“ Plötzlich fehlten mir die Worte und ich wusste nicht, wie ich das Unglaubliche beschreiben sollte.
„... eine seltsame und beänstigende Entdeckung gemacht“, beendete Fine meinen Satz. „ Wir sind eben knapp dem Tod entgangen.“
Das Lächeln von Dumbledore verwandelte sich in eine ernste Miene. „ Was sagen Sie da? Sie wären eben fast gestorben?“
„ Ja. Denn wir haben ... die wirkliche Gestalt von jemandem erfahren. Nathan Windsor, der Neue, der nach Hogwarts gekommen ist, ist ein Dämon.“
Dumbledore sah Fine undurchdringlich an, so als würde er versuchen, ihr in das tiefste Loch ihrer Seele zu schauen, um zu erfahren, ob sie die Wahrheit sagte. „ Ein Dämon, sagen Sie?“
Fine nickte. „ Er ist unten in der Nähe des Sees. Dort haben wir ihn ausgeschaltet, aber er lebt noch.Wir müssten uns also beeilen, um ihn in Gewahrsam zu nehmen.“
Der Schulleiter nickte ernst und bedeutete uns, ihm zu folgen.
„ Wenn wir Mr Windsor in Gewahrsam genommen haben, dann gehen Sie bitte in den Krankenflügel, Miss Sepertiero“, sagte Dumbledore leise zu mir.
„ Was? Aber ich bin doch gar nicht verletzt!“, protestierte ich.
„ Falls Sie es noch nicht registriert haben sollen, Sie bluten ziemlich stark an der Schulter“, informierte mich Dumbledore.
Erschrocken drehte ich den Kopf und sah, dass er Recht hatte. Der Umhang, den ich trug, war an meiner Schulter dunkelrot gefärbt vom Blut, und plötzlich merkte ich auch, wie es schmerzte. Wahrscheinlich war diese Wunde von dem Angriff des Dämons gekommen, als er mich an der Schulter gepackt hatte. Doch ich hatte überhaupt nicht gemerkt, dass er mich verletzt hatte.
Mittlerweile waren wir wieder in der Eingangshalle angekommen. Ich spürte, wie mein Herz schneller anfing zu schlagen, angesichts des Gedanken, dass dort draußen ein Ungeheuer lauerte. Zwar ein bewusstloses, aber immer noch gefährliches Ungeheuer.
Als wir aus dem Schlossportal herausgetreten waren, ließ ich meinen Blick wachsam über das Gelände schweifen. Und zwei Sekunden später wusste ich, dass es etwas nicht stimmte.
Der Schatten nahe des Sees fehlte.
Der Dämon- Nathan- war weg.
„ Oh Gott“, flüsterte ich. „ Oh mein Gott.“
Ich merkte, wie Fine sich neben mir ebenfalls vor Furcht verkrampfte. „ Er ist weg.“
Ich begann zu laufen und spürte, wie meine Beine zitterten. Fine und Dumbledore folgten mir ebenso eilig. Aber es war umsonst- als ich mich dem See näherte, sah ich, dass er längst verschwunden war. Einfach weg.
„ Er war eben noch hier“, wisperte ich. „ Er war eben noch hier. Er war doch noch hier. Nicht wahr, Fine?“
Sie antwortete nicht, sondern schaute immer panischer umher.
„ Seid ihr sicher, dass das hier die Stelle ist?“, wollte Dumbledore wissen.
„ Ja, natürlich“, entgegnete ich hastig. „ Auf jeden Fall. Hier in der Nähe ist es gewesen. Nicht weit vom See.“
Dumbledore schritt in großen Kreisen die umliegende Umgebung ab. Er machte das sehr konzentriert und bedächtig. Ich hatte plötzlich Angst, dass er uns nicht glauben würde. Denn sein Gesichtausdruck wurde immer nachdenklicher, als er wieder zu uns zurückkam.
„ Hier ist er nicht“, stellte Dumbledore fest.
Ach was!, dachte ich leicht verärgert. Das hätte ich jetzt aber nicht gedacht.
„ Aber er war doch hier!“ Fine fuhr sich verzweifelt durch die Haare. „ Wie konnte er sich so schnell aufraffen und abhauen?“
„ Ich weiß es nicht, ich bin keine Dämonenexpertin“, murmelte ich. „ Aber er ist wahrscheinlich stärker, als wir denken.“
Ein plötzlicher, allzu vertrautes Kreischen ließ mich zusammenfahren. Ich blickte mich hektisch um, sah in den Himmel und erstarrte- dort oben kreiste etwas.
Der Schatten des Dämons glitt über uns hinweg.
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Ob er noch einmal angreifen wird? Mal sehen...
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