
von RoseWeasly
First Day Of My Hogwarts Day I
Nach all dem Tumult konnte mein erster Schultag nun endlich starten. Es war fünf Minuten vor neun, da fiel mir auf, dass ich keine Krawatte trug. Ich war alleine auf dem Weg zu Arithmantik, das im dritten Stock stattfand.
„Accio Krawatte!“
In weniger als einer Minute hielt ich meine neue rot goldene Krawatte in der Hand, ich hatte sie mir erst eine Woche zuvor in der Winkelgasse gekauft, da wir in Beauxbatons Halstücher in trugen, und band sie mir um, als ich auf die anderen Arithmantikschüler traf, die noch vor dem Klassenzimmer standen. Es waren Schüler von allen vier Häusern zusammengewürfelt, denn nur sehr wenige Schüler interessierten sich für das Wahrsagen mit der Hilfe von Zahlen und Tabellen.
Ich entdeckte Georgina ebenfalls allein an der Wand lehnend. Ich ging zu ihr und begrüßte sie.
„Hey Hélène! Schön dass ich wenigstens einen in diesem Fach kenne, außer den da.“ Sie deutete auf schlaksigen brünetten Jungen, der von Mädchen geradeso umzingelt wurde. Ohne Frage, das musste Nickolas von Belgien sein. Diese Freierinnen hingen praktisch an seinen Lippen, die gerade von seinem Urlaub mit der Prinzessin von Lichtenstein erzählten.
Die Tür zum Klassenzimmer ging auf und eine kleine dicke Frau erschien. Sie ließ uns alleine hinein und wir verteilten uns. Die Tische waren vorne niedrig und nach hinten jeweils um eine Stufe höher angelegt.
Georgina und ich nahmen ganz hinten Platz; dort wo wir einen Überblick über alles und jeden hatten. Ich fragte sie, warum ihr Freund nicht im Kurs war, worauf sie erwiderte, dass ihm normales Wahrsagen mit Teeblättern, Kristalkugeln und Sterne genug sei. Ich grinste und dachte mir:
Das normale Wahrsagen ist bestimmt schon zu viel für einen Prinzen. Er muss sich wahrscheinlich jede Stunde anhören, dass er nicht Thronfolger wird, oder dass er irgendeine Prinzessin heiraten muss. Arme Georgina! Sie muss bestimmt auch darunter leiden!
Professor Vector räusperte sich, sodass das Gemurmel unter den Schülern verstummte und sich die Aufmerksamkeit der Lehrerin richtete. Mit einer hohen nasalen Stimme begann sie ihre lange Ansprache:
„Hallo ihr Lieben. Wie ihr wisst, stehen dieses Jahr die UTZ Prüfungen an. Das heißt, ihr müsst euch noch mehr anstrengen um die erwünsche Note zu erreichen. Letztes Jahr hat nur Miss Georgina Leeds ein Erwartungen Übertroffen in den ZAGs geschafft. Ich hoffe ihr nehmt euch an ihr ein Beispiel.“
Einige Köpfe drehten sich um und beäugten Georgina und auch mich, da ich neu war, neugiereig.
Professor Vector fuhr fort: „Ah. Ich sehe wir haben eine neue Mitschülerin. Würden Sie sich kurz vorstellen?“ Sie lächelte mir zu.
Ich hasste es, wenn sich die ganze Aufmerksamkeit mir galt, zumindest in Beauxbatons. Nun hatten sich alle Schüler umgedreht und starrten mich an. Ich versuchte mich nicht ablenken zu lassen und sah zu Professor Vector. Ich stand auf und sagte: „Ich bin Hélène de Nemours. Ich bin 16 Jahre alt. Ich komme aus Frankreich und ging dort in Beauxbatons zur Schule.“
Mehr wusste ich auch nicht mehr. Ich hatte mir diese drei Sätze genau zurechtgelegt, damit ich ja nicht ins Stottern oder so kam. Ich nahm wieder Platz und atmete tief durch.
Georgina flüsterte mir zu: „Ich habe gar nicht gewusst, dass du erst 16 bist. Dann bist du ja überhaupt nicht volljährig. Du Arme! Aber mach dir nichts daraus. Älter zu sein ist auch nicht unbedingt schön. Will, er ist schon 18, hat mir erzählt, manchmal fühle er sich zwischen dem ganzen jungen Gemüse nicht wohl.“
Ich unterdrückte mir ein Lachen und lauschte wieder der Lehrerin.
„Nun fangen wir mit dem Unterricht an. Ich möchte es am ersten Tag ein bisschen leichter angehen lassen. Nun, die Arithmantik basiert auf der Numerologie, die wir dieses Jahr fokusieren werden. Das bedeutet, wir werden bestimmte Ereignisse durch das Datum, den Wochentag, der Mondphase oder auch anderen Zahlen vorhersagen. Dazu nehmen wir das Tabellensystem. Auch in der Muggelwelt gibt es verschiedene Tabellen, die deutlich einfacher angelegt sind, als unsere. Deshalb werden wir uns erst mit jenen der nicht zaubernden Menschen befassen.“
Sie holte ein braunes, in Leder eingebundenes Buch heraus und zeigte es uns allen.
„Das ist das diesjährige Schulbuch. Bitte schlagt Kapitel 1 auf Seite 3 auf.“
Wir taten wie geheißen. Ich zog das besagte Buch aus meiner Tasche und schlug die richtige Seite auf. Dort erblickte ich eine Tabelle mit wenigen Spalten und ein paar Zeilen. Dies war anscheinend die simpelste Zahlentafel.
„Das ist die griechische Zahlensymbolik. Sie ist im Großen und Ganzen korrekt, aber noch nicht annähernd so detailliert wie die Zahlensymbolik der Zauberer. Sie müssen nur auf das Datum schauen, weder Mondphase noch Sternenstellung berücksichtigen. Bitte erarbeiten Sie nun die Aufgabe 1 auf der nächsten Seite: Was wird morgen, in einer Woche und an einem von euch beliebig ausgesuchten Datum geschehen. Sie haben genau noch 45 Minuten.“
Diese Aufgabe war echt schwer. Professor hatte mit `nicht detailliert` sehr untertrieben. Ich konnte anhand der Tabelle fast überhaupt nichts Konkretes vorhersagen. Aber ich strengte mich an und gab mein Bestes. Ich musste das Datum so umrechnen, dass eine Zahl zwischen 1 und 10 herauskam.
Morgen war Dienstag der 3.09.1983. Es kamen zweimal die 3 und zweimal die 9 vor. Das bedeutete, dass diese Zahlen von großer Bedeutung waren. Die 3 stand für die Versöhnung von Gegensätzen und 9 bedeutete Geist. Ich schloss folgendes daraus:
Morgen werden sich zwei Menschen, die geistig völlig verschieden sind, endlich versöhnen.
Als nächstes kam die nächste Woche dran. Die ging von 9.09 bis 15.09. Ich zählte alle Zahlen zusammen und erhielt 23. Daraus bildete ich die Quersumme 5. Die Zahl stand für Sinnlichkeit, Männlichkeit und Sexualität. Galt das nur für mich oder auch für andere?
Ich meldete mich, sodass Professor Vector, die durch die Reihen ging und die Aufgabe begutachtete, zu mir kam und ich meine Frage stellen konnte.
„Nun ja, meistens ist es auf dich persönlich bezogen, da diese Zahlensymbolik aber so eingeschränkt ist, sie geht ja nur bis 10 und unsere professionelle geht bis 2753, kann es auch für mehrere gleichzeitig gültig sein.“
Okay, als sie wieder fort war schrieb ich meine Vorhersage auf das Pergament:
Nächste Woche werde ich viel mit dem anderen Geschlecht zu tun haben und vielleicht sogar mit einem das Bett teilen.
Ich hoffte inständig, dass dies nicht war werden würde, schließlich hatte ich so etwas in den nächsten paar Monaten eigentlich nicht vorgehabt. Naja, wie auch immer! Ich musste auf einmal an Sirius Black denken, der gewiss nicht mehr unschuldig war. Einmal in der Woche gab es eine Schülerzeitung, die Freitags herauskam. Darin wurden alle Ex Freundinnen von ihm aufgezählt und Gerüchte verteilt, wer wohl als nächstes an der Reihe war. Vernünftige Mädchen waren es gewiss nicht.
Ich suchte mir als nächstes den 26. aus, weil ich an diesem Tag im Juni Geburtstag hatte. Ich addierte die beiden Ziffern. Die Zahl 8 stand für materielle Welt und Gerechtigkeit.
Am 26.09 wird alles Geld der Welt gerecht an alle verteilt.
Okay das kann ja nicht wahr werden. Wer will den bitte das ganze Geld auf der ganzen Welt einsammeln und wieder gerecht verteilen?
Nach einer anstrengenden Dreiviertelstunde läutete dann endlich die Klingel. Wir gaben unsere Vorhersagen ab. Professor Vector schrieb noch die Hausaufgabe an die Tafel:
Sagen sie mir anhand der griechischen Zahlensymbolik, was am 1. Oktober geschehen wird.
Ich verabschiedete mich von Georgina, die nun eine Freistunde hatte. Ich hatte ganz vergessen, bei Georgina mir etwas abzuschauen, schließlich war sie ja die Klassenbeste. Es war nicht so schlimm, schließlich war das nur eine Übung.
Ich hatte gerade mal die erste Stunde überstanden, war aber schon total fertig von der Arbeit. Lily und Alice kamen gerade von einer Freistunde, das hieß sie waren topfit. Gott sei Dank kam Verwandlung als nächstes, denn das konnte ich ohne große Mühe.
Da Professor Vector den Unterrichtsschluss um fünf Minuten überzogen hatte, kam ich zehn Minuten zu spät zum Unterricht, da ich vom dritten Stock im Westflügel in den sechsten Stock im östlichen Teil von Hogwarts musste. Ich war den ganzen Weg gerannt, kam aber trotzdem außer Atem nicht rechzeitig.
Ich klopfte an die Tür und trat ein. Die ganze Klasse saß bereits erwartungsvoll im Klassenzimmer. Wieder war ich in der peinlichen Situation, das Interessanteste im Raum zu sein und somit volle Aufmerksamkeit bekam. Ich sah James Potter und Sirius Black in der letzten Reihe. Neben ihnen war ein Platz frei, wahrscheinlich für Remus. Die beiden waren die einzigen, die nicht aufgeschaut hatten.
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